31.10.5 - 30.11.5 : sanft und innig
Die große Ruhe.
»Das ist ein Trugschluss!«
Dezisionistisches Einschlafverhalten.
Zum Kern der Wahrheit.
It’s way too late! - To be this locked inside ourselves.
The trouble is: That you’re in love with someone else.
It should be me…! Oh, it -
Should be me.
Wie man von einer Sammlung ethnographischer Miniaturen zu wandfüllenden Kulturgemälden der Nation, der Epoche, des Kontinents oder Zivilisation kommt.
Das Wohlgefühl im Regelmaß.
Geschlechtsunabhängiger Vorteil für Kreative.
Bei Fellini ist es ja immer so…
Die Olympischen Spiele von Barcelona sind Deutschland!
Schlimm: Last Christmas im Büro auf Repeat schalten sowie von der Kollegin organisierte Lebkuchen & Kerzen konsumieren & rezipieren…
Test-Freier und Schummel-Huren.
Das erleichternde Gefühl, wenn eine Schnecke endlich »Ich« sagt.
Vor der eigenen Effektivität sich ängstigen, unsagbar.
I found the book of love
To be invisible…
Joss Whedon,
Serenity
(2005)
Ein transdisziplinärer Akt.
Fußschweiß, Feuchtigkeit, Urin und Sperma.
Salz, faulendes Holz, Abtritte, Kräuter und Gewürze.
Glockengeläut, Kanalwasser schwappt gegen Brücken, Holz wird gesägt, Eisen geschmiedet.
Bei der Hinfahrt sechseinhalb Seiten an der Habil geschrieben; bei der Rückfahrt zwei Vorträge für März und Mai 2006 weiterkonzipiert.
Die Landschaftsskulptur entlaubter Baumkronen auf weiß verschneiten Stoppelfeldern.
Der Schlemmer-Markt mit Frische-Vielfalt.
Die Heterotopie winterlicher Fahrten im ICE:
Akommunikabel, autotelisch, umgebungsentzogen.
Weltentrückung auf einer schmalen Linie.
Platzgrupppenblatt und Eingangsverfügung.
Camera Obscura & Leben und Sterben machen.
Das taube, dumpf-wattige Gefühl nach längerem Aufenthalt im Inneren von ICE’s.
href="mailto:mediumflow@gmx.de?subject=Dienstag, 29. November 2005" title="Anmerkungen?">Dienstag, 29. November 2005
Die Arbeits= und Schreib=Haltung der Wiener Wohnung - in der ich mich seltener aufhalte - mitnehmen in die altbekannte Berliner Wohnung.
65.000 Menschen seit drei Nächten ohne Strom
Geringer Energieaufwand.
Consumer, die für Fashion ihr Geld ausgeben.
Enklaven des Intransitiven.
Verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre. (U.Beck)
Eine Empfehlung für AutorInnen medienwissenschaftlicher Vorträge & Aufsätze:
Deine Beispiele und Quellen seien
1. in historischer, Jahrhunderte überspannender Perspektive repräsentativ; sie seien
2. den ZuhörerInnen und LeserInnen vermutlich weitgehend unbekannt; und sie bilden
3. in ihrer Wahl aktuell erkennbare und weitreichend wirkende Entwicklungen der gegenwärtigen Medien-Konstellation ab!
(sprich: nicht unbedingt immer nur Matrix, Terminator, Techno, Fernsehen, Internet & Computerspiele… *grusel* )
Versonnen schauen auf die treibenden Schwärme der Flocken, dicker Schnee.
Das bessere Brot im Volcksladen.
»Whedons Serenität nach Dath.« (aus der Elektropost)
Die Wochenendsbaisse und die Hausse in der Mitte der Woche bei der Bloglektüre.
Wichtigster Trugschluss des viertelgebildeten Anteils des Kommunikationsbetriebes: Etwas wieder zu erzählen wäre in sich schon gleichbedeutend damit, es auch neu zu erzählen.
Hey Kinder: Es gibt Wiederholungen, die nichts Neues produzieren! Ihr plappert dabei lediglich das Altbekannte nach, stumpf und bis zum Erbrechen öde!
Die Laubblaser und -sauger der Stadtreinigung.
I would prefer not to…
Vijejos verdes.
Die soziale Praxis transdisziplinärer Erkenntnis:
Horrorszenarien - Methodenvorschläge - Evaluationen.
Zuverlässige Gefühle.
Sonntagmorgen. Über FM4-Podcast - vor Presseclub, FAS-Lektüre & Sonntagstelephonaten - die Off Air-Tagebücher von Ster-/Grissemann der vergangenen Woche durchhören.
Reinhard-Fendrich-Gedenk-Mittel-Scheitel.
Neigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune.
Im Winter schmeckt Bier langweiliger als im Sommer.
Und Wein wird erst ab Spätsommer/Früherbst lecker, wenn’s insgesamt a bisserl kühler wird…
Die winterlichen Mantelstapel auf den Kneipenstühlen.
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Noch zu schreiben: Eine postkoloniale Nationalgeschichte anhand der territorial-kulturellen Bestimmungskämpfe der Randregionen einer Nation. (für Deutschland z.B. Elsaß, Schlesien, Südtirol, Saarland, Nordschleswig, Sorben etc.pp.)
Die beidseitig stark rezeptive Qualität von Oralsex.
Unaufhörlich ein tiefbefriedigtes Lächeln mit Tendenz zum frechen Grinsen im Gesicht.
The Picture of Dorian-Joachim Bublath-Gray.
Luftbrücke? - Na, so ein ekliger, dümmlich-heroischer, demagogischer Propagandaquatsch aber auch…
Neub Janpof.
(Lies: Mein Kampf.)
›Arbeit sieht echt anders aus!‹
»Ich bin ja auch eher so Sozialschaumweintrinker…«
*
Könnte es sein, dass der Werkfluss der 1990er Jahre wieder einsetzt und so das Ruhe- und Untätigkeitsbedürfnis der frühen 2000er unversehens wieder ausklingt?
Kleine Kämpfe unter Bären=Jungen.
Sendeschema: Netlabeltracks & Radiopop.
(hier zum Beispiel gerade: Songraphie & Eurythmics)
Hey, Hey, I saved the world today!
And everybody’s happy now, the bad thing’s gone away.
And everybody’s happy now, the good thing’s here to stay!
Please let it stay…
Wie manche Menschen sich geradezu als moralisch fehlerhaft empfinden, wenn sie nicht von allem immer das Allerbeste in ihrem Leben haben.
Spreewald-Knoblauchgurken, Kaisersülze und blauer Bär.
»Boah, die geilen Fotzen von den Sugababes!«
Would I lie to you? Would I lie to you, Honey?
Now, would I say something that wasn’t true?
