1.10.5 - 27.10.5 : weich & flauschig














Diese ungeheuer druckvolle Ansprache, mit der Songs von Interpol einen angehen.














Die gelben Blätter, Honig in den Wipfeln.














… dachte es in mir…












Hatte es mir nicht geträumt, dass ich fliegen konnte? Im Traum hatte ich hüpfenderweise vom Boden abgehoben. Das war im Traum gewesen. Es musste ja nicht aus dem Stand geschehen, meine Vorfahren waren ja auch nicht Bodenakrobaten gewesen, sondern Luftakrobaten, Trapezkünstler. Sie stürzten sich ins Leere in der Gewissheit, aufgefangen zu werden. Wollte ich aufgefangen werden? Volare Volare.



Ich wollte natürlich nicht aufgefangen werden. Aufgefangen wäre wie eingefangen.












Galt die Massenverzückung dem Fischwunder?












Ich kam eben bei einem Schulhaus vorbei, vor dessen Portal die Halbwüchsigen zusammenstanden und schwatzten. Sie mochten noch nicht nach Hause, weil sie nicht von ihren häuslichen Umständen eingefangen zu werden wünschten. Wenigstens nicht gleich, nachdem sie eben erst der Zwangsanstalt der Schule entkommen waren.



Ich stellte mir vor, wie sie alle zu hüpfen begannen, immer schneller, bis sie in einem Schwarm abhoben und entflogen.












… wollte ich denken …












Dath / Death.














Daran hapert letztlich alles. Selbst in einem ›neoliberalen‹ Land wie den U.S.A., in dem sich Hochschulen vor allem durch Stiftungskapital, Spenden und Studiengebühren finanzieren, subventioniert der Staat die Hochschulen höher als in Deutschland.



Auch eine durchschnittliche staatliche Universität wie die University of Texas hat pro Studienplatz den vierfachen Etat einer deutschen Universität. Bei Ivy League-Unis ist das Verhältnis ungefähr 30:1.



Dafür, dass deutsche Universitäten auf Aldi-Niveau forschen und lehren, ist es bei aller ihrer Verwahrlosung erstaunlich, welches Niveau sie immer noch bieten.














Draft Gwk.














Donnerstag, 27. Oktober 2005




























Ruhmreiche Witterung.














Der freie Fall ist so etwas wie der aufrechte Gang, wenn man ihn in das Bild der absoluten Leere projiziert.












Harmonische Abstimmung.












Mittwoch, 26. Oktober 2005




























Chiron Sextil Neptun.














Mobilfunkschamanismus.














Mother, maiden aunt or brother on the masonary, and there are others like you, beheaded lover in the cemetery, seems rather sad to me, oh seems rather sad to me. Oh, amour centenary, available for all to see.



But in between the morning and the evening light is how the days go by! And in between the evening and the morning light, oh, don’t the stars look nice?














Selten so wenig von überzogener Anspannung getrieben wie jetzt.



Selbstgenuß galore.














Und wenn zwei Alternativen sich stellen: Sich für keine entscheiden. Die Frage entfragen. Alternativen des Überflusses und Alternativen des Mangels.














epicore














Nostalgische Erinnerung an die 2000er Jahre als Phoenix an jedem Wochentag allabendlich eine dreiviertel Stunde lang AmtsträgerInnen, ParteivertreterInnen und JournalistInnen über das politisch-gesellschaftliche Streitthema des Tages diskutieren ließ. Berliner Phoenix Runde.














Ernsthafteste Ablehnung der belehrenden Traktatform - Epiphanien von erheblicher Dignität und Übersichtsförderlichkeit. Denkräume und Imaginationsvitrinen. Reale Inseln aus sozialer Energie, Kontakt, Praxis.














Dienstag, 25. Oktober 2005




























Mond Konjunktion Sonne.














Task Force Biologie.














Depeche Mode. Robbie Williams. Bloc Party. µ-sic. Kettel. György Kurtág. Bern. Morton Feldman. Radiohead. Tocotronic.














»Na ihr Schweine, ihr meint wohl, ihr könnt euch promiskuitäres Ficken ebenso leisten wie freies Denken, da habt ihr euch aber in den Finger geschnitten. Wir wissen jetzt, wie das Gehirn funktioniert, von dem ihr meint, ihr könntet euch darauf berufen, und von da aus sagen wir euch, was los ist. Und das sagen wir euch so, als ob wir nicht die Sprache der Priester sprechen, also nicht eine Wiederauflage der Religion machen.«





Das ist das Entscheidende:



Sie berufen sich explizit auf die Aufklärung, behaupten, die Aufklärung fortzuführen, und bezichtigen eigentlich alle, die an dieser Forschung Zweifel anmelden, der Gegen-Aufklärung und des Rückfalls in dumpfe, sture Religion.





