3.10.6. - 31.10.6 : Variatio delectat














Der Flüssigkristall.














Es gibt Menschen, in deren Texten, Musikstücken, Filmen oder anderen Artefakten tatsächlich schon all das Beste steckt, was jemals einer von ihnen nur kriegen könnte.

Jede berührungsnahe Begegnung mit dem/der UrheberIn (auch nur ein beidseitig sprachlicher Austausch) wäre nicht mehr als eine Begegnung mit all dem Ausschuss der übrigen nicht für ein Artefakt geeigneten, da nur miesen Eigenschaften dieses Menschen.



Sterbliche Überreste derer, die Bleibendes schaffen wollen.














Das Inquisitorische in allem Interrogativen.














Die Unternehmensberatung McKinsey bekommt einen neuen Deutschland-Chef: Ab Januar führt der Wirtschaftswissenschaftler Frank Mattern (44) die Geschäfte. Experten gehen davon aus, dass Mattern erst mal 60 Prozent der Mitarbeiter feuert, die Telefonzentrale nach Polen verlegt und sämtlichen Angestellten die 0190-Nummern sperrt.














Schön am Morgen, den Phlox in einer stillen Minute von seinen toten Blättern zu entlasten. Reinigend.














Die kleine, glückliche Mongobohne.














Ein Solariumsblondinen=Nest.














Endoepistemology.














Reifung verspüren.














Die Antibaptistin.














Im Bett ein wahrer Satansbraten.














Die Empfindungen sind der Sinn.














Eigenname – nicht Gattungsbezeichnung.














Eliminate redundancies! Reduce bandwidth use! Travel great distances frequently and with little effort! Accumulate on the hard drives of the middle class! Address a distracted listening subject!














22/12/12/9/7.














Incivilities.














Sous le bouclier de protection de la naïveté














Langsam, genießerisch zog er ihren Augapfel weit aus seiner Höhlung, die gebündelten Nerven- und Sehnenstränge hinter dem Aug’ schnitt er schließlich mit einem beherzten Zug durch.














Aus den Löchern im Boden strahlte das Licht.














»High five! High five!«














The Scream Awards.














Dienstag, 31. Oktober 2006




































Humor ist der Nihilismus des freien Willens.














Das heftigste Bedürfnis, ein Spezialfall des tiefsten und einzigen vitalen Interesses, das nach dem Koitus überhaupt geht:



Der Wunsch, dass möglichst viel, von wem immer, wo immer, wann immer, koitiert werde.














Der Zweckphlegmatiker.














Zu tun haben zu müssen meinen
zunehmend zu umgehen trachten.














Wenn er schlecht zufrieden war.














P. Diddy. Daniel Maze. Beck. Mia. Brian Eno. Aphex Twin. Codeine. Tocotronic. Broken Social Scene. Manuel Göttsching.














Die Sinnlichkeit seiner Schöpfung entfaltet sich erst mit der Bewusstheit seiner Anschauung.














Der schöne Phlox.














Das Gegen-Shuttle.














Schwarz gelb weiß blau rot.














Tatort Faksimile.














»Blumen gießen und Wäsche waschen sind nicht-konvertierbare Währungen.«














Das Irreversible.














Was halten Menschen für gemütlich?

Eine vergleichende Studie der Interieurs
verschiedener Gast- