7.3.5 - 31.3.5 : Trance der Unverletzlichkeit
Drei Reise=Erzählungen
The Rise of the Brands.
Erste Erzählung - August 2004.
Das wilde Kriterium.
Zweite Erzählung - September 2004.
Epopöe der Xenolatrie.
Dritte Erzählung - Februar 2005.
*
Aufgewacht vom Zwitschern der Vögel (das erst Mal im Jahr?)
Im Kurzschluss vom Hefepilz zum Mensch. »Ah-ja!«
Der Autor dieses Schwachsinnes ist doch ein ausgesprochen dummes und schamloses Arschloch - oder täusche ich mich da?
Allein die Tatsache, solche Gedanken gegenwärtig öffentlich auszusprechen, verhöhnt alle, die - ganz ohne old boys network und kulturelles Kapital-Gewichse - darum ringen müssen, zumindest noch ihre monatlichen Herzmedikamente bezahlen zu können und sich langfristig damit abfinden, ohne Gebiss auszukommen.
Die nächste Tocotronic muss kurze, knackige Anderhalb-Minuten-Songs enthalten.
Wie leben die Menschen im Erdbebengebiet?
Im Kino mit ihr zum dritten und abschließenden Teil der Star Wars-Saga, verfilmt von Stanley Kubrick. In den Hauptrollen: ein zunehmend altersgelähmter Arnold Schwarzenegger, verheiratet mit Demi Moore. Aggression gegen einige Besucher, die den ganzen Film über direkt hinter uns reden und lachen.
Das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit.
So, wie die Huren des Kapitals sich in die Hosen scheißen, scheint die Angst ziemlich groß zu sein.
Sich beim Mailerstkontakt mit bislang fremden - oder nur blogweise gelesenen - Menschen dabei ertappen, das eigene Maillayout, auch den Schreibstil und die Sprechhaltung diskret-maßvoll aber merklich den erahnten Erwartungen des Gegenübers anzuähneln bzw. allzu prekäre Idiosynkrasien in Stil und Darstellung schlicht zu streichen und auszulassen. Sich konsumierbarer zu machen. Einschwingprozesse der Annäherung.
In der Stille fängt das Chaos an.
In der Sonne auf dem Sofa.
Ich bin in Gewohntes eingebettet, um Ungewöhnliches machen zu können.
Wiederholungen nie für völlig gesichert zu halten ist der Anfang der Weisheit.
Indifferenz und Sarkasmus.
Küss’ mich, küss’ mich bis ich nicht mehr kann!
Asiatische Entdecker in Sachsen.
Das öffentliche Sterben des Papstes.
Schon jetzt klingen Songs von Mando Diao oder Adam Green so unangenehm belanglos-verschnarcht oldie-haft, dass man sich unmittelbar fragt, auf welcher BRAVO-Jahreshits-CD die wohl mal erschienen sind?
Im Blick zurück entstehen die Dinge.
2014: Das Tocotronic-20-Jahres-Blu-Ray-Boxset inkl. aller Konzerte, Videos, Dokus & Online-Content (präsentiert von Kulturstaatsminister Giovanni di Lorenzo).
Unverantwortlich heiteres Darüberstehen. Elegante Distanz.
Die Begeisterung für Rock wird nicht lange dauern. Klingen doch schon jetzt Portishead und Massive Attacks Protection wieder uneinholbar zukunftsweisend, hypermodern und auch unserer Zeit wieder weit voraus. (1, 2 Jahre wird’s vielleicht noch brauchen; aber dann sind die prägenden Jahre des Nuller-Jahrzehnts eh vorbei und die Vorbereitung auf die Zehner kann einsetzen… )
Die körperbezogene Wirkmächtigkeit ihrer Klänge.
The [Aphex] Twin wants to be free. The [Britney Spears-]Girl wants to be loved.
Kettcar ist definitiv eine Ü-30-Party.
Ein New Order-Moment.
Europa Endlos.
Nena will gern aussehen wie Patti Smith und ist doch zunehmend eine Mischung aus Elke Heidenreich, Friedrike Mayröcker und Ekel Alfreds einfältige Frau (gespielt von Elisabeth Wiedemann).
Tiefgreifende Umwälzungen vollziehen sich lautlos.
Du streichst mir über
Mein Gesicht
Gegen die Welt
Gegen den Strich
Du denkst an mich
Ich denk’ an Dich
Gegen die Welt
Gegen den Strich
Wir sind Kristalle.
IDM-Chansons.
Das hier ist kein Wörterbuch.
Ich habe Stimmen gehört.
Ich habe Dinge gesehen.
Die waren so schön
Wie nichts auf der Welt!
Ich hab’ die Schwelle gekreuzt
In die Unendlichkeit.
Der Weg war weit!
Ich war wie Treibholz der Zeit…
Ich habe Stimmen gehört!
Ich habe ins Dunkel gesehen.
Es konnte bestehen
Wie nichts auf der Welt.
Nur wer die Stimme verstellt
Wird endlich frei sein und gehen.
Ich hab’ ins Dunkel gesehen…
Ich hab’ ins Dunkel gesehen…
Ich habe Wunden gesehen.
Ich habe Stimmen gehört.
Ich war wie verstört
Vom Anblick der Welt!
Ich hab die Schwelle gekreuzt
In die Unendlichkeit.
Der Weg war weit…
Ich wollte ihn gehen…
Ich habe Feuer gesehen!
Und habe Feuer gesehen.
Ich wollte dazwischen gehen!
Alles wird umgeweiht…
In eine Herrlichkeit…
Jetzt bin ich bereit!
Ich fürchte nichts weit und breit…
Ich werde frei sein und gehen…
Zur nächsten Station.
Der frühe Beck und die späten (mittleren?;-) Tocotronic.
Lawrence Lessig im Tonspion-Interview on alternative Copyright. (vgl. hierzu auch die Fairsharing-Initiative)
Industrial Technology & Witchcraft.
Too drunk to blog!
Ostern nur noch mit Weißwürsten feiern.
Außer ein paar unverständlichen Lauten war nichts zu hören.
Joy Division, Sea Change, Autechre-Draft 7.30.
Frühnebel liegt über dem Land.
re:[2]Âå÷íûé ôîíàðèê
Für Karl Bartos
An emerging equity spotlight
Brings more facts:
Copycattable Get in
On IGTS
Asap.
The soviet regime.
Von flirten bis ficken…
Hier ist ALLES möglich.
(Don’t don’t
C1ick here :)
»Hi,
It’s me!
Replica watch models!«
Envie até
2000 e-mails por minuto,
Comprovado
P…
Elliott.Gustafson
@kosherfest.com
The Dears, Xhale, Thinner-Crossways, Queens of the Stone Age.
But I promise
Not to cry
Anymore…
‘Cos it’s the same old
Plot to these
Things!
Oh it’s the same old
Plot to these
Things!
Oh it’s the same old
Plot to these
Things!
Oh it’s the same old…
*
In den frühen Morgen hineingelesen.
Als würde es gleich schneien.
Magie.
Es ist warm, aber eklig.
Und feucht.
Neben Harun Farocki und seiner Frau / Freundin am Biokäsestand vom Boxhagener Markt stehen.
Am Oster-Sund.
Die Ikonostase.
* *
Menschen treffen sich, um zu entspannen, zu zerstreuen und auch mal an und in etwas anderes denken und sich einzufühlen als immer nur die eigene Arbeit.
Andechser Natur-Joghurt Vanille mild mit einem Lindt-Joghurt-Ei Himbeer-Vanille.
Lavendel- und Orangenduft.
Die Katholiken hoffen.
Düfte, Geschmäcker, Klänge und Bilder, Schriften und Reden, Empfindungsgestalten, Denkhaltungen.
Intermodal-dichtes Arbeitspensum, synchron.
Immer noch Jeans und Eastpak-Rucksack. Mit 28.
* * *
Nett dekantiert.
Ruhen und Ruhe finden im Text.
Die Entfaltung der dichterischen Berufung.
Zwischen The Making Of Americans und Soziale Systeme.
Aktiv sein zu müssen, um schlafen zu können - anstatt schlafen zu müssen, um aktiv sein zu können.
Die Stadt wird lauter.
Is LastFM the new Flickr?
*
Sex in Peking.
Frauen und Italien;
Männer und Amerika.
Statistically Improbable Phrases.
Menschen, die vom Ficken Arschmuskelkater bekommen haben.
Notizen von einem, der den ganzen Tag fernsah.
Eine Vergangenheit scheint allmählich wieder solange Zeit vergangen zu sein, dass das Einzigartige in den gegenwärtigen Geschehnissen wieder erkenn- und spürbar wird - und nicht nur deren Bezug auf frühere Zeiten, deren Ableitung oder Neubearbeitung jede neue Zeit nun einmal notgedrungen ist.
Gedenkminute um 15 Uhr für den Tod Christi auf österreichischen Rundfunkkanälen.
Little sister
Can’t you find
Another way?
No more livin’
Life behind
A shadow.
»Bitte authentifizieren Sie sich als menschliche Lebensform!«
We want your information!
We will do what we must.
But not here,
Or in front of people.
Or on the phone.
We’re not all
Blood sucking leeches.
For we all have families too.
But that don’t mean
That we really
Love them.
Or that we don’t.
Eine sehr schöne Frau. Aber irgendwie auch sehr langweilig.
Irgendwann war ich dann so gelangweilt von allem anderen, dass ich dann in der richtigen Stimmung war, um genussreich am Buch weiterzuschreiben.
Der Fanta-gelbe Mond.
Der Stellvertreter Gottes auf Erden als erster Cyborg.
Tod durch Feinstaub.
Eine Choreographie früherer Sowjetstaaten
Weise Ignoranz,
Eine Wagniskapitaltochter.
Filme von Kai Wiesinger und Franka Potente.
Ein bevorzugt gleichmäßiger Gefühlsausdruck,
Sonne Opposition Uranus:
Lasch, Interne Betrachtung.
Die Goldenen Zitronen, Ol’ Dirty Bastard, Pole,
African Headcharge, The Beta Band, Elliot Sharp.
The Shins, Dr.Octagon, Roots Manuva, Autechre, Grandaddy…
Kraftwerkskunst.
Pfahlmuscheln an Romanasalat
Mit Kürbiskernöl-Vinaigrette à la Styrienne,
Dazu ein frisches Wernesgrüner.
Arbeit als Begleitmedium,
Pischinger Haselnuss Ecken -
Exhale!
GMX-Testimonal,
Gesungen von Pennern:
»Die Gedan-ken si-hind frei!«
Trocken, freundlich und schön sonnig.
In thirteen seconds,
Nineteen sank.
While six would swim,
Five would grow
And one was dead.
Leo Cubanero, Wanna Talk… (txtn025; 2005)
*
Der Mittagschinese.
Problem des Alters:
Persönliche Verpflichtungen über intrinsische Motivation zu stellen. (Das Matschigwerden der Prinzipien: Politik)
Problem der Jugend:
Intrinsische Motivationen als das einzig Gültige, dagegen persönliche Verpflichtungen als irrelevant anzusehen. (Das gnadenlos-menschenfeindliche Herumreiten auf Prinzipien: Philosophie)
David Copperfield und David Cronenberg.
Zeiterleben als Funktion von Ereignisdichte mal selbstbestimmtem Handeln.
Xhale, Slugabed (mia056; 2004)
Leben als vorüberziehendes Ereignis.
Kunstfälschung begeistert alle!
* *
*
Die Kinder spielen auf den Straßen.
She was a woman imitating a man imitating a woman.
Es ist wieder Zeit für Art Rock.
No there’s no light
In the darkest of your furthest reaches.
