31.10.5 - 30.11.5 : sanft und innig















Die große Ruhe.















»Das ist ein Trugschluss!«














Dezisionistisches Einschlafverhalten.














Zum Kern der Wahrheit.














It’s way too late! - To be this locked inside ourselves.

The trouble is: That you’re in love with someone else.

It should be me…! Oh, it -

Should be me.














Wie man von einer Sammlung ethnographischer Miniaturen zu wandfüllenden Kulturgemälden der Nation, der Epoche, des Kontinents oder Zivilisation kommt.














Das Wohlgefühl im Regelmaß.














Geschlechtsunabhängiger Vorteil für Kreative.














Bei Fellini ist es ja immer so…














Weihnachten kommt…














Die Olympischen Spiele von Barcelona sind Deutschland!














Schlimm: Last Christmas im Büro auf Repeat schalten sowie von der Kollegin organisierte Lebkuchen & Kerzen konsumieren & rezipieren…














Test-Freier und Schummel-Huren.














Deutsche Romantik.














Jesus & HeMan roll a joint.














Das erleichternde Gefühl, wenn eine Schnecke endlich »Ich« sagt.














Vor der eigenen Effektivität sich ängstigen, unsagbar.














I found the book of love

To be invisible…














Joss Whedon,

Serenity

(2005)














Mittwoch, 30. November 2005




























Ein transdisziplinärer Akt.














Fußschweiß, Feuchtigkeit, Urin und Sperma.














Salz, faulendes Holz, Abtritte, Kräuter und Gewürze.














Glockengeläut, Kanalwasser schwappt gegen Brücken, Holz wird gesägt, Eisen geschmiedet.














Bei der Hinfahrt sechseinhalb Seiten an der Habil geschrieben; bei der Rückfahrt zwei Vorträge für März und Mai 2006 weiterkonzipiert.














Die Landschaftsskulptur entlaubter Baumkronen auf weiß verschneiten Stoppelfeldern.














Der Schlemmer-Markt mit Frische-Vielfalt.














Die Heterotopie winterlicher Fahrten im ICE:



Akommunikabel, autotelisch, umgebungsentzogen.



Weltentrückung auf einer schmalen Linie.














Platzgrupppenblatt und Eingangsverfügung.














Camera Obscura & Leben und Sterben machen.














Das taube, dumpf-wattige Gefühl nach längerem Aufenthalt im Inneren von ICE’s.














href="mailto:mediumflow@gmx.de?subject=Dienstag, 29. November 2005" title="Anmerkungen?">Dienstag, 29. November 2005




























Die Arbeits= und Schreib=Haltung der Wiener Wohnung - in der ich mich seltener aufhalte - mitnehmen in die altbekannte Berliner Wohnung.














65.000 Menschen seit drei Nächten ohne Strom














Eurythmics. The National. Kate Bush. Songraphie. Audio Bullys. Death Cab for Cutie. Gorillaz. Bern. Disconizeme. Babyshambles. Metric.














Geringer Energieaufwand.














Consumer, die für Fashion ihr Geld ausgeben.














Geblüt und Frucht, offene Füße und Kälte, Fluss und Stockung; Herzenserschütterung, der Riss am Herzen, die Kälte der Gebärmutter, die Verstocktheit im Bauch.














Enklaven des Intransitiven.














Wie lässt sich leben in den Wellen vielfältigster medialer Resonanzen und den generativen und doch so schwer vorhersehbaren Auskristallisierungsprozessen, die kollektiv-medial neue Denkgegenstände, Personen und Objekte, neue Entitäten in einem fort um einen herum erzeugen und die aufmerksamkeitsheischend, respektfordernd sich präsentieren?














Verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre. (U.Beck)














Eine Empfehlung für AutorInnen medienwissenschaftlicher Vorträge & Aufsätze:



Deine Beispiele und Quellen seien



1. in historischer, Jahrhunderte überspannender Perspektive repräsentativ; sie seien



2. den ZuhörerInnen und LeserInnen vermutlich weitgehend unbekannt; und sie bilden



3. in ihrer Wahl aktuell erkennbare und weitreichend wirkende Entwicklungen der gegenwärtigen Medien-Konstellation ab!



(sprich: nicht unbedingt immer nur Matrix, Terminator, Techno, Fernsehen, Internet & Computerspiele… *grusel* )














Versonnen schauen auf die treibenden Schwärme der Flocken, dicker Schnee.














Das bessere Brot im Volcksladen.














Was ist zu tun, damit ein Leben im Inneren von strukturell, also kulturell, ethnisch, sozial und psychologisch höchst geschlossenen medialen Kokons nicht eingeht am Mangel substanziellen Austausches mit wirksam anderen Erfahrungsweisen und womöglich ganz grundlegend schwer nachvollziehbaren, fremd- oder neuartigen Handlungsweisen?



Wie kann kollektive und individuelle Alterität bewahrt und gestärkt werden?














»Whedons Serenität nach Dath.« (aus der Elektropost)














Es ist eben die volle Ausprägung der Handlungs- und Erfahrungsweisen mitten im Kokon medialer Artifizien, die umgekehrt − als Äußerung eines gemeinsamen Bedürfnisses nach individueller Grenzziehung − zunehmend radikale, elitär-deviante Lebensformen hervorbringt: Lebensformen, die sich als Distinktionsmerkmal und in dialektischer Logik den medialen Übertragungs-, Nutzungs- und Verwertungsprozessen unter dem ideologischen Imperativ der Kommunikationspflicht ganz grundsätzlich zu widersetzen suchen und damit nachhaltig zum systemischen Innenausgleich beitragen.














Die Wochenendsbaisse und die Hausse in der Mitte der Woche bei der Bloglektüre.














Wichtigster Trugschluss des viertelgebildeten Anteils des Kommunikationsbetriebes: Etwas wieder zu erzählen wäre in sich schon gleichbedeutend damit, es auch neu zu erzählen.



Hey Kinder: Es gibt Wiederholungen, die nichts Neues produzieren! Ihr plappert dabei lediglich das Altbekannte nach, stumpf und bis zum Erbrechen öde!














Die Laubblaser und -sauger der Stadtreinigung.














I would prefer not to…














Vijejos verdes.














Was im Dritten Reich noch Propaganda war, die durch Gerücht unterlaufen werden konnte, wird jetzt verkauft: als Menü mit dem Programm des Computers oder der Versicherung; als Beratung für Studium, Trauerarbeit oder Krebsbehandlung; als Gruppentherapie der Betroffenen. Wir Alten gehören zur Generation der Pioniere dieses Un-Sinnes. Wir sind die letzten der Generation, durch die das Entwicklungs-, Kommunikations- und Dienstleistungswesen zum weltweiten Bedürfnis geworden ist. Die weltentfremdete Entsinnlichung und programmierte Hilflosigkeit, die wir propagiert haben, stellt den Abfall der in unserer Generation im Himmel und auf Erden, in Grundwasser und Stratosphäre, abgelagert wurde, in den Schatten.














Die soziale Praxis transdisziplinärer Erkenntnis:

Horrorszenarien - Methodenvorschläge - Evaluationen.














Montag, 28. November 2005




























Zuverlässige Gefühle.














Sonntagmorgen. Über FM4-Podcast - vor Presseclub, FAS-Lektüre & Sonntagstelephonaten - die Off Air-Tagebücher von Ster-/Grissemann der vergangenen Woche durchhören.














Reinhard-Fendrich-Gedenk-Mittel-Scheitel.














Neigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune.












Im Winter schmeckt Bier langweiliger als im Sommer.



Und Wein wird erst ab Spätsommer/Früherbst lecker, wenn’s insgesamt a bisserl kühler wird…














Die winterlichen Mantelstapel auf den Kneipenstühlen.














[/LW-1]














Noch zu schreiben: Eine postkoloniale Nationalgeschichte anhand der territorial-kulturellen Bestimmungskämpfe der Randregionen einer Nation. (für Deutschland z.B. Elsaß, Schlesien, Südtirol, Saarland, Nordschleswig, Sorben etc.pp.)














Die beidseitig stark rezeptive Qualität von Oralsex.














Unaufhörlich ein tiefbefriedigtes Lächeln mit Tendenz zum frechen Grinsen im Gesicht.














The Picture of Dorian-Joachim Bublath-Gray.














Luftbrücke? - Na, so ein ekliger, dümmlich-heroischer, demagogischer Propagandaquatsch aber auch…














Sonntag, 27. November 2005




























Neub Janpof.

(Lies: Mein Kampf.)














›Arbeit sieht echt anders aus!‹














»Ich bin ja auch eher so Sozialschaumweintrinker…«














Riot.tones














*














Könnte es sein, dass der Werkfluss der 1990er Jahre wieder einsetzt und so das Ruhe- und Untätigkeitsbedürfnis der frühen 2000er unversehens wieder ausklingt?














Clicks & Cuts, Hard Beat, idmish melodies, Broken-Tek, Ambient pads, 8bit synths, glitchy rhythm and much more: Songraphie. (italian netlabel, artists from moscow, licensed under Creative Commons)














Kleine Kämpfe unter Bären=Jungen.



























Sendeschema: Netlabeltracks & Radiopop.

(hier zum Beispiel gerade: Songraphie & Eurythmics)














Hey, Hey, I saved the world today!

And everybody’s happy now, the bad thing’s gone away.

And everybody’s happy now, the good thing’s here to stay!

Please let it stay…














Wie manche Menschen sich geradezu als moralisch fehlerhaft empfinden, wenn sie nicht von allem immer das Allerbeste in ihrem Leben haben.














Spreewald-Knoblauchgurken, Kaisersülze und blauer Bär.














»Boah, die geilen Fotzen von den Sugababes!«














Would I lie to you? Would I lie to you, Honey?

Now, would I say something that wasn’t true?

I’m asking you sugar: Would I lie-ie-ie-ie-ie to you?














Elegant gelöst.














Netz und Welt.














Andauernd diese blöden Fußballbücher.














Verdrängung durch Verlangweiligung.














Der langweilige Pete Doherty.














Ein Anliegen vortragen (bedeutsam) − Monlogisieren (prekär) − Zutexten (auf dem Weg in die Selbstisolation).














Ein Tag ganz ohne warme Mahlzeit. (Jahrhundertereignis!)














Die Hochebene der Spiegel.














Samstag, 26. November 2005




























»ja, der Osten ist noch einigermaßen verschont geworden vom Winter«














Legislatur des Verzichts.














Eurythmie=Orgasmen.














Im Genuss von glasig-käsigem Radiopop.














They say the greatest coward

Can hurt the most ferociously.














Adventliche Vorwärme, Weihnachtskekse um Mitternacht.














VR China.

(Lies: Virtual Reality China.)














Der erste Schnee des Jahres.














Steve Swallows Bass.














Es gehört zum Wesen des gut systematisierten Wahns, dass er sich anderen als plausibles Projekt mitzuteilen weiß:



ein Wahn, der nicht ansteckt versteht sich selbser nicht genug.














Das Fluxusdenken bricht die Hegemonie der Substanzscholastik.