I’m asking you sugar: Would I lie-ie-ie-ie-ie to you?
Elegant gelöst.
Netz und Welt.
Andauernd diese blöden Fußballbücher.
Verdrängung durch Verlangweiligung.
Der langweilige Pete Doherty.
Ein Anliegen vortragen (bedeutsam) − Monlogisieren (prekär) − Zutexten (auf dem Weg in die Selbstisolation).
Ein Tag ganz ohne warme Mahlzeit. (Jahrhundertereignis!)
»ja, der Osten ist noch einigermaßen verschont geworden vom Winter«
Legislatur des Verzichts.
Eurythmie=Orgasmen.
Im Genuss von glasig-käsigem Radiopop.
They say the greatest coward
Can hurt the most ferociously.
Adventliche Vorwärme, Weihnachtskekse um Mitternacht.
VR China.
(Lies: Virtual Reality China.)
Der erste Schnee des Jahres.
Steve Swallows Bass.
Das Fluxusdenken bricht die Hegemonie der Substanzscholastik.
Das Schöne an Kate Bushs neuer Musik ist ungefähr eben genau die überaus musikalisch, ganz altmodisch-tänzerische Nutzung elektronische Klänge, die auch 1995 in Sven Väths allererstem Album so faszinierend war. Denn selbst wenn dieses Album damals gefloppt ist, war es doch die bessere Alternative zu Kate Bushs kurz zuvor erschienenem Album in leicht stagnierender Stilistik. (und beide hat meine damalige Freundin geliebt)
Philosophie und Soziologie der Muße.
Franz Baur
Jede Theorie im eminenten Sinne ist Theoriegedicht.
Muss=Muße.
Die Philosophie beginnt mit einem therapeutischen Gespräch.
Practica Vitae, Theoria Vitae.
These / Daisy.
Gegensatzeinheit.
Tumor, Stupor, Lethargie.
Tristitia Capitalia.
Laßheit / Lazyness.
Encyclopaedia / die Kreisbildung.
Die Muße ist eine Freisetzung des Handelns.
Die Lehr=Haft.
Muße als Seelenbildung zwischen Rhythmus & Melos.
Menschen in Gefangenschaft, ihre Selbtenthemmung zum Theoriegedicht.
Kontinuierliches Gebet - Schau - Gedicht.
Auf die innere Melodie der Sache hören und sie als Theorie singen.
Magna Animatas.
Alain Montandon
Loisir.
Ds Ritual des Müßiggangs.
Ein Spaziergang ist keine Wanderung, keine Reise, kein Abenteuer - er ist eine soziale Praxis, Mittel der Raumergreifung.
Je me promène pour me promener.
Promenari.
Passer le temps.
Robert Walser.
Ex-Kursus.
Tabu, Prekarität, Heterotopie, Selbtbescheidung der Muße in Stil und Themen bei Robert Walser.
Passereau, Promenade, Avenue, Boulevard.
›einschließlich galanter Treffen‹
Flaneur, Voyeur.
Einzelgänger. Paarlauf. Der gespenstische Dritte.
»Der Spaziergang ist eine Verdauungssache« (Flaubert)
Selbstbildnis als Theorie-Historiographie-Lusttier.
Die Übertragung prnographischer Imaginarien - aufgrund der Ubiquität ihrer Praxis - auf den interpersonalen Austausch.
SMS als Frühform vollausgeprägter Telepathie.
Der deutsche Stil des elitären Profanisierens.
Zur Anthropologie von Erotik und Pornographie.
Der schöne Schnee.
Das Gespräch als kollaborative Denk=Variation.
Tsunami=Zunahme.
Die einzig ernstzunehmende Erotik theoriestrenger Frauen.
Menschliches Leben, Denken, Handeln und Erleben sub specie sonoritatis - unter dem Aspekt ihrer Klanglichkeit.
Hajo Eickhoff
Das Liegen ist eine Haltung der Muße.
Muße, Weisheit, Mehr, Tiefe.
Der lebendige Mensch ist sein Leib.
Die Muße hebt Zeit und Leib auf.
Normierung der Körperhaltung als Zugestehen oder Absprechen von Muße.
Sitzen ist ein Machtinstrument.
Geist, Charakter, Sinn, Haltung, Leben.
Der reine Verbaltheoretiker.
Zeit und Untätigkeit
Mobilität und Trägheit.
Vielgeschäftigkeit.
Raumkompression durch Distanzverkürzung.
Taedium, acedia, inertia.
›göttlicher Müßiggang‹
Jörg Zirfas
Spielerische Gelassenheit, das Glück und die Schönheit.
Eine endloser Erfahrung der Anwesenheit.
Ein sich Zurücknehmen aus der Zukunft - ein Sich Befreien von der Vergangenheit.
Zeit als Gefängnis.
Die Entwerdung.
Protention & Prospektivität - Retention & Retrospektivität.
Perfektioniert: immer schon abgeschlossen.
Homo europäus academicus.
Hedoné & Theoriá.
Nicht polarisierende Verneinungen, sondern spezifisch andere Erscheinungsformen.
Thema - Theorema.
Die schönen Flocken.
Aeon.
Doris Schuhmacher-Chilla
Muße als Gelegenheit oder Möglichkeit, etwas tun zu können.
Tachomane Gegenwart.
Die Farce der Kausalität (Fischli/Weiß)
Bachelard, Blanchot.
›eine in Muße gewonnene Problem=Sensitivität‹
Ruined in a day.
Barbara Gronau.
Dialektik von Actio und Passio.
Selbstmumifizierung Bartelbys.
Zone der Indifferenz.
Faulheit und Kunst.
»Bonjour Parèsse!«
Selbsterhaltende Arbeitsvermeidung.
Das Nicht-Tun / Das Nichtstun.
Helga Peskoller
Pascal 136.
Eindrücke, die zu ordnen es bisher keine Zeit gab.
Energiesparen durch Dösen.
Vom Geschmack des Ausgegangenen.
Berichte der 8000er Menschen.
Das Apropos der Zeit.
Dösen als menschlicher Endzustand.
*
Wie meine Knöchel mich schmerzen an den Fingern, vom vielen Beifallklopfen der Academia.
»diesen Standort Schweiz wettbewerbsfähig zu machen«
Harmonische Atmosphäre.
5 Pfund Truthahnfleisch in 12 Minuten.
Besoffen in Brighton.
Schröder=Ringier.
Das Basement Jaxxige der Audio Bullys.
Diät durch Einkaufsfaulheit.
Gegen Arbeit.
(nicht als Tätigkeit an sich, sondern als Stil, als Art und Weise, Tätigkeiten zu verrichten)
Bratwurst zum Frühstück.
Zufallsbedingte Kursbildungen.