No there’s no light
In the darkest of your furthest reaches.
No there’s no light
In the darkest of your furthest reaches.
No there’s no light
In the darkest of your furthest reaches.
Piet Klocke als Adolf Hitler, Ottfried Fischer als Hermann Göring,
Olli Dietrich als Joseph Goebbels, Wigald Boning als Heinrich Himmler,
Oliver Pocher als Rudolph Heß und Harald Schmidt als Albert Speer.
Sommersprossen und Sonnenbrand.
Funny van Dannen und Reinhard Mey.
Neue Videos kaum mehr auf klassischen Musikfernsehkanälen erstsehen, sondern eher auf NBC Giga oder gleich online.
*
Wohnungswärmung durch die neue, sommereinläutende New Order-Single.
Dschingis Khan, Moskau (1979 - mpg-link!)
The Dears, Lost in the Plot (2004)
Die Grand Prix-Hoffnung.
Koffein und Laberflash.
Menschenfreundlichkeit und grundlegende Nicht-Verachtung.
Sich gegenseitig coachende Kleintiere.
Die klein-bezopfte, eng gebaute Asiatin mit dem griffesten Arsch.
Ein ausführliches Jamaican Raggae-Feature auf BBC, einige neue Netlabel-Releases auf tonAtom und 2063music und die neue FAS beim erweiterten Frühstück.
From Post to Prog.
Nur 125 der bei der KSK gemeldeten Musiker verdienen mehr als 50.000 Euro im Jahr.
Von postkolonial geprägter Denkungsart.
Verspielte und neu hergerichtete Second Hand-Möbel früherer Jahrzehnte oder bequem-schwere, minimalistische Möbel aus preisgünstiger Produktion?
Joy Division, David Bowie, John Cage, Aphex Twin, Depeche Mode, Radiohead, Björk, Air…
Da sprießen die kleinen Kinder aus dem Sandkasten wie die Schwammerl.
Hommage / Homepage.
Nasenragout.
The Ultimate Guide To Electronic Music.
Könnte es sein, dass - seit deutlich wurde, wie kontingent, partikular und situativ jedwede Ordnung der Dinge ist -, die Hingabe an das Herstellen immer neuer, bewusst partikularer Ordnungen, situativer Wissendarstellungen, das hochkontingente ›Mapping‹ unübersehbar zugenommen hat?
Die vage aber bestimmte Ahnung, jede Hinwendung von AutorInnen oder KünstlerInnen zu antiken oder klassischen Stoffen wäre gleichbedeutend mit deren grundlegender Einfallslosigkeit im Auffinden, Aufbereiten und Darbieten neuer, aus der eigenen Gegenwart heraus entwickelter Stoffe, Formen, Aussagen und Genres. Künstlerische Feig- und Faulheit.
»Ich bin ja eher so eine historische Hobbynutte!«
Pure Vernunft darf niemals siegen.
Nicht in die U.S.A. übersiedeln, weil Käse dort nur zu grotesk überhöhten Preisen und in generell minderer Qualität zu erwerben sei.
Mit der Ministerialbeamtin bei den Prachtmädchen.
Schneeschmelze auf dem Kilimandscharo.
»Sparkasse oder Zirkus, da musst du dich dann schon entscheiden.«
Ein kleiner, kotzender Camembert.
Ankünfte.
The höher they come,
The blöder they fall.
Europäische Kunsthalle.
Woher kommt eigentlich die Erwartung, dass, wenn jemand eine Rede redet, alles wieder gut wird?
Reception robot. Childcare robot.
Cleaning robot. Security robot. Intelligent wheelchair.
Verhandlungen und Transaktionen.
Beobachtung des vormedialen Raumes.
*
Neu Textdokument.
Unser Finanzagent.
Mayhem and scandal.
Pornography is the unconsciousness of sex.
Meine sechs Pils fallen nicht auf.
Lauer Sommerabend. Basic Channel. Bier.
Das Magazin, das mich durch die Pubertät begleitet hat.
Kontaktlinsenfaul.
*
* *
Den Sommerkörper hervorholen.
Mit Bierflaschen durch die Straßen laufen.
In a flirtatious mood.
Knutschen auf dem Gehweg.
Generell: Bordsteintheater.
Love is like an
Energyyy!
Rushin’ in
Rushin’ in-
Side of me!
Eindeutig: Sommeranfang!
Nachwuchs-Nutten.
Tropfender Wasserhahn oder Sekundenzeiger?
Im Halbschlaf war sie ängstlich darauf bedacht, die Überwurfdecke, die sie jede Nacht im Bett über ihre Beine breitete, nicht den Boden berühren zu lassen - aus Furcht, Insekten, Ameisen könnten dadurch womöglich in ihr Bett gelangen.
Die Altbauwohnung, in der sie schlief, war erst kürzlich frisch saniert worden. Dies minderte jedoch nicht ihre Angstzustände.
Der Jobgipfel.
Borders without borders
Under Eyebrows.
Er saß so still, bis er sich selbst nicht mehr auffiel.
Mürbehäutige Sommersprossenmädchen.
Ein lächerlicheres Buch habe ich lange nicht gelesen.
Romanus Ottes Frisur.
Die Papst-Oper.
Es gibt nie genug Fakten, aber immer zu viel Deutung.
Wer hat eigentlich das Copyright auf Landschaften?
Ein Geruch nach Erdbeertörtchen in der U-Bahn, morgens, kurz vor zwei.
Die performativen Metaphern im Werk von Peter Handke.
Déja-vu-Phänomene, Empfindungserinnerungen.
Nachtschnee.
Ein Tässchen Milch zur Nacht.
*
Morgensonne.
Trotzdem bleibt ein leises Unbehagen bei mir, überall wo Despektierlichkeit im Spiel ist.
»My ex-lover’s lover’s mormon mother!«
Und plötzlich, gegen tranig und weltschmerz-emphatisch vor sich hin schlappende junge Mädchen, jeden Moment den Tränen nahe, eine erzieherische Aggression in sich aufsteigen spüren.
Auf Deutsch: ›Die Karawanken-Semmel‹.
Gorny in Grosny.
I am the conscience clear
In pain or ecstacy.
And we were all weaned my dear
Upon the same fatigue.
Verbindung zum Medium wird hergestellt.
Oh yeah!
In France a skinny man
Died of a big disease with a little name.
By chance his girlfriend came across a needle
And soon she did the same.
At home there are seventeen-year-old boys
And their idea of fun
Is being in a gang called The Disciples
High on crack, totin’ a machine gun.
Time, time…
Hurricane Annie ripped the ceiling of a church
And killed everyone inside.
U turn on the telly and every other story
Is tellin’ U somebody died.
Sister killed her baby cuz she could afford 2 feed it
And we’re sending people 2 the moon.
In September my cousin tried reefer 4 the very first time
Now he’s doing horse, it’s June.
Times, times…
It’s silly, no?
When a rocket ship explodes
And everybody still wants 2 fly?
Some say a man ain’t happy
Unless a man truly dies!
Oh why?
Time, time…
Baby make a speech, Star Wars fly
Neighbors just shine it on.
But if a night falls and a bomb falls
Will anybody see the dawn?
Time, times…
It’s silly, no?
When a rocket blows
And everybody still wants 2 fly?
Some say a man ain’t happy, truly
Until a man truly dies!
Oh why, oh why, Sign ›O‹ the Times…
Time, time…
Sign ›O‹ the Times mess with your mind.
Hurry before it’s 2 late!
Let’s fall in love, get married, have a baby.
We’ll call him Nate… if it’s a boy…
Time, time…
Time, time…
So unbeschwert funky und leichtherzig elektronisch habe ich mir immer den Pop des 21. Jahrhunderts vorgestellt.
Rock Lobster!
Der Bärenkrebs.
We need a witness to our lives.
This mysterious respect for the nature, and deceptiveness, of sheer nerveless repetition.
Der spirituelle Akt des Quarkzubereitens.
Warum sind eigentlich alle Drogenforscher Schweizer?
Die Kolportagenkorrelate.
Die Rede des Kanzlers zur Eröffnung der CeBiT.
The New Power Generation.
Lobt die automatisierte e-mail-Erinnerung!
Nicht mehr ausgewählte 10 Songs auf eine Musikkassette überspielen, sondern 10 ebenso wohlausgewählte Alben von Festplatte zu Festplatte wandern lassen.
Ja, es rockt wirklich zur Zeit…
*
I am sitting in a room.
I can’t get you out of my head.
Bei Flickr, die Sets anderer Menschen und Leben, die einen interessieren, immer nur als Slideshow und dann auch nur mit höchster Durchlaufgeschwindigkeit, 1 Sekunde pro Bild, anschauen.
Anders das offenherzige Abbilden eigener Intimität derzeit noch kaum ertragen können. So etwas wie g’schamige Ungeduld.
Irritierten Blognovizen ist’s wohl einmal auch so ergangen.
Sign ›O‹ The Times.
Fast nur noch Musik vom Rechner hören.
»Mehr Sinnes Erzählung später beim Kopfkissengespräch!«
Schlimm auch:
Verdummung durch Wohlstand oder Reichtum.
Das Phänomen der Selbstenttäuschungsangst.
Als wären Börsenhypes kulturell ähnlich unausweichlich retournierend wie Popkultur-verstärkte Jugendrevolten.
Metroglyphen.
Blickbekanntschaften.
Sich zur Ruhe setzen.
Die Transfiguration.
Beim Umzug unserer Hochschule von Wien nach Budapest wurde die Räuchersalami aus dem Fleisch des Sängers unserer Band unmittelbar - durch den Fakt institutionellen Ortswechsels allein - zu einem Objekt kontemplativer Betrachtung und ontologischer Status-Reflexion nach Art abendländischer Kunst der vergangenen Jahrzehnte.
In früheren Jahren war ihre Kleidung sackartig.
Mercury Rev.
Mitten in der Nacht aufwachen und panische Ängste ausstehen über eine womöglich ungenügende Hängung der Schlafzimmerbeleuchtung, die somit wohl jeden Moment auf mich herabstürzen müsste.
*
100% Arabica.
Österreichische Bananen schmecken anders.
Die Stille-Nacht-Klarinetten-Bridge, immer wieder, in Endlessly der Mercury Rev anno 1998.
*
Siegle mir den Moment, Maria, pflanzen wir die Kathedrale.
Die Wien-Jahre. Die Film-Jahre.
Der hochverdichtet-gepresste und getriebene Eindruck einer unökonomisch-verwschwenderischen Stoff-Handhabung in poetischen Werken, auf die eine Autorin oder ein Autor lange hingearbeitet hat - und nun die Gelegenheit voll ausnutzt, alles zu zeigen und zu sagen und zu tun, zu was es ihn oder sie schon seit Jahren oder Jahrzehnten drängt.
Wesenhaft unstotternd.
Auf dem Heimweg im Licht.
Das Gesamtwerk von Paul Nizon.
10 Deka österreichischer Wurst sind deutlich mehr als 100 Gramm deutsche.
»Ihr mit Eurem Zielgruppenmumpitz!«
Epopöe der Xenolatrie
Songwriter vom Beginn des 21. Jahrhunderts.
Lakonie als Steigerungsform der Emphase.
Heloten der Geschäftsreise.
Nuller Jahre:
Postravetrauma-Bewältigung auf allen Ebenen.
»Wir sehen uns im Plasmazentrum!«
Electrorock.
1
Die Ordination
Die vergleichsweise naiv-oppositionelle, allzu scharfsinnige Umkehrung im Denken Roland Barthes, die näher am Denken Walter Benjamins ist als an der komplex vernetzten Rückkopplung im Denken von Gilles Deleuze, Niklas Luhmann, Klaus Theweleit oder Régis Debray.