Der wirkliche Sinn der Subjektwerdung läßt sich nur von der Aufrüstung und Selbstenthemmung des Akteurs her begreifen.














Das Schöne an Kate Bushs neuer Musik ist ungefähr eben genau die überaus musikalisch, ganz altmodisch-tänzerische Nutzung elektronische Klänge, die auch 1995 in Sven Väths allererstem Album so faszinierend war. Denn selbst wenn dieses Album damals gefloppt ist, war es doch die bessere Alternative zu Kate Bushs kurz zuvor erschienenem Album in leicht stagnierender Stilistik. (und beide hat meine damalige Freundin geliebt)















Philosophie und Soziologie der Muße.















Franz Baur





Jede Theorie im eminenten Sinne ist Theoriegedicht.



Muss=Muße.



Die Philosophie beginnt mit einem therapeutischen Gespräch.



Practica Vitae, Theoria Vitae.



These / Daisy.



Gegensatzeinheit.



Tumor, Stupor, Lethargie.



Tristitia Capitalia.



Laßheit / Lazyness.



Encyclopaedia / die Kreisbildung.



Die Muße ist eine Freisetzung des Handelns.



Die Lehr=Haft.



Muße als Seelenbildung zwischen Rhythmus & Melos.



Menschen in Gefangenschaft, ihre Selbtenthemmung zum Theoriegedicht.



Kontinuierliches Gebet - Schau - Gedicht.



Auf die innere Melodie der Sache hören und sie als Theorie singen.



Magna Animatas.














Alain Montandon





Loisir.



Ds Ritual des Müßiggangs.



Ein Spaziergang ist keine Wanderung, keine Reise, kein Abenteuer - er ist eine soziale Praxis, Mittel der Raumergreifung.



Je me promène pour me promener.



Promenari.



Passer le temps.



Robert Walser.



Ex-Kursus.



Tabu, Prekarität, Heterotopie, Selbtbescheidung der Muße in Stil und Themen bei Robert Walser.



Passereau, Promenade, Avenue, Boulevard.



›einschließlich galanter Treffen‹



Flaneur, Voyeur.



Einzelgänger. Paarlauf. Der gespenstische Dritte.



»Der Spaziergang ist eine Verdauungssache« (Flaubert)














Selbstbildnis als Theorie-Historiographie-Lusttier.














Die Übertragung prnographischer Imaginarien - aufgrund der Ubiquität ihrer Praxis - auf den interpersonalen Austausch.














SMS als Frühform vollausgeprägter Telepathie.














Der deutsche Stil des elitären Profanisierens.














Zur Anthropologie von Erotik und Pornographie.














Der schöne Schnee.














Das Gespräch als kollaborative Denk=Variation.














Tsunami=Zunahme.














Die einzig ernstzunehmende Erotik theoriestrenger Frauen.














Menschliches Leben, Denken, Handeln und Erleben sub specie sonoritatis - unter dem Aspekt ihrer Klanglichkeit.














Hajo Eickhoff





Das Liegen ist eine Haltung der Muße.



Muße, Weisheit, Mehr, Tiefe.



Der lebendige Mensch ist sein Leib.



Die Muße hebt Zeit und Leib auf.



Normierung der Körperhaltung als Zugestehen oder Absprechen von Muße.



Sitzen ist ein Machtinstrument.



Geist, Charakter, Sinn, Haltung, Leben.



Der reine Verbaltheoretiker.















Zeit und Untätigkeit















Mobilität und Trägheit.



Vielgeschäftigkeit.



Raumkompression durch Distanzverkürzung.



Taedium, acedia, inertia.



›göttlicher Müßiggang‹














Jörg Zirfas





Spielerische Gelassenheit, das Glück und die Schönheit.



Eine endloser Erfahrung der Anwesenheit.



Ein sich Zurücknehmen aus der Zukunft - ein Sich Befreien von der Vergangenheit.



Zeit als Gefängnis.



Die Entwerdung.



Protention & Prospektivität - Retention & Retrospektivität.



Perfektioniert: immer schon abgeschlossen.



Homo europäus academicus.



Hedoné & Theoriá.



Nicht polarisierende Verneinungen, sondern spezifisch andere Erscheinungsformen.



Thema - Theorema.














Die schönen Flocken.














Aeon.














Doris Schuhmacher-Chilla





Muße als Gelegenheit oder Möglichkeit, etwas tun zu können.



Tachomane Gegenwart.



Die Farce der Kausalität (Fischli/Weiß)



Bachelard, Blanchot.



›eine in Muße gewonnene Problem=Sensitivität‹














Ruined in a day.














Barbara Gronau.





Dialektik von Actio und Passio.



Selbstmumifizierung Bartelbys.



Zone der Indifferenz.



Faulheit und Kunst.



»Bonjour Parèsse!«



Selbsterhaltende Arbeitsvermeidung.



Das Nicht-Tun / Das Nichtstun.














Helga Peskoller




Pascal 136.



Eindrücke, die zu ordnen es bisher keine Zeit gab.



Energiesparen durch Dösen.



Vom Geschmack des Ausgegangenen.



Berichte der 8000er Menschen.



Das Apropos der Zeit.



Dösen als menschlicher Endzustand.














*














Wie meine Knöchel mich schmerzen an den Fingern, vom vielen Beifallklopfen der Academia.














»diesen Standort Schweiz wettbewerbsfähig zu machen«














Freitag, 25. November 2005




























Harmonische Atmosphäre.














5 Pfund Truthahnfleisch in 12 Minuten.














Besoffen in Brighton.














Ulf Poschardt beim Großen Meister.



Poschardt: Guten Tag, ich heiße Ulf Poschardt und bin neokonservativ. Mein Problem: Die Leute lachen über mich.



Meister: Du musst dafür sorgen, dass die richtigen Leute über Dich lachen.



Poschardt: Soll ich mich
Posch Ulfardt nennen?



Meister: HAHAHA














Schröder=Ringier.














Das Basement Jaxxige der Audio Bullys.














M u ß e .














Diät durch Einkaufsfaulheit.














Gegen Arbeit.



(nicht als Tätigkeit an sich, sondern als Stil, als Art und Weise, Tätigkeiten zu verrichten)














Bratwurst zum Frühstück.














Zufallsbedingte Kursbildungen.















Vita Contemplativa | Vita Activa.











Wolfgang Reinhard





Arbeit macht gemein.



VISIO BEATIFICA.



›kraft prägender Gewohnheit‹



Smiths wohlgeordnete Marktwelt.



›nur Tätigkeit ist Leben‹



Entstehung des Sports als außer-kriegerischer Selbstpräsentation aristokratischer Körper: Die kriegerischen Tugenden suchen sich ein anderes Feld.



Ostentativer Müßiggang.



Lebenstätigkeit.



»Arbeit ist gebremste Begierde« (Hegel)














Hans Dieter Bahr





Muße - Musen - Musiké.



›Die göttliche Muße‹




Gespannte Gelassenheit.




›Verhetztheit des Unverzüglichen‹




›in einem metapsychischen Sinne‹




Sorge (auf die Zukunft gerichtet) - Sorglosigkeit.

Schuld (auf die Vergangenheit gerichtet) - Unbekümmertheit.

Befangenheit (auf die Gegenwart gerichtet) - Unbefangenheit.




»Faulheit der berauschten Aktivität« (Nietzsche)




›in der Vergangenheit nicht-ausgführte Möglichkeiten der Gegenwart entdecken‹




Seinsanalysen historisch zu reflektieren.




›ein Relikt des Heroismus‹




Das Verständnis des Befremdlichen wird im Staunen erfahrbar.




Momente der Gelassenheit.




Das Zeremoniell.

(stärker als der in Gewohnheit absinkenden Ritus)




Rhythmus & Melos - Über den metrischen Gesetzen.




Die Weltfremdheit der Muße.














Johannes Bilstein





Muße und Grundsatzreflexion.




Verführungen des Rausches.




Das Geistesaristokratische der Theorie.




Selbstbefreiung aus der Didaktik.




Trilemma.




Die vorrational-erotische Basis aller pädagogischen Verhältnisse.




Daimon - Vocatio - Ruf.




Ein Lebensberuf.




Weder die Zeit zu verliegen - noch in den Wirbeln der Geschäftigkeit getrieben sein.




Scholé - techné - dynamis.



Rentier, Gentleman & Virtuose.

(Lies: Privatier, Dandy & Artist)




Concord, das Weimar der U.S.A.




Symphonies Of Revelation.




Gespür. En-er-geia.




Gentleman=Wissenschaftler.














Ideen für den Habil-Vortrag:



Muße und Spannung.

Heterotopische Tätigkeitsformen im Werk von Paul Nizon, Adalbert Stifter und Peter Handke



Algorithmen der Abbildung.

Rekonstruktion der kurzen Geschichte des Videoclips anhand genre-konstitutiver Beispiele



Erkenntnissubjekte als Berufswissenschaftler.

Eine Epistemologie der Nähe in historischen, gegenwärtigen und futurischen Konzeptionen














Michael Göhlich





Umstellung des Primats.




Die benedektinische Regel.



Ascholía - scholé.



Das Mußen - Das Unmüßigsein.




Das kontinuierliche Gebet.




Theorie als Denkgebet, an viele gerichtet.



Das 28. Jahrhundert.




Die Praxis erzeugt einen Tugendsinn.




Muße und Mangel.














*














»Für die Umnutzung von Allem!«














Der Trumpfschlumpf.














Die extreme Isolation der Einzelinstrumente in den George Martin-Produktionen der Beatles.














Die immer mit ihrem Konsum-, Kaufkraft-, Vollbeschäftigungsquatsch!














Donnerstag, 24. November 2005




























Pirelli Kalender 2005.














Vor dem Schlafengehen um halb drei Uhr morgens, noch schnell Terry Eagletons Ideologie=Begriff auf den Punkt bringen für sich.



Das muss wohl Passion sein…














*














Ihre bedrückende Unfrohheit, ihre Unfähigkeit zur Freude.














»Und wenn ich sage ›Wir‹, dann meine ich ›Deutschland‹.«














»Manager des Jahres - Auf unsere Kosten!«














Die Regierungschefin als oberste Verwaltungsleiterin des Landes.














Eindrucksvoller Auftritt.














Seit wann Herlinde Koelbl wohl auch die aktuelle Kanzlerin in die Riege ihrer jährlich photographierten Machtmenschen mit aufgenommen hat? (›Gesichter der Macht‹)













<BR

Die frühmorgendlichen E-Mails.



Die Morgentelephonate.



Die Spätvormittags=Textarbeit.



Die Frühnachmittags=Besprechungen.



Die nachmittägliche Textarbeit.



Die frühabendliche Lektüre zur Vorbereitung des folgenden Tages.



Die abendlichen diskursiv-gustatorischen Symposien.



Die nach-mitternächtlichen, punktuellen Recherche- und Schreibarbeiten.



Der finale Schlaf.















<pDie libidinös-erotische Besetzung von Sprache und Musik.














Das Wohlgefühl.














Kommunikaze.














Ich fühle mich erkannt.














Lehrreich, todkomisch, kryptisch.














I have been alive for 12.912 days, 13 hours, 27 minutes and 25 seconds.














