7.3.5 - 31.3.5 : Trance der Unverletzlichkeit















Neue Szenen aus dem Empire




Drei Reise=Erzählungen














The Rise of the Brands.

Erste Erzählung - August 2004.














Das wilde Kriterium.

Zweite Erzählung - September 2004.














Epopöe der Xenolatrie.

Dritte Erzählung - Februar 2005.














*














Ist das die Zukunft des Internets? Ein Wild-West-Bereich für die Masse und geschlossene, kostenpflichtige Zirkel für die, die es sich leisten können und wollen? Und mitten drin ein paar Outlaws, Hippies und Sozialarbeiter, die Sachen wie freie Software oder wikipedia pflegen?














Aufgewacht vom Zwitschern der Vögel (das erst Mal im Jahr?)














Im Kurzschluss vom Hefepilz zum Mensch. »Ah-ja!«














Die Nebelmaschine, die mit einem noch durch die Musik hindurch hörbaren »Pfffffftt« den Tanzenden legionellengeschwängerten Kunstnebel gegen die Beine furzt.














Der Autor dieses Schwachsinnes ist doch ein ausgesprochen dummes und schamloses Arschloch - oder täusche ich mich da?



Allein die Tatsache, solche Gedanken gegenwärtig öffentlich auszusprechen, verhöhnt alle, die - ganz ohne old boys network und kulturelles Kapital-Gewichse - darum ringen müssen, zumindest noch ihre monatlichen Herzmedikamente bezahlen zu können und sich langfristig damit abfinden, ohne Gebiss auszukommen.














Die Mastermetapher des Textes.

Die Mastermetapher der Musik.

Die Mastermetapher der Philosophie.

Die Mastermetapher der Maschine.

Die Mastermetapher des Programmes.

Die Mastermetapher des Systems.

Die Mastermetapher der Theaterbühne.

Die Mastermetapher des Traums.

Die Mastermetapher der Wahrnehmung.

Die Mastermetapher des Stils.

Die Mastermetapher der Kunst.

Die Mastermetapher der Erfindung.

Die Mastermetapher der Experimentalwissenschaften.

Die Mastermetapher der Kommunikation.

Die Mastermetapher des Alltages.

Die Mastermetapher der Party.

Die Mastermetapher der Sexualität.

Die Mastermetapher der Arbeit.

Die Mastermetapher der Politik.

Die Mastermetapher der Rhetorik.

Die Mastermetapher des Erzählens.

Die Mastermetapher der Weisheit.

Die Mastermetapher der Mastermetapher.



Gegen Mastermetaphern.














Die nächste Tocotronic muss kurze, knackige Anderhalb-Minuten-Songs enthalten.














31. März 2005.





























Wie leben die Menschen im Erdbebengebiet?














Im Kino mit ihr zum dritten und abschließenden Teil der Star Wars-Saga, verfilmt von Stanley Kubrick. In den Hauptrollen: ein zunehmend altersgelähmter Arnold Schwarzenegger, verheiratet mit Demi Moore. Aggression gegen einige Besucher, die den ganzen Film über direkt hinter uns reden und lachen.














Das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit.














So, wie die Huren des Kapitals sich in die Hosen scheißen, scheint die Angst ziemlich groß zu sein.














Long live the quiet.














Sich beim Mailerstkontakt mit bislang fremden - oder nur blogweise gelesenen - Menschen dabei ertappen, das eigene Maillayout, auch den Schreibstil und die Sprechhaltung diskret-maßvoll aber merklich den erahnten Erwartungen des Gegenübers anzuähneln bzw. allzu prekäre Idiosynkrasien in Stil und Darstellung schlicht zu streichen und auszulassen. Sich konsumierbarer zu machen. Einschwingprozesse der Annäherung.














In der Stille fängt das Chaos an.














Ich bin in Redundanz gebettet, um Geräusche als Informationen empfangen und um Informationen herstellen zu können.














In der Sonne auf dem Sofa.














Ich bin in Gewohntes eingebettet, um Ungewöhnliches machen zu können.














Wiederholungen nie für völlig gesichert zu halten ist der Anfang der Weisheit.














Indifferenz und Sarkasmus.














Küss’ mich, küss’ mich bis ich nicht mehr kann!














Karlsbader Obladen.














Asiatische Entdecker in Sachsen.














Das öffentliche Sterben des Papstes.














Schon jetzt klingen Songs von Mando Diao oder Adam Green so unangenehm belanglos-verschnarcht oldie-haft, dass man sich unmittelbar fragt, auf welcher BRAVO-Jahreshits-CD die wohl mal erschienen sind?














30. März 2005.





























Das Dekadenblog.














Wir wollen eine internationale Solidarität, die sich dafür einsetzt, jedem Menschen das zugänglich zu machen, was wir im Westen genießen: Wohlstand, Freiheit und die wie auch immer prekäre Möglichkeit, sein eigenes Glück unabhängig von Familienclan und Stammesverband in die Hand zu nehmen.














Im Blick zurück entstehen die Dinge.














2014: Das Tocotronic-20-Jahres-Blu-Ray-Boxset inkl. aller Konzerte, Videos, Dokus & Online-Content (präsentiert von Kulturstaatsminister Giovanni di Lorenzo).














Wir haben zum Beispiel keine Schüler, die gepierct sind oder tätowiert. Unsere Kinder gehen aufrecht, weil sie sich frei fühlen, und wir haben fast keine adipösen Kinder, weil sie sich auch viel mehr bewegen.



Also, unsere Kinder sehen auch anders aus als an den Gesamtschulen üblicherweise. Das Äußerste ist: Wir haben drei bis vier Schüler, die einen Ohrring tragen.














Unverantwortlich heiteres Darüberstehen. Elegante Distanz.














I would ask the Neptunes to remix Zappa‘s 4‘33‘‘, and get µ-Ziq to remix Devo‘s version of ‚Satisfaction‘. Dr. Dre would take Metal Machine Music into the fifty-fifth dimension. Brad Meldhau would then turnhe Doctor‘s Machine Music into an improvisation for piano trio, and the relationship between rhythm and melody would be an upgraded sigh of sighs to die for.














Die Begeisterung für Rock wird nicht lange dauern. Klingen doch schon jetzt Portishead und Massive Attacks Protection wieder uneinholbar zukunftsweisend, hypermodern und auch unserer Zeit wieder weit voraus. (1, 2 Jahre wird’s vielleicht noch brauchen; aber dann sind die prägenden Jahre des Nuller-Jahrzehnts eh vorbei und die Vorbereitung auf die Zehner kann einsetzen… )














Die körperbezogene Wirkmächtigkeit ihrer Klänge.














The [Aphex] Twin wants to be free. The [Britney Spears-]Girl wants to be loved.














Kettcar ist definitiv eine Ü-30-Party.














Ein New Order-Moment.














Europa Endlos.














Nena will gern aussehen wie Patti Smith und ist doch zunehmend eine Mischung aus Elke Heidenreich, Friedrike Mayröcker und Ekel Alfreds einfältige Frau (gespielt von Elisabeth Wiedemann).














29. März 2005.





























Tiefgreifende Umwälzungen vollziehen sich lautlos.














Du streichst mir über

Mein Gesicht

Gegen die Welt

Gegen den Strich



Du denkst an mich

Ich denk’ an Dich

Gegen die Welt

Gegen den Strich














Wir sind Kristalle.














Für Euthanasie an Päpsten.














IDM-Chansons.














Das hier ist kein Wörterbuch.













Ich habe Stimmen gehört.

Ich habe Dinge gesehen.

Die waren so schön

Wie nichts auf der Welt!

Ich hab’ die Schwelle gekreuzt

In die Unendlichkeit.

Der Weg war weit!

Ich war wie Treibholz der Zeit…







Ich habe Stimmen gehört!

Ich habe ins Dunkel gesehen.

Es konnte bestehen

Wie nichts auf der Welt.

Nur wer die Stimme verstellt

Wird endlich frei sein und gehen.

Ich hab’ ins Dunkel gesehen…

Ich hab’ ins Dunkel gesehen…







Ich habe Wunden gesehen.

Ich habe Stimmen gehört.

Ich war wie verstört

Vom Anblick der Welt!

Ich hab die Schwelle gekreuzt

In die Unendlichkeit.

Der Weg war weit…

Ich wollte ihn gehen…







Ich habe Feuer gesehen!

Und habe Feuer gesehen.



Ich wollte dazwischen gehen!

Alles wird umgeweiht…



In eine Herrlichkeit…

Jetzt bin ich bereit!



Ich fürchte nichts weit und breit…

Ich werde frei sein und gehen…







Zur nächsten Station.














Seltsam, dass alle Welt die ‹Kunst des Weglassens› preist, wo doch noch viel zu viel drin und dran ist an Unter- und Überfutter, abrundendem Allerlei.














Der frühe Beck und die späten (mittleren?;-) Tocotronic.














Lawrence Lessig im Tonspion-Interview on alternative Copyright. (vgl. hierzu auch die Fairsharing-Initiative)














28. März 2005.





























Industrial Technology & Witchcraft.














Too drunk to blog!














Ostern nur noch mit Weißwürsten feiern.














Außer ein paar unverständlichen Lauten war nichts zu hören.














Der Mann bildet den natürlichen Kulminationspunkt allen physischen und psychischen Bestrebens. Sind wir, wider Erwarten, nicht mehr Single, droht uns täglich sein Abgang. Dagegen sollten wir Diät halten, Pilates vor dem Fernseher machen, uns eine trickreiche Kommunikationsstrategie überlegen oder das Schlafzimmer einfach mal wieder neu gestalten. Verschwindet er trotzdem, haben wir kläglich versagt. Ist er verschwunden, haben wir andererseits irgendwie aber auch wieder alles richtig gemacht. Schließlich stand es schon im Horoskop.














Flickr ist seltsam und macht seltsame Dinge mit einem. Was ich da so uploade ist in vieler Hinsicht mehr Seelenstrippen als 5 Jahre bloggen. Zudem macht es aus dem 5 Jahre Bloggen noch größeres Seelenstrippen.














Joy Division, Sea Change, Autechre-Draft 7.30.














27. März 2005.




























Frühnebel liegt über dem Land.














re:[2]Âå÷íûé ôîíàðèê










Für Karl Bartos












An emerging equity spotlight

Brings more facts:





Copycattable Get in

On IGTS

Asap.

The soviet regime.





Von flirten bis ficken…

Hier ist ALLES möglich.

(Don’t don’t

C1ick here :)





»Hi,

It’s me!

Replica watch models!«





Envie até

2000 e-mails por minuto,

Comprovado

P…





Elliott.Gustafson

@kosherfest.com














The Dears, Xhale, Thinner-Crossways, Queens of the Stone Age.














But I promise

Not to cry

Anymore…



‘Cos it’s the same old

Plot to these

Things!



Oh it’s the same old

Plot to these

Things!



Oh it’s the same old

Plot to these

Things!



Oh it’s the same old…














*















In den frühen Morgen hineingelesen.














Als würde es gleich schneien.














Magie.














Stoner-Dub.














Es ist warm, aber eklig.

Und feucht.














Neben Harun Farocki und seiner Frau / Freundin am Biokäsestand vom Boxhagener Markt stehen.














Am Oster-Sund.














Die Ikonostase.














* *















Menschen treffen sich, um zu entspannen, zu zerstreuen und auch mal an und in etwas anderes denken und sich einzufühlen als immer nur die eigene Arbeit.














Andechser Natur-Joghurt Vanille mild mit einem Lindt-Joghurt-Ei Himbeer-Vanille.





Lavendel- und Orangenduft.














Zerstört die Digitalisierung und damit ubiquitäre Verfügbarkeit von Texten, Klängen und Bildern nicht auch auf eine äußerst wohltuende und entlastende Art mit dem Waren-, zugleich auch den - zuvor nicht selten eine überaus belastende Aneignungs- oder Urteilsverpflichtung mitführenden - Fetischcharakter dieser Artefakte?



Die allein zur Anregung und Weiterführung von Denkempfindungen und Erlebnishaltungen bestimmt scheinen?














Die Katholiken hoffen.














Düfte, Geschmäcker, Klänge und Bilder, Schriften und Reden, Empfindungsgestalten, Denkhaltungen.



Intermodal-dichtes Arbeitspensum, synchron.














Immer noch Jeans und Eastpak-Rucksack. Mit 28.














Vor allem finden die Beobachter der Unterschicht es überhaupt unangemessen, dass diese sich ausdrückt. Das nämlich ist nicht nur prinzipiell ein Privileg der selbstverwirklichenden Schichten.



Wenn sie die eigenen abgelegten Spielsachen eine gesellschaftliche Etage tiefer wiederentdecken, reagieren die Bürgerkinder beschämt.



Die echte Unterschicht sitzt indes eher vorm Fernsehen. Denn natürlich ähneln diese Bilder kaum wirklichen Subproletariern. Sie verhalten sich zu den Kunden der Arbeitsagenturen so wie sich die tragisch lebensverlogenen Bewohner von Starnberger-See-Villen in verwehten Derrick-Folgen zu den echten Reichen und Mächtigen ihrer Zeit verhielten.














* * *














Nett dekantiert.














Ruhen und Ruhe finden im Text.














Die Entfaltung der dichterischen Berufung.














Schonen und Wohnen.














Das was wir gewohnt sind eine ›Informationsgesellschaft‹ oder ›Wissensgesellschaft‹ zu nennen, müsste in diesem Sinne realistischer und angemessener Weise eher als eine Gemeinde der Gerüchte bestimmt werden: eine Gossip-Community.














