9.1.6 - 31.1.6 : L’Éxculpation Générale














Genesis. Placebo. Peter Gabriel. Neil Young. PJ Harvey. The Strokes. Ladytron. Chris & Carla. Björk. Arab Strap.














Eine Schnecke angraben.














Das Knacken der Möbel. Der Obertongesang der Therme. Das Schnalzen in den dünnen Heizungsrohren.














Die Vögel der Wärme.














GLBT.














Mittagskaffee mit Ehrensenf.














(Pssst: Trip Hop kommt wieder! − Nur diesmal ganz anders… aus der Gegenrichtung…)














Immer wieder schön: Einfach mal das Gesamtwerk in den Winamp laden… (196 Songs)














Dienstag, 31. Januar 2006




































Etwas ist anders.














I’ve been joining the professionals, and now that I’m a man
With all that animal magic I’ll match anything you can.
I’m joining the professionals, this time I understand,
Look! I wave my wand, watch the rabbit disappear…
Join the professionals and learn to fight!














Peter Hahne winkte hinüber zum Ecktisch und grüßte Katrin Göring-Eckart, die wie es der Zufall so wollte, an jenem Mittag auch Kaffeehauspolitik machte. Daraufhin nickte er Renate Künast ein lächelndes Hallo zu, die wie es genau dieser Zufall wollte, gerade das Kaffeehaus verließ.














Ein Gefühl, als wäre das Jahr damit dann auch schon wieder gelaufen. (was an Absudität kaum zu überbieten ist)














Explizite Artikulation der Wertschätzung von ephemerem, womöglich gar nur vorübergehendem Gefühl oder Gespür ist − auch innerhalb anders gelagerter medialer Tektoniken − oftmals nur symbolisch, als Lippenbekenntnis gestattet, dem keine Praxis entspricht; einmal abgesehen von anekdotisch-antichambrierenden Halbsätzen, die als Mittel zur Mitarbeiterführung oder koketten Selbstdarstellung instrumentalisiert werden. Herzlichkeitsattitüde und akademischer Humor.














When too perfect, lieber Gott böse!



Nam June Paik



20. Juli 1932 − 29. Januar 2006














Verhand-Nieren & Verhand-Lungen.














Gefühlshochstapler, die ihre eigene Expression sich durch Übersteigerung erleichtern.














Eine ruhig pulsierende, höchstens ganz allmählich, wie dräuend eskalierende, sonst eher in sich ein- und ausschwingende Mid- bis Downtempo-Dynamik. Die einzelnen Klangquellen produktionstechnisch distinkt voneinander abgesetzt. Die Lyrics hochsuggestiv und repetitiv skandiert, nur andeutungsweise, eher assoziativ-metaphorisch erzählend. Jeder Song mindestens fünf, gerne auch sieben bis neun oder fünfzehn Minuten. Larghetto bis Largo.














Was dem einen die Oberflächlichkeit ist dem anderen die Unverständlichkeit.



Am Ende sind es geschiedene Ebenen der Betrachtung, sich unterscheidende Kategorien und Interessen.














Moskauer Eis mit Kiwi, Walnusskernen und Ahornsirup.














Die europäische Episode 1492 − 1945.














Montag, 30. Januar 2006




































Time is money, time is love. Which one do you choose?














Herabgesetztes Humor=Verständnis durch labiles Gleichgewicht.














Die berlin-kinematographische Empfehlung des Tages:



»Wir blenden Euch nicht mit Neonlicht Röhren aus den 80er Jahren. Wir lassen den Filmposter Overkill gerne aus. Wir präsentieren keine Plastikregale für 3,50 Euro. Wir sind keine Keller Zombies mit einem Leben zwischen Glotze und Kühlschrank. Wir ranzen Euch nicht an. Wir halten Fellini nicht für italienisches Gemüse.



Wer das alles vermisst, nimmt die Tram, fährt zum Alex oder sonstwohin und sucht sich eine andere Videothek.



Wer trotzdem bleiben will, ist herzlich eingeladen, einen Espresso oder Latte zu trinken und sich in aller Ruhe umzuschauen.«














Ein extraordinärer, transpervers-hirnerfrischender Film − endlich einmal wieder gesehen:



Christian Frosch, Die Totale Therapie (1997)














Die berlin-konditorische Empfehlung des Tages:



Ein Cassis Mousse- und ein Mousse Au Chocolat-Törtchen: je 2 Gulden 50.



Ein Limonen-, Mandarinen-, Sahnecreme- sowie ein Mousse Au Chocolat-Petit Four: je 80 Kreuzer das Stück.














Der neunte Advent.














Am Abend, soeben war er von ihr gegangen, ließ sie in ihrem Haus die Musik von vor zehn Jahren spielen: To Bring You My Love.