Neo=altberliner Szene=Frührentner.














Die mitternächtliche Wiederholung von ›Phoenix - Der Tag‹ als ein guter Freund.














Däääß iiisch dai Röahrlä!














Mittwoch, 23. November 2005




























Für immer:



Auf der Suche nach Nähe, die alle Klüfte überwindet, einem tiefgreifenden Austausch - sprich:



Wahrhaftiger Liebe.














Interpol. Animal Collective. The National. Gorillaz. Stars. Kate Bush. The Subways.














The quantum computer should be a practical device by 2020, according to the physicists and engineers now developing it. CERN, the prestigious European research center for particle physics, has announced it is ready to begin work designing a matter-antimatter rocket. And the readers of Wired know full well that AI’s and human downloads should be a reality by 2100. We know from experience that if anything, the actual technology possessed by civilization in the future will actually be much more sophisticated than that which we project using the physical laws which we now understand.















*














In diesen Zeiten der ansteigenden Anforderungen, Anfragen und Anrufe wird es um so wichtiger, einen tief in sich ruhenden Rhythmus der Bedachtheit in sich zu bewahren - und in jeder einzelnen Handlung zu erhalten.














The Zoolog Garden.














Aber gegenüber dem Vermietclerk geschickt wegsimuliert.














Der Genuß des Hörens.



Und Lesens.














Kontrolle kontrolliert. Dekohärenz in medium flow.





Vielleicht sollte im Fernsehen nur Zwölftonmusik verwendet werden, damit man beim Zappen nicht wahnsinnig wird?



Was aber ist Stille, wenn alles Klang ist?



Eine Sehnsucht nach Synthese, wir Visualprimaten.





Wie privat muss man jedes Byte im Prozessorkern kennen, um sich als Programmierer zu bezeichnen? Ab wann ist ein Künstler DJ »statt« Musiker? Und wo zieht man die Grenzen zwischen Remix, Interpretation, Inszenierung, Darbietung oder Vorführung eines Werks?



Damals wie heute eine kaputte Art von subtiler Ausschauhaltung nach Seelenverwandtschaft in der Peeergroup. Wunderbare Sache eigentlich.





(der harte Kern ist schon vor Mitternacht zu anderen Parties verschwunden, der weiche Kern ist gern weich und wird sich auch in 10 Jahren noch verstehen)














Ein notorisches Zuspätkommen, das einer Vermeidung notorischen Zufrühkommens entsprungen ist.














Versoffen-muffige Schnaps=Rentner mit scharf alkoholischem After Shave.














Interessant wird sein, zu beobachten, ab wann das kanzlerinnenbezogene Stockholm-Syndrom einsetzt: Die Verbündung mit dem Aggressor.














Ohne die stets skurrile Nazi-Keule auspacken zu wollen:



Findet sich in der befreit-enthemmte Humorigkeit der Regierungsparteien im neu gewählten Bundestag nicht doch ein deutliches Quentchen des arrogant-überheblichen und wildsauhaften Betragens, das eine verfassungsänderungsfähige Übermacht im Parlament wohl stets zeigt. Ich denke natürlich an die diktatorische Übermacht im deutschen Parlament der Kroll-Oper.














Dienstag, 22. November 2005




























Plus Oultre






Dr.Schmalzl strikes again!



















Aufstehen. Ein paar Stunden Gaming; dann ein gutes Buch lesen. Ein bisschen Ölmalen. Mit den Enkeln eine Runde Konsolengolf - und dann wieder auf Zombiejagd.














»Formen Sie mit angefeuchteten Händen zwölf Knödel.«














Ein Weihnachtsmarkt ohne Website ist heuer in Wien schlichtweg kaum mehr denkbar.














Armin Assinger ist ein solcherner Trottel.



(und eine Sendung, die sich »Dominoday« nennt und Internationalität sowohl bei literarischen Stoffen als auch bei ihren Protagonisten fast ausschließlich auf sexy Fortress Europe-Styles beschränkt, ist sowieso unpackbar)














1999 Blaufränkisch Ried Hochäcker

von Paul Kerschbaum Horitschon.














Kurzzeitig Paul Kerschbaum mit Paul Kalkbrenner verwechseln.














*















Au Revoir Simone & Schneetreiben am Morgen. - I.L.E.














Wann es wohl den ersten demokratisch gewählten, weißen Staatspräsidenten in Südafrika geben wird?














Realitätenkanzlei Dr.Schmalzl.














SAURE WIESEN

TROCKENLEGEN!



(dürres Sgraffitto auf Gusenbauer-Wahlplakat)














Die schönen Wienerinnen.














Sydney Pollack,

The Interpreter

(2005)














»Vengeance is a lazy form of grief.«

(Nicole Kidman in The Interpreter)














»What do you do when you can’t sleep?« - »I stay awake.«

(Nicole Kidman & Sean Penn in The Interpreter)














Könnte Demon Days von den Gorillaz sowas wie die Konsensplatte der 2000er sein?



So wie Connected von den Stereo MC’s die Konsensplatte der 1990er war.



Was waren die Konsensplatten der 1980er, 1970er, 1960er?














Biegsam.














*














Jede Brezel ist Ausdruck einer Idee.












Die Pointe [der Tatsache, dass die Stichworte ›Entdeckung‹ und ›Medien‹ beide nicht im maßgeblichen Historischen Wörterbuch der Philosophie zu finden sind; H.S.] ist deutlich:



Eine Philosophie, die ihre Abhängigkeit von den Entdeckungen und den Medien verstanden hätte, könnte wahrscheinlich keine Philosophie im herkömmlichen Sinn mehr sein.














Pankreoflat.














Die Bedächtigkeit, die er an den Tag zu legen vermag, gibt seiner demonstrativen Langsamkeit den irreführenden Beiklang intellektuell abgeklärter Souveränität.














Jonathan Glazer,

Birth

(2004)















Subjektzentriert-essayistische Romanliteratur und erzählerisch-zeitdiagnostische Essayistik.



Theorietransformierende Monographien und realitätspostulat-rekonfigurierende Spielfilme.















Die alternativen Realitäts=Konzeptionen in den Debut-Spielfilmen eminenter Videoclip-Regisseure wie Mark Romanek, Spike Jonze, Michel Gondry, Jonathan Glazer - in künftigen Filmen von Jean-Baptiste Mondino, Chris Cunningham, Stéphane Sednaoui, Hype Williams oder Anton Corbijn?















Der Gänseführer, die Komintern & mein schwuler Freund Heiko.














Somnogenerika.














*














Die Geschichte der Großen Koalition

in der Bundesrepublik Deutschland.














Doch auch dieser Kokon, diese in sich geschlossene Welt medialer Artifizialisierungs-Prozesse hat ihre Geschichte der Entstehung. In diesem Fall begann sie zunächst in der Form von Inseln und Enklaven des Technisch-Medialen und Artifizialisierten inmitten eines weiten Meeres des nicht-technisch Medialen.



Medientechnische Artifizien wurden in den Epochen ihres erstmaligen Auftretens zumeist als esoterische Erfindungen einzelner Exzentriker angesehen. Das Moment des Ausgedachten, Skurrilen, Traumgeborenen überwog und die lange Geschichte verstorbener und vergessener Medienapparaturen sowie ihrer verkannten Erfinder belegt dies.



Sie als ›Entwicklungen‹ anzusehen, also als nächste Schritte in einem immer weiter laufenden Prozess kollektiver Entfaltung technischer Möglichkeiten, diese Veränderung konnte sich erst dann ereignen, als zum einen die ersten ›Erfindungen‹ begannen, die in sie gesetzten Hoffnungskredite in Dollar und Cent zurückzuzahlen - und zum anderen beobachtet werden konnte, wie eine breite, hinreichend finanzkräftige Gruppe von Menschen tatsächlich bereit war, für diese neuen technischen Medien tatsächlich neue Kulturtechniken auszubilden, sich durch diese gestärkt zu fühlen und ihr Leben fürderhin anders, nämlich mit einer wachsenden Anzahl technischer Medien gemeinsam zu führen.














»Ich-Dokumente.«














Ein gemütlicher Montag=Nachmittag auf dem Sofa mit Espresso, Schokoladenlebkuchen, Peter Burkes What is Cultural History?, FM4’s Homebase/Connected sowie anfallsartig beglückenden Formulierungs-, Schreib- und also Gedankenerfassungs=Ekstasen.














Die ›fiktionalen‹ Aspekte dieser Dokumente:



Sie [Nathalie Davis; H.S.] schreibt, mit ›fiktional‹ meint sie nicht ›erfunden‹, sondern eher den anderen, den weiteren Sinn der alteinischen Wurzel fingere, nämlich das Bilden, gestalten und Formen von Elementen: die gleichsam handwerkliche Herstellung der Erzählung.














Die lebenslangen Bemühungen des großen Entdeckers um eine Verbesserung seiner Persönlichkeit.














Wenn Unterordnung eine glaubwürdige Darbietung von Demut und Ehrerbietung erfordert,



so scheint auch Herrschaft eine glaubwürdige Darbietung von Hochmut und Überlegenheit zu erfordern.














Montag, 21. November 2005




























Wenn Sie dieses Weblog lesen,



so ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass Ihr Leben und Ihre Tätigkeiten sich zwischen gestalterisch-angewandten Arbeiten einerseits und andererseits den Praktiken der Kunst und der Ästhetik bewegen.



Die Welten der Agenturen und der Redaktionen, von Teamsitzungen, Pflichtenheften, Evaluationsbögen und Milestones sind Ihnen mindestens ebenso vertraut wie die seltenen, idiosynkratischen Momente, aus denen allmählich oder auch unmittelbar ästhetische Interventionen hervorgehen können.





Wenn Sie nun in der Anspannung dieses inneren Widerspruchs zwischen ›Kommunikation‹ und ›Ästhetik‹ also leben



und darum ringen, wie die Fähigkeiten und Argumente der Denk- und Empfindungsgenauigkeit sowie die Schlussfolgerungen der letzteren in den linear-reduktiven Produktionszwängen der ersteren zur Geltung zu bringen wären,



so empfehle ich Ihnen, sich von Mario Perniola, das überaus gut lesbare Buch   W i d e r   d i e   K o m m u n i k a t i o n   (Merve Verlag) zu besorgen.





Perniola gelingt es darin in 2 mal 15 kurzen Abschnitten auf 100 Seiten darzulegen, worin die gegenwärtig faktisch unumgehbaren Stärken der Praxis einer ›Ästhetik‹ bestehen,



und wie diese sich tatsächlich einsetzen lassen, um eine vermeintlich unumgehabare Despotie der ›Kommunikation‹ von innen heraus wirksam zu transformieren.



Eine selten realitätsbezogene und analytische Zeitdiagnose. Eine Waffe im tägliche Widerstandskampf.














In der Kommunikation



geht es nicht darum, Überzeugungen in die Hirne des Publikums zu übermitteln und sie dort tief einzuprägen,



und ebenso wenig darum, einen Glauben oder eine Ideologie in die Seele des Publikums einzupflanzen, (die Identität und Stabilität stiften und stabilisierend wirken wie es im Kommunismus, Faschismus, Sozialismus, Liberalismus etc. war).





Die Kommunikation legt es ganz im Gegenteil darauf an, vielmehr die Aufhebung jeder Art von Gewissheit zu fördern und sich beim Publikum Gewissheit von einer anthropologischen Transformation zu verschaffen,



die es in eine Art tabula rasa umgewandelt hat, die extrem empfindlich und empfänglich ist,



aber unfähig, das, was auf ihr geschrieben steht über den Augenblick des Empfangens und Übermittelns hinaus zu behalten.





So können die Machthaber ohne jegliche Verpflichung tun und lassen, was ihrem Vorteil im Augenblick nützt.














*














Der Stoiker.



Vormals Reisebusfahrer. Pykniker. Hört Radio aus dem eigens mitgebrachten, batteriebetriebenen Kofferradio, lässt alle rein, dödelt gemütlich daher, Fahrplan scheißegal, et kütt wie et kütt und et hät noch ewwer joht jejange. Fährt im Schlaf. Hat manchmal auch kleine 12V-Kaffeemaschine an Bord. Lässt Leute auch schon mal umsonst mitfahren, wenn er deren 50-Euro-Scheine nicht wechseln kann und verteidigt sie vor Fahrscheinkontrolleuren. Würde sogar TKKG-Cassetten einlegen, wenn es ein Cassettendeck gäbe.














Endlich wieder Interpol hören. (auch eine Herbst & Winter-Platte. Wie The National auch)














Das ätherische Morgenrot eines frühen Wintermorgens.















I will bounce you on the lap of silence.

We will free love to the beats of science; and girl you shake it right.

I’ll say it now














The Aim Of Composition Is To Define Time.














»Über die Details hierzu oder noch andere offene Fragen würde ich gerne mit ihnen telephonisch sprechen.« (aus der Elektropost)














Wenn ich mal Dienstag Nacht um 3 in einem Club bin, ist das immer auch so ein hilfloser Ort von Heimatlosen, Getriebenen und Perspektivlosen, von denen die meisten wissen, daß nur dort - im Übereinkommen mit den Anderen und der Stadt - ihre Scheinjugend besteht.














Der Ansatz, sich so lange über die semantische Problematik im Umgang mit einem wirklichen Problem aufzureiben, bis das Problem selbst keines mehr oder eine Krise ist, ist so grundlegend und doppeldeutig falsch, daß er eigentlich nur in von größtmöglichen Koalitionen geführten Demokratien als Instrument der Macht Einsatz finden kann.














»Mach’ nochmal den schlafenden Hai!«














Die Obsession, etwas ›kompensieren‹ zu müssen.



Wie absurd dieses vorherrschende Denkgefühl doch ist: sich Lebenserfahrung als ein materiell-pekuniäres Gut zu imaginieren. Eine Kapitalbildungsobsession.



Eine Unfähigkeit, mit dem persönlichen Mangel faktisch zu leben - und dort heraus andere Energien zu entwickeln.














Ich hatte nie einen PDA und nie einen Videorecorder. Ich besaß keine Spielekonsole, keinen Gameboy. Die DENON-Komponenten meiner Anlage von 1992 waren noch nie in Reparatur. Bis heute habe ich weder einen iPod noch einen Walkman. Auch keine Kamera, digital oder analog, für Photo oder Video, und kein Audioaufzeichnugnsgerät gehören mir. (gut, mein Handy ist eh super und das Notebook hier ist auch nicht schlecht)














Donnerstag, 17. November 2005




























Während medial derzeit die Erzählung gestreut wird, dass ein ostdeutscher Post-Wende-Pragmatismus nun endlich über die westdeutsche Alt-68er Selbstgefälligkeit gesiegt hätte, wirkt die groß-koalitionäre Einheitspartei der nicht-reformierenden Finanztrickser selbst auf sozialdemokratisch aufgewachsene Betrachter wie mich nur noch unglaubwürdig, sinnentleert und positionslos. (nächstes Mal doch PDS oder nur Grüne wählen?)














Gott / Herodot.














Und was ist das nächste? Schlägertrupps, die für Sony und Bertelsmann Kunden verprügeln, um geistiges Eigentum zu schützen?














A w a r e haben all diejenigen, bei denen das Fühlen an erster Stelle steht;



die auf die Sensibilität anderer achten;



die sich zu freuen verstehen, wenn es Anlass zur Freude gibt;



und die sich zu betrüben verstehen, wenn es Anlass zur Betrübnis gibt.














Die empathisch-überaffirmative, radikal-virologische Strategie des Entrismus:



Ganz aus den Beweggründen und Motivationen dessen heraus agieren, was es zu bekämpfen gilt.














Metascharfsinn.














»Wulli-wulli!«














Alterslose Schönheit.














Sexskypen.














Die Muschikatzenpuppen.














61.














Plan: Berlin Open Air 2006.














Reger Austausch.














Mittwoch, 16. November 2005




























Allerheiligen. Allerseelen. Volkstrauertag. Buß- und Bettag. Totensonntag. Spaßwochen.














»Die Währung beim Spiegel ist Angst.«














Der ehemalige Chefredakteur der Musikzeitschrift Spex und nunmehrige FAZ-Feuilletonredakteur.














»Das ist immer so’ne Sache…«














Hey, love, we’ll get away with it.

We’ll run like we’re awesome, totally genius, hey, love.

We’ll get away with it. We’ll run like we’re awesome.



We’re the heirs to the glimmering world.

We’re the heirs to the glimmering world.

We’re the heirs to the glimmering world.

We’re the heirs to the glimmering world.














Studies in Spinning=Fashism. (sorry, could not resist)














(hab’ mich schon während der Übertragung gefragt, ob sich da keiner beschwert?)














57.














Alle 6 Star Wars-Filme simultan gucken.














Begeisterungsangst.















Lärmbegriff / Lernbegriff.














Intime Begegnungen.














Die Macht zum Entschleiern

als Symbol männlicher Potenz.














Don Dahlmann (21) gilt als der Hüftschwung der Brigade. Der weitgehend karnophage Starblogger empfing seinerzeit den Segen David Bowies.



Parka Lewis (22) treibt Sport unter Kunstpalmen. Als ausgebildeter Synapsen-Entgrater setzt er sich dafür ein, den Dialog der Kulturen langfristig an den Zielen der Brigade
auszurichten.



Bov Bjerg (23) bietet entlang der Wertschöpfungskette ein vollständiges Spektrum an Leistungen. Der begeisterte Narkoleptiker befindet sich im kalten Witzelsucht-Entzug.



Frank Lachmann (19) kann seit kurzem 1. nach der Party einfach nach Hause laufen. er sammelt 2. Treueherzen für Punks (7teiliges Bratpfannen-Set!). er hat 3. schon seit langem einen 3.1 Hang zu
3.2 Auflistungen.














Das Ibis-Proletariat.














Bunny Suicides.














Dienstag, 15. November 2005




























Mit der Stimmung des letzten Traumes in den Tag.














Metric. Kate Bush. The Arcade Fire. Audio Bullys. Sophie Rimheden. British Sea Power. Madonna. Pussycat Dolls. Starsailor. Wolf Parade. Animal Collective. Can. Jack Johnson. Isolée. Paul McCartney. Håkan Lidbo. Hard-Fi. Johan Skugge. Dredg. Tocotronic.














FAS, Seite 51, Geld & Mehr: Die rot-grüne Streichliste. ;-)














Gastfreundschaft als Göttlichkeitsvermutung bei Begegnungen mit Anderen. (Kapuscinski)














Die letzten noch lebenden Seelen sind wir.














Gute Popvideos führen Klanggestalt und Tektonik eines Songs schlagartig plastisch vor Augen: Visuelle Sonic Fictions. (aus Anlass des Videos zu Gorillaz’ Dirty Harry)














Udkub.














So ließ sich etwa im Herbst des Jahres 2005 in den Hauptnachrichten deutscher Fernsehsender beobachten wie zwei Aussagen über die gegenwärtige Ereignislage scheinbar unverbunden, doch untergründig nicht unabhängig voneinander bedeutsame Themen wurden. Zum einen wurde wurde über die Aufstände und Grenzverletzungen von Bürgern außerhalb der Europäischen Union berichtet, die ihre Aufnahme in die Union respektive die Würdigung ihrer Rechte zu erzwingen suchten. Zum anderen wurde − scheinbar völlig losgelöst davon − medial dargestellt wie sich die (zumeist irrtümlichen) Fälle der Tierseuche des Virus-Subtyps Influenza A/H5N1 (sog. »Vogelgrippe«) von Asien her immer näher zum Territorium der Europäischen Union bewegten. So unverbunden diese beiden Aussagenketten scheinen mögen, sie verbindet eine gemeinsame Aussagenstruktur: Das Gebiet außerhalb der Union wird verknüpft mit Werturteilen wie Unübersichtlichkeit, Unordnung, mangelnde Hygiene, Kriminalität, Gewalt, Rechtlosigkeit, Vermassung.



Besonders der Aspekt der außereuropäischen Massen (und mit ihm die nicht uninteressante Deutung einer asiatischen Tierseuche als Bedrohung europäischer Kultur) wird hier betont, da aus ihm heraus die vermeintlich sachlichen, wenn auch hochselektiven Aussagen über diese Ereignisse in eine Bedürfnislage überführt werden können, die schlichtweg Angst, Bedrohungsgefühl und Schutzbedürfnis bedeutet.



Eine Erklärung durch kontinentale Konspirations-Szenarien wird hier gar nicht benötigt − sie müsste ohnehin an der Zersplitterung und Konflikthaftigkeit der massenmedialen Kontinua in Europa scheitern. Bedeutsamer ist dagegen eine kulturspezifische − und hier ist durchaus von einer europäischen Kultur zu sprechen − eine kultur- und epochenspezifische Neigung zu bestimmten medialen Erzählungen, in die neue Ereignisse und ihre aussagenförmigen Erzählung eingegliedert werden.














»Langsam kommen die Tage, wo man sich das Gans-Essen vorstellen kann.« (aus der Elektropost)














Lambeau - Conte - État - Dialogue - Bout - Musique - Passage.














Das Grunddeprimierende flackernder Fernsehschirme in anderen Wohnungen. (und die Schönheit wenn man selbst davor sitzt)














Wofür die Mutter verbrannt wurde (als Hexe), das wird der Tochter vorgeschrieben (als Verhaltensnorm); deren Tochter wiederum gilt es als etwas Langweiliges, und deren Tochter wird wieder verbrannt.














Autriche-Hongrie.














Montag, 14. November 2005




























Popcornwinde.















Bart.














Ich befürworte die gute alte disziplinierte und autoritäre Massenschule. Die Linke sollte Mottos wie Disziplin, Ordnung und Opfer für sich beanspruchen.



Ich hasse die Art der amerikanischen Studenten. Sie sind aufdringlich, fragen zu viel und erwarten, der Professor würde ihnen die Arbeit abnehmen.



Ich höre das alles, um Theorien zu entwickeln.



Ich hasse mich selbst als Person.