Zwischen The Making Of Americans und Soziale Systeme.














Aktiv sein zu müssen, um schlafen zu können - anstatt schlafen zu müssen, um aktiv sein zu können.














26. März 2005.




























Die Stadt wird lauter.














Is LastFM the new Flickr?














Aleatorisches Metablog.














*














Sex in Peking.














Frauen und Italien;

Männer und Amerika.














Statistically Improbable Phrases.














Menschen, die vom Ficken Arschmuskelkater bekommen haben.














Notizen von einem, der den ganzen Tag fernsah.














Elliott Smith, Portishead, Air, The Cure, New Order, Beck, My Bloody Valentine, Daft Punk, Massive Attack…














Eine Vergangenheit scheint allmählich wieder solange Zeit vergangen zu sein, dass das Einzigartige in den gegenwärtigen Geschehnissen wieder erkenn- und spürbar wird - und nicht nur deren Bezug auf frühere Zeiten, deren Ableitung oder Neubearbeitung jede neue Zeit nun einmal notgedrungen ist.














Gedenkminute um 15 Uhr für den Tod Christi auf österreichischen Rundfunkkanälen.














Zur Todesstunde Jesu, am Karfreitag um 17 Uhr, drehe sich die Jungfrau Maria Statue auf dem Marienbrunnen in Fulda angeblich einmal um die eigene Achse.














Little sister

Can’t you find

Another way?



No more livin’

Life behind

A shadow.














»Bitte authentifizieren Sie sich als menschliche Lebensform!«














43 Texte aus 39 Monaten.














We want your information!

We will do what we must.



But not here,

Or in front of people.



Or on the phone.





We’re not all

Blood sucking leeches.

For we all have families too.


But that don’t mean

That we really

Love them.



Or that we don’t.














Eine sehr schöne Frau. Aber irgendwie auch sehr langweilig.














Für mich sind Konzerte ein hervorragender Denk-Ort. Vielleicht auch, weil man seine anderen Sinne dabei so freigeben kann:



Die können sich dann an Licht, Sound, Druck und Gerüchen ergötzen.














Irgendwann war ich dann so gelangweilt von allem anderen, dass ich dann in der richtigen Stimmung war, um genussreich am Buch weiterzuschreiben.














Der Fanta-gelbe Mond.














Alkoholkranke Frauen.














Der Stellvertreter Gottes auf Erden als erster Cyborg.














Tod durch Feinstaub.















25. März 2005.





























Eine Choreographie früherer Sowjetstaaten








Weise Ignoranz,

Eine Wagniskapitaltochter.



Filme von Kai Wiesinger und Franka Potente.







Ein bevorzugt gleichmäßiger Gefühlsausdruck,

Sonne Opposition Uranus:



Lasch, Interne Betrachtung.







Die Goldenen Zitronen, Ol’ Dirty Bastard, Pole,

African Headcharge, The Beta Band, Elliot Sharp.



The Shins, Dr.Octagon, Roots Manuva, Autechre, Grandaddy…




Kraftwerkskunst.






Pfahlmuscheln an Romanasalat

Mit Kürbiskernöl-Vinaigrette à la Styrienne,



Dazu ein frisches Wernesgrüner.







Arbeit als Begleitmedium,

Pischinger Haselnuss Ecken -



Exhale!







GMX-Testimonal,

Gesungen von Pennern:



»Die Gedan-ken si-hind frei!«















24. März 2005.





























Trocken, freundlich und schön sonnig.














In thirteen seconds,

Nineteen sank.



While six would swim,

Five would grow



And one was dead.












Leo Cubanero, Wanna Talk… (txtn025; 2005)














*














Pop ends not with a bang nor a whimper but with everything happening at once. It happens in twenty-second bursts of hook and bang, in snatches and scratches of voice and lust, in slaps and slabs of time and space.














Der Mittagschinese.














Pop as art is the sum of its parts plus the sum of its past less the weight of the obvious times the electronic mystery plus the tricking and matching of hormones and tones plus the square root of rhythm and electrics out of the mouth of the future as it plugs into itself.














Problem des Alters:



Persönliche Verpflichtungen über intrinsische Motivation zu stellen. (Das Matschigwerden der Prinzipien: Politik)






Problem der Jugend:



Intrinsische Motivationen als das einzig Gültige, dagegen persönliche Verpflichtungen als irrelevant anzusehen. (Das gnadenlos-menschenfeindliche Herumreiten auf Prinzipien: Philosophie)














David Copperfield und David Cronenberg.














Medien™.














Zeiterleben als Funktion von Ereignisdichte mal selbstbestimmtem Handeln.














Xhale, Slugabed (mia056; 2004)














Leben als vorüberziehendes Ereignis.















23. März 2005.





























Kunstfälschung begeistert alle!














The Mars Volta.














* *

*














Die Kinder spielen auf den Straßen.














She was a woman imitating a man imitating a woman.














Es ist wieder Zeit für Art Rock.














God, the very original celebrity, dies, and his place is taken by Nietzsche, whose place is taken by Freud, whose place is taken by Einstein, whose place is taken by Monroe, whose place is taken by Presley, whose place is taken by the Beatles, whose place is taken by the Sex Pistols, whose place is taken by the Spice Girls, whose place is taken by Britney Spears, whose place is taken by a processed idol, whose place is taken by a process.














No there’s no light

In the darkest of your furthest reaches.



No there’s no light

In the darkest of your furthest reaches.



No there’s no light

In the darkest of your furthest reaches.



No there’s no light

In the darkest of your furthest reaches.














Michael Jackson marries Lisa Marie Presley - the strangest thing that has ever happened outside the birth of Christ, the self-consciousness of Kafka, and the debut album by Van Der Graaf Generator.














Sie ist zu sehr in viel zu sehr prinzipielle Denkbausteine verstrickt und redet mehr als dass sie genießt.



Ihr Problem ist damit ein ähnliches wie das von Z.: Zuviel Vorgabe für sich selbst, zu strenge Maßstäbe an sich und die Umgebung.



Ich weiß, dass das eine Frage dieses Alters zwischen 18 und 22 ist; und ich weiß um die Notwendigkeit dieser ›strengen‹ Phase und ihrer guten Wirkung aufs eigene Denken.



Aber ich weiß auch, dass die Furcht, diese eigenen Maßstäbe selber nicht erreichen zu können, überflüssig ist: Weil man es ja allein durch eben dieses Sich-selber-in-Frage-Stellen schon geschafft hat.



Das weiß man aber leider eben erst später.














Grüner Tee am Morgen, eine Kanne, Espresso mittags nach dem Essen, auch Latte Macchiato - nachtschlafbesorgt aber selten nach halb fünf. Fünf Liter Wasser am Tag, Cola nie. Vanille- und Schokoladeneis, gerne Stracciatella. Sonne (Schnee eher sinnlos). Mangold. Pressevorführungen und verliebtes Lagern vor dem Rechner. Liebe und Werk.














