21.7.3 - 30.7.3 : Sabbatical














Ein zarter Kuss reicht mir das mürbe Gebäck auf die Zunge. Das Wasser ist nur hüfthoch. So kannst Du zu mir schwimmen. »Nichts ängstigt mich - Ausser das: Angst zu haben.« Ich bin der Ursprung. Ich bin der Ursprung. In der Vorstadt. Ich bin der Ursprung. Und Du sagst zu Dir selbst: »Warum bin ich hier?« - »Weil ich keine Scheiss-Wahl hab!« Und darüberhinaus … Und darüberhinaus … Bist Du dran! (I do not think all too much about you anymore. But when I do - then all too much!)










































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Die Wunde an der Seite, sich mehr und mehr schließend. Küssend, wen wir lieben, schlagend, wen wir hassen - Es ist gut. Alles war wieder zurückgestürzt, am rechten Ort. »Und nun? Kannst Du mir diese Momente zurückgeben? Können wir uns wieder diese Momente erlauben? Pflegend, uns gedeihen lassend?« - »My affect twin!« Da öffnet die Wunde sich wieder, kehrt wieder die Erinnerung an die doppelte Verletzung, die gefühlshafte Täuschung hervor. Wächst der Abstand, der Zorn, öffnet Schluchten. » Vielleicht ist es besser so.« - »Ja? - - - Wenn Du meinst.« Schmerz. Momenthaft schwindende Einfühlung, Erleichterung. Eine Abreise. Trauer. Verheilt diese Wunde jemals? Für immer uns trennen? Werde ich ihr jemals wieder vorbehaltlos vertrauen können? Hass- und Zerstörungsimpulse, die Wunde immer wieder neu aufkratzend.










































Abschiedsküsse, tolpatschig von ihr, machten mich wahnsinnig. Ich drehte mich um, sah sie glücklich ohne mich. Tief mir in die Augen blickend, ein Stich in die Brust, Stoß, ein Eispickel. Magen flau, Boden weggezogen. Halfpipe nachgetragener Liebe. Incredibile. »Ich weiss da ist noch ein Funken Leben in Dir drin! Ich weiss, da ist noch viel Kraft in Dir drin!« Ich möchte weinen, aber ich kann ihr das nicht so schwer machen. Ich möchte hoffen, aber ich darf meinen Gedanken das nicht gestatten.










































Sad Songs Dancing, »Ich hatte doch bloß gewartet auf eine Bewegung von Dir!« All die Liebe - die wir hätten geben können. Die Wehmut. Sanfte Narben, verhornt, unseren gallertartigen Schwebekörper überziehend. Geben uns ein Heim im eigenen Körper, eigen verformt. Schwerekräfte der Seele. Mein Senkblei - Orient, ein Schwerkraftsport.



















































































Einen Hügel hinauflaufend, das Zimmer vollbesetzt, Freunde, die über und übereinandergelagert dort schlafen. Zwei Schritte vom Wasser entfernt, hielt ich sie, ihren weichen, unglaublich braunen Körper umfasst. »Die Maschine hatte mich nicht früher losgelassen … ?« - Ihre schmalen Handgelenke. - »Vormachen brauchst Du mir nichts -« (lachend) Mich ließ sie, mit sich, in das Wasser, geleeartig, hinabgleiten, in dem sie schon lange sich befand. Quiet, innig. Ein Fest. Strahlte die Sonne über uns auf. Silber. Der Sensualist. Ist es schon so weit?



















































































Der Schleim rotzt durch das Sieb. Intransigenz. Es zirpten die Grillen, der Wind verfing sich in raschelnden Blättern; eigenartige, höchst extraterrestrisch-intragastrisch geformte pflanzliche Gebilde rieselten auf den Tisch. Das Bier schmeckte großartig. Es war ein Hochgenuss, wie die Frauen ihre doch ohnehin unübersehbare Anwesenheit dann auch noch überdeutlich spürbar zu machen versuchten. Lass mich schlafen. Und träumen von Schafen. »Go to sleep, little earth …«



















































































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