Ich vermute, ich existiere gar nicht.



Kinder zu haben, hat keine theoretischen Konsequenzen.














Golden Gate Suicide.














Irenik/Irenismus.














Arduum et difficile.














Konfusionismus - Konfusianismus.














Stefan Niggemeiers großartiger, allwöchentlicher Medien=Leitartikel.














»Wenn die Party gut war, ist Samstag auch mal zu.«














Ich suche ein Geheimnis:

Dich, den Monolithen.














Durchführen ist leichter als vorausplanen.














Kommunikations=Despotismus.














Nihil admirari.














Schnuffel=muffel revisited.














Der heilende Balsam der The National.














Wundervoll: wenn sich der Abend niedersenkt.














Wein und Theorie.














Zu Besuch bei Senf.














KILL BILL’S BROWSER














Sonntag, 13. November 2005




























Schlaf als Investition.














Der zwölfte November.














Die Große Koalition steht. (Soll sie denn besser sitzen, liegen oder lümmeln?)














Die Situation der Globalisierungsverlierer von heute gleicht der der Pauperisierten, die im vor-vorigen Jahrhunderts die sogenannte soziale Frage aufwarfen.














Für Hung up legt Madonna die andere, die dreckige und fordernde, kurz: die brutale Seite der Abba-Erfahrung frei: das tonnenschwere Kettenfahrzeug der Liebe, den High-Tech-Tanzpanzer.



Get Together klingt wie unter Wasser von denkenden Badezusätzen auf Atom-U-Boot-Navigationscomputern programmiert;



Sorry holt uralte Bässe aus dem Keller der Pyramiden und beschießt damit die Wolken;



Future Lovers jongliert akustische Magnetfelder und malt die Nacht mit Stroboskoplicht an;



I Love New York baut eine tönende Stadt aus rhythmisch sortierten Hitzewallungen zwischen steilen Betonwänden.



Es geht - sagt dies alles - insgesamt um Synästhetisches. Bilder und Düfte sind immer mitgedacht.














Dank Dath das befreiend verschwenderische, fast 1990er/1970er-Jahre-artige, das wollüstig-üppige Maß an Boudoir-Glamour in Madonna auch tatsächlich hören. (und nicht nur ihre kalkulierte Angestrengtheit dahinter)














Vielleicht hat Frau Ciccone-Ritchie ja doch wieder mal den richtigen Riecher gehabt und nach gegenwärtigem Neo-Rock muss unweigerlich über kurz oder lang eine noch weitaus verschwenderische und manisch-exzessive Variante von Neo-Dance über uns hereinbrechen.



Eine Musik, die sich ähnlich üppig an Klängen und Haltungen der letzten Jahrzehnte überfrisst wie dies schon all die großartigen Bands dieses Jahres tun - nur eben nicht mehr im Band/Singer/Songwriter-Kontinnum, sondern in dem der allesamt verfügbaren Dance-Producer und -Stile. Die Große Koalition.














time goes by

so slowly



time goes by

so slowly



time goes by

so slowly





every little thing

that you say or do

i’m hung up



i’m hung up on you





waiting for your call

baby night and day

i’m fed up



i’m tired of waiting on you





i can’t keep

on waiting for you



i know that you’re

still hesitating





don’t cry for me

’cause i’ll find my way



you’ll wake up

one day





but it’ll be too late














Darf man die oberste Zeitung eines ganzen Stapels von einer handvoll unterschiedlicher Zeitungen mitnehmen, wenn diese eine dreiviertel Stunde lang auf der Stufe vor unserem Hauseingang herumlümmeln? (angeregt durch Mama)














Und Bioleks Kochsendung ist nach Jahren (mir scheinen’s Jahrzehnte) immer noch das absurdeste und großartig sinnloseste Readymade im deutschen Fernsehen. Besser als der besessenste OKB-Prediger oder irgendein erratisches Künstlervideo.














Die Traurigkeit von Wohnungseinrichtungssendungen.














Eigentlich ein Pop-Hörspiel ihrer persönlichen History of Dance














Verbal-Parvenu.














Beginnender Winterschlaf:

ekstasefaul und erregungsmüde.














Der neblig-durchsichtige 8/10-Mond im weißlichen Kältehimmel, wie dorthinein gepastet.














Lauschig-bildungsbürgerliche Aufsätze über Gegenstände der Literatur-, Musik-, Kunst- und Kulturgeschichte lesen, ein Kerzchen anzünden und dazu fein-introvertierten Cliqhop von SomaFm aus San Francisco.














Die Welt der Artifizien in ihrer seit Ende des 19. Jahrhunderts aufscheinenden und gegenwärtig stark ausgebildeten Phänomenologie ist also insofern eine statische und geschlossene, da sie die Wege der Erfahrung, der Erkenntnis, der Nachricht und der Berechnungen notwendigerweise nicht nur in die Vernetzung hinaus öffnet, sondern umgekehrt ihre Vernetzungen eine universelle Öffnung suggerieren − jedoch eine starke kulturell-ethnische Beschränkung und Hegemonie bedeuten durch Praktiken und Techniken.














Wie aus Momentkerkern größter Leere die saftigsten Weiden höchster Generativität hervorgehen können.














Animal Collective.














Die Einbildungskraft ist die Königin des Wahren und das Mögliche stellt eine Provinz des Wahren dar.














Krieger, Mönch und Kurtisane.














Samstag, 12. November 2005




























Andrea Parker rockt.














Ein netter Arschkick.














Die pastoralen Partyreste sich nochmal betrachten bevor man den Ort verlässt.














Der elfte November.














*














Mit Aerial hat sich Kate Bush um ein geringes doch entscheidendes Quantum von der Theater zur Process Music bewegt.



Weniger melodramatisch-bühnenhaft-agonal -

mehr introvertiert-ambientartig-generativ.



Und immer noch Kate Bush.















»Erfolg macht Bälle größer.«



(aah - dann macht maskuline Fixierung auf überdurchschnittliche Mammalian Protuberances ja doch auch wieder Sinn. Danke Spon.)














Sich anbietende Objekte für einen stark mütterlich geprägten Sexualpflegetrieb.














In den letzten Jahren regnet es immer, wenn ich zum Zahnarzt gehe. (Heute lustigster ZA-Termin ever: 11.11. um 11 Uhr. Helau. Krapfen & Rote Nase aber vergessen.)














Auf großen Kongressen wird Neues weder entdeckt noch erschaffen.



Und was große Ausstellungen anbelangt, so sind sie zumeist überflüssig, weil es in der Kunst - wie in anderen Sektoren von Kultur und Wissen - nicht der Strom des zahlenden Publikums, sondern immer nur ein paar wenige Personen sein werden, die die feinen Dispositive in Gang setzen, die den Wert der Produktionen heben oder senken.














Wenn alles Mögliche unternommen und nichts ausgelassen worden ist, damit eine bestimmte Sache eintrete, ist es ratsam, sich gefühlsmäßig und psychologisch von der Erwartung des Resultats zu entfernen - und für jede Eventualität sich mit gleich unbeschwerter Sachlichkeit bereitzuhalten.



Nicht nur der Angst geschuldete Fehler werden so vermieden, es ergibt sich darüber hinaus auch ein realistischerer Blick auf sich selber und die allgemeine Lage.














Es gibt Menschen, mit denen sollte man nur in Dritteldistanz umgehen.



Halbdistanz wäre etwas zu übertrieben, aber Vollkontakt muss mit ihnen im vollkommenen Desaster enden.



Dritteldistanz ist fein, hält respektvoll Abstand, als Selbstschutz; nur ein wenig schade insgesamt.














Kartoffeln aufsetzen, Egon Bahr spricht, Win Butler schwingt sich zu höchsten Höhen hinauf, arkadische Feuer tragen ihn. Und mich. Lecker.














Warum hat die SPD eigentlich aufgehört, darauf zu drängen, CDU und CSU als zwei getrennte Parteien zu behandeln? Das ist doch vollkommen richtig.



Die Frage ist eher, wieso man jahrzehntelang die Unverfrorenheit hingenommen hat, die Unionsparteien nur dann als getrennte zu behandeln, wenn es ihnen nützt.














Es braucht mehr Unruhen auf der gesamten Welt. Ja.














Fremdartig, dieser Karneval.



(Loveparade hab’ ich ja damals verstanden, aber Karneval? Bis heute Rätselhaft. - Sommer, Musik, Tanzen, Sex, alles ganz logisch und stimmig. Aber diese Masken im Winter, die Motivwagen, die Rede von der ›Session‹, die Märsche: Alles absurd!)














Soeben begriffen: St.Etienne und St.Germain sind ja zwei getrennte Bands! *schäm*














»Entweder ich koks jetz - oder ich geh ins Bett.«














Der geistige Slum in der Business und First Class ist nicht mehr auszuhalten.



Für mich ist immer noch das Tollste, am Hotelswimmingpool herumzugehen. Nur Dreck wird da gelesen, Dan Brown, Paulo Coelho.














»Man könnte Kritiken auch als Unternehmensberatung sehen.« (H.Schmidt, 2005)



Nämlich so:



»Dabei müsste man der Kritik einfach nur GLAUBEN, ohne ideologiekritische Kritik am Kritiker (der sagt das nur, weil er selbst -), ohne mit den Gründen der Kritik zu hadern und die zu widerlegen, und ohne feinsinnig oder spitzfindig kompliziert sich selbst sehr unverstanden fühlen dauernd.« (R.Goetz, 1991)














DJ Hörspiel, DJ Theorie & DJ Habitus.














Lasst Euch in allen Arten von Verfahren und Verhältnissen weder von den Aposteln der unbedingten Reinheit noch den Fanatikern des Soforterfolges verführen.














Mir ist so schnuffelig=muffelig zumute.














Das Gruselig-Beklemmend-Protofaschistische an Martins=Umzügen.














Die Gerberlohe ist heiße Lava.














Freitag, 11. November 2005




























Die rund 150 Teilnehmer am internationalen Seminar »Lawinen und Recht« sind sich weitgehend einig: Wenn sich die Themen »Lawinen« und »Recht« berühren, bestehen keine unüberwindbaren Gräben.














Der zehnte November.














Auch ein Blog ist erstmal ein leeres Blatt.














Subtil sadistische Festungsarchitektur.














»Französisches Integrationsmodell gescheitert.« - Klappt also nicht, tausende Migranten aus sozialen Unterschichten in isolierten Hochhaussiedlungen zu parken. Hm. Wer hätte das gedacht?














Erst gestern noch meine alteingewurzelte Überzeugung vorgetragen, also behauptet, ich könne mit diesem ganzen Folk-Zeugs so überhaupt nicht, weil ich vielleicht dann doch viel zu städtisch von Grund auf erzogen bin und jede Idealisierung des Rural-Pastoralen-Wimpigen mir nur in höchster (wiederum ja städtisch geprägter) Stilisierung erträglich wäre (ähnlich wie auch meine uralte R’n'B-Soul-Indolenz) -



und jetz’ beginn’ ich mich doch langsam durch wiederholtes Hören von Devendra Benhart auf FM4 mich dort hinein zu hören. Malsehn.