Vita Contemplativa | Vita Activa.
Wolfgang Reinhard
Arbeit macht gemein.
VISIO BEATIFICA.
›kraft prägender Gewohnheit‹
Smiths wohlgeordnete Marktwelt.
›nur Tätigkeit ist Leben‹
Entstehung des Sports als außer-kriegerischer Selbstpräsentation aristokratischer Körper: Die kriegerischen Tugenden suchen sich ein anderes Feld.
Ostentativer Müßiggang.
Lebenstätigkeit.
»Arbeit ist gebremste Begierde« (Hegel)
Hans Dieter Bahr
Muße - Musen - Musiké.
›Die göttliche Muße‹
Gespannte Gelassenheit.
›Verhetztheit des Unverzüglichen‹
›in einem metapsychischen Sinne‹
Sorge (auf die Zukunft gerichtet) - Sorglosigkeit.
Schuld (auf die Vergangenheit gerichtet) - Unbekümmertheit.
Befangenheit (auf die Gegenwart gerichtet) - Unbefangenheit.
»Faulheit der berauschten Aktivität« (Nietzsche)
›in der Vergangenheit nicht-ausgführte Möglichkeiten der Gegenwart entdecken‹
Seinsanalysen historisch zu reflektieren.
›ein Relikt des Heroismus‹
Das Verständnis des Befremdlichen wird im Staunen erfahrbar.
Momente der Gelassenheit.
Das Zeremoniell.
(stärker als der in Gewohnheit absinkenden Ritus)
Rhythmus & Melos - Über den metrischen Gesetzen.
Die Weltfremdheit der Muße.
Johannes Bilstein
Muße und Grundsatzreflexion.
Verführungen des Rausches.
Das Geistesaristokratische der Theorie.
Selbstbefreiung aus der Didaktik.
Trilemma.
Die vorrational-erotische Basis aller pädagogischen Verhältnisse.
Daimon - Vocatio - Ruf.
Ein Lebensberuf.
Weder die Zeit zu verliegen - noch in den Wirbeln der Geschäftigkeit getrieben sein.
Scholé - techné - dynamis.
Rentier, Gentleman & Virtuose.
(Lies: Privatier, Dandy & Artist)
Concord, das Weimar der U.S.A.
Symphonies Of Revelation.
Gespür. En-er-geia.
Gentleman=Wissenschaftler.
Ideen für den Habil-Vortrag:
Muße und Spannung.
Heterotopische Tätigkeitsformen im Werk von Paul Nizon, Adalbert Stifter und Peter Handke
Algorithmen der Abbildung.
Rekonstruktion der kurzen Geschichte des Videoclips anhand genre-konstitutiver Beispiele
Erkenntnissubjekte als Berufswissenschaftler.
Eine Epistemologie der Nähe in historischen, gegenwärtigen und futurischen Konzeptionen
Michael Göhlich
Umstellung des Primats.
Die benedektinische Regel.
Ascholía - scholé.
Das Mußen - Das Unmüßigsein.
Das kontinuierliche Gebet.
Theorie als Denkgebet, an viele gerichtet.
Das 28. Jahrhundert.
Die Praxis erzeugt einen Tugendsinn.
Muße und Mangel.
*
»Für die Umnutzung von Allem!«
Der Trumpfschlumpf.
Die extreme Isolation der Einzelinstrumente in den George Martin-Produktionen der Beatles.
Die immer mit ihrem Konsum-, Kaufkraft-, Vollbeschäftigungsquatsch!
Vor dem Schlafengehen um halb drei Uhr morgens, noch schnell Terry Eagletons Ideologie=Begriff auf den Punkt bringen für sich.
Das muss wohl Passion sein…
*
Ihre bedrückende Unfrohheit, ihre Unfähigkeit zur Freude.
»Und wenn ich sage ›Wir‹, dann meine ich ›Deutschland‹.«
»Manager des Jahres - Auf unsere Kosten!«
Die Regierungschefin als oberste Verwaltungsleiterin des Landes.
Eindrucksvoller Auftritt.
Seit wann Herlinde Koelbl wohl auch die aktuelle Kanzlerin in die Riege ihrer jährlich photographierten Machtmenschen mit aufgenommen hat? (›Gesichter der Macht‹)
<BR
Die frühmorgendlichen E-Mails.
Die Morgentelephonate.
Die Spätvormittags=Textarbeit.
Die Frühnachmittags=Besprechungen.
Die nachmittägliche Textarbeit.
Die frühabendliche Lektüre zur Vorbereitung des folgenden Tages.
Die abendlichen diskursiv-gustatorischen Symposien.
Die nach-mitternächtlichen, punktuellen Recherche- und Schreibarbeiten.
Der finale Schlaf.
<pDie libidinös-erotische Besetzung von Sprache und Musik.
Das Wohlgefühl.
Kommunikaze.
Ich fühle mich erkannt.
Lehrreich, todkomisch, kryptisch.
I have been alive for 12.912 days, 13 hours, 27 minutes and 25 seconds.
Neo=altberliner Szene=Frührentner.
Die mitternächtliche Wiederholung von ›Phoenix - Der Tag‹ als ein guter Freund.
Für immer:
Auf der Suche nach Nähe, die alle Klüfte überwindet, einem tiefgreifenden Austausch - sprich:
Wahrhaftiger Liebe.
Interpol. Animal Collective. The National. Gorillaz. Stars. Kate Bush. The Subways.
*
In diesen Zeiten der ansteigenden Anforderungen, Anfragen und Anrufe wird es um so wichtiger, einen tief in sich ruhenden Rhythmus der Bedachtheit in sich zu bewahren - und in jeder einzelnen Handlung zu erhalten.
The Zoolog Garden.
Aber gegenüber dem Vermietclerk geschickt wegsimuliert.
Der Genuß des Hörens.
Und Lesens.
Kontrolle kontrolliert. Dekohärenz in medium flow.
Vielleicht sollte im Fernsehen nur Zwölftonmusik verwendet werden, damit man beim Zappen nicht wahnsinnig wird?
Was aber ist Stille, wenn alles Klang ist?
Eine Sehnsucht nach Synthese, wir Visualprimaten.
Wie privat muss man jedes Byte im Prozessorkern kennen, um sich als Programmierer zu bezeichnen? Ab wann ist ein Künstler DJ »statt« Musiker? Und wo zieht man die Grenzen zwischen Remix, Interpretation, Inszenierung, Darbietung oder Vorführung eines Werks?
Damals wie heute eine kaputte Art von subtiler Ausschauhaltung nach Seelenverwandtschaft in der Peeergroup. Wunderbare Sache eigentlich.