Prognose: Bombenangriff einer NATO=Koalition auf den Iran − ab April 2006.














Interview=Aversion.














Vollkommen übermüdet und schlaflos.














Sonntag, 29. Januar 2006




































Am Ende einer Woche, in der ich so wenig Musik gehört (fern gesehen, Texte gelesen/geschrieben, im Netz geschmökert) habe wie nur selten in meinem kurzen Leben bisher.














Nicht nur Eigenschall und akustische Selbst=Reflexionen − in strukturell beschränktem Ausmaß −, sondern eine Vielfalt differenzierter Schallereignisse, die transversal sich durch einen tiefgestaffelten Hörraum bewegen. Genuß!














Ein dichter, bündiger Schlaf.














Eine mittelmässige, aber vorhandene Lösung ist einer exzellenten, aber gerade unerreichbaren jederzeit vorzuziehen.














Drove the night toward my home, the place that I was born, on the lakeside. As daylight broke, I saw the earth: The trees had burned down to the ground.














Die Eigeninitiative ist Bestandteil des rhetorischen Mantras des Neoliberalismus, aber in Deutschland misstraut man dem Individuum so sehr, dass zu viel Initiative letztlich eher als Bedrohung wahrgenommen wird.














Ich bin umgezogen.














Sandig.














Agnes und seine Brüder als ein deutscher Lost Highway mit Almodovar-Einsprengseln. Herzerfüllende Tragikomödie.














In meinem kurzen Leben bisher.



Wie nur selten.














Strenge Härte ist kein Wert an sich.



Strenge Härte ist ein Fehltritt.














Wintertage mit Sonnenbrille.














Nach der Auswahl einiger Accessoires, in etwa von der Größenordnung weniger hundert Gulden, begegnete mir mein Gatte wieder in der Tee-, andere sagen: in der Kaffeestube.



Für einige Stunden raisonnierten wir dort gemeinsam − anhand etlicher, durch einen wohlmeinenden Freund der Familie dort bereitgestellten Kataloge photographischer Kunst − über gegenwärtig sich andeutende und mutmaßlich künftig wohl auch gangbare Wege, individuelle Körper unterschiedlich geschlechtlicher Attribuierung mithilfe textiler oder anderweitiger Hüllen in’s rechte und wohl auch angenehm (auf-)reizvolle Licht zu rücken.














Ärger und Witzelsucht als Motivation, sich zu artikulieren? Interessant…














Aufregung als ein Wert an sich.



Ruhe als ein Wert an sich.














»Um sich zu erschrecken, spreizten sich die Arme der hoch rasenden Wolke der Rakete der Challenger in den Himmel, bis immer wieder am Ende das Astronautencockpit explodierte und zerfetzt zurückstürzte zur Erde in das Wasser eines Ozeans.



Weißer Schaum und Gischt.



Verrückt, sagten die Mädchen im Chor. War der Ausgang wirklich offen?



Inzwischen glaubte ich, Schauplatz eines Experiments geworden zu sein, beobachtet zugleich von gültigen Geschicken und Dämonen, die in aller Ruhe, ohne einzugreifen, auf der Mauer lagen und sich höchstens gegenseitig ihre unsichtbaren fürchterlichen Fratzen zeigten.«














Mars Konjunktion Saturn:



Anfang September 2005 bis 31. Januar 2006.














»Do you think we make it back in time?«














Samstag, 28. Januar 2006




































Das Buch Spex.














In Oxytocin.














Freitag, 27. Januar 2006




































Die Arschdroiden.














Diskussion der Schulze=Methode.














»Noch dreht sich im Popzirkus alles um Jungsbands aus England, die vor kurzem noch auf Poppers waren, plötzlich das Beste sein sollen, was je mit einer Gitarre in Berührung kam, und etwa The Arctic Monkeys heißen.«














Elektro=Porn.














We don’t want Google to censor search engine results. Not in China and nowhere else in the world.














Beliebig und relativ billig.














Unterhosen und Schokolade.














»Iiih, geh weg!«














Die heilsame, reflektiert-gebrochene Schallausbreitung in nicht-geschlossenen Räumen.














Wie klingt der Akkuschrauber?














Die Spaziermeditation.














Ein Röhren von zischender Art.














Ein natürliches Polieren.














Der Natirum=Arm.














Donnerstag, 26. Januar 2006




































Heinrich Heines Beschreibung der Thora als portatives Vaterland der jüdischen Kultur kehrt in ontologisierter Form wieder in Habermas’ staatsrechtlichem Konzept des Verfassungspatriotismus.














Kommunikation hat als Wert die Heimat ersetzt.














Audiodidaktisch.