22. März 2005.




























Als ich am Ticketautomaten des öffentlichen Schwimmbades in Südtirol stand, gemeinsam mit der Wiener Technomythentheoretikerin, traf ich auf zwei Japaner, die mich um Feuer baten. Ich gab es ihnen, was sie dazu benutzten, die Goldfolie um einen Schokoladengummitaler herum zu öffnen, was mir wiederum die Gelegenheit gab, zu erkennen, dass sie mein gelbes Portmonnaie samt aller Karten darin gefunden hatten. Sie erstatteten es mir zurück, wir tauschten Adressen und ich ging weiter die Straße hinab, talwärts.







Auf dem Weg begegnete ich einigen alten, knorrigen, freundlichen, aber unverständlichen Bergbauern und ihren Traktoren, Ernte- und Saatmaschinen. An der Wegkreuzung einer Siedlung mit großen, steinernen Bauten eines alten Kastells oder einer Basilika angelangt, wusste ich nicht mehr weiter - woraufhin die beiden Japaner, die mir in einigem Abstand gefolgt waren, zügig zu mir aufschlossen und versuchten, mir auf der Karte Hinweise für den richtigen Weg zu geben.







Während ihren Erklärungen fiel mir der rechte, schon länger etwas lockere, Backenzahn aus, ich musste also zuallererst einen versierten und für mich bezahlbaren Zahnarzt finden. Mir wurde ein etwas älterer empfohlen, der trotz des bekanntermaßen recht schlechten Gesundheitssystems in Italien dennoch mir entsprechende Hilfe leisten konnte, wenn auch mit den allereinfachsten, für mich nur erschwinglichen Dienstleistungen.







Während er mich untersuchte und mir die in meinem Fall fraglichen Behandlungsvarianten auseinanderlegte, sah ich durch die sich gerade schließende Tür aus der er soeben gekommen war, wie seine Sprechstundenhilfe eine schwere Akte hoch im Regal einstellte - und dabei nicht mehr trug als eine schwarze Büstenhebe, einen roten Tanzgürtel und hohe schwarze Schuhe.














Piet Klocke als Adolf Hitler, Ottfried Fischer als Hermann Göring,
Olli Dietrich als Joseph Goebbels, Wigald Boning als Heinrich Himmler,
Oliver Pocher als Rudolph Heß und Harald Schmidt als Albert Speer.














Sommersprossen und Sonnenbrand.














Wolf Maahn und Kettcar.














Funny van Dannen und Reinhard Mey.














Neue Videos kaum mehr auf klassischen Musikfernsehkanälen erstsehen, sondern eher auf NBC Giga oder gleich online.














*














Wohnungswärmung durch die neue, sommereinläutende New Order-Single.














Googlezon / ePIC 2015.














Dschingis Khan, Moskau (1979 - mpg-link!)














The Dears, Lost in the Plot (2004)















Die Grand Prix-Hoffnung.















Koffein und Laberflash.















Den Fall Berlins als den Untergang zu betrachten und nicht, sagen wir mal, die Nürnberger Gesetze, ist deshalb immer noch repräsentative Staatskultur, wo es möglich ist, der Befreiung Auschwitzs wie der Einäscherung Dresdens zu gedenken und im selben Atemzug einen neuen Abschiebeknast einzuweihen.














Ja, wenn ein verlässlicher Mensch mir am Telefon erzählt, dass Frank Schirrmacher in der FAZ den Untergang zu einem Wendepunkt erklärt, nicht nur der Filmgeschichte, sondern der Wahrnehmung und Darstellung des Faschismus und des Hitlerphänomens, ist das allein schon ein Grund, nicht reinzugehen.














21. März 2005.










































Menschenfreundlichkeit und grundlegende Nicht-Verachtung.














Sich gegenseitig coachende Kleintiere.














Urban assholes.














Die klein-bezopfte, eng gebaute Asiatin mit dem griffesten Arsch.














Ein ausführliches Jamaican Raggae-Feature auf BBC, einige neue Netlabel-Releases auf tonAtom und 2063music und die neue FAS beim erweiterten Frühstück.














From Post to Prog.














Nur 125 der bei der KSK gemeldeten Musiker verdienen mehr als 50.000 Euro im Jahr.














Von postkolonial geprägter Denkungsart.














Verspielte und neu hergerichtete Second Hand-Möbel früherer Jahrzehnte oder bequem-schwere, minimalistische Möbel aus preisgünstiger Produktion?














Cate Blanchett, Mariah Carey, Heidi Klum, Bryan Adams, Michael Bublé, Franziska van Almsick, Thomas Gottschalk, Robert Atzorn, Klaus J. Behrendt.














Im Übrigen war es wie so oft:



Hinter der Bühne konnte man privat einiges flexibler sehen, als man es vorne rum vertrat.














Lars, der Kellner des stark frequentierten Cafes im East Village, schiebt die CD in den Player der Hausanlage. Sobald die ersten Klänge des Opener-Songs erklingen, eine zaghafte Klaviermelodie zunehmend Konturen gewinnt und sich gegen den sie umgebenden Streichernebel absetzt, um dann von der unverwechselbaren Stimme des Sängers wieder eingefangen zu werden, heben sich Köpfe und senken sich Zeitschriften. Blicke wandern von Buchstabenreihen in den Raum oder raus auf die First Avenue. Andere kreuzen sich kurz und malen ein Lächeln in die Gesichter der sich in diesem Moment als Gemeinschaft begreifenden Gäste.







Schon bald stehen die einen beim Kellner und erkundigen sich über die Urheberschaft dieser wunderbaren Musik, während die anderen über die Tische hinweg Fragen stellen und dabei kichern, als würden sie in allzu intimen Geheimnissen rühren. Wie wunderbar! Ist das neu oder alt? Sind das nun die Talking Heads, Pulp, David Bowie oder wer oder was? Spätestens beim Song Nr. 3 brummt das Cafe wie eine Hafenkneipe am Seaport. Wer um das Inseldasein in den stets als öffentliche Wohnzimmer verklärten Künstler/Musiker-Kaschemmen dieser Welt Bescheid weiß, musste in diesem Augenblick der temporären Vergemeinschaftung einfach gerührt sein. Das Szenario erinnerte an die Schlussszene eines dieser schamlos menschelnden Episodenfilmchen, in denen Hugh Grant ein Dauerabo auf die Hauptrolle zu haben scheint.