Symptom eines noch nahezu prä-medialisierten Denkens? Eher lebend aus der klug antizipierenden Ahnung einer Bedeutung, die Medien künftig haben würden - als aus dem tatsächlichen Erleben alltäglicher medialer Praktiken?
Der Heilige ist vor allem ein Wesen ohne formalen Kontext.
Die Kamerascheu der Regisseure, Photographen und Kameraleute.
2
Totemistische Jugend
Das Bluthafte ist der Daseinsgrund des Beefsteaks.
Der Vergesser ist jedermanns besseres Ich.
3
Das Private vom Privaten trennen
Die Banane ist der Käse des Obstsalats.
Punschtörtchen.
Martin Blumenau-Express.
Talent zum Süß-Sein.
Wahre Liebe ist ein Produkt der Phantasie.
Die Frau im Auto, die von hinten wie ein Pudel von vorn aussah.
Photoserie: Photographen in ihren unfarbigen Pullovern oder beige-grauen Anglerjacken, ihre schwarzen Maschinerien fest im Arm, photographiert bei den Haltungen und Bewegungen ihrer öffentlichen Arbeit.
Der ehemalige Obmann des Feldgemüsebauverbandes.
Der Obstobmann.
4
Ultima Thule
Beim nächsten abnehmenden Mond zum Friseur.
I’m sure they have very different paintings on their own walls.
Maßnahmen gegen Konvention, Establishment und Bürokratie - verschüttet und eingeebnet, damit die Menschen sich nicht erinnern - wiederausgraben und von dort aus weitermachen.
Trophäen, die auf Verhandlungsgeschick schließen lassen.
Abends dreht die Reklame für Motta einen giftblauen Pfeil, ein Pfauenrad.
Und bei den Früchten obsiegt der Geist des Symposions über alle Begierde.
Husten aus dem Nachbarabteil.
5
Die Formbarkeit der Künste
Das Problem der Semiologie (und der meisten nachfolgend auf ihr fußenden oder in kritischer Absicht und Gegenbewegung aus ihr entstandenen Methodologien und Interpretationslehren):
Dass sie das Lesen essenzialisiert und den gesamten, hochkomplex und divers rückgekoppelten Prozess menschlicher Wahrnehmung, Handlung und Interaktion zur schlichten Entzifferung nivelliert und simplifiziert - und degradiert zu einer bloß linearen, solitären und kontemplativ-imaginativen Text-Lektüre (die kuschlig-bibliotheks-herrenhaft zu einer metaphysisch unsagbaren Handlung mystifiziert wird);
nur um der nostalgischen Erinnerungsseligkeit einer Buchkultur willen, die kulturell doch zuletzt sich als eine höchst partikulare und hochkontigente Kulturtechnik gezeigt hat.
»Ich lese dies so…«, »Die Lektüre dieses…«, »So ergibt sich folgende Lesart…«
Macht Reisen geil?
Sie schaute sich die pralle Körperspannung an und begann, sich selbst gierig an ihren eigenen weichen Stellen zu reiben.
Die geistöffnende Untätigkeit.
Menschen ohne menschliche Nähe.
18°C plus auf dem grell besonnten Außenthermometer.
Die Checker direkt am Ausgang.
Von hypnotischer Schläfrigkeit.
Hack in’s G’nack.
Hing minated foer.
Wir sind zwei wandernde Lehnen füreinander. Einer des anderen Urlaub.
6
We Shall Overcome
»Kannst Du bitte etwas leiser rascheln - damit ich das Knistern besser höre?«
Easy girls!
Easy girls of the West!
Der Anspruch, möglichst das letzte Wort zu haben, wohnt allem kraftvollen Formalismus inne.
Für ein festliches Verhältnis zu Gedanken. Sowohl wollüstig wie subversiv. Posttragische Sensibilität.
Wir sind hiermit beim eigentlichen Prinzip des Mythos:
Er verwandelt Geschichte in Natur.