Alteritätserfahrungen.














Nebelkrähen und Taubengurren.














Ein sich rückversicherndes Umsehen.














A little bit more, a little bit more.

A little bit more, a little bit more.














30-40 Hertz.














Sie warf sich um den Hals einen Shawl aus Erdbeer- und Vanille=Eis.














Nostalgische Verbrennungsmotor=Erlebnisparks in den stillen Städten der Zukunft.














S t i l l e   w ü r d i g t .














Genau der Moment, als ihre Außengrenze aus Schwäche einbrach, führte ihr die Gestalt ihrer eigenen Persönlichkeit vor.














Eimfach.














Mittwoch, 25. Januar 2006




































Betreiben CIA-Sonderermittler Foltergefängnisse mitten in Europa?














Das Geräusch beim Auseinanderziehen zweier Clementinenschnitze.














Berlincast − Klänge und Geräusche aus Berlin.














Der übernatürliche Schmerztherapeut.














Vier süße, rosa Pudelmäuschen.














Milchschnitte statt Mitschnitte.














Hörhybris.














Eine Trinkschokolade und ein Hackbrötchen.














Ein Gefühl von Mösen.














Jean Qu’ège.














Gelassenheit und Drive.














Sound Blending.














Auf der Suche nach klanglicher Balance.














Sceptical against the Spectacle.














Der schlafende Hai.

(revisited)














Der Kannibale von Wilmersdorf.














Fleisch hilft!














Suffocated by mirrors, stained by dreams - Her honey belly pulls the seams. Curves are still upon the hinge; pale zeros tinge the tiger skin.



Moist as grass. Ripe and heavy as the night. The sponge is full - well out of sight. All around the conversations: Icing - on the warm flesh cake!














auf dem Schulhof / in der Agenturküche














Es wird wohl wieder eine lange Nacht im Auswärtigen Amt.














Dienstag, 24. Januar 2006




































The best is yet to come.














Glück.














Ein feierliches Gefühl.














Sonnenaufgang.














Roxy Music. Peter Gabriel. Nirvana. Chris & Carla. Alva Noto + Ryuichi Sakamoto. We Are Scientists. The New Pornographers. Björk. Test Icicles. Clap Your Hands Say Yeah. Eure Tagesordnung. Arab Strap. Frank Zappa.














Das Lächeln eines Einmeterfünfundachtzig-Hasen, der beschlossen hat, glücklich zu sein.














Meteorologie und Klang.














Die reinigende Kälte.



Ein breites Grinsen und Strahlen über das ganze Gesicht.














»Dreh’ mich um und fick’ mich!«














Rock im Sinne von Rock.














Rhetorische Frage:



Kann es nur eine Koinzidenz sein, dass ich ausgerechnet an dem Tag, da die Zulassungsprüfungen beginnen zu einem viele Jahre konkret und gedanklich gut zwanzig Jahre lang vorbereiteten Studiengang,



dass ich ausgerechnet an diesem Tag eine Musik hörend wieder neu und ganz anders für mich entdecke, die eben vor gut zwanzig Jahren diese durchaus pubertär-libidinös damals besetzte Auseinandersetzung mit Klängen in mir mit ausgelöst hat?














Montag, 23. Januar 2006




































Look no further! Look no further! I look no further! Cruelest almost always to ourselves. It mustn’t get any better off. It’s in our hands: It always was. It’s in our hands, in our hands. It’s all there: In our hands. It’s all there: In our hands.



Well, now aren’t we scaring ourselves unnecessarily? Aren’t we trying too hard? ‘Cause it’s in our hands, it’s in our hands. It’s all here: It’s in our hands.



Look no further! I look no further!



It’s in our hands: It always was.














*














Nutten kriegen mehr Drittmittel als Leute, die wagen, zu widersprechen.














Erinnerungsbären.














»Wer viel Erotik erlebt, viel Tanzen geht und dann auch noch regelmäßig richtig guten Sex (nicht Sportsex) hat − was alles sehr empfehlenswert ist −, kann unmöglich gleichzeitig nächtelang meditieren, Code hacken oder in der Westbank sich selbst und Palästinenserkinder bei der Vernunft und im Zaum halten.



Was also tun?«














Um 8 Uhr schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus, ein körpereigenes Stress-Hormon. Beste Zeit zum konzentrierten Arbeiten.



10 bis 12 Uhr: Beste Zeit für Prüfungen. Denk- und Sprachfähigkeit sowie das Kurzzeitgedächtnis arbeiten auf Hochtouren.



12 bis 13 Uhr: Die Körpertemperatur erreicht ihren Höhepunkt, eine Pause steht eigentlich auf dem körpereigenen Plan. Erledigen Sie Routinearbeiten, die leicht von der Hand gehen.



13 bis 15 Uhr: Beste Zeit für den Zahnarzt. Das Schmerzempfinden ist am geringsten, weil besonders viele Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet werden.



15 bis 16 Uhr: Die beste Zeit zum Lernen, denn das Langzeitgedächtnis ist am aktivsten.



16 bis 19 Uhr: Jetzt keinen Alkohol − zu dieser Zeit braucht die Leber länger um Alkohol abzubauen.



20 bis 22 Uhr: Zeit fürs Genießen − sämtliche Sinne reagieren besonders stark.



Ab 22 Uhr: Beste Einschlafzeit. Die Produktion des Schlafhormons Melatonin ist auf dem Höhepunkt.














Das Phantastische jedweder Theorie.



Das Futurische, das Lebens- und Wirklichkeitsverändernde.














Selbstbeobachtung:



Ich höre wieder genußvoll-identifikatorisch Popelektronik (Coldcut, Björk, Songraphie) − und entwickle unwillkürlich neue, utopische Selbstbilder, Lebenskonzepte, begehrte Situationen der Wunscherfüllung.



Das utopisch-heterotopische, vorverweisend-imaginierende und projizierende Moment elektronischer Popmusik.



(Heißt das: Selbst avancierte Rockmusik stabilisiert nur die eigene Verdrängung, wirkt systemkonform und -stabilisierend − während avancierter elektronischer Pop stets die Fähigkeit besitzt, Transformationen zu fordern und vorzubereiten?)














The Clumsy Elephant Is Collecting Christmas Tree Decorations.














Als wäre meine Habilitation − mein drittes Buch − eine Tripel-CD polyphon-elektronischer Klangverläufe, die insgesamt wie Gesänge einer menschlichen Stimme klingen und doch ihren vollkommen synthetisch generierten Charakter immer wieder erkennen lassen. Selected Generative Works, Vol.3. (Theorie der Werkgenese)














Walten – Warten – Wanten – Taten – Raten – Paten – Daten – Waden – Wasen – Waren – Wagen.














Den einen Vortrag für die idiomatische Nachbearbeitung durch die Übersetzerin fertig gestellt, den anderen zur Drucklegung und zum Einholen der Abdruckerlaubnis für sechs Abbildungen aufbereitet: Wunderbar! (Andere sagen: Arbeit macht frei.)














Blue Bell Knoll.














Sonntag, 22. Januar 2006




































Die holländische Regierung will deshalb junge Arbeitslose in leer stehenden Kasernen umerziehen, um solche Unruhen zu vermeiden.














In meditativer Anmut.













Das Clementinentier.














»Hey: Kemosabe! Long time no see…«














Öko-Matratzen können plötzlichen Kindstod verursachen.














Ich schreibe für blogger.com, fotografiere für flickr.com und höre Musik für last.fm.














Zahlenfolgen zunehmend nur noch als leet lesen wollen.














Über Hubschrauberforscher, Möbelbauer und Klanganthropologen.














Wie das Vorausdenken der eigenen Theorie im Medium des englischsprachig-knappen Vortrags für eine US-amerikanische Konferenz zurückwirkt auf das Schreiben des umfangreich-deutschsprachigen Buches, das die Weiterungen dieser Theorie insgesamt entfalten soll.














Samstag, 21. Januar 2006




































Wissenschaftler, diese Teufelskerle! Was verdanken wir Ihnen nicht alles! Teflon und Telefon, Klarlack und Fertigkuchen (russ. Zupf)! Ganz zu schweigen vom gesamten restlichen Zivilisationssurrounding. Das kommt unter anderem daher, dass der Wissenschaftler an sich, oft ohne es so recht zu ahnen, den Superlativ als Selbstzweck betrachtet. Er will das grösste X, das schnellste Y, auf jeden Fall aber mindestens das allererste Z erfinden, entdecken, entwickeln oder wenigstens publizieren.














Kissenschlacht!!!














»Wer weniger Geld für Ideen ausgibt, hat mehr Geld für Koks!«














In Utero auflegen und flugs wieder im Schreiben drin sein − mit der unabweisbaren Energie der Ostertage 1994…














Genießt jede Krankheit und verteilt euern Schnodder überall, steckt alle eure Freunde an. Seid nich so geizig mit Körperflüssigkeiten. Je mehr ihr trinkt, um so mehr könnt ihr pullern und je mehr ihr esst, umso mehr könnt ihr kacken. Kackt dreimal am Tag und genießt, dass ihr so produktiv seid. Esst alles was ihr könnt, denn wenn es zuviel ist, könnt ihr ja wieder kotzen. Esst Schokolade und Döner und esst alles mit Majonaise. Esst eure Fingernägel, denn sie wachsen nach. Verwertet euch selber und seid ein eigener Nahrungskreislauf. Trinkt eure Pipi und trinkt zuviel Cocktails. Es gibt nicht zuviel Cocktails. Investiert in Körpergefühle den Großteil eures Geldes. Arbeitet gezielt auf Übelkeit hin, denn wenn ihr tot seid, wird euch nie wieder übel sein. Versucht so viele Krankheiten wie möglich zu bekommen, denn nur so lernt ihr euren Körper richtig kennen.














This Scene is Dad.














Falls Sie seit Kurzem Ihre Liebe zu den test icicles entdeckt haben sollten, empfehle ich Ihnen dringlichst, sich auch einmal die weithin sträflich unterschätzten, schwedischen Refused zu Gemüte zu führen.

Die könnten Ihnen gefallen…














Freitag, 20. Januar 2006




































mediumflow mobile.














Ein Plädoyer für morgendliches Träumen im Bett, gedankenloses Vor Sich Hin Glotzen oder tatsächliches Meditieren.














Das Synthetische Mischgewebe.














»Dann ist das Brot gebacken!«














»Pendejo!«














Teenage angst has paid off well - Now I’m bored and old. Self-Appointed judges judge more than they have sold.














Copy to Draft.














A E O N F L U X .














Suffocated by mirrors, stained by dreams. Her honey belly pulls the seams. Curves are still upon the hinge - pale zeros tinge the tiger skin. Moist as grass, ripe and heavy as the night. The sponge is full, well out of sight. All around the conversations, icing on the warm flesh cake.














Donnerstag, 19. Januar 2006




































Noch zu singen:



Das Lob der Phantasmen,

idiosynkratischen Neigungen,

der Pathologien

und neurotischen bis psychotischen Störungen.














drawn across the plainland

to the place that is higher

drawn into the circle

that dances round the fire



we spit into our hands

and breathe across the palms

raising them up high

held open to the sun














Unter dem Super-Baldachin eines enzyklopädischen Buch-Phantasmas.














The Web 2.0 Bullshit Generator™














The place where I come form is a small town. They think so small, they use small words. But not me, I’m smarter than that: I worked it out! I’ve been stretching my mouth to let those big words come right out. I’ve had enough! I’m getting out: To the city! The big, big city! I’ll be a big noise with all the big boys - So much stuff I will own! And I will pray to a big God! As I kneel in the big church!



My car’s gettin’ bigger! My house’s gettin’ bigger! My eyes’re gettin’ bigger! And my mouth! My belly’s gettin’ bigger! And my bank account! Look at my circumstance! And the bulge in my big, big, big, big, big, big, big, big, big, big, BIG!














Beim Austeilen Kunstfigur und beim Einstecken verletzbarer Mensch, das ist nicht so professionell.














Mittwoch, 18. Januar 2006




































Die Lauschmeditation.














Eine dröhn-, vibrations- und erschütterungsarme Ruhe.














Habitusschönheit − Körperschönheit − Gesichtsschönheit.














Buch der Vizekönige.














Die Jesuiten überziehen von der Mitte des 16. Jahrhunderts an den Globus mit einem Netz von Papstandachten und Romrücksichten − einem Internet des innigsten Gehorsams aus zentrumstreuen Fernen.



Von hier beziehen die modernen, weltweit operierenden Telekommunikationsgesellschaften ihr Muster. Das Ferngespräch ist im Ferngebet für den Papst präfiguriert.














Daunenschnee und krächzende Krähen.














Aufbäumen und Aufbegehren gegen das Unhinterfragte.














Eine Theorie der Praxis

interdisziplinärer Kooperation.














http://www.humanupgrades.com














What are you really thinking about just now? (OS96)














»Grab your things I’ve come to take you home!«














Ein großer Moment, nach gut dreieinhalb Jahren Arbeit − an einem erst zu etwa drei Vierteln fertig gestellten Buch −, nun erstmals, fremdelnd, die Worte, Zeilen, Seiten des allerersten Kapitels zu lesen.



Gut. Anders und gut. Ja. Weiter.














Zwanzig Jahre danach singt Peter Gabriel mit seinen Liedern der 1970er und 1980er Jahre mir immer noch mitten aus dem Herzen.



Ich begegne mir selbst noch einmal in der Person, die als Teenager sich vollständig mit diesen Texten und Strömen und Eruptionen identifiziert hat.



Ja, ich erkenne mich darin immer noch; wenn indes vielfach auch gebrochen.