Im kleinen Cafe im East Village läuft das Album mittlerweile zum dritten Mal in Folge. Der Song Nr. 7 biegt gerade von seinem hymnischen Chor in einen Uptempo-Beat ab, der irgendwo zwischen Elton Johns ›Crocodile Rock‹ und der Schlusssause von Pulps ›Common People‹ wohnen dürfte. Es ist spät am Nachmittag geworden, und langsam leert sich das Geschäftslokal. Die Musik erfüllt nun den ganzen Raum und übertönt die Sirenen der auf der First Avenue im Minutentakt vorbeijagenden Krankenwagen, die in Richtung Norden in den Krankenhaus-District von Midtown unterwegs sind.







Der Autor dieser Zeilen steht nun ebenfalls auf und will an der Kasse bezahlen. Kellner Lars winkt ab und lässt mich wissen, dass der Kaffee aufs Haus geht. Er wirkt glücklich und abwesend. Als ich durch die Tür hinaus ins Getümmel der Rushhour schlüpfen will, versperrt mir ein etwas untersetzter Glatzkopf den Weg und fragt mit britischem Akzent: »Do you know who did this wonderful music?«














Joy Division, David Bowie, John Cage, Aphex Twin, Depeche Mode, Radiohead, Björk, Air…














20. März 2005.





























Es ist gelogen, dass Videogames die Kids beeinflussen.



Hätte Pac Man das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören.














Da sprießen die kleinen Kinder aus dem Sandkasten wie die Schwammerl.













Hommage / Homepage.














Nasenragout.














The Ultimate Guide To Electronic Music.














Könnte es sein, dass - seit deutlich wurde, wie kontingent, partikular und situativ jedwede Ordnung der Dinge ist -, die Hingabe an das Herstellen immer neuer, bewusst partikularer Ordnungen, situativer Wissendarstellungen, das hochkontingente ›Mapping‹ unübersehbar zugenommen hat?














Die vage aber bestimmte Ahnung, jede Hinwendung von AutorInnen oder KünstlerInnen zu antiken oder klassischen Stoffen wäre gleichbedeutend mit deren grundlegender Einfallslosigkeit im Auffinden, Aufbereiten und Darbieten neuer, aus der eigenen Gegenwart heraus entwickelter Stoffe, Formen, Aussagen und Genres. Künstlerische Feig- und Faulheit.















19. März 2005.




























»Ich bin ja eher so eine historische Hobbynutte!«














Pure Vernunft darf niemals siegen.














Nicht in die U.S.A. übersiedeln, weil Käse dort nur zu grotesk überhöhten Preisen und in generell minderer Qualität zu erwerben sei.














Mit der Ministerialbeamtin bei den Prachtmädchen.














18. März 2005.





























Schneeschmelze auf dem Kilimandscharo.














Cliqhop.














»Sparkasse oder Zirkus, da musst du dich dann schon entscheiden.«














Das System geht so:


Eine Moderatorin und ein Redakteur, beide mit der Aussicht auf Ruhm und schnellen Aufstieg scheiße bezahlt, und dazu ein unbezahlter Praktikant, der die ganze Arbeit macht. Nach einer Season schmeißt man den Redakteur raus, ersetzt ihn durch den Praktikanten und holt einen Neuen vom Journalisten-Strich.



Damit ist jegliche Kontinuität und echte Arbeit an einem Produkt unmöglich.



In der Zwischenzeit wurde dieses System von allen anderen Medien adaptiert. Und in Berlin laufen mehr arbeitslose Journalisten als Regierungs-Beamte herum.













Ein kleiner, kotzender Camembert.














Meditation, Koks und Party.














Ich kannte mal so einen Elite-Studi, der mir ohne Ende vorschwallte, wie beschissen doch Deutschland sei und wie offen Amerika. Der war dann ein Jahr drüben beim Studieren und vermietete seine Studentenbude mit erheblichem Aufpreis so lange an einen anderen.



Als er dann zurück kam und ihm die Wohnung wegen der Geschichte gekündigt war, beschwerte er sich wegen der fiesen deutschen Gesetze. Dann gründete er einen Coffeeshop-Franchise, versuchte die Verluste mit Spekulationen am Neuen Markt abzufangen, und ist jetzt privatinsolvent.














Ankünfte.














17. März 2005.





























The höher they come,

The blöder they fall.














Europäische Kunsthalle.














Woher kommt eigentlich die Erwartung, dass, wenn jemand eine Rede redet, alles wieder gut wird?














Reception robot. Childcare robot.



Cleaning robot. Security robot. Intelligent wheelchair.














Verhandlungen und Transaktionen.














Beobachtung des vormedialen Raumes.














*














Neu Textdokument.














Unser Finanzagent.














Mayhem and scandal.














Pornography is the unconsciousness of sex.














Meine sechs Pils fallen nicht auf.














Lauer Sommerabend. Basic Channel. Bier.














Das Magazin, das mich durch die Pubertät begleitet hat.














Kontaktlinsenfaul.














*

* *














Den Sommerkörper hervorholen.














Mit Bierflaschen durch die Straßen laufen.














In a flirtatious mood.













Knutschen auf dem Gehweg.













Generell: Bordsteintheater.














Love is like an

Energyyy!



Rushin’ in

Rushin’ in-

Side of me!














Eindeutig: Sommeranfang!














Nachwuchs-Nutten.














16. März 2005.





























Tropfender Wasserhahn oder Sekundenzeiger?














Im Halbschlaf war sie ängstlich darauf bedacht, die Überwurfdecke, die sie jede Nacht im Bett über ihre Beine breitete, nicht den Boden berühren zu lassen - aus Furcht, Insekten, Ameisen könnten dadurch womöglich in ihr Bett gelangen.


Die Altbauwohnung, in der sie schlief, war erst kürzlich frisch saniert worden. Dies minderte jedoch nicht ihre Angstzustände.














Der Jobgipfel.


























Borders without borders

Under Eyebrows.














Er saß so still, bis er sich selbst nicht mehr auffiel.














Mürbehäutige Sommersprossenmädchen.












I am close enough to her to see that her nails are made of sculpted shapes of mirrored metal beautifully implanted into the clever flesh of her fake fingers.














Fremdverreisen.














Ein lächerlicheres Buch habe ich lange nicht gelesen.














15. März 2005.





























Romanus Ottes Frisur.














Die Papst-Oper.













She is a machine inside a machine driving through a landscape of machines towards a city powered by machine on a world machine spinning around inside a galaxy you can find, if pushed, inside the ultimate machine of them all, the universe.



The music repeats itself and yet changes in a way that the world around them seems to repeat itself and yet change.














Auflegeverbot für FM4-DJ’s.













Jungmänner, die vorm Spiegel wichsen. Hinter dem Ernsthaftigkeitsposing ein kichernder Insider-Witz - aus dem tiefsitzende Humorlosigkeit und Ängstlichkeit spricht:



Korrekt-zwanghaftes Überprüfen des eigenen Erscheinungsbilds.



Langeweile.












The Shoes of the Fisherman.














Es gibt nie genug Fakten, aber immer zu viel Deutung.














Wer hat eigentlich das Copyright auf Landschaften?














Super Scrolling Action.














Hermann von Helmholtz, Die Lehre von den Tonempfindungen als Physiologische Grundlage für die Theorie der Musik (1863)














14. März 2005.





























Ein Geruch nach Erdbeertörtchen in der U-Bahn, morgens, kurz vor zwei.














Die performativen Metaphern im Werk von Peter Handke.



Déja-vu-Phänomene, Empfindungserinnerungen.














Nachtschnee.














Ein Tässchen Milch zur Nacht.













*














Morgensonne.














Trotzdem bleibt ein leises Unbehagen bei mir, überall wo Despektierlichkeit im Spiel ist.













»My ex-lover’s lover’s mormon mother!«














Latte Art.














Und plötzlich, gegen tranig und weltschmerz-emphatisch vor sich hin schlappende junge Mädchen, jeden Moment den Tränen nahe, eine erzieherische Aggression in sich aufsteigen spüren.














Auf Deutsch: ›Die Karawanken-Semmel‹.














Als Franz Müntefering mir sagte, dass er besonders gern die Bücher von Judith Hermann lese, da wußte ich, dass beide ein Problem haben.















Erinnerungsschleifen.














Gorny in Grosny.













I am the conscience clear

In pain or ecstacy.



And we were all weaned my dear

Upon the same fatigue.














Verbindung zum Medium wird hergestellt.














13. März 2005.




























Oh yeah!



In France a skinny man

Died of a big disease with a little name.

By chance his girlfriend came across a needle

And soon she did the same.

At home there are seventeen-year-old boys

And their idea of fun

Is being in a gang called The Disciples

High on crack, totin’ a machine gun.



Time, time…



Hurricane Annie ripped the ceiling of a church

And killed everyone inside.

U turn on the telly and every other story

Is tellin’ U somebody died.

Sister killed her baby cuz she could afford 2 feed it

And we’re sending people 2 the moon.

In September my cousin tried reefer 4 the very first time

Now he’s doing horse, it’s June.



Times, times…



It’s silly, no?

When a rocket ship explodes

And everybody still wants 2 fly?

Some say a man ain’t happy

Unless a man truly dies!

Oh why?
Time, time…



Baby make a speech, Star Wars fly

Neighbors just shine it on.

But if a night falls and a bomb falls

Will anybody see the dawn?

Time, times…



It’s silly, no?

When a rocket blows

And everybody still wants 2 fly?

Some say a man ain’t happy, truly

Until a man truly dies!

Oh why, oh why, Sign ›O‹ the Times…



Time, time…



Sign ›O‹ the Times mess with your mind.

Hurry before it’s 2 late!

Let’s fall in love, get married, have a baby.

We’ll call him Nate… if it’s a boy…



Time, time…



Time, time…












So unbeschwert funky und leichtherzig elektronisch habe ich mir immer den Pop des 21. Jahrhunderts vorgestellt.














12. März 2005.




























Rock Lobster!














Der Bärenkrebs.














We need a witness to our lives.














This mysterious respect for the nature, and deceptiveness, of sheer nerveless repetition.














Der spirituelle Akt des Quarkzubereitens.













What makes a great pop song is not only the correct use of rhythm, form, content and glamour, but also the right atmospheric, emotional connection with performer, time, listeners, the fashion of the moment and the way the present seeps into the future.














Warum sind eigentlich alle Drogenforscher Schweizer?














Angels in America.












Er behalf sich, indem er statt Wörtern für diese Sachen Sätze bildete, in der Meinung, eine Geschichte aus solchen Sätzen, könnte ihm erleichtern, sich die Sachen vorzustellen.














11. März 2005.





























Die Kolportagenkorrelate.














Die Rede des Kanzlers zur Eröffnung der CeBiT.














The New Power Generation.














Lobt die automatisierte e-mail-Erinnerung!














Nicht mehr ausgewählte 10 Songs auf eine Musikkassette überspielen, sondern 10 ebenso wohlausgewählte Alben von Festplatte zu Festplatte wandern lassen.














»Play it cool, boy!«














Ja, es rockt wirklich zur Zeit…














*














I am sitting in a room.

I can’t get you out of my head.














Bei Flickr, die Sets anderer Menschen und Leben, die einen interessieren, immer nur als Slideshow und dann auch nur mit höchster Durchlaufgeschwindigkeit, 1 Sekunde pro Bild, anschauen.



Anders das offenherzige Abbilden eigener Intimität derzeit noch kaum ertragen können. So etwas wie g’schamige Ungeduld.



Irritierten Blognovizen ist’s wohl einmal auch so ergangen.














Sign ›O‹ The Times.












Fast nur noch Musik vom Rechner hören.













44.














»Mehr Sinnes Erzählung später beim Kopfkissengespräch!«














Schlimm auch:



Verdummung durch Wohlstand oder Reichtum.














10. März 2005.




























Das Phänomen der Selbstenttäuschungsangst.













Als wären Börsenhypes kulturell ähnlich unausweichlich retournierend wie Popkultur-verstärkte Jugendrevolten.














Crossways.














Metroglyphen.














Blickbekanntschaften.














Sich zur Ruhe setzen.












9. März 2005.




























Die Transfiguration.



Beim Umzug unserer Hochschule von Wien nach Budapest wurde die Räuchersalami aus dem Fleisch des Sängers unserer Band unmittelbar - durch den Fakt institutionellen Ortswechsels allein - zu einem Objekt kontemplativer Betrachtung und ontologischer Status-Reflexion nach Art abendländischer Kunst der vergangenen Jahrzehnte.














In früheren Jahren war ihre Kleidung sackartig.














Mercury Rev.














Mitten in der Nacht aufwachen und panische Ängste ausstehen über eine womöglich ungenügende Hängung der Schlafzimmerbeleuchtung, die somit wohl jeden Moment auf mich herabstürzen müsste.














*














100% Arabica.














Österreichische Bananen schmecken anders.














Die Stille-Nacht-Klarinetten-Bridge, immer wieder, in Endlessly der Mercury Rev anno 1998.














*














Siegle mir den Moment, Maria, pflanzen wir die Kathedrale.














Die Wien-Jahre. Die Film-Jahre.












Der hochverdichtet-gepresste und getriebene Eindruck einer unökonomisch-verwschwenderischen Stoff-Handhabung in poetischen Werken, auf die eine Autorin oder ein Autor lange hingearbeitet hat - und nun die Gelegenheit voll ausnutzt, alles zu zeigen und zu sagen und zu tun, zu was es ihn oder sie schon seit Jahren oder Jahrzehnten drängt.














Wesenhaft unstotternd.














Auf dem Heimweg im Licht.














Das Gesamtwerk von Paul Nizon.














10 Deka österreichischer Wurst sind deutlich mehr als 100 Gramm deutsche.














»Ihr mit Eurem Zielgruppenmumpitz!«














8. März 2005.



























Epopöe der Xenolatrie



























Songwriter vom Beginn des 21. Jahrhunderts.














Lakonie als Steigerungsform der Emphase.














Heloten der Geschäftsreise.














Nuller Jahre:



Postravetrauma-Bewältigung auf allen Ebenen.














»Wir sehen uns im Plasmazentrum!«














Electrorock.



























1


Die Ordination













Arkadien.














Ich verlange, den Widerspruch meiner Zeit voll zu leben,

der aus einem Sarkasmus

die Bedingung für die Wahrheit machen kann.














Der Einsteinmythos.














Die vergleichsweise naiv-oppositionelle, allzu scharfsinnige Umkehrung im Denken Roland Barthes, die näher am Denken Walter Benjamins ist als an der komplex vernetzten Rückkopplung im Denken von Gilles Deleuze, Niklas Luhmann, Klaus Theweleit oder Régis Debray.



Symptom eines noch nahezu prä-medialisierten Denkens? Eher lebend aus der klug antizipierenden Ahnung einer Bedeutung, die Medien künftig haben würden - als aus dem tatsächlichen Erleben alltäglicher medialer Praktiken?













Die Rolle im Leben ist ein todsicheres Gefährt.



Was immer da kommt, ist ausgefahren, gespurtes Handeln; Gemeinplatz des eigenen Ichs, ist Selbstzitat.














We shall overcome!














Der Heilige ist vor allem ein Wesen ohne formalen Kontext.













Die Kamerascheu der Regisseure, Photographen und Kameraleute.




























2


Totemistische Jugend














Das Bluthafte ist der Daseinsgrund des Beefsteaks.














Die Welt kann alles aus sich selbst gewinnen, sie braucht, um zu existieren, nichts als den Menschen.














Der Vergesser ist jedermanns besseres Ich.














Die vollkommene Lesbarkeit der Szene, die Tatsache, dass es in Form gebracht ist, dispensiert uns davon, das Bild in seiner Ungewöhnlichkeit aufzunehmen.



Die auf den reinen Zustand einer Sprache reduzierte Photographie desorganisiert uns nicht.














Man findet hier den Virus der Essenz wieder, der im Grunde in jeder bürgerlichen Mythologie vom Menschen steckt.













Artefakte, die ihre Wirkung nicht synchron, sondern zeitversetzt entfalten - mit raumzeitlich wachsender Distanz vom Erlebnismoment.



Wirkung einer Ästhetik, die keine zeitgebundene Dramaturgie momentaner Intensität sucht, sondern eher eine raumgebundene Bauform:



Gesamtschau eines fern gerückten Zusammenhanges.














Vom bürgerlichen Gesichtspunkt aus ist es fast unmöglich, sich eine Geschichte der Kunst vorzustellen, die nicht christlich und katholisch ist.




























3


Das Private vom Privaten trennen














Die Banane ist der Käse des Obstsalats.













Nasenwärmer mit Pelzbesatz.














Punschtörtchen.














Martin Blumenau-Express.














Talent zum Süß-Sein.














Wahre Liebe ist ein Produkt der Phantasie.














Die Frau im Auto, die von hinten wie ein Pudel von vorn aussah.














Photoserie: Photographen in ihren unfarbigen Pullovern oder beige-grauen Anglerjacken, ihre schwarzen Maschinerien fest im Arm, photographiert bei den Haltungen und Bewegungen ihrer öffentlichen Arbeit.














Der ehemalige Obmann des Feldgemüsebauverbandes.














Der Obstobmann.




























4


Ultima Thule














Beim nächsten abnehmenden Mond zum Friseur.













Straße der Solarenergie.













I’m sure they have very different paintings on their own walls.














Maßnahmen gegen Konvention, Establishment und Bürokratie - verschüttet und eingeebnet, damit die Menschen sich nicht erinnern - wiederausgraben und von dort aus weitermachen.














Trophäen, die auf Verhandlungsgeschick schließen lassen.














Abends dreht die Reklame für Motta einen giftblauen Pfeil, ein Pfauenrad.













Ich denke oft an die Hügel mit den Fichtenwäldern und an all die lebendig begrabenen Leben in dem vielfältigen Land, die nicht das Glück gehabt haben, sich wenigstens halbwegs freizuschaufeln wie zum Beispiel ich.



Ich bin Schriftsteller geworden und habe mehr denn je das Gefühl, es den anderen schuldig zu sein, für sie zu schreiben.













Und bei den Früchten obsiegt der Geist des Symposions über alle Begierde.














Husten aus dem Nachbarabteil.




























5


Die Formbarkeit der Künste














Das Problem der Semiologie (und der meisten nachfolgend auf ihr fußenden oder in kritischer Absicht und Gegenbewegung aus ihr entstandenen Methodologien und Interpretationslehren):



Dass sie das Lesen essenzialisiert und den gesamten, hochkomplex und divers rückgekoppelten Prozess menschlicher Wahrnehmung, Handlung und Interaktion zur schlichten Entzifferung nivelliert und simplifiziert - und degradiert zu einer bloß linearen, solitären und kontemplativ-imaginativen Text-Lektüre (die kuschlig-bibliotheks-herrenhaft zu einer metaphysisch unsagbaren Handlung mystifiziert wird);



nur um der nostalgischen Erinnerungsseligkeit einer Buchkultur willen, die kulturell doch zuletzt sich als eine höchst partikulare und hochkontigente Kulturtechnik gezeigt hat.



»Ich lese dies so…«, »Die Lektüre dieses…«, »So ergibt sich folgende Lesart…«














Macht Reisen geil?














Sie schaute sich die pralle Körperspannung an und begann, sich selbst gierig an ihren eigenen weichen Stellen zu reiben.














Vielleicht sollte man einen Spleen des 19. Jahrhunderts wieder aufgreifen und Schildkröten an der Leine führen?














Die geistöffnende Untätigkeit.














Menschen ohne menschliche Nähe.














Also unter Medientheoretiker würde ich mir dann eher jemanden vorstellen, der auch mal eine Kamera führen kann, Audio schneidet, weiß, wie eine Zeitungsredaktion aussieht, wie das Drama-Schema von einem Hollywoodfilm aussieht, wie Theater von innen funktionieren, wie PR läuft, wie Wirkungen erzeugt werden sozusagen, vielleicht auch wie man eine Ausstellung wirkungsvoll aufstellt oder Radio macht usw.














18°C plus auf dem grell besonnten Außenthermometer.














Die Checker direkt am Ausgang.














Von hypnotischer Schläfrigkeit.












Hack in’s G’nack.














Hing minated foer.














Wir sind zwei wandernde Lehnen füreinander.


Einer des anderen Urlaub.














Trance der Unverletzlichkeit.














»Sie kommen jetzt in die Phase des Kults ihrer Persönlichkeit.