(der harte Kern ist schon vor Mitternacht zu anderen Parties verschwunden, der weiche Kern ist gern weich und wird sich auch in 10 Jahren noch verstehen)
Ein notorisches Zuspätkommen, das einer Vermeidung notorischen Zufrühkommens entsprungen ist.
Versoffen-muffige Schnaps=Rentner mit scharf alkoholischem After Shave.
Interessant wird sein, zu beobachten, ab wann das kanzlerinnenbezogene Stockholm-Syndrom einsetzt: Die Verbündung mit dem Aggressor.
Ohne die stets skurrile Nazi-Keule auspacken zu wollen:
Findet sich in der befreit-enthemmte Humorigkeit der Regierungsparteien im neu gewählten Bundestag nicht doch ein deutliches Quentchen des arrogant-überheblichen und wildsauhaften Betragens, das eine verfassungsänderungsfähige Übermacht im Parlament wohl stets zeigt. Ich denke natürlich an die diktatorische Übermacht im deutschen Parlament der Kroll-Oper.
Plus Oultre
Dr.Schmalzl strikes again!
Aufstehen. Ein paar Stunden Gaming; dann ein gutes Buch lesen. Ein bisschen Ölmalen. Mit den Enkeln eine Runde Konsolengolf - und dann wieder auf Zombiejagd.
»Formen Sie mit angefeuchteten Händen zwölf Knödel.«
Ein Weihnachtsmarkt ohne Website ist heuer in Wien schlichtweg kaum mehr denkbar.
Armin Assinger ist ein solcherner Trottel.
(und eine Sendung, die sich »Dominoday« nennt und Internationalität sowohl bei literarischen Stoffen als auch bei ihren Protagonisten fast ausschließlich auf sexy Fortress Europe-Styles beschränkt, ist sowieso unpackbar)
1999 Blaufränkisch Ried Hochäcker
von Paul Kerschbaum Horitschon.
Kurzzeitig Paul Kerschbaum mit Paul Kalkbrenner verwechseln.
*
Au Revoir Simone & Schneetreiben am Morgen. - I.L.E.
Wann es wohl den ersten demokratisch gewählten, weißen Staatspräsidenten in Südafrika geben wird?
Realitätenkanzlei Dr.Schmalzl.
SAURE WIESEN
TROCKENLEGEN!
(dürres Sgraffitto auf Gusenbauer-Wahlplakat)
Die schönen Wienerinnen.
Sydney Pollack,
The Interpreter
(2005)
»Vengeance is a lazy form of grief.«
(Nicole Kidman in The Interpreter)
»What do you do when you can’t sleep?« - »I stay awake.«
(Nicole Kidman & Sean Penn in The Interpreter)
Könnte Demon Days von den Gorillaz sowas wie die Konsensplatte der 2000er sein?
So wie Connected von den Stereo MC’s die Konsensplatte der 1990er war.
Was waren die Konsensplatten der 1980er, 1970er, 1960er?
Biegsam.
*
Jede Brezel ist Ausdruck einer Idee.
Pankreoflat.
Jonathan Glazer,
Birth
(2004)
Subjektzentriert-essayistische Romanliteratur und erzählerisch-zeitdiagnostische Essayistik.
Theorietransformierende Monographien und realitätspostulat-rekonfigurierende Spielfilme.
Die alternativen Realitäts=Konzeptionen in den Debut-Spielfilmen eminenter Videoclip-Regisseure wie Mark Romanek, Spike Jonze, Michel Gondry, Jonathan Glazer - in künftigen Filmen von Jean-Baptiste Mondino, Chris Cunningham, Stéphane Sednaoui, Hype Williams oder Anton Corbijn?
Der Gänseführer, die Komintern & mein schwuler Freund Heiko.
Somnogenerika.
*
Die Geschichte der Großen Koalition
in der Bundesrepublik Deutschland.
»Ich-Dokumente.«
Ein gemütlicher Montag=Nachmittag auf dem Sofa mit Espresso, Schokoladenlebkuchen, Peter Burkes What is Cultural History?, FM4’s Homebase/Connected sowie anfallsartig beglückenden Formulierungs-, Schreib- und also Gedankenerfassungs=Ekstasen.
Die lebenslangen Bemühungen des großen Entdeckers um eine Verbesserung seiner Persönlichkeit.
Wenn Sie dieses Weblog lesen,
so ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass Ihr Leben und Ihre Tätigkeiten sich zwischen gestalterisch-angewandten Arbeiten einerseits und andererseits den Praktiken der Kunst und der Ästhetik bewegen.
Die Welten der Agenturen und der Redaktionen, von Teamsitzungen, Pflichtenheften, Evaluationsbögen und Milestones sind Ihnen mindestens ebenso vertraut wie die seltenen, idiosynkratischen Momente, aus denen allmählich oder auch unmittelbar ästhetische Interventionen hervorgehen können.
Wenn Sie nun in der Anspannung dieses inneren Widerspruchs zwischen ›Kommunikation‹ und ›Ästhetik‹ also leben
und darum ringen, wie die Fähigkeiten und Argumente der Denk- und Empfindungsgenauigkeit sowie die Schlussfolgerungen der letzteren in den linear-reduktiven Produktionszwängen der ersteren zur Geltung zu bringen wären,
so empfehle ich Ihnen, sich von Mario Perniola, das überaus gut lesbare Buch W i d e r d i e K o m m u n i k a t i o n (Merve Verlag) zu besorgen.
Perniola gelingt es darin in 2 mal 15 kurzen Abschnitten auf 100 Seiten darzulegen, worin die gegenwärtig faktisch unumgehbaren Stärken der Praxis einer ›Ästhetik‹ bestehen,
und wie diese sich tatsächlich einsetzen lassen, um eine vermeintlich unumgehabare Despotie der ›Kommunikation‹ von innen heraus wirksam zu transformieren.
Eine selten realitätsbezogene und analytische Zeitdiagnose. Eine Waffe im tägliche Widerstandskampf.
*
Endlich wieder Interpol hören. (auch eine Herbst & Winter-Platte. Wie The National auch)
Das ätherische Morgenrot eines frühen Wintermorgens.
I will bounce you on the lap of silence.
We will free love to the beats of science; and girl you shake it right.
I’ll say it now
The Aim Of Composition Is To Define Time.
»Über die Details hierzu oder noch andere offene Fragen würde ich gerne mit ihnen telephonisch sprechen.« (aus der Elektropost)
»Mach’ nochmal den schlafenden Hai!«
Die Obsession, etwas ›kompensieren‹ zu müssen.
Wie absurd dieses vorherrschende Denkgefühl doch ist: sich Lebenserfahrung als ein materiell-pekuniäres Gut zu imaginieren. Eine Kapitalbildungsobsession.
Eine Unfähigkeit, mit dem persönlichen Mangel faktisch zu leben - und dort heraus andere Energien zu entwickeln.