Diese Vorgabe ist in sich doppelt verdreht, denn sie verraten ja beides: Die hochinteressante Dialektik der Erbsünde und die Aufklärung, die ihre Kritik an dieser religiösen Konstruktion hatte.





Und nach diesem doppelten Verrat nehmen sie auf die primitivste und simplifizierteste Weise eine Priester-Forscher-Arzt-Position ein, die nun meint, mit einem Satz das sagen zu können, was Jahrtausende der Auseinandersetzung auf dem Buckel hat.



Sie behaupten, alle Fragen, die der Mensch an sich selbst hat, die er als Tragödie oder Komödie abwickelt, im Rahmen von Philosophien entwickelt oder im Rahmen von Literatur, Bildern, Kunst, insbesondere aber in Fragen der Erziehung bearbeitet, all das sei nun mit einem Schlag radikal vom Tisch zu ziehen. Das ist doch unglaublich.






(Lies: Eine Unverschämtheit!)














Das Jahr der Hurrikane.














Koffein-Entzug, Teil 2.














Toussaint oder Stifer, das ist die Frage!



(Lies: Den Winter mit dem Gesamtwerk von Jean-Philippe Toussaint verbringen - oder doch mit Stifters Witiko? Umfasst ja beides zirka 900 Seiten, je nach Edition; na, malsehn…)














Sunk Costs. Loss Aversion.














Erinnerung an einen Abend in der Vorweihnachtszeit 1992, als ich abends in meinem Lehnstuhl Nicholson Bakers Vox vollständig durchlas.














Montag, 24. Oktober 2005




























Geträumt von Sakralnaschwerk.














Weitere Belege korporativer Dümmlichkeit:



AOL-Arena.

Allianz Arena.

Königs-Pilsener Arena.

Veltins Arena.

AWD-Arena.

Signal Iduna Park.



(»Mann, müssen die verzweifelt sein!«)














Mittelständische deutsche Diktatur mit fescher Sekretärin sucht neuen CEO.














Langeweile durch Verwandtschaftsverhältnisse.



(Daher wohl auch mein notorisches Desinteresse an jedwedem, ausufernden Famillienromanen in klassischer 19.Jahrhundert-Manier.)














Weg von der Subjektivität, fordert er mit strengem Eifer. Er will statt dessen modellhafte Abläufe, will Menschen, die sich objektiven Gesetzen unterwerfen und jederzeit mit ruhigem Verstand ihre Gefühle beherrschen. Mit Haß verfolgt er die verwöhnten Ansprüche des modernen Individuums, das auf sein sensibles und selbstsüchtiges Seelchen pocht. Auch seinen Lesern will er das austreiben. Er kommt ihnen keinen einzigen Schritt mehr entgegen. Er verweigert die Zeichnung individueller Charaktere.














Ein ganzes Leben voll Gerechtigkeit, Einfachheit, Bezwingung seiner selbst, Verstandesgemäßigkeit, Wirksamkeit in seinem Kreise, Bewunderung des Schönen, verbunden mit einem heiteren gelassenen Sterben, halte ich für groß: mächtige Bewegungen des Gemütes, furchtbar einherrollenden Zorn, die Begier nach Rache, den entzündeten Geist, der nach Tätigkeit strebt, umreißt, ändert, zerstört und in der Erregung oft das eigene Leben hinwirft, halte ich nicht für größer, sondern für kleiner…














Stifter & Kurtág.














Es klang fast wie Gesang von Lerchen, Sie waren sorglos und fröhlich. Es war ein großer Saal. Es wehten die Banner, der Schein ging über Feld und Wald, in einfachen Gewändern. Mit Waldschäften in Amt und Gut, im hohen Walde, kamen die tausend Scharen. Schwellende Fluten.














Ich suche eine Musik, die nur noch reine, physikalisch sich realisierende Langsamkeit ist - ohne besonders geschärfte Klangfarben, ohne jede frappierende Agogik oder Rhythmik und ohne womöglich aufwändige Intervallsprünge und Akkordkonstruktionen auskommt.














Klar: Morton Feldman natürlich!



(Am besten Coptic Light von 1986…)














Nach leichtem Googlen und etwas Wühlen im Karton mit den verstaubten Musikcassetten habe ich meine Coptic Light-Aufnahme gefunden:



Gemeinsam auf einer Cassette mit Handkes Wind und Meer, Benses Metro Babylon - beide von 1971 -, sowie einem Konzert der F.S.K. von 1994.














die schönheit des langsamer werdens.














und noch langsamer werdens














und das sich anders tiefen sammelns





von gedanken und fähigkeiten














*














Und plötzlich wieder schön: Kettel.