Aber danach werden Sie durchstoßen müssen mit all Ihrer Kraft, die noch brachliegt. Und grimmig werden Sie werden. Jetzt gestikulieren Sie bloß, mit Wachheit, zugegeben, mit Skepsis, gelindem Hohn. Das werden Sie eines Tages lassen. Sie werden die Lauheit, die Seichtigkeit keines Hohns mehr würdigen, wenn Sie erst einmal auf sich selbst zurückgefallen sind.



Sie werden mittendurch gehen, grimmig werden Sie sein und durchstoßen. Und immer weiter durchstoßen.«



























6


We Shall Overcome














»Kannst Du bitte etwas leiser rascheln - damit ich das Knistern besser höre?«














Easy girls!

Easy girls of the West!














Der Anspruch, möglichst das letzte Wort zu haben, wohnt allem kraftvollen Formalismus inne.














Für ein festliches Verhältnis zu Gedanken. Sowohl wollüstig wie subversiv. Posttragische Sensibilität.














Wir sind hiermit beim eigentlichen Prinzip des Mythos:



Er verwandelt Geschichte in Natur.














He devoted himself to an intensely private life of intellectual activity, reading in several languages, discussing literature with a small group of friends, and writing for his own enjoyment.














Wie die Monitorschrift des Luchino Visconti-Eintrags in der Encyclopædia Britannica sich hinter dem Espressodampf auf den Brillengläsern wieder unnachgiebig in den Vordergrund drängt.













Filmed entirely on location and without actors.













Die Freiheit:



ein Zustand, in dem man sich pluralistisch hält, fließend und pulsierend;



und all dies um den Preis, unentschlossen zu bleiben,



ängstlich besorgt womöglich, für einen Hochstapler gehalten zu werden.













Vielleicht kommt auch wirklich eine Erinnerung an den Toten, sonst eben schlechtes Gewissen wegen Gefühlsunvermögen und -kälte.














Je mehr eine Sprache anfangs noch dem Mythos Widerstand leistet, umso stärker wird ihre abschließende Prostitution und Instrumentalisierung sein.














Ein vorsemiologischer Zustand der Sprache.














Alertes Desinteresse.













Hightea.














»Arbeiten, Bahn fahren und in den Supermarkt gehen sind bei mir Hintergrundmedien. Läuft dauernd irgendwie, ohne grössere Aufmerksamkeit zu erregen. Ich bin eine deutsche Hausfrau aus der Sowjetunion.«













Wie ich einmal auf Besuch in Wien, im vierten Bezirk, mehrere Tage lang eine Haselnuss nicht aus meinem linken Nasenloch herausbekam.














Jeder Film, der darauf aus ist, das größtmögliche Publikum zu erreichen, ist als eine Art Remake angelegt.














Die Entnennung.



























~



























Geschichtsorientiert in den Obsessionen, fiktional in der Reichweite.














Das syrisch-libanesische Wunder.














Die Inbrunst konzentrierten Arbeitens am Rechner. Hochintim.



Die monasterische Klausur am Monitor. Ekstatische Versenkung.



Das zu sich kommen hernach braucht Zeit.














Die Zeit zu wandeln in einen sich transformierenden Fluss von Empfindungsgestalten.













Hugo von Hofmannsthals Elektra,

dargestellt von Jennifer Lopez.



Sie singt:












Dear fellow citizens!

Dear fellow occupants!

Dears sisters in brave!

And dear comrades in arms!








We might



Over



Come.








That



Unbalanced life

That goes without saying.

Attempted to follow

»Yes sir!«,

Straight line.



My share of the blame

Got to say I deserve.

I believed in their lies!

I believed in their lies!



When all of the beauty

Seems just to be wrong.

And all of their words

Seemed to belong

To their



Everyday prozac,

Their everyday lies

That their

Everyday bangin’

In my day-to-day mind!




And music turns minor.

And we buy prepacked needs.

And black condoms for our pleasure.

For their

Pleasure:

»Strategies!«








And we all are invited

To their big bingo show.




And we dance to their music

From all to well-known.




And we raise up our hands

And we take this for real.




But we should not agree

To their

Predicted deal.







We live in their

Bulletproof-single-apartments

While planning family-trees.

And talk about

Taking action

While wearing their

Diesel-Jeans.




We

Don’t

Sweat.

We shit perfume.

We’re not ugly.

We’re a delight.

Kept in uniforms

And shopping malls.

We are prerendered dolls.




Educated for the system.

Cultivated, liberalized

And ready-made and Hollywood-

Movie-sized!








And we all are invited

To their big bingo show.




And we dance to their music

From all to well-known.




And we raise up our hands

And we take this for real.




But we should not agree

To their

Predicted deal, no!




We

Shall

Overcome!





(One

day!)





And beat their monitoring arms,

And spray graffitis on their walls,

To let them know



That we’re no longer their obedient toys!




We

Shall

Overcome!





(One

day!)





Deep in my head

I do believe

That we can defeat

This mess that we’ve bought




So far!








They won the people’s

Choice award.

Declared the speechwriter’s pen.


But we never really have been asked

To put a cross beside their names.








But we all are invited

To their big bingo shows.



And we dance to their music

From all to well-known.




And we raise up our hands

And we take this for real.




But we should not agree

To their

Predicted deal - No!




We

Shall

Overcome!




(One

Day!)





And beat their monitoring arms

And spray graffitis on their walls

To let them know



That we’re no longer their obedient toys!




We

Shall

Overcome!




(One

day!)









And dear fellow citizens!

And dear fellow occupants!

And dear sisters in rave!

And dear comrades in arms!




We

Shall

Overcome!

Shall Overcome…




(One

Day!)




Deep in my head

I do believe

That we can defeat

This mess that we’ve bought

So far.




So far.














Auf dem Flug von Wien nach Berlin, Interpol vom Rechner.














Erinnerung an die Dunkelheit des Interkontinentalfluges. Die Majestät und Traulichkeit. Das nonchalant Intime.














A Sort of Homecoming.














In einer magischen Trance der Unverletzlichkeit.














Neu gestärkt und gekräftigt.














Ich glaube, dass das Auto heute das genaue Äquivalent der großen gothischen Kathedralen ist.



Ich meine damit:



eine große Schöpfung der Epoche, die mit Leidenschaft von unbekannten Künstlern erdacht wurde



und die in ihrem Bild, wenn nicht überhaupt im Gebrauch von einem ganzen Volk benützt wird, das sich in ihr ein magisches Objekt zurüstet und aneignet.













Noch braun vom Mastdarm der bekrochenen Gazetten.














Das Schweigen der Kinder gegenüber ihren Eltern.














Rudi Dutschke und Daniel Cohn-Bendit im Gespräch mit Kurt Sontheimer, Günter Nenning und Springers Matthias Walden.













7. März 2005.





























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