Ich hatte nie einen PDA und nie einen Videorecorder. Ich besaß keine Spielekonsole, keinen Gameboy. Die DENON-Komponenten meiner Anlage von 1992 waren noch nie in Reparatur. Bis heute habe ich weder einen iPod noch einen Walkman. Auch keine Kamera, digital oder analog, für Photo oder Video, und kein Audioaufzeichnugnsgerät gehören mir. (gut, mein Handy ist eh super und das Notebook hier ist auch nicht schlecht)
Während medial derzeit die Erzählung gestreut wird, dass ein ostdeutscher Post-Wende-Pragmatismus nun endlich über die westdeutsche Alt-68er Selbstgefälligkeit gesiegt hätte, wirkt die groß-koalitionäre Einheitspartei der nicht-reformierenden Finanztrickser selbst auf sozialdemokratisch aufgewachsene Betrachter wie mich nur noch unglaubwürdig, sinnentleert und positionslos. (nächstes Mal doch PDS oder nur Grüne wählen?)
Metascharfsinn.
»Wulli-wulli!«
Alterslose Schönheit.
Sexskypen.
Die Muschikatzenpuppen.
61.
Plan: Berlin Open Air 2006.
Reger Austausch.
Allerheiligen. Allerseelen. Volkstrauertag. Buß- und Bettag. Totensonntag. Spaßwochen.
»Die Währung beim Spiegel ist Angst.«
Der ehemalige Chefredakteur der Musikzeitschrift Spex und nunmehrige FAZ-Feuilletonredakteur.
»Das ist immer so’ne Sache…«
Hey, love, we’ll get away with it.
We’ll run like we’re awesome, totally genius, hey, love.
We’ll get away with it. We’ll run like we’re awesome.
We’re the heirs to the glimmering world.
We’re the heirs to the glimmering world.
We’re the heirs to the glimmering world.
We’re the heirs to the glimmering world.
Studies in Spinning=Fashism. (sorry, could not resist)
(hab’ mich schon während der Übertragung gefragt, ob sich da keiner beschwert?)
57.
Alle 6 Star Wars-Filme simultan gucken.
Begeisterungsangst.
Lärmbegriff / Lernbegriff.
Intime Begegnungen.
Die Macht zum Entschleiern
als Symbol männlicher Potenz.
Das Ibis-Proletariat.
Mit der Stimmung des letzten Traumes in den Tag.
FAS, Seite 51, Geld & Mehr: Die rot-grüne Streichliste. ;-)
Gastfreundschaft als Göttlichkeitsvermutung bei Begegnungen mit Anderen. (Kapuscinski)
Die letzten noch lebenden Seelen sind wir.
Gute Popvideos führen Klanggestalt und Tektonik eines Songs schlagartig plastisch vor Augen: Visuelle Sonic Fictions. (aus Anlass des Videos zu Gorillaz’ Dirty Harry)
Udkub.
»Langsam kommen die Tage, wo man sich das Gans-Essen vorstellen kann.« (aus der Elektropost)
Lambeau - Conte - État - Dialogue - Bout - Musique - Passage.
Das Grunddeprimierende flackernder Fernsehschirme in anderen Wohnungen. (und die Schönheit wenn man selbst davor sitzt)
Autriche-Hongrie.
Popcornwinde.
Arduum et difficile.
Konfusionismus - Konfusianismus.
Stefan Niggemeiers großartiger, allwöchentlicher Medien=Leitartikel.
»Wenn die Party gut war, ist Samstag auch mal zu.«
Ich suche ein Geheimnis:
Dich, den Monolithen.
Durchführen ist leichter als vorausplanen.
Kommunikations=Despotismus.
Nihil admirari.
Schnuffel=muffel revisited.
Der heilende Balsam der The National.
Wundervoll: wenn sich der Abend niedersenkt.
Zu Besuch bei Senf.
Schlaf als Investition.
Der zwölfte November.
Die Große Koalition steht. (Soll sie denn besser sitzen, liegen oder lümmeln?)
Dank Dath das befreiend verschwenderische, fast 1990er/1970er-Jahre-artige, das wollüstig-üppige Maß an Boudoir-Glamour in Madonna auch tatsächlich hören. (und nicht nur ihre kalkulierte Angestrengtheit dahinter)
Vielleicht hat Frau Ciccone-Ritchie ja doch wieder mal den richtigen Riecher gehabt und nach gegenwärtigem Neo-Rock muss unweigerlich über kurz oder lang eine noch weitaus verschwenderische und manisch-exzessive Variante von Neo-Dance über uns hereinbrechen.
Eine Musik, die sich ähnlich üppig an Klängen und Haltungen der letzten Jahrzehnte überfrisst wie dies schon all die großartigen Bands dieses Jahres tun - nur eben nicht mehr im Band/Singer/Songwriter-Kontinnum, sondern in dem der allesamt verfügbaren Dance-Producer und -Stile. Die Große Koalition.
time goes by
so slowly
time goes by
so slowly
time goes by
so slowly
every little thing
that you say or do
i’m hung up
i’m hung up on you
waiting for your call
baby night and day
i’m fed up
i’m tired of waiting on you
i can’t keep
on waiting for you
i know that you’re
still hesitating
don’t cry for me
’cause i’ll find my way
you’ll wake up
one day
but it’ll be too late
Und Bioleks Kochsendung ist nach Jahren (mir scheinen’s Jahrzehnte) immer noch das absurdeste und großartig sinnloseste Readymade im deutschen Fernsehen. Besser als der besessenste OKB-Prediger oder irgendein erratisches Künstlervideo.
Die Traurigkeit von Wohnungseinrichtungssendungen.
Eigentlich ein Pop-Hörspiel ihrer persönlichen History of Dance
Beginnender Winterschlaf:
ekstasefaul und erregungsmüde.
Der neblig-durchsichtige 8/10-Mond im weißlichen Kältehimmel, wie dorthinein gepastet.
Lauschig-bildungsbürgerliche Aufsätze über Gegenstände der Literatur-, Musik-, Kunst- und Kulturgeschichte lesen, ein Kerzchen anzünden und dazu fein-introvertierten Cliqhop von SomaFm aus San Francisco.
Wie aus Momentkerkern größter Leere die saftigsten Weiden höchster Generativität hervorgehen können.
Animal Collective.
Die Einbildungskraft ist die Königin des Wahren und das Mögliche stellt eine Provinz des Wahren dar.
Krieger, Mönch und Kurtisane.
Andrea Parker rockt.
Ein netter Arschkick.
Die pastoralen Partyreste sich nochmal betrachten bevor man den Ort verlässt.
Der elfte November.
*
Mit Aerial hat sich Kate Bush um ein geringes doch entscheidendes Quantum von der Theater zur Process Music bewegt.