(with one of the best album covers ever!)














Sonntag, 23. Oktober 2005




























Die wohltuende Leere der Aufgeräumtheit.














Krumping & Clowning.














Textsex im Halbstundentakt.














Das Unheimliche wird vertraut und ansprechbar, die Gleichgültigkeit der Welt dem Menschen gegenüber wird wegerzählt, und die Kontingenz des Geschehens wird mit Sinnstrukturen und Bedeutsamkeiten überzogen.



Ereignisse, die für den Einzelnen übermächtig erscheinen, werden in der mythischen Heldenerzählung also auf einen menschlichen Handlungshorizont zusammengeschrumpft - immer um den Preis einer dafür eingeschränkten Realitätswahrnehmung.














Das Sensationelle an der Langeweile.














Verbinde Dich in Kollaborationen.



Verpflichte Dich, den »natürlichen« Fluss (der Konsumption und des historischen Fortschritts) zu überlisten.



Objekte entstehen aus Fragestellungen, aus Notwendigkeiten und Möglichkeiten.



In der Diskussion mit anderen werden sich neue Probleme, mehr Fragen und eventuell Sympathien entfalten.



Wesentlich ist dieses Bestimmte, wie tun?: Die Frage nach der richtigen Art der Produktivität.



Mache keine radikalen Unterschiede zwischen den Objekten und den Gedanken - Sie führen zueinander hin und von einander weg.



Verbinde nicht was nicht verbunden werden muss, nur um Zusammenhänge nachzuweisen. Setze aber Anti-Körper und Experimente zusammen.



Bilde einen sensiblen Umgang, einen empfindlichen Modus heraus, um mit den jeweiligen Objekten umzugehen.





*





Bringe normalisierende Rhythmen durcheinander.



Werde ein Medium gegen den Begriff des Produzenten.



Vergiss wie man »macht« um besser lernen zu können wie man »praktiziert«.



Praktizieren um gemeinsam lebendig zu sein.



Gegen die Todesstöße des fortgeschrittenen Kapitalismus.



So wird »praktizieren« zu »kämpfen«.



Versuche nicht in einem bestimmten Medium Professionalität und somit vielleicht Autonomie zu erreichen.



Arbeite mit denen, die in dieselbe Richtung gehen.














Irgendwann hatte sie damit begonnen, keine One Night Stands mehr einzugehen nur weil ihr gerade langweilig war oder sie sich unerfüllt in ihrem Leben fühlte. Sie spürte, wie ihr das gut tat.














Die Blogs sprechen eine klare Sprache.














Praktizieren.














Europanto esse un pidgin gemade von multe parts von multe Europish langues, que chaquebody with un gemutfeeling por dies langues verstand posse. Il esse gedacht by Diego Marani, un traducter por die Europish Togethering.














Diego Marani, How to cause international English to implode (Europanto - From productive process to language 1997)














Samstag, 22. Oktober 2005




























Mars Konjunktion Saturn.














Das Verschwinden der Diskussionen im Archiv.














Von Tag zu Tag - Über Kunst und Demokratie. Gast: Rainald Goetz. Moderation: Rainer Rosenberg (Tel. 0800 22 69 79, kostenlos aus ganz Österreich)














Merve Mobile.














Wilmas Wucht nimmt zu.














150 Hits pro Stunde ergeben 3.600 Hits am Tag und 111.600 Hits im Monat.














Der Herbst der Kürbissuppe.














Die Mittelbarkeit jeder Äußerung − mimisch, gestisch, performativ, piktorial, sonisch oder auch sprachlich − erwächst aus der situativen Spannung, die sich direkt auf äußernde Instanzen selbst überträgt als spürbare Tragweite ihrer zumindest potenziell gesteigerten Wirksamkeit, Resonanz und Dauerhaftigkeit.














Goetz’ geile Grundverstrahltheit!














Die Sendung des Jahres.














Ich bin ein Mann des Textes.














a l t e r i t a s .














Wie anrührend und schön und wunderbar beglückend es ist, die Zuneigung und Nähe zu spüren, die entsteht aus wechselseitiger, tiefer Kenntnis dessen, was man macht. Danke.














Gorgonzola Club.














Die vier wilden Sachsenmädels.














Möbel Olfe.














Der Genuss früher Heimkehr.














Auf der Suche nach dem Anderen, das grundstürzend Nicht-Aufregend ist.














Freitag, 21. Oktober 2005




























Einen inneren Raum der Freiheit öffnen.















Leiben und Leben.














Das was sich ereignet, geschieht leise, wenn nicht unhörbar. Es ist beinahe unmöglich, dahinterkommen zu wollen.












Schismogenesis.












Raymond Murray Schafer,

Patria.

(1966-2009)












Nur in der bewussten Hinwendung auf das Kryptische wird die Kunst als radikal Anderes erscheinen können.












Die energetische Zerbrechlichkeit Bloc Partys.












Donnerstag, 20. Oktober 2005




























it’s undeniable,

president’s unreliable,

his posse should be liable

so

Send Those Devils Home





our rulers worse than useless,

world can’t take much more abuse,

time to cut them loose

Send Those Devils Home





we got foxes in the henhouse,

preachers in the penthouse

sending orders to the whitehouse

so

Send Those Devils Home





they are so arrogant,

they won’t say

where our money went, it’s spent

check the vice-presidents pockets and

Send Those Devils Home





a volcanic eruption of washington corruptions,

in our own lives,

disruption now gonna

Send Those Devils Home

Send Those Devils Home

Send Those Devils Home





they are anti-evolutionary,

extra-pollutionary,

shred the constitutionary

Send Those Devils Home





they got too many friends on high,

it’s time to bring them low,

there’s no way they would choose to leave

so we gotta

Send Those Devils Home

Send Those Devils Home

Send Those Devils Home





this is home, my home

get up stand up

Send Those Devils Home














Hüften so wuchtig wie die West- und Ostkurve vom Nürnberger Parteitagsgelände.














Billers Blick und seine Art zu schreiben, immer konstanter zu lieben. Fan sein.














Use it! Play it! Broadcast it! Make up your own verses! Give it away without any thoughts to copyright whatsoever!!!














Flöten Sie doch von mir aus auf einer Salzstange!














Das Kleinkunsthafte der ostentativ anspruchsvoll-gebildeten jüngeren US-amerikanischen Literatur. (Lethem, Eggers, Froer)














Ich bin ja eher so ein arbeitsscheuer Stöpsel.














Haben sich Wissenschaftler und Künstler etwas zu sagen?














Der Jürgen Klinsmann der deutschen Kulturwissenschaft.














Welche Kunst? Welche Wissenschaft? Was bedeutet ›sagen‹? Und was ›verstehen‹?














K U B A L L














Wie macht man das Raumerleben einer Installation erfahrbar?














Motivisches Material, technisches Material, Denkgegenstand - oder methodische Übertragung?














Colophon.














Morphologische Ähnlichkeiten der Produkte bedeuten nicht unbedingt eine methodische Identität.














Eine Gemeinsamkeit der Arbeitsmaterialien ergibt keine Gemeinsamkeit der Methoden.














Int-Her-Face.














S O M M E R














Differenzierung und Zusammenführung.

(Künste, Sciences, Humanities und ihre Personalisierung)














Eine Geschichte der Interaktion von Wissenschaft und Kunst.














Outliers.














Wissenschaftliche und künstlerische Dispositive tragen einander in sich.














Reproduzierbarkeit und Uniqueness.














Exotismus-Warnung. Detaillierte tägliche Arbeitsprozesse.














Karzinomanatomien.














Schöne Daten.














Empire Empirie.














B L U M E














Das Unendliche und das Koordinierte.














Partialbeobachter.














Die Situativität des Subjekts.














Tomas Schmit,

Erster Entwurf (einer zentralen Ästhetik).

Selbstverlag Berlin 1989

(Barbara Wien, Linienstraße 158)














Mario Perniola,

Wider die Kommunikation.

Merve Verlag Berlin 2005.














Ein wissenschaftstheoretisches Werk als Dichtung.














R Ö S L














Artists In Labs.














SymbioticA.














Begehren des symbolischen bzw. monetär-institutionellen Kapitals.














Metaphern und Formeln.














Moden der Bezugnahme von Kunst auf Wissenschaft und umgekehrt.














Wissenschaftskunst als Herrscherlob.



Künstlerische Wissenschaft als Wissenschaftsmarketing.














Die Ecke in der Natur.














Triplett-Forschung.














Andreas Gursky,

Supernova.














*














Das lustige Hitler-Theater mit Bruno Ganz.














Mittwoch, 19. Oktober 2005




























Ein erfolgloser Mann, dem seine Frau treu die Stange hält, ist immer noch besser dran als ein gesichts- und geschichtsloser Single-Karrierist.














Lottmanns Blick und seine Art zu schreiben, mehr und mehr zu lieben. Fan werden.














Ein Fischstäbchengeruch.














Collapsing New People.














Schily hat ‘nen Clown gefrühstückt.














Der Crobag-Flagship Store auf dem Bahnsteig der U8, Alexanderplatz.














Ich weiß gar nicht, was alle gegen die neue Robbie Williams haben: Ist doch astreiner, kosmoplitischer Pop? - Selten war er so lässig unprätentiös gewesen…














Eine Multilaterale Ästhetik.














Selbstreinigende Klo-Hasen.