Die Gesang-, Sprech- und Schreibstimmen, die mich identifiziert haben, als mein multipler, totemistischer Kreis:



Der innere Peter Gabriel, der innere Karl Hyde, der innere Brian Eno, der innere Heiner Goebbels, der innere Peter Handke, der innere Peter Greenaway, der innere Paul Nizon, der innere Hans-Magnus Enzensberger, die innere Jennifer Lopez, die innere Kate Bush, die innere Björk, die akademischen Lehrer, der innere Manfred Engel, der innere Peter Bayerer, der innere Martin Rennert, der innere Christoph Wulf.



Das Parlament meiner Selbst.



I contain multitudes.














Dienstag, 17. Januar 2006




































Sonne Opposition Sonne.

Sonne Konjunktion Jupiter.














Frank Zappa. a-ha. David Byrne. Arctic Monkeys. Laurie Anderson. Paul Anka. Paul Weller.
Architecture in Helsinki. Ryan Adams. Roxy Music. Portishead. Wolfgang Amadeus Mozart. Stina Nordenstam. Miles Davis. The Police. Au Revoir Simone.














Die klarsichtige Eissonne.














Es ist ein eisiger Sonnentag − Spätwinter, Vorfrühling − und also wieder Zeit für Janáčeks Klavierzyklus Po zarostlém chodničku. Auf überwachsenen Pfaden von vor hundert Jahren.














Webradio der Deutschen Gesellschaft für elektroakustische Musik.



Ein exzellentes Streaming-Archiv - randvoll mit Standardwerken aus Radiophonie & elektroakustischer Musik!














Am ganz frühen Abend dann: die Nocturnes von Frédéric Chopin wie Claudio Arrau sie 1977 für Philips eingespielt hat.














Der Popkamp.














Es fiele mir leichter, einen Tentakel von Omikron Beta zu verstehen.














Ich glaube ja, dass viel am Journalismus allmähllich zu so einer art gated community wird.














Wellnessurlaub in Bad Hall, das Himmler-Projekt auf DVD sowie Terrorschutz für Private (»gegen atomare, bio. und chem. Gefahren«); Angebote zum Eisernen Kreuz (»Riesenauswahl zu Spitzenpreisen!«) und eine große Auswahl an Militaria-Artikeln »Jugoslawische Armee« bei ebay.



Hotels near Frauenkirche, 100 SMS gratis, Frauenkirche in Dresden als echte Glasmalerie - Handarbeit! Eine dekorative Geschenkidee . . .














Montag, 16. Januar 2006




































Mehr als dies.














Die wohlig warm-feuchten Fußsohlen.














Prima Schleifschleim.














Beate Zurwehme.














Die Katzenfernentzündung per Laserpointer.














Die unfassbar dumme, hässliche und bedeutungslose Brotspinne Patti Smith.














Nein! Das ist nicht das Ende der Welt, gestrandet an Leben und Kunst. Und das Spiel geht weiter - wie man weiss. - Noch viele schönste… wiedersehen!














Mit der hässlichen Brille und der dicken Zigarre war er immer einer der besten Sozialisten!














Dieser Tag eignet sich ausgezeichnet für Forschungs- oder Studienarbeiten.














Norma Tschirmau.














Sonntag, 15. Januar 2006




































Heilschlaf.














Das Kultspielzeug des deutschen Aufschäum-Aficionados.














Von Belang für die Gesellschaftsordnung, in der wir leben, ist nicht so sehr, dass zum ersten mal in der Geschichte die arbeitende Bevölkerung mit gleichen Rechten in der Öffentlichkeit zugelassen ist,



als dass in diesem Bereich alle Tätigkeiten als Arbeiten verstanden werden, dass also, was immer wir tun, auf
das unterste Niveau menschlichen Tätigseins überhaupt, die Sicherung eines ausreichenden Lebensstandards heruntergedrückt wird.














»Entschulkdigen sie, ich bin sonst ganz anders.«














Joseph Sargent, Colossus: The Forbin Project (1970)














Tell them what would certainly please them to hear - but



nevertheless: Do as you like.














Samstag, 14. Januar 2006




































Texte, die man vor der Begegnung mit ihren Autoren lieber las als nachher.

Texte, die man nach der Begegnung mit ihren Autoren lieber liest als vorher.














Go ahead! Fill their heads! Go ahead! Fill their heads with poison! Take a look: These people are savages! Take a look: At their misfortune!



I`m goin up. I got a message. I`m gonna - I`m gonna wait, till I: Close the door. I`m gonna wrap, myself in blankets. I`m gonna - roll out: Across the floor!



Well the bride, bride and the groom: Run in a circle around their house! They`re goin` out! They`re goin` in! Inside a circle around their house!



Yes he`s the king. And she`s the queen. Run in a circle around their house. Open the door - and let them in: Inside a circle around their house.