Weniger melodramatisch-bühnenhaft-agonal -
mehr introvertiert-ambientartig-generativ.
Und immer noch Kate Bush.
»Erfolg macht Bälle größer.«
(aah - dann macht maskuline Fixierung auf überdurchschnittliche Mammalian Protuberances ja doch auch wieder Sinn. Danke Spon.)
Sich anbietende Objekte für einen stark mütterlich geprägten Sexualpflegetrieb.
In den letzten Jahren regnet es immer, wenn ich zum Zahnarzt gehe. (Heute lustigster ZA-Termin ever: 11.11. um 11 Uhr. Helau. Krapfen & Rote Nase aber vergessen.)
Es gibt Menschen, mit denen sollte man nur in Dritteldistanz umgehen.
Halbdistanz wäre etwas zu übertrieben, aber Vollkontakt muss mit ihnen im vollkommenen Desaster enden.
Dritteldistanz ist fein, hält respektvoll Abstand, als Selbstschutz; nur ein wenig schade insgesamt.
Kartoffeln aufsetzen, Egon Bahr spricht, Win Butler schwingt sich zu höchsten Höhen hinauf, arkadische Feuer tragen ihn. Und mich. Lecker.
Warum hat die SPD eigentlich aufgehört, darauf zu drängen, CDU und CSU als zwei getrennte Parteien zu behandeln? Das ist doch vollkommen richtig.
Die Frage ist eher, wieso man jahrzehntelang die Unverfrorenheit hingenommen hat, die Unionsparteien nur dann als getrennte zu behandeln, wenn es ihnen nützt.
Es braucht mehr Unruhen auf der gesamten Welt. Ja.
Fremdartig, dieser Karneval.
(Loveparade hab’ ich ja damals verstanden, aber Karneval? Bis heute Rätselhaft. - Sommer, Musik, Tanzen, Sex, alles ganz logisch und stimmig. Aber diese Masken im Winter, die Motivwagen, die Rede von der ›Session‹, die Märsche: Alles absurd!)
Soeben begriffen: St.Etienne und St.Germain sind ja zwei getrennte Bands! *schäm*
»Entweder ich koks jetz - oder ich geh ins Bett.«
»Man könnte Kritiken auch als Unternehmensberatung sehen.« (H.Schmidt, 2005)
Nämlich so:
»Dabei müsste man der Kritik einfach nur GLAUBEN, ohne ideologiekritische Kritik am Kritiker (der sagt das nur, weil er selbst -), ohne mit den Gründen der Kritik zu hadern und die zu widerlegen, und ohne feinsinnig oder spitzfindig kompliziert sich selbst sehr unverstanden fühlen dauernd.« (R.Goetz, 1991)
DJ Hörspiel, DJ Theorie & DJ Habitus.
Mir ist so schnuffelig=muffelig zumute.
Das Gruselig-Beklemmend-Protofaschistische an Martins=Umzügen.
Die Gerberlohe ist heiße Lava.
Der zehnte November.
Auch ein Blog ist erstmal ein leeres Blatt.
Subtil sadistische Festungsarchitektur.
Erst gestern noch meine alteingewurzelte Überzeugung vorgetragen, also behauptet, ich könne mit diesem ganzen Folk-Zeugs so überhaupt nicht, weil ich vielleicht dann doch viel zu städtisch von Grund auf erzogen bin und jede Idealisierung des Rural-Pastoralen-Wimpigen mir nur in höchster (wiederum ja städtisch geprägter) Stilisierung erträglich wäre (ähnlich wie auch meine uralte R’n'B-Soul-Indolenz) -
und jetz’ beginn’ ich mich doch langsam durch wiederholtes Hören von Devendra Benhart auf FM4 mich dort hinein zu hören. Malsehn.
Joel Friesen,
Why you should continue to date me.
A series of charts and graphs (2004)
D e n k e n d e s S e i n s a l s G e g e n w a r t .
Tiefdunkler Schokoladenpudding mit etlichen, leckeren Haselnusssplitterchen.
Management by Foresight.
NOT
Management by Panicking.
»Ich mag lieber Feinsinnige statt Rohlinge!«
Meet you-Kacke.
»Sie ist damit Herz- und Hirnstück des Masterstudiengangs.«
Endlich wieder Arcade Fire hören. (irgendwie doch eine Herbst/Winter-Platte.)
Everybody makes mistakes. But I feel alright when I come undone.
You are not makin’ me wait. But it seems alright as long as somethin’s happenin’.
I try to make you late. But you fightin’ me off like a fire does.
You try to makin’ me wait. But it feels alright as long as something’s happening
Der neunte November.
Nächtliches Wachwerden dank abendlichem Alkoholgenuss.
Einfach spitze! - Rezensentin/Rezensent aus Fürstenfeldbruck, Bayern Deutschland: Dieses Album ist wirklich klasse, sogar noch besser als sein Vorgänger. Neben dem kultigen Hit auf Track 2 lassen süße Lieder wie Track 4 und Track 15 plus fetzige Nummern wie Track 5 und Track 7 jeden aufspringen und tanzen. Ist aber auch gut zum nebenbei hören. Klasse!
Politische Berichterstattung mehr und mehr als Spiegel, Reflexion und damit Aneignung von Fremderfahrung für eigene, gruppendynamische Führungsprozesse und der eigenen gesellschaftspolitischen Meinungsbildung lesen.
*
Generativ statt agonal. Kollaborativ statt kompetititv.
Das Musik-Literarische Studio.
Mit Berichten aktueller Arbeiten und Empfindungslagen, Entwürfen neuer Projekte, der neuen Kate Bush, einer Einführung in den Neorock des Jahres 2005 und zweier spanischer Flaschen Premium-Rotweins.
Wart’! - Sie lieben Dich nicht wie ich Dich lieb’!
Wart’! - Sie lieben Dich nicht wie ich Dich lieb’!
Neues Manifest des Feminismus.
Von Wiglaf Droste (Nach KH)
Sich mit der Tatsache seines physischen Geschlechts aufzuspielen ist armselig und erbärmlich. Die Zauberworte heißen Selbstverständlichkeit, Klugheit, Großzügigkeit, nichtverlernte Fünfjährigkeit, Warmherzigkeit, Mitgefühl, Leidenschaft, Flauschigkeit - alles eben.
Es geht um eine individuelle, nicht normierte musische Anmut von Körper, Seele und Geist - und um den Humor, damit fertig zu werden, diesem Ideal meist nur im Rahmen seiner Möglichkeiten zu entsprechen.
Professionell-pervertierte ›Kommunikation‹ als vitalistisch übertriebene, ergo vaporisierte und ›hermetische‹ Semiotik. (Perniola)
Wohltuende Kühlnis.
*
Der Montag als erweiterter Sonntag.
Audio Bullys. Angefixt beim ersten Beat.
Buy this car to drive to work - Drive to work to pay this car!
Entwurzelte Spontaneität zum Terror.
Die symmetrische Kombinatorik replikativer Sequenzierungen.
Ritual und Revolte.
Becherstapeln als neuer crazy Jugendsport? - Ich glaub’ ich werd’ alt…
Die entlaubten, dürren Baumköpfe auf dem Platz vor mir.
Höre gerade zum ersten Mal die neue Metric, Live it out. (Gut, letzte Nacht, zum Wegdösen schonmal angemacht, aber das zählt ja nicht.)
Hm. 4. Track und bin scho a bisserl anttäuscht, weil, naja, so verfrickelt, deutlich langsamer und eher so in sich verdreht, weggedreht das Ganze bis jetzt. Schade.
Frage an Miss Haines: Wo ist die Wunden schneidende und von dort heraus singende Schärfe ihres ersten Albums geblieben? Manchmal klingen Sie jetzt fast wie - verzeihen Sie den Vergleich - die besseren Stücke der Cardigens.
Naja. Vielleicht hört man sich ja noch rein…
Anzahl der in Brand gesteckten Autos als Indikator für Krawall-Intensität.
Wo bleibt die komintern (Prä-Stalin), wenn man sie braucht?
Generator,
C’est la guerre, chez vous aussi
(Banlieu Erzählung Saint Denis 1989)
Nach dem dritten Hören von Live it out: Ja, man hört sich rein; wird angenehm und untergründig. Nicht so in yer face, eher so sitting nice beside you…
Überwachungskamera=Helden.
»Wir sind doch alle so Karboneinheiten mit Kuschelbedürfnis…«
Ja, Live it out wird wirklich ganz angenehm. Wohnt bei einem, erinnert auch zunehmend stärker an die Yeah Yeah Yeahs. Hm, muss sofort deren 3 LP’s und EP’s hervor kramen… *einspeichel*
I’m rich! Like a hot noise. Rich! Rich! Rich! I’ll take you out boy! I’ll take you out boy! Hey!
Turnin’ it! Beatin’ no beat, the walls are always speakin’! No want, no want, no want, no speakin’ at all!
Pussycat Dolls statt Final Fantasy.
(feelin’ a bit sardonic 2day… ;-) - But: Der junge Mann ist schon auch ganz fein. Nur: Manchmal, aber nur manchmal - hört man halt auch sowas wie die PCD ganz gern…)
Der weich rauschende Regen vor meinem Fenster, noch bevor ich eben aufgewacht bin.
Auf viktorianischem Eis.
Die wohltuend schlierige, so überaus diskret in sich zurückgenommene und kollektiv-kolloquiale Musik der Broken Social Scene.
Interfakultatives Institut für Entrepreneurship.
»Mir fällt bei solchen Bildern auf wie gerne ich Holz mag, auch weil es meist in Würde altert.«
Infatuation Junkies.
Leicht traurige Morgen=Tiere.
Im Gefühl zunehmender Abklärung.
Kulturgeschichte als Symbol=Hermeneutik.
Kulturgeschichte als Rekonstruktion von Erfahrungen.
Das gelbe Laub auf dem Boden erleuchtet die ganze Stadt.
Es verstärkt und verstreut das vom Hochnebel grau gebrochene Sonnenlicht.
Definitiv der beste, charismatischste und medial generativste Auftritt bei den diesjährigen MTV EMA’s: Die Gorillaz. (Vergesst Frau Ciccone-Ritchie!)
Vor allem auch als Extrem=Beitrag zur Wirkweise medialer Personae.
Eine Ethnologie der Keychain.
»Wäre Karl Arsch zum Papst gewählt worden, hätte die katholische Jugend auf gleiche Weise reagiert.«
Medienhäuser - Academia - Content/Journalismus/Drehbücher.
Vegetative Ekstase und kompakte Anwesenheit.
Esoterik-Beschiss ist als Gewerbe historisch weitaus länger nachzuweisen als Prostitution.
»Wir leben in paradiesischen Zuständen«
Nie zuvor in der Geschichte waren die Menschen so gut mit Gütern und Dienstleistungen versorgt wie heute. Die Herausforderung ist: daraus etwas zu machen.
Freiheit statt Vollbeschäftigung.
Selektive Maßlosigkeit ist immer noch ein wichtiger, bleibender Teil meines Lebens.
Wissenschafts=Porno.
Immer öfter lege ich und lehne ich auch Handlungsweisen ab, Gewohnheiten meines üblichen Tagesablaufes, deren Funktion in meinem Leben ich eigentlich sehr schätze, als überaus angenehm erlebe und fast brauche;
denen ich allerdings zunehmend anmerke, dass sie mein Handeln gegenüber anderen und auch mir in einer Weise überspannen, die ich im Selbsterleben insgesamt als eindeutig unangenehm wahrnehme.
(z.B. rauchen; Kaffee trinken; Magazine kaufen; lange Nächte rauschhaft trinkend und punktuell verdrogt in zerrauchten Wirr-Locations zubringen; neue Bekanntschaftinnen umgehend als Objekte insistierender Sexual=Akquise benutzen usw.usf.)
Ein beruhigendes Gläschen Milch.
Existenzielle Entdrogung?
Tiefen=Detoxikation?
- Ich bin ja ‘ne absolute Genußnutte!
- Hieß das früher nicht ›Hedonistenschwein‹?
Kapielskis Blog bei Zweitausendeins.
Dr. Schmalzl is back: »Joa mäi!«.
An jedem 4. November unweigerlich den ganzen Tag über immer und immer wieder an die Reden der Schriftsteller und Denker, Stefan Heym und Christa Wolf und andere, und die Massen, die ihnen zuhörten, bei der Demonstration an eben diesem Tag 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz denken. Dieser potenziell generative Moment politisch-intellektueller Begegnung.
Er ist ähhnlich in mich einprogrammiert wie der 6. März 1983 und die tragische und so folgenreiche Bundestags=Wahl, bei der der Ziehvater von Angela Merkel zum ersten Mal gewählt wurde;
der 1990 dann feist-dümmlicherweise die staatliche Renten- mit seiner eigenen Portokasse verwechseln wollte und meinte, das Bißchen Geld darin würde zumindest vorerst genügen, um wenigstens seine Wiederwahls=Wiedervereinigung zu finanzieren.
Seine Ziehtochter wird’s ja jetzert wieder ausbügeln, was Pappa da versemmelt hat. Und wir alle zahlen. Fickt Kohl! (Und die verlogen-selbstgerechte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gleich mit dazu!)
Nach wenigen Sekunden des überaus flüchtigen Reinhörens in die neue Madonna, ihrer sofort wieder tiefgehend überdrüssig geworden & ein Bedürfnis nach der aktuellen Nada Surf verspürt.
(M.’s Album wird aber dennoch die kommenden Monate bestimmen, kein Zweifel)
Merkwürdigerweise ist das LCD Soundsystem echte Winter=Partymucke.
Die Flip-Flops auf der Trommel.
»Is das so?«
Das zerbrochene, gemeinschaftliche Gefüge.
Otudamob.
(Lies: »Out Da Mob«)
Zur Guten Nacht noch ein wenig Peter Burke lesen. Dazu, in den Tiefschlaf entgleitend, die neue Kate Bush hören. How to be invisible.
Die französischen Einwanderer=Kriege.
Hier liegen die Anfänge der multiethnischen Gesellschaft, wie wir sie heute, im 23. Jahrhundert kennen.
Dekadenz baut Stress ab.
Der Einfluss eines Transits steigt an bis zum Zeitpunkt seines exakten Eintreffens - und nimmt dann rapide ab.
Rebel Märkte / Real Märkte.
Die Hauptstadt der Moderne / Die Hauptstadt der Morde.
Wokload.
Tänze persischer Sklavinnen.
Plötzlicher Appetit auf Weinbergschnecken in Knoblauch/Kräutersauce. (wirklich!)
Die Vox=Fotzen.
(am großen, eingerüsteten Haus auf der Friedrichshainer Seite der Warschauer Brücke)
Im Einklang mit der Welt.
Bei ›Radiergummi‹ stets unwillkürlich an razor blade denken.
Egon und Erna fühlen sich ganz wohl in unserem Büro.
Und augenscheinlich sind sie auch noch feucht genug.
Der Elefant im Paul Celan-Laden. (Via e-mail by E.G.Green)
Vorstellungswelten eines Baukünstlers.
Warum hat noch keiner Edmund Stoibers Abgang mit Lafontaine verglichen?
»Ich bin doch keine Objektivitäts-Nutte!«
Sehr clever: Während die Unionsparteien sich noch beharrlich darum bemühen, das Fell des - zumindest zur Hälfte - erlegten Bären zu verteilen, nutzen die Sozialdemokraten jede Krise im Moment ihrer Entstehung zur innerparteilichen Neuordnung und Transformation. Um sich für 2009 (oder doch schon 2006?) wahlkampf-reif ›aufzustellen‹.
Jedes Gespräch mit nur verschwindend geringen Anteilen eines Austauschs mit intimem Charakter, jedes solcherart stark mediale Gespräch ähnelt einer Kampfsituation.
Der stets agonale Charakter medialer (Selbst-)Repräsentation.
Langsam, ganz allmählich, lerne ich zu denken.
(nicht im generativ-schöpferischen Sinn, sondern rhetorisch-agonal)
In eisernem Licht.
Wie die Neigung, nahe bevorstehende, bedeutsame Gespräche - die schon problematisch und latent konfrontativ vorgebahnt wurden -, innerlich, manchmal über Stunden oder auch Tage hinweg imaginär zu führen, mögliche Einstiegssätze auszuprobieren, zu ändern, anders zu versuchen, Einwände gegen die eigenen Argumente zu imaginieren und daraufhin zu entkräften, den Ausweich-, Rechtfertigungs- und Vereinnahmungsstrategien des anderen zu entgegnen, wie also diese Neigung zunehmend kein Fluch mehr ist, keine Qual mehr, die einen nur verfolgt und die Konzentration vom Hier und Jetzt unangenehm selbstzergürblerisch ablenkt, sondern als ein hilfreiches, einübendes und womöglich gar virtuose Sicherheit gebendes Diskussions- und Argumentations-Training wirkt und überaus nutzbringend ist.
Ich bin gelangweilt von meinem eigenen Wahnsinn.
Im eisigen Link.
Bière Pourdieu.
Alle wollen wie alle sein? - Wozu eigentlich?
Einige ProduzentInnen publizieren und produzieren fast auschließlich dann, wenn die Style-Konjunkturen ihres Genres gerade wieder ein unpeinliches und nicht-lächerliches Rezipieren ihrer Produkte möglich machen. (anlässlich des neuen Doppelalbums von Kate Bush)
Am Abend: Smsende Frauen.
Histoire Sérielle.
Wien Erzählung
Jupiter Sextil Medium Coeli.
Wachsende Selbsterkenntnis.
Pförtner mit Notebook oder DVD-Playern.
Mögliche Unterschiede zwischen der Wiener und der Berliner Untergrundbahn:
Zum einen sind in Wien auch unterirdisch höhere und weitere Räume zu finden - zum anderen aber sind die Passagiere weniger aggressiv aufgrund der urbanen Bedrängnis und massengesellschaftlich-zivilisatorischer Selbstbeschränkung, sondern zeigen sich eher demutsvoll ergeben in die Umstände.
»Die radikale Differenz finde ich immer am langweiligsten.«
A History of Violence von David Cronenberg:
Urlangweiliges Rumgequirle in öden, milliarden Mal ausgelatschten Macho-, Mafia- und Family-Value-Plotten.
(ähnlich wie auch Lynch in seinen letzten Filmen)
Die Sonne in der Stammersorfer Kellergasse.
»Was’n das für’n Nazi-Rock?«
(und dann waren es die Toten Hosen)
Tradition als Einbildung.
Als Tradition ist etwas genau dann wirksam, wenn es selbst noch bei vollkommen fehlendem faktisch-lebensweltlichen Bezug für wert- und bedeutungsvoll erachtet und so gelebt wird.
Ingeborg Harms schreibt in der Frankfurter Rundschau:
»Kompetent geführte Markenauftritte lassen sich heute wie literarische Texte analysieren.
Und da die Kreativität zusehends in die Wirtschaft geht, dürfte auch die Philologie in die Shopping Malls abwandern.«
Ein bis zur Ausgelatschtheit besuchter Entdecker-Topos des 20. Jahrhunderts.
Seit den 1980er, seit den 1960er, seit den 1930er und seit den 1910er Jahren argumentieren Cultural Studies-AutorInnen, Semiotiker, Kulturtheoretiker, Volkskulturwissenschaftler, Agenturmitarbeiter und Avantgarde-KünstlerInnen genau für diese Aussage.
Lesebefehl:
Peter Burke, What is Cultural History? Polity Press Ltd. Cambridge 2004.
(dt.: Was ist Kulturgeschichte? Aus dem Englischen von Michael Bischoff, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 2005)
Neuentdeckung: parodontax classic
Johnny Cash, King Crimson, Fehlfarben.
Kaktus mit Gesicht.
Ein Wieninger Select, 1999 Barrique-Weißwein.
Faultier / Fauteuil.