Dienstag, 18. Oktober 2005




























Impact Factor.














Bibliometrie.














Weltsam, meckersüchtig und verhaltensgestört.














Franz Ferdinand. Bugge Wesseltoft. Outkast. Erdbeerfeld. John Lennon. Depeche Mode. Paul Weller. Supergrass. Basic Channel. Spillsbury. The Cardigans.














Devianz als Exzellenz.














Bern.














Sonntag Montagebau.














Sanft & Innig.














Flatsch! Wusch! Tschirp! Miau!














STAAT

SEX

AMEN.














Tunkende Teignüsse.














Blaue Reifen.














Bleiche, schmale Mädchen mit hohen Wangenknochen und langen, ausgedünntem Haar, die gewohnheitsmäßig ihre Pickel in den Wangen dick überschminken.














New Kiss. (Die Kussschule)














Die Welt als universell-erotisches Sensorfeld.














Weicher werden im Körperbezug.














Montag, 17. Oktober 2005




























Selbstbildnis als Flauschiger Findling.














Kindernamen und Klassentreffen.














Kokosflocken auf den Titten.














Erlebniseifersucht.














Sonntag, 16. Oktober 2005




























Waschzubelfroschungssympositum.














Die Übersetzung eigener Aussagen in den Duktus eines Redaktionsstils.














In Lauschtrance.














Goldener Oktober.














Der Hang zur Ruhe - ohne vorhergehende Arbeit.














Ob man Musik wohl am liebsten eben in genau der Jahreszeit und persönlichen Stimmung oder Lebenslage hört, in der man sie sich auch angeeignet, also gekauft oder zum ersten mal begeistert gehört hat?














Hängeregister und Zitronen.














Eine Studie über die Arbeits- und Wohnzimmer Berliner Intellektueller.














Mir war deutlich geworden, was für ein Scheinproblem und wie unwichtig diese Feierabendbeschäftigung mit einer Liebe im bürgerlichen Sinne eigentlich ist.














Samstag, 15. Oktober 2005




























Die Zahl der Motorradverkäufe ist schon wieder zurückgegangen.














Die Logik der Musik führt letztendlich zu Stille.














Selbstbildnis als Tom Cruise.














Im Traum hatte ich französisch mit allen gesprochen.














Der konqueristische Blick.














Jedes Argument ist eine Karte, die man ausspielt.














Creating Research Environments.














Man wünscht sich unsichtbare Bluetooth-Earplugs für seinen Pod.














Simple & open wins!














Educazione Bolognese.














Der sexuelle Dekan.














Tanzen über Architektur.














Sich ausbreitende Ödnis.














Nicht jede Recherche ist wissenschaftliche Forschung.














Ko-Respondent.














»This is a diagram -

this is not the reality!«














Wissen ist nicht Erkenntnis.

Entwicklung ist nicht Forschung.














*














Radomir Runzelschuh’s Märchen-Briefe.














Innere Würde.



(Saturn Trigon Chiron)














Freitag, 14. Oktober 2005




























KZ-Bordelle.














Von mir aus könnte Schröder 2009 wieder kandidieren.














Praxisklinik für Fertilität.














Wie der Lehrter Bahnhof allmählich - durch seinen Ausbau als Hauptbahnhof - als neues Zentrum sich zur Geltung bringt.














Artistic Research - Theories, Methods And Practices.














Blank.














Das Experiment.



Über ein produktives Missverständnis in der jüngeren Geschichte der Kunst.














Eine Phrasierung und Intonation, die ein Gelangweiltsein von sich selbst und den eigenen Aussagen nahelegt.














*














Ich ging spazieren.














Unser Titelluder Amanda zeigt es Ihnen.














Im Herbst.














»Bei ‘nem Transit Merkur Sextil Venus sollte man einfach den ganzen Tag krank feiern!«














The Tender Jack Johnson.














Ordnung letzter Hand.














Angela Merkel:



»Ich habe alles -

außer Liebe«














Die schlechten und bösen Ideen ließ er versacken - die guten stärkte er heimlich, indem er sich selbst als Multiplikator dieser Ideen benutzte.














Wer für Musikvideos zahlt, die er nicht mal brennen darf, muss schon Klingeltonkäufer sein.














Donnerstag, 13. Oktober 2005




























Bei Kaschmir immer an Led Zeppelin denken.














Erdbeeren in Südasien.














BUNZTOWN.














Currywurst im Glas.














Mittwoch, 12. Oktober 2005




























Möbel & Technik.














Das Vergebensein des SMSens.












Heiße Schokolade und Rübli-Torte.














Was die Zukunft angeht, so bin ich am Überlegen.