Wie die Monitorschrift des Luchino Visconti-Eintrags in der Encyclopædia Britannica sich hinter dem Espressodampf auf den Brillengläsern wieder unnachgiebig in den Vordergrund drängt.
Filmed entirely on location and without actors.
Ein vorsemiologischer Zustand der Sprache.
Alertes Desinteresse.
~
Geschichtsorientiert in den Obsessionen, fiktional in der Reichweite.
Das syrisch-libanesische Wunder.
Die Inbrunst konzentrierten Arbeitens am Rechner. Hochintim.
Die monasterische Klausur am Monitor. Ekstatische Versenkung.
Das zu sich kommen hernach braucht Zeit.
Die Zeit zu wandeln in einen sich transformierenden Fluss von Empfindungsgestalten.
Hugo von Hofmannsthals Elektra,
dargestellt von Jennifer Lopez.
Sie singt:
Dear fellow citizens!
Dear fellow occupants!
Dears sisters in brave!
And dear comrades in arms!
We might
Over
Come.
That
Unbalanced life
That goes without saying.
Attempted to follow
»Yes sir!«,
Straight line.
My share of the blame
Got to say I deserve.
I believed in their lies!
I believed in their lies!
When all of the beauty
Seems just to be wrong.
And all of their words
Seemed to belong
To their
Everyday prozac,
Their everyday lies
That their
Everyday bangin’
In my day-to-day mind!
And music turns minor.
And we buy prepacked needs.
And black condoms for our pleasure.
For their
Pleasure:
»Strategies!«
And we all are invited
To their big bingo show.
And we dance to their music
From all to well-known.
And we raise up our hands
And we take this for real.
But we should not agree
To their
Predicted deal.
We live in their
Bulletproof-single-apartments
While planning family-trees.
And talk about
Taking action
While wearing their
Diesel-Jeans.
We
Don’t
Sweat.
We shit perfume.
We’re not ugly.
We’re a delight.
Kept in uniforms
And shopping malls.
We are prerendered dolls.
Educated for the system.
Cultivated, liberalized
And ready-made and Hollywood-
Movie-sized!
And we all are invited
To their big bingo show.
And we dance to their music
From all to well-known.
And we raise up our hands
And we take this for real.
But we should not agree
To their
Predicted deal, no!
We
Shall
Overcome!
(One
day!)
And beat their monitoring arms,
And spray graffitis on their walls,
To let them know
That we’re no longer their obedient toys!
We
Shall
Overcome!
(One
day!)
Deep in my head
I do believe
That we can defeat
This mess that we’ve bought
So far!
They won the people’s
Choice award.
Declared the speechwriter’s pen.
But we never really have been asked
To put a cross beside their names.
But we all are invited
To their big bingo shows.
And we dance to their music
From all to well-known.
And we raise up our hands
And we take this for real.
But we should not agree
To their
Predicted deal - No!
We
Shall
Overcome!
(One
Day!)
And beat their monitoring arms
And spray graffitis on their walls
To let them know
That we’re no longer their obedient toys!
We
Shall
Overcome!
(One
day!)
And dear fellow citizens!
And dear fellow occupants!
And dear sisters in rave!
And dear comrades in arms!
We
Shall
Overcome!
Shall Overcome…
(One
Day!)
Deep in my head
I do believe
That we can defeat
This mess that we’ve bought
So far.
So far.
Auf dem Flug von Wien nach Berlin, Interpol vom Rechner.
Erinnerung an die Dunkelheit des Interkontinentalfluges. Die Majestät und Traulichkeit. Das nonchalant Intime.
A Sort of Homecoming.
In einer magischen Trance der Unverletzlichkeit.
Neu gestärkt und gekräftigt.
Noch braun vom Mastdarm der bekrochenen Gazetten.
Das Schweigen der Kinder gegenüber ihren Eltern.
Rudi Dutschke und Daniel Cohn-Bendit im Gespräch mit Kurt Sontheimer, Günter Nenning und Springers Matthias Walden.