In dem Sinne, dass Kunst Geschichte begründet, ist sie Ereignis.

Geschehen dessen, was ihr zutiefst eigen ist.














Berlinensien.














Joel Friesen,

Why you should continue to date me.

A series of charts and graphs (2004)














In der Welt der Kommunikation hält man vergeblich nach Personen Ausschau, die autonome Individuen darstellten - oder hofft vergeblich darauf, ihre psychischen Störungen dadurch zu heilen, dass man ihr »Ich« stärkte und autonom machte.



In diesem Zusammenhang haben wir es allein mit imaginären und narzisstischen, in spiegelbildlichem Verhältnis zueinander stehenden »Ichs« und vielen kleinen »anderen« Ichs zu tun.





Aufgabe der Psychoanalyse ist es, nicht die Menschen dem sozialen und kommunikativen Status quo anzupassen, sondern - wenn überahupt - ihr Verhältnis zur symbolischen Ordnung wieder herzustellen (eingestanden und nicht zugestanden, dass dies auch tatsächlich möglich ist).














D e n k e n   d e s   S e i n s   a l s   G e g e n w a r t .














Tiefdunkler Schokoladenpudding mit etlichen, leckeren Haselnusssplitterchen.














Management by Foresight.



NOT



Management by Panicking.














»Ich mag lieber Feinsinnige statt Rohlinge!«














Meet you-Kacke.














»Sie ist damit Herz- und Hirnstück des Masterstudiengangs.«














Betarezeptorenblocker.














Endlich wieder Arcade Fire hören. (irgendwie doch eine Herbst/Winter-Platte.)














Erwachsen Vs. Jung: 13:12.



Ich habe keine Hauspflanzen.



Beim Ficken zählt das Ficken nicht die Bettbreite.



Ich hatte schon immer viel Essen im Kühlschrank. Auch mehr als Bier.



Um 6:00 Uhr stehe ich auf, wenn ich gerade eben zuviel gesoffen habe. Normal is 8 oder halb acht oder halb neun. Oder 12.



Im Aufzug, wo ich bin, läuft nie Musik. Und Secret Meeting von The National schon gleich gar nicht.



Nur Reisewettervorhersagen sind nützlich.



Wir alle heiraten und lassen uns scheiden - auch bei Abenteuern. War das je anders?



Ferientage? Ich mach’ frei & verreis’, wenn grad mal nix zu tun ist oder ich kein’ Bock auf roboten hab’.



Jeans und Pulli galten noch nie als schick angezogen. In welchen Kreisen verkehrt Ihr denn?



Ich habe noch nie in meinem Leben die Polizei gerufen.



Dreckige Witze zu erzählen gehört zum Alltag an dem Arbeitsplatz, an dem ich der Zweitjüngste bin.



Vor Mitternacht geh’ ich eh nich’ zu McDoof - und wenner zu hat gibt’s lecker Brot mit lecker Totem-Tier-Belag daheim (z.B. Pfeffersalami, Sülzwurst, Kaisersülze, Frankfurter, Ziegenkäse, Danish Blue, Höhlenkäse) - oder gleich einen Döner im Around-the-Clock-Shop.



Ich habe gar kein Auto, wenige Versicherungen und sowieso noch nie Ratenzahlung vereinbart.



Ich habe gar keinen Hund und muss daher auch keinen füttern.



Ich schlafe auf keiner Couch, sondern in meinem Bett und das macht mir keine Rückenschmerzen, sondern gute Laune.



Ich schlaf’, wenn ich müd’ bin und arbeite durch, wenn ich wach bin.



Zusammen sein ist die Verabredung - egal wo, egal wie, egal mit welcher Transformation der Bezugnahme im Laufe der Zeit… Getting into fucking is not too bad having a time.



Ich esse sehr selten frittierte Sachen und habe auch keinerlei Magenprobleme, die man lösen könnte.



Ich habe noch nie Schwangerschaftstest oder Kondome in der Apotheke gekauft und verwende als Schmerzmittel am liebsten Dolormin extra - wenn auch immer seltener. Lebe sonst medikamentenlos.



Eine Flasche Wein für 4 Euro war noch nie ein »ziemlich gutes Zeug« . Kann aber mitunter nicht unlecker sein. Aber auch 30 Euro für eine leckere 0,375-Halbflasche bei urfeiner Bewirtung kann sich lohnen.



Manchmal ess’ ich Frühstückszeug zum Frühstück. Meist aber bloß Früchte. Und Grüntee. Manchmal auch Sprotten. Oder einen vollen Megariesenfettbrunch mit allem drum und dran.



Ich trinke soviel wie sein muss. Oft tagelang nichts außer Wasser und Grüntee; 1 Nachmittags=Espresso. Manchmal jeden Abend Koma. Go with the flow.



100% meiner Zeit vor dem Computer ist meine Arbeit, mein Begehren und meine Hingabe. Teil meines Lebens. Auch jetzt.



Ich trinke zuhause mit Freunden und meiner Liebe und trinke auswärts, wenn wir uns nur auswärts treffen können oder wollen.



Wenn ich höre, dass eine von meinen Bekannten schwanger ist, freue ich mich, noch mehr kleine Hosenscheißer in meinem Leben aufwachsen zu sehen.














Everybody makes mistakes. But I feel alright when I come undone.



You are not makin’ me wait. But it seems alright as long as somethin’s happenin’.



I try to make you late. But you fightin’ me off like a fire does.



You try to makin’ me wait. But it feels alright as long as something’s happening














Donnerstag, 10. November 2005




























In der Fruchtsaftmoderne muss man daher nie mehr zwei Tage in Folge denselben Saft trinken, was zu Arroganz, Halt- und Masslosigkeit, aber eben auch zu grundloser Euphorie und überschäumender Freude führt - Grundlage für offene Gesellschaften, geistige Überlegenheit und wirtschaftlichen Wohlstand.














Der neunte November.














Nächtliches Wachwerden dank abendlichem Alkoholgenuss.














Einfach spitze! - Rezensentin/Rezensent aus Fürstenfeldbruck, Bayern Deutschland: Dieses Album ist wirklich klasse, sogar noch besser als sein Vorgänger. Neben dem kultigen Hit auf Track 2 lassen süße Lieder wie Track 4 und Track 15 plus fetzige Nummern wie Track 5 und Track 7 jeden aufspringen und tanzen. Ist aber auch gut zum nebenbei hören. Klasse!














Politische Berichterstattung mehr und mehr als Spiegel, Reflexion und damit Aneignung von Fremderfahrung für eigene, gruppendynamische Führungsprozesse und der eigenen gesellschaftspolitischen Meinungsbildung lesen.














*














Generativ statt agonal. Kollaborativ statt kompetititv.














Das Musik-Literarische Studio.



Mit Berichten aktueller Arbeiten und Empfindungslagen, Entwürfen neuer Projekte, der neuen Kate Bush, einer Einführung in den Neorock des Jahres 2005 und zweier spanischer Flaschen Premium-Rotweins.














Wart’! - Sie lieben Dich nicht wie ich Dich lieb’!



Wart’! - Sie lieben Dich nicht wie ich Dich lieb’!














Neues Manifest des Feminismus.



Von Wiglaf Droste (Nach KH)



Sich mit der Tatsache seines physischen Geschlechts aufzuspielen ist armselig und erbärmlich. Die Zauberworte heißen Selbstverständlichkeit, Klugheit, Großzügigkeit, nichtverlernte Fünfjährigkeit, Warmherzigkeit, Mitgefühl, Leidenschaft, Flauschigkeit - alles eben.



Es geht um eine individuelle, nicht normierte musische Anmut von Körper, Seele und Geist - und um den Humor, damit fertig zu werden, diesem Ideal meist nur im Rahmen seiner Möglichkeiten zu entsprechen.














Der Kommunikator kann alles sagen, unter der Voraussetzung allerdings, dass er es verneint.



Der Kommunikator kann niemals in einer präzisen gedanklichen Identität angetroffen werden.



Wer ihn mit einem »Du hast das und das gesagt« festnageln will, dem wird er immer nur antworten, dass es nicht wahr sei, dass er eigentlich etwas anderes meine, dass er nicht verstanden worden sei, dass er die Meinung der Leute wiedergebe…














Mittwoch, 9. November 2005




























Your Vision of the Year 2000!














In der Kommunikation liegt ein Geheimnis:



Es besteht darin, sich durch unmäßiges Ausstellen unsichtbar zu machen.














Professionell-pervertierte ›Kommunikation‹ als vitalistisch übertriebene, ergo vaporisierte und ›hermetische‹ Semiotik. (Perniola)














Wohltuende Kühlnis.














Dienstag, 8. November 2005




























Kate Bush. Broken Social Scene. British Sea Power. Metric. Wolf Parade. Nada Surf. Pussycat Dolls. Yeah Yeah Yeahs. Franz Ferdinand. Hard-Fi. Supergrass. Dangerdoom. Maxïmo Park. Amusement Parks on Fire.














Mutya ist Mama geworden, Keisha und ich haben den Führerschein gemacht und jede von uns besitzt jetzt ihr eigenes Haus. Klar, dass sich diese Weiterentwicklung auch in ihren Texten und der Musik widerspiegelt.














- Hast Du nicht… Und dann auch noch diese elegante Verbindung zu den 68ern!

- Den Tipp hat mir Poschardt gegeben.

- Ach nein! Outré!

- Es tut so gut, gehasst zu werden.

- Diese Prolls haben es nicht anders verdient.

- Gehn wir ficken?














*















Der Montag als erweiterter Sonntag.















Audio Bullys. Angefixt beim ersten Beat.














Buy this car to drive to work - Drive to work to pay this car!














Entwurzelte Spontaneität zum Terror.














Die symmetrische Kombinatorik replikativer Sequenzierungen.














Ritual und Revolte.














Indem wir uns an einem beliebigen Ort der vernetzten Welt befinden, befinden wir uns in einem Geflecht artifizieller Hervorbringungen.














Becherstapeln als neuer crazy Jugendsport? - Ich glaub’ ich werd’ alt…














Montag, 7. November 2005




























Die entlaubten, dürren Baumköpfe auf dem Platz vor mir.














Höre gerade zum ersten Mal die neue Metric, Live it out. (Gut, letzte Nacht, zum Wegdösen schonmal angemacht, aber das zählt ja nicht.)



Hm. 4. Track und bin scho a bisserl anttäuscht, weil, naja, so verfrickelt, deutlich langsamer und eher so in sich verdreht, weggedreht das Ganze bis jetzt. Schade.



Frage an Miss Haines: Wo ist die Wunden schneidende und von dort heraus singende Schärfe ihres ersten Albums geblieben? Manchmal klingen Sie jetzt fast wie - verzeihen Sie den Vergleich - die besseren Stücke der Cardigens.



Naja. Vielleicht hört man sich ja noch rein…














Anzahl der in Brand gesteckten Autos als Indikator für Krawall-Intensität.














Wo bleibt die komintern (Prä-Stalin), wenn man sie braucht?