So habe ich kürzlich an einer Akrobatennummer herumgedacht, bei welcher der Abspringende nicht aufgefangen wird, aber auch nicht abstürzt.



Er würde ganz einfach in der Luft verschwinden.














»Ein menschgewordener Sangria-Eimer.«



(Ich liebe Gülcan!)














Die Politesse als Staatschef.














Cool musicians who blog.














href="mailto:mediumflow@gmx.de?subject=Dienstag, 11. Oktober 2005">Dienstag, 11. Oktober 2005




























Jupiter Quadrat Sonne.



Jupiter Konjunktion Jupiter.



Jupiter Quadrat Mond.














Bob Dylan. Depeche Mode. British Sea Power. Death From Above 1979. Paul McCartney. Franz Ferdinand. Supergrass. Paul Weller. Mist. Sugababes.














Ernst Jandl, Ottos Mops (translated)














Bundesverweserin Angela Kohl.














Erdbeerfeld, schwerelos (2005)



Spillsbury, 2 (2005)














Ich brauche Zeit, kein Heroin, kein Alkohol, kein Nikotin. Brauch’ keine Hilf’, kein Koffein, doch Dynamit und Terpentin.



Ich brauche Öl für Gasolin, explosiv wie Kerosin, mit viel Oktan und frei von Blei: einen Kraftstoff wie Benzin.



Brauch’ keinen Freund, kein Kokain. Brauch’ weder Arzt noch Medizin. Brauch’ keine Frau, nur Vaselin’, etwas Nitroglyzerin.



Es fließt durch meine Venen. Es schläft in meinen Tränen. Es läuft mir aus den Ohren, Herz und Nieren sind Motoren.














Horx, Poschardt & Wippermann:

Drei Männer, die von nichts eine Ahnung haben.














Die nostalgische Handlung eines CD-Kaufs.














Bugge Wesseltoft & New Conception Of Jazz, Film ing (2004)














Tag-bezogenes Memory spielen mit Flickr-Photos.














Radikale Beispiele für supraspektrale Klangarbeiter.














Jede Inbound-Linkquelle eines Blogs ist präzise 564 Dollar und 64 Cent wert.














In Deutschland bestehen die Eliten aus einem neofeudalen Klüngel von Menschen, deren Eltern und Großeltern auch schon Elite waren und die hauptsächlich daran interessiert sind, die Eliteposition auch für ihre Kinder zu sichern. Diese Elite ist sozial ungefähr so durchlässig, wie die Berliner Mauer es war - Leistung zählt da gar nichts.














Problembären.














Montag, 10. Oktober 2005




























Ah!














»Da muss ich erst die Hoden befragen!«














PETA sind Greenpeace der 1990er Jahre.














Trippin’.














*














Stil vor Talent.














Eine Bereitschaft zur Mésalliance.














Schily Island.














Das Schreiben ist ein Trost für den Moment, aber auch eine Lüge:



Weil es Opposition behauptet und Bewahrung meint - Es arbeitet an der Bewahrung mit.














Die hohe Kunst des kommenden Landes.














Einer der größten europäischen Werbeträger.














Ein Mensch, der vergessen hat, warum er unglücklich ist, dem das Unglücklichsein zur Pose gefroren ist und der gemerkt hat, dass man - wenn man sein Leiden ausstellt und es mit einem Grinsen und spitzbübischen Charme serviert - sehr, sehr viel Geld verdienen kann.














Der Reiz der Dinge.














Zitiertwerden in körperlicher Anwesenheit.














Anregende Gedanken sich formulieren spüren, jedoch verwerfen sie zu äußern, da sie zu angestrengt, zu überzogen, vor allem aber zu wichtigtuerisch erscheinen. Freiheit.














Einige sachdienliche Hinweise.














Blochs Zeichenkrankheit,

ein Leiden am Bedeutungsterror.














Die Reflektorfigur.














Ein Glanzmädchen.



Erfolgsheroine und Vamp.














Ekel vor der selbstverständlichen Kontiguität.














Die häretische Weise der Produktion.














Aufreizend niedrig gehängt.














Raum lassen.



Damit Gedanken sich bilden und weiträumig entfaltet werden können.



(auch sich selbst)














Bense On Speed.



(Stoff & Form)














Dinggebrauch als Erfahrungsmedium des Drogengebrauchs.














Imagination.














Die Droge als Verwesentlichungswerkzeug.














Ein Unlandstück.














Selbstbildnis als frei gravitierende Molekülgruppierung.














Im Windschatten der formalen Moderne.














Die Liste als Phallus des Alleskennens und Ambestenbeurteilens.














Die Brachfläche, das Non-Place-Urban-Field, der Nicht-Ort als generativ wirkender, werkgenetisch produktiver Erfahrungsraum.














Ruderal.














Text als Brache.














Pop und Fetisch.

Pop und Wasteland.














Unter der engen, dünnen schwarzen Hose der Kunstwissenschaftlerin, der überdeutlich zu erkennende schwarze Panty.














Manifeste als Wunschzettel in der ersten Person Plural.














Das frisch geduscht duftende, hamburgisch-studentische Glanzmädchen mit Milchmädchen-Appeal.














Irregulär.














Die Heroischen Jahre der Liste.














Joseph, Dirck & Franck.

(Dirck, Jürgen & Dieter)














Die Rettung des Mülls.














Vitalismus der Primärsubstanzen.














Die irrsinnige Mühe, dieses wahnsinnige Werk auszuscheiden.














*














Beschwere dich nicht über schlechte Kritik.



Bedanke dich nicht für gute Kritik.



Betätige dich niemals als Kritiker.



Die Welt ist dir nichts schuldig.



Du ihr aber auch nicht.














Schon schwierig, das An- und Abschalten von Heizung und WLAN-Router bei langandauernder, jedoch unregelmäßiger Abwesenheit auch angemessen im Griff zu behalten.














Sonntag, 9. Oktober 2005




























Eine Journalistin lud er zu sich ins Hotelzimmer ein, um ihr dann Details aus seinem Privatleben mitzuteilen, eine andere zum Abendessen. Eine hübsche Hostess, die eine Tasse Kaffee an seinen Stehtisch brachte, fragte er mit kokettem Augenaufschlag nach ihrem Namen. Und auch die anderen Journalistinnen, die Fragen stellten, wurden äußerst galant behandelt.














Eistanz.














- Was ist das Gegenteil von überautonom? Co-abhängig?

- Nein, normal.














Dinge - von denen man denkt, dass man sie niemals nüchtern täte, in dem Wissen, daß man für sie niemals betrunken genug sein wird -, dann doch tun.














*














Die roten Füße der Taube.














Wie lange ein tiefer Blick in die Augen beim Verlassen der U-Bahn dauert, der nicht nur zivilisierte Höflichkeit, sondern attraktives Interesse an intensiver Begegnung anzeigt.














Medien und Materialien.












Je höflicher die Ablehnung ist, umso stärker ist die Abwertung.














Gibt es weibliche Popliteratur?














Die Wasserlunge.














Die elektrische Banane.














Die Arbeit im Originaltonraum.














Die Riten der Aufnahmetechnik.














Ready-tapes.














Die Geburt von Humor und Selbstironie aus dem Gespür heraus, nur so einen teamsprengenden Dissens aufgrund widerstreitender Mentalitäten und Lebensformen eindämmen zu können in professionellen Arbeitssituationen. Containment-Strategien.














Vom Bumsen & vom Wichsen.














Diven und Macher.














Ästhetisches Begehren.














Methodologisches Banausentum.














Gegenstände als Ausweis menschlicher Fähigkeiten.














Der Herr in Nadelstreifen.














Herausforderungsepitheton.














*














Vom Westend zum Ostkreuz.














IT-BÜHNE.














Formgebung durch Umformen.














Ein Moment historischer Größe:

Pagerankgeile Arschlöcher & Linknutten Unite!














Samstag, 8. Oktober 2005




























Therapeutischer Mediator von Beruf.














Diesen Freitag scheint die ausgemachte Hölle los zu sein.














Warten vor der Parlamentarischen Gesellschaft.














Perhaps it was easy to dismiss the Author when there was so little at stake. But now, as we approach the time when it will be possible to lift the veil on our very own codes, we find that it is precisely in human authorship − with its mistakes, its errors, its slippages, its ambiguities, its reversals and contradictions, its irrationalities, its surprises − where we can reassert ourselves against the very destruction that once, because it was myth, we so eagerly desired.














*














Ich erstrebe schmiegsame Eleganz.














Minipli und Brauenpiercing.














PC UNION.














Design is not enough.














Was ist Akustische Kommunikation?














Primatenschlagwerk.














Laterales Denken.














In der Predigt aufgehoben.














Aussteuer / Aussteuerung.














Das Poster als relaxierende Heterotopie.














»’Ne kühne Sache.«














»Dieses Beispiel können wir im Internet finden und deshalb rauscht’s auch so schön.«














Rekordproduktion.














»Lassen Sie mich abschließend noch etwas über Musik sagen.«














Fordistische und post-fordistische Musik.














Musik ist reine Zauberei.














ANGST VOR HANS.














Fixfix, Ganzfix, Auchfix.














*














Freundschaften dienen dem Energiemanagement.














Freitag, 7. Oktober 2005




























Schnell noch die leergegessene Müesli-Schale mit Wasser ausspülen, damit kein Beton entsteht.