Nur zu Vorführzwecken.














Abenteuer und Verkehr.














Agrosophie.














Freitag, 13. Januar 2006




































Bundeskanzlerin Renate Künast.














Die Rocker von damals, die Musik-Besserwisser und Meine Bands sind cooler als deine Bands-Menschen aus den Siebzigern sind alt genug, um Studien zu organisieren oder Blogeinträge zu schreiben, die der Welt verdeutlichen sollen, dass früher alles besser war.














Die Affen vom Nordpol.














Berührung.
Touched by Sound














Hey darlin’… Can I buy ya a drink? Lookin’ for Mister Goodbar? Here he is! - Wait a minute… I’ve got it: You’re an Italian! - Hah? Yer Jewish? - Love your nails… You must be a Libra! - Your place or mine?














Der Goldene Händedruck.














Donnerstag, 12. Januar 2006




































Bär beim Wurstkaufen ist ja eigentlich ein sakraler Akt.














watch out where

the huskies go



and don’t you eat

that yellow snow














Printanzeigen kann man eben nicht so richtig googeln.














Mittwoch, 11. Januar 2006




































Der Entwicklungslogik von Pop-Dekaden folgend, erleben wir in diesem 6. Jahr des Jahrzehnts - nach seinem Aufschwung im vierten und dem Erreichen des Erfolgs=Plateaus im fünften Jahr - den Höhepunkt, die absolute Klimax sowie den Umschlag und beginnenden Abschwung der Neorock-The-Bands.



So ungebrochen wie in diesem Jahr wird Neorock hernach nie mehr produziert werden. Wir werden uns überaus nostalgisch an dieses nun beginnende Jahr fürderhin erinnern.



(cf. Love Parade-Techno ‘96, MTV-Pop ‘86, Punk ‘76, The Beatles ‘66, Bill Haley/Elvis Presley ‘56 etc.pp.)














Herodot, Vanillemilch und Portishead Live in New York City 1998.














komm’ schon


von dem

Flurboden aufwärts














Die pädagogische Diarrhöe nach B.














Die Erwartungswand.














Die Blendung mit der Maus.














- Woran erkenne ich, dass ein Kunstwerk gut ist?

- Daran, dass Sie es nicht vergessen.














Die éducation sentimentale, welche man über die Lieblings-Weblogs erfahren darf, ist ja nicht die Schlechteste.














Dienstag, 10. Januar 2006





































Das Schneekristall









»Das waren die 2000er Jahre!«








Nachmittags um fünf herrscht tiefe Dunkelheit.














Mildes Lächeln und Spätgeborenheit.














Nach zwölf Kriegseinsätzen und 27 Revolutionen, vier Todesurteilen, sechs Bypässen, Malaria und TBC.














»Sie hören zu. Das Feuer brennt. Jemand legt ein Scheit Holz nach. Licht und Wärme des Feuers beleben die Gedanken und wecken die Phantasie.«














Tapsig glühende Vermutungen, kleine Zitate und Liebeserklärungen.














Bretonische Austern, dazu ein Glas Champagner Baron Albert; Beef Tartare an Gänseleber und ein Sauvignon Blanc 2005.



Getrüffelte Topinamburschaumsuppe, ein Oktopus-Szegediner mit Hummerschaum mit einem Glas Chardonnay Kabinett 2005 und ein Blutorangen-Minzsorbet.



Filet Wellington von Kalb und Reh in Walnuß-Sauce mit einem Glas Cuvée Amarok 2000 sowie eine Schokoladebombe und einem Glas Pocas Portwein Late Bottled Vintage 1998.














Der fünfdimensionale Anti-de-Sitter-Raum, ADS, ist im Wesentlichen die Lösung für die Gleichungen der String-Theorie.














»Dass diese Erzählungen überhaupt gesponnen werden können, ist nur denkbar, wenn irgendwo ein Feuer brennt oder eine Funzel oder Kerze das Dunkel des Hauses erhellt.«














Nun bin ich von etwas leichterem Gewicht. Die Haare sind so lang wie seit über zehn Jahren nicht mehr und im vergangenen Jahr bin ich vollkommen ohne Kontaktlinsen ausgekommen.





Ich habe so wenig Geld wie vielleicht noch nie in meinem ganzen bisherigen kleinen Leben ausgegeben. Die Hirnrissigkeit einiger meiner Pläne habe ich nützlicherweise ebenso verdrängt wie die Gefährlichkeit einiger Unternehmungen, die mir aller zuwiderlaufenden Ratschläge zum Trotz dennoch als reichlich gewöhnlich erschienen sind.