Generator,

C’est la guerre, chez vous aussi

(Banlieu Erzählung Saint Denis 1989)














Nach dem dritten Hören von Live it out: Ja, man hört sich rein; wird angenehm und untergründig. Nicht so in yer face, eher so sitting nice beside you…














Überwachungskamera=Helden.














»Wir sind doch alle so Karboneinheiten mit Kuschelbedürfnis…«














Ja, Live it out wird wirklich ganz angenehm. Wohnt bei einem, erinnert auch zunehmend stärker an die Yeah Yeah Yeahs. Hm, muss sofort deren 3 LP’s und EP’s hervor kramen… *einspeichel*














I’m rich! Like a hot noise. Rich! Rich! Rich! I’ll take you out boy! I’ll take you out boy! Hey!



Turnin’ it! Beatin’ no beat, the walls are always speakin’! No want, no want, no want, no speakin’ at all!














Pussycat Dolls statt Final Fantasy.



(feelin’ a bit sardonic 2day… ;-) - But: Der junge Mann ist schon auch ganz fein. Nur: Manchmal, aber nur manchmal - hört man halt auch sowas wie die PCD ganz gern…)














Sonntag, 6. November 2005




























Der weich rauschende Regen vor meinem Fenster, noch bevor ich eben aufgewacht bin.














Auf viktorianischem Eis.














Die wohltuend schlierige, so überaus diskret in sich zurückgenommene und kollektiv-kolloquiale Musik der Broken Social Scene.














Interfakultatives Institut für Entrepreneurship.














»Mir fällt bei solchen Bildern auf wie gerne ich Holz mag, auch weil es meist in Würde altert.«














»Ich nässe vor Vorfreude, jeden morgen einen neuen Eintrag des Serial Entrepreneurs lesen zu können. Du machst einen töften Job Dich und Deine Leser ganz weit vorne zu bleiben.« Europa, Frankreisch.














Infatuation Junkies.














Leicht traurige Morgen=Tiere.














Im Gefühl zunehmender Abklärung.














Kulturgeschichte als Symbol=Hermeneutik.



Kulturgeschichte als Rekonstruktion von Erfahrungen.














Alles Tun hat jetzt Konsequenzen. Das engt Dich in Deiner Person ein.



Ich komme damit noch nicht so gut klar und habe mich erstmal ein Stück weit zurückgezogen.














Das gelbe Laub auf dem Boden erleuchtet die ganze Stadt.



Es verstärkt und verstreut das vom Hochnebel grau gebrochene Sonnenlicht.














Gerade eben auf NDR Preußens Gloria und Wiener Walzer - Folge 2: Deutsch-österreichische Befindlichkeiten: Wirklich großartige, sensible und anregende, kaum klischierte Darstellung der Beziehungen zwischen den beiden Kulturen.



Zwei Dinge kamen mir in den Sinn:



Welche kulturellen Kontinuitäten bestanden womöglich untergründig zwischen dem Eigenständigkeitsanspruch der Regimes Dollfuß & Schuschnigg - und der im Staatsvertrag ratifizierten Verpflichtung zur Neutralität der Zweiten Republik?



Wäre die Erleichterung der Zweiten Republik, sich durch den Moskauer Vertrag als erstes Opfer und nicht als Mittäter des Dritten Reiches bestätigt zu sehen, nicht auch deutbar als händeringend-beschwörender Versuch alle noch lebenden Täter im Lande retrospektiv zu entnazifizieren - und durch solch nationalstaatliche Bekenntnisse einen Antifaschismus breit zu fundieren?














Definitiv der beste, charismatischste und medial generativste Auftritt bei den diesjährigen MTV EMA’s: Die Gorillaz. (Vergesst Frau Ciccone-Ritchie!)



Vor allem auch als Extrem=Beitrag zur Wirkweise medialer Personae.














Eine Ethnologie der Keychain.














»Wenn man Wissenschaft und Kunst zusammen denken will, liegt das Zentrum dieser Verbindung weder in der Kunst (Fortschreiben der Kunstgeschichte) noch in der Wissenschaft (innovative Wahrheiten), sondern im Sozialen und vielleicht in den Modellen einer anderen Kultur.«














»Wäre Karl Arsch zum Papst gewählt worden, hätte die katholische Jugend auf gleiche Weise reagiert.«














Medienhäuser - Academia - Content/Journalismus/Drehbücher.














Vegetative Ekstase und kompakte Anwesenheit.














Es ist gut und erfreulich, wenn Probleme behoben werden.



Fast noch besser ist es aber, wenn man durch eine nur geringfügig umständlichere und teurere Lösung das Symptom kuriert und das eigentliche Problem unangetastet lässt.














Esoterik-Beschiss ist als Gewerbe historisch weitaus länger nachzuweisen als Prostitution.














Samstag, 5. November 2005




























»Wir leben in paradiesischen Zuständen«



Nie zuvor in der Geschichte waren die Menschen so gut mit Gütern und Dienstleistungen versorgt wie heute. Die Herausforderung ist: daraus etwas zu machen.




Freiheit statt Vollbeschäftigung.














Selektive Maßlosigkeit ist immer noch ein wichtiger, bleibender Teil meines Lebens.














Wissenschafts=Porno.














Sehr empfehlenswert!














Immer öfter lege ich und lehne ich auch Handlungsweisen ab, Gewohnheiten meines üblichen Tagesablaufes, deren Funktion in meinem Leben ich eigentlich sehr schätze, als überaus angenehm erlebe und fast brauche;



denen ich allerdings zunehmend anmerke, dass sie mein Handeln gegenüber anderen und auch mir in einer Weise überspannen, die ich im Selbsterleben insgesamt als eindeutig unangenehm wahrnehme.



(z.B. rauchen; Kaffee trinken; Magazine kaufen; lange Nächte rauschhaft trinkend und punktuell verdrogt in zerrauchten Wirr-Locations zubringen; neue Bekanntschaftinnen umgehend als Objekte insistierender Sexual=Akquise benutzen usw.usf.)














Ein beruhigendes Gläschen Milch.














Existenzielle Entdrogung?

Tiefen=Detoxikation?














Autismus stellt eine extreme Form der männlichen Struktur dar:

Beeinträchtigte Empathie und erweiterte Systemisierung.



(Na, dann: Kann Mann sich ja jezz echt noch viel ungenierter in der eigenen Masculin=Stumpfheit suhlen! Geil!!! [Nachbemerkung: Eh’ klar: Frauen sinn’ hysterisch unn Männa autistisch - Alles also eh wie immer schon…])















»BLOGGERN ROCKEN HALT!«















»Fantastischer Dip - Ich hätte hier auch noch ein handgeklopftes Hommos, gut geknoblaucht. Jemand Interesse?«














- Ich bin ja ‘ne absolute Genußnutte!

- Hieß das früher nicht ›Hedonistenschwein‹?














Kapielskis Blog bei Zweitausendeins.














Dr. Schmalzl is back: »Joa mäi!«.














An jedem 4. November unweigerlich den ganzen Tag über immer und immer wieder an die Reden der Schriftsteller und Denker, Stefan Heym und Christa Wolf und andere, und die Massen, die ihnen zuhörten, bei der Demonstration an eben diesem Tag 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz denken. Dieser potenziell generative Moment politisch-intellektueller Begegnung.



Er ist ähhnlich in mich einprogrammiert wie der 6. März 1983 und die tragische und so folgenreiche Bundestags=Wahl, bei der der Ziehvater von Angela Merkel zum ersten Mal gewählt wurde;



der 1990 dann feist-dümmlicherweise die staatliche Renten- mit seiner eigenen Portokasse verwechseln wollte und meinte, das Bißchen Geld darin würde zumindest vorerst genügen, um wenigstens seine Wiederwahls=Wiedervereinigung zu finanzieren.



Seine Ziehtochter wird’s ja jetzert wieder ausbügeln, was Pappa da versemmelt hat. Und wir alle zahlen. Fickt Kohl! (Und die verlogen-selbstgerechte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gleich mit dazu!)














Nach wenigen Sekunden des überaus flüchtigen Reinhörens in die neue Madonna, ihrer sofort wieder tiefgehend überdrüssig geworden & ein Bedürfnis nach der aktuellen Nada Surf verspürt.



(M.’s Album wird aber dennoch die kommenden Monate bestimmen, kein Zweifel)














Merkwürdigerweise ist das LCD Soundsystem echte Winter=Partymucke.














Die Flip-Flops auf der Trommel.














»Is das so?«














Das zerbrochene, gemeinschaftliche Gefüge.














Der Diskopornosatan.














Freitag, 4. November 2005



























Otudamob.



(Lies: »Out Da Mob«)














Zur Guten Nacht noch ein wenig Peter Burke lesen.   Dazu, in den Tiefschlaf entgleitend, die neue Kate Bush hören.   How to be invisible.














Immer dieser unselige Zwiespalt auch, zwischen dem in den Kanon einstimmen wollen, dem reaktionären, und dem es einfach lassen sollen, stille Herzen nur, denn man findet das eh’ alles schon so gut und möchte das dann nur fühlen und es reichen lassen.














Die französischen Einwanderer=Kriege.



Hier liegen die Anfänge der multiethnischen Gesellschaft, wie wir sie heute, im 23. Jahrhundert kennen.














Dekadenz baut Stress ab.














Der Einfluss eines Transits steigt an bis zum Zeitpunkt seines exakten Eintreffens - und nimmt dann rapide ab.














Rebel Märkte / Real Märkte.














Die Hauptstadt der Moderne / Die Hauptstadt der Morde.














Kaum war die Londoner Millennium Bridge eröffnet, wurde sie wieder gesperrt. Die ersten Fußgänger hatten die Brücke in heftige Schwingungen versetzt, weil sie plötzlich im Gleichschritt gingen. Forscher haben jetzt eine Erklärung für das seltsame Phänomen gefunden.



Unglaublich, aber wahr: Brücken werden von mehreren Menschen benutzt. Und noch schlimmer: Sie gehen auch noch über diese Brücken! Und das ganz Erstaunliche: Dadurch entstehen Vibrationen! Und jetzt das Allerneuste: Vibrationen erzeugen Resonanzen, die durch alle Materialien in Reichweite hindurchlaufen. Wahnsinn.



(Ochnö, Kinder, gell? Baut doch ein Mal nicht nur zur Schwanzverlängerung Eures Portfolios, sondern mal echt für die Leute, die Euren so schön präsentierten und als Modell irre schick geschniegelten Quatsch am Ende auch tagtäglich aushalten müssen - wenn ihr denn da schon so hinbauen müsst!)














Wokload.














Tänze persischer Sklavinnen.














Plötzlicher Appetit auf Weinbergschnecken in Knoblauch/Kräutersauce. (wirklich!)














Die Vox=Fotzen.



(am großen, eingerüsteten Haus auf der Friedrichshainer Seite der Warschauer Brücke)














Donnerstag, 3. November 2005




























Im Einklang mit der Welt.














Bei ›Radiergummi‹ stets unwillkürlich an razor blade denken.














Egon und Erna fühlen sich ganz wohl in unserem Büro.

Und augenscheinlich sind sie auch noch feucht genug.














Der Elefant im Paul Celan-Laden. (Via e-mail by E.G.Green)














Je besser der Textchef, desto mehr klingt Poschardt nach Westerwelle, je schlechter der Textchef, desto mehr hört er sich eben nur nach Poschardt an.














Vorstellungswelten eines Baukünstlers.














Warum hat noch keiner Edmund Stoibers Abgang mit Lafontaine verglichen?














»Ich bin doch keine Objektivitäts-Nutte!«














Sehr clever: Während die Unionsparteien sich noch beharrlich darum bemühen, das Fell des - zumindest zur Hälfte - erlegten Bären zu verteilen, nutzen die Sozialdemokraten jede Krise im Moment ihrer Entstehung zur innerparteilichen Neuordnung und Transformation. Um sich für 2009 (oder doch schon 2006?) wahlkampf-reif ›aufzustellen‹.














Jedes Gespräch mit nur verschwindend geringen Anteilen eines Austauschs mit intimem Charakter, jedes solcherart stark mediale Gespräch ähnelt einer Kampfsituation.














Der stets agonale Charakter medialer (Selbst-)Repräsentation.














Langsam, ganz allmählich, lerne ich zu denken.



(nicht im generativ-schöpferischen Sinn, sondern rhetorisch-agonal)














Ich erinnere mich noch gut an das erste Konzert von Dakar & Grinser hier in Berlin, damals im Sommer 2000 - im Casino, damals noch in der ehemaligen Backfabrik Saarbrücker Straße, wenn ich mich recht entsinne. Damals spielten sie dort üblicher Weise exklusiv und stets Buffalo Boots-Däschnou.



Und: Wie beglückend, wie befreiend und plötzlich ganz anders begeisternd diese Stage-Show von Dakar & Grinser war! Anders als alles, was über zehn Jahre lang erlebt werden wollte. Als wäre Jim Morrison mit vollem Recht endlich wieder geboren. Dieses Nach-Vorne-Gehen! Das Am-Mikrophon-Hängen! Das Laszive der Körper-Performance des Sängers! Die Energie der Band! Die Eroberung von Raum und Menschen und Äußerung!



In genau diesem Moment, in jener langen, langen Nacht (Freunde, die anderes erwartet hatten, enttäuscht waren, sie waren früh nach Hause gegangen) - genau damals endete für mich das DJ-Culture-Jahrzehnt.



Das Rock-Jahrzehnt begann!





Vollzogen, gleichsam ›ratifiziert‹ wurde dieser neue Gesellschafts-, lies: Party-Vertrag dann schon im Herbst des selben Jahres: mit Erscheinen von Stellas Finger On The Trigger; deren starke Politisierung, der plötzlich wieder ansprechenden und Welthaltigkeit zeigenden Härte der Gitarren, des Schlagzeugs, der selektiv-perkussiven Elektronik und Elenas Stimme! Vor allem aber mit der Maßstäbe setzenden, allerersten und sogleich radikal kontra-intuitiven & damit zugleich endgültigen Verwendung der transparenten Norman Foster-Kuppel des Reichstags. Erst danach ließen alle Fraktionen und politischen Talkshows in der Bundesrepublik sich diese in ihre Logos einarbeiten.



Damals endete dann auch meine Zeit mit der Frau, die auch am Ende das Dakar & Grinser-Konzert frühzeitig verlassen hatte. Wir waren gut fünf Jahre lang zusammen gewesen. Die Neunziger Jahre.














In eisernem Licht.














Das beste Logo, das je das Licht der Welt erblickte. Punkt. Sagt alles, meint nichts. Möglicherweise handelt es sich bei diesem Logo um Gott.














Hader bei Scharang archiviert hören und dabei Blogs durchstöbern.



Nachlesen, was bei den seltener besuchten in den letzten Tagen oder auch nur heute so passiert ist; Kommentar-Threads und Link-Verweise weiter verfolgen. Selbst kommentieren, die fremdartigen, verlinkten Bild-, Klang-, Wortwelten, die dahinter sich verbergen auf sich wirken lassen:



Und insgesamt sich so überaus wohltuend animiert fühlen für ganz andere Gedanken, Weisen zu handeln und dabei zu sein.














Wie die Neigung, nahe bevorstehende, bedeutsame Gespräche - die schon problematisch und latent konfrontativ vorgebahnt wurden -, innerlich, manchmal über Stunden oder auch Tage hinweg imaginär zu führen, mögliche Einstiegssätze auszuprobieren, zu ändern, anders zu versuchen, Einwände gegen die eigenen Argumente zu imaginieren und daraufhin zu entkräften, den Ausweich-, Rechtfertigungs- und Vereinnahmungsstrategien des anderen zu entgegnen, wie also diese Neigung zunehmend kein Fluch mehr ist, keine Qual mehr, die einen nur verfolgt und die Konzentration vom Hier und Jetzt unangenehm selbstzergürblerisch ablenkt, sondern als ein hilfreiches, einübendes und womöglich gar virtuose Sicherheit gebendes Diskussions- und Argumentations-Training wirkt und überaus nutzbringend ist.














Ich bin gelangweilt von meinem eigenen Wahnsinn.














Madonna, das ist immer das visuelle Bild ihrer jeweiligen Inkarnation. Kate Bush ist Klang. Madonna personifiziert heute noch den kommerziellen Ehrgeiz, Kate Bush den künstlerischen. Deshalb hätte es ohne die aggressiven Selbstvermarktungsstrategien einer Madonna keine Courtney Love oder Gwen Stefani gegeben - sie mag als postfeministisches Geschäftsmodell in Erinnerung bleiben, als Musikerin sicherlich nicht.



Ohne Kate Bush allerdings gäbe es keine Tori Amos, keine Alanis Morrissette, keine Sheryl Crow, keine Siouxie & The Banshees, keine Portishead, keine Björk, keine Fiona Apple, keine Heather Nova … - sie alle sind Kolonialistinnen auf einem Terrain künstlerischer Freiheit, zu dem Kate Bush vor einem Vierteljahrhundert erst die Tür aufgestoßen hat. Wo eine alternde Madonna deshalb immer höher hinaus muss, getrieben, atemlos, dort zieht es eine Kate Bush immer tiefer, tiefer, denn irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht.














Im eisigen Link.














Mittwoch, 2. November 2005




























Die Große Qualition.














Verbinde Dich in Kollaborationen. Verpflichte Dich, den »natürlichen« Fluss (der Konsumption und des historischen Fortschritts) zu überlisten. Objekte entstehen aus Fragestellungen, aus Notwendigkeiten und Möglichkeiten. In der Diskussion mit anderen werden sich neue Probleme, mehr Fragen und eventuell Sympathien entfalten. Wesentlich ist dieses Bestimmte, wie tun?: Die Frage nach der richtigen Art der Produktivität. Mache keine radikalen Unterschiede zwischen den Objekten und den Gedanken - Sie führen zueinander hin und von einander weg. Verbinde nicht was nicht verbunden werden muss, nur um Zusammenhänge nachzuweisen. Setze aber Anti-Körper und Experimente zusammen. Bilde einen sensiblen Umgang, einen empfindlichen Modus heraus, um mit den jeweiligen Objekten umzugehen.














Bloc Party. Robbie Williams. British Sea Power. Underworld. Goldspot. TNT Jackson. Ratzfatz. Demograffics. Civil Noise Pollution. Konsorten.














Bière Pourdieu.














Alle wollen wie alle sein? - Wozu eigentlich?














Einige ProduzentInnen publizieren und produzieren fast auschließlich dann, wenn die Style-Konjunkturen ihres Genres gerade wieder ein unpeinliches und nicht-lächerliches Rezipieren ihrer Produkte möglich machen. (anlässlich des neuen Doppelalbums von Kate Bush)














Am Abend: Smsende Frauen.














Foucault Hila.














Dienstag, 1. November 2005




























Histoire Sérielle.






Wien Erzählung




















Jupiter Sextil Medium Coeli.














Wachsende Selbsterkenntnis.














Pförtner mit Notebook oder DVD-Playern.














Langlebigkeit, Penis, Stacheldraht, Masturbation.





Verdienst, Wagemut, Glücksspiel, Lebensversicherung, Liebe, Puritanismus, Absolutismus, Protest, Geheimhaltung, Höflichkeit, Waffen.





Träume, Nahrungsmitel, Gefühle, Reisen, Erinnerung, Gesten, Humor, Prüfungen.














»Die richtigen Sänger sind nicht laut, sie haben auch dann, wenn sie Freude und Ton steigern, eine andachtsvolle, fast scheue Art des
Vortrages.«














Mögliche Unterschiede zwischen der Wiener und der Berliner Untergrundbahn:



Zum einen sind in Wien auch unterirdisch höhere und weitere Räume zu finden - zum anderen aber sind die Passagiere weniger aggressiv aufgrund der urbanen Bedrängnis und massengesellschaftlich-zivilisatorischer Selbstbeschränkung, sondern zeigen sich eher demutsvoll ergeben in die Umstände.














»Die radikale Differenz finde ich immer am langweiligsten.«














A History of Violence von David Cronenberg:

Urlangweiliges Rumgequirle in öden, milliarden Mal ausgelatschten Macho-, Mafia- und Family-Value-Plotten.

(ähnlich wie auch Lynch in seinen letzten Filmen)














»Die Verschiebung des Interesses an objektiven Maßstäben für ein Ereignis hin zum Gefühl dafür ist charakteristisch für eine ganze Generation von Historikern.«














Die Sonne in der Stammersorfer Kellergasse.














»Was’n das für’n Nazi-Rock?«

(und dann waren es die Toten Hosen)














Tradition als Einbildung.



Als Tradition ist etwas genau dann wirksam, wenn es selbst noch bei vollkommen fehlendem faktisch-lebensweltlichen Bezug für wert- und bedeutungsvoll erachtet und so gelebt wird.














Ingeborg Harms schreibt in der Frankfurter Rundschau:

»Kompetent geführte Markenauftritte lassen sich heute wie literarische Texte analysieren.

Und da die Kreativität zusehends in die Wirtschaft geht, dürfte auch die Philologie in die Shopping Malls abwandern.«





Ein bis zur Ausgelatschtheit besuchter Entdecker-Topos des 20. Jahrhunderts.

Seit den 1980er, seit den 1960er, seit den 1930er und seit den 1910er Jahren argumentieren Cultural Studies-AutorInnen, Semiotiker, Kulturtheoretiker, Volkskulturwissenschaftler, Agenturmitarbeiter und Avantgarde-KünstlerInnen genau für diese Aussage.














Lesebefehl:

Peter Burke, What is Cultural History? Polity Press Ltd. Cambridge 2004.

(dt.: Was ist Kulturgeschichte? Aus dem Englischen von Michael Bischoff, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 2005)














Neuentdeckung: parodontax classic














Johnny Cash, King Crimson, Fehlfarben.














Begriffskritik und also auch Begriffs-›Arbeit‹ in diesem Sinne ist direktes Operieren am offenen Denken.














Kaktus mit Gesicht.














Ein Wieninger Select, 1999 Barrique-Weißwein.














Faultier / Fauteuil.














Montag, 31. Oktober 2005





























zurück     weiter     archiv