Donnerstag, 6. Oktober 2005




























Plötzlich sogar Bob Dylan hören.














»Die Musik soll ja nicht stören und ablenken, sondern unbewussten Schwung und Wohlbefinden verschaffen.«














In Vorweihnachtsstimmung sein.














*














Leberwurstpelle an Pfirsichkern.














Acquiso ex relaxatio.














Professor Plaudertasche.














From the Floorboards - Up!














»Dass der Kunstbetrieb im Moment das ist, was vor fünf Jahren die New Economy war, und dass ein ähnliches Ende nah ist.«














Mittwoch, 5. Oktober 2005




























Die Immigranten waren so viele, dass die Wachsoldaten der Masse nicht Herr werden konnten. Die Leitern wurden gleichzeitig geworfen, die Menschen stiegen alle gleichzeitig hinauf, sie warfen sich alle zugleich gegen das Hindernis und nahmen dabei in Kauf, dass eine gewisse Anzahl von ihnen auf der Strecke blieb.



Stärker noch als die heimliche Landung an europäischen Küsten per Schlauchboot betont dieser Ansturm, dass Menschen das einzige sind, wovon die armen Länder Afrikas genug haben: Deshalb sind manche ein ganzes Jahr oder länger unterwegs. Deshalb verfangen sie sich im Stacheldraht und werden von anderen einfach überklettert, fallen unbeachtet zurück, reißen sich Fleischfetzen aus dem Körper oder werden von Kugeln getötet














Kartoffeln im Bart - Die grüne Laus auf dem roten Schopf - Mein langes Haar, das da bei Dir dranhängt (Die haarige Trilogie)














»Wo ist denn Schöneberg














Dienstag, 4. Oktober 2005




























Die Blätter fallen.














Tomatenunlust.














Die Frühstücksszene am Beginn von Don DeLillos Body Artist.














Konfiguriert. Alles neu gebootet. Funktioniert. Gottesbeweis.














Die Zeichen der Epoche errichten eine Welt.














Lücken auf bedeutsame Weise zu schließen.














Das Uninteressante des Geheimnisvollen.














Metric. Supergrass. Stars. Paul McCartney. Depeche Mode. LCD Soundsystem. New Order. Art Brut.














Wie ich am frühen Donnerstagmorgen des 9. Dezember 2004 im Anna Hotel in München zum ersten Mal in meinem Leben WLAN empfing und, während eine Kitty Yo!-Compilation herunterschnorchelte, woxy.com beim Duschen hören konnte.














Etwas im guten Sinne Perverses.














Montag, 3. Oktober 2005




























Der Text ist meine Hetrotopie.














Zank ist eine Dramatisierung des langweiligen Alltags, deshalb können Leute nicht davon lassen, weil sie dann das Gefühl haben, dass etwas passiert.



Wir weisen Menschen wissen, dass das nicht nötig ist.














Der Geruch der beim Anzünden des Gasofens versengten Handknöchelhärchen.














Alle standen mit einem Bein in einem auf den Boden gemalten Kreis, und einer rief: »Deutschland erklärt den Krieg gegen… Grönland!«. Dann rannten alle weg, und Deutschland mußte Grönland fangen.



Deutschland war also immer der, vor dem die anderen wegliefen, und deshalb kein sehr begehrtes Land. Einer musste aber anfangen, und dann wurde einfach bestimmt: »Du bist Deutschland!«.














Phrasen, Stehsätze und Platitüden.














Für einen Winterabend erstaunlich lau!














Erinnerung an Glatteis auf der Lottum-Straße, am Neujahrsabend 2003.














Ihre Take-away-Pizza stank nach ausgebackener Kotze.














Sonntag, 2. Oktober 2005




























Der Morgen nach dem ersten durchgeheizten Abend.














Siemens, Daimler Chrysler und Volkswagen wollen rund 20.000 Arbeitsplätze abbauen und beteiligen sich wohl eben genau darum an der Aktion Du bist Deutschland.














Im richtigen Augenblick anzuhalten, das ist die Kunst.














Gegen Lautsprecherklänge.

Ein absurdes Plädoyer














Ängstliches Rummeinen ist ja gerade schwer in Mode.














Eine noch höhere Spannung noch weitaus gelöster und zurückgelehnter durch sich hindurchlaufen lassen.














Das Leben ist reich und vielfältig.














Grazie ohne Netz und doppelten Boden.














Das Ärgerliche an der katholischen Kirche ist ja:

Sie ist so dummheidnisch!














Die Freuden des Dazwischenseins.














Und sind wir nicht letztlich alle Maden aus dem All?














Franz Schubert, Streichquartett in a-Moll, Opus 29 / D 804 (1824) - Auryn Quartett 1995.














Samstag, 1. Oktober 2005





























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