Das Jahr hatte gleich mit einem halböffentlichen Sexualereignis von bleibender Erinnerung begonnen und 300 Gigabyte Lagerplatz für all die schönen Sachen sind ihr Geld definitiv Wert wie auch ein Essen im 44 unter Tim Raue, das ich Ihnen nur wärmstens und überaus dringlich als eine überraschende Schulung des Geschmackes nahelegen kann.





Zu empfehlen sind weiterhin die Lektüre von Mario Perniolas Wider die Kommunikation sowie Code 46 von Michael Winterbottom, ein Film, der immer noch wieder kehrend in mir nachwirkt. The Nationals Lied von dem »Secret Meeting in the basement of my brain« begleitete mich durch die unterschiedlichsten Stimmungs- und Lebenslagen wie ein trauter Freund. Ihr Konzert werde ich nie vergessen.





Ich schrieb und sprach soviel wie erstaunlicherweise wohl tatsächlich auch noch nie in meinem Leben und danke E. darum noch umso mehr für all die nahen Zeiten in innigem, leiblichen Einverständnis mit ihr.





Es war ein Jahr der Konsolidierung und der neuen, großen Verantwortungen und Konzertbesuche, das lediglich auf Menschen hätte verzichten können, die aus Angst vor Selbstverlust in eine Situation des wechselseitigen Austausches nur mit der Haltung von VerhandlungsführerInnen eintreten können.





Ich wollte Sie und Dich davon überzeugen, dass größere Nähe und menschliche Schwäche tatsächlich die weitaus tiefgehenderen Stärken sind.





Dieses Jahr war konstruktiv.




























*

*         *

*




























Das Licht wirkt anziehend. Es eint die Gruppe und setzt gute Energien in ihr frei. Reizdarm und Pornokalender.
















Das Feuer und die Gemeinschaft. Das Feuer und die Geschichte. Das Feuer und die Erinnerung. »Zu enger Durchschuss und die Serifen sind zu aufdringlich.«














Für Heraklit, älter als Herodot, ist das Feuer der Urbeginn jeglicher Materie, die allererste Substanz:



Alles, sagt er, ist, so wie das Feuer, ständig in Bewegung, alles erlischt, um von neuem aufzuflammen.














»Viele Menschen würden sich niemals verlieben, wenn sie nicht so viel davon gehört hätten.« Doch wo die Liebe es schwer hat, gibt es doch das Sich Kümmern. Und das ist wahrlich nichts Geringes.















Alles fließt, doch im Fließen unterliegt es einer Veränderung. Genauso ist es mit der Erinnerung. Für gewöhnlich brennen pro Nacht 90 Autos in Frankreich.













Die hochherzig-puritanische Dümmlichkeit US-amerikanisch geprägter TV-Serien-Drehbücher über Teenager.














»Wie schon angedeutet, bietet die Untersuchung von Deutungs- und Übertragungsabläufen anhand der langen Tradition europäisch-abendländisch geprägter und eminent als ›Kunst‹ ausgezeichneter Ausdrucksformen eine gute Grundlage zum Verständnis tagtäglicher Abläufe medialer Kulturtechniken der Übertragung in gegenwärtig sich herausbildenden Kulturen.«














Manche ihrer Bilder erlöschen, und an ihrer Stelle tauchen neue auf. Nur dass diese neuen nicht identisch sind mit den vorigen, sie sind anders.














»Gemeint und geschissen ist zweyerlei.« - »Mächtig was los im Keks!« Die Nicht-Darstellbarkeit der Zitrone.














Ja: Ariel Scharon kriegt wirklich das volle Papst-Treatment.














Gnagflow Trazom sagt: »Oniomanie!« - Ein Zeitungsglück. Ein wohltuendes Sitzglück…














So wie man nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann, ist es auch undenkbar, dass ein neues Bild genauso ist wie das vorige.














Dreckstückchen Kontrollgesellschaft

empfängnisbereit Sauerbraten














- Einem großen Sammler fliegen die Kostbarkeiten irgendwann zu!



- Oder ich fahre zurück nach Freiburg, das ist dem Selbstmord durchaus vergleichbar…














Der Glücksfisch: Angelo Branduardi / Andrea Bocelli.














The National. Tocotronic. Kate Bush. Metric. Athlete. Brian Eno. Franz Ferdinand. Maxïmo Park. Wir sind Helden. Interpol. Massive Attack. British Sea Power. The Strokes. Sufjan Stevens. Kraftwerk. Gorillaz. Paul McCartney. Gravenhurst. Depeche Mode. Bloc Party.














Office of Research Integrity:



Fabrication - Falsification - Plagiarism.














»It wasn’t bad. I just went to sleep. Tell all I see them on the other side. I Love You.«














Die Nuller Jahre Show.














Montag, 9. Januar 2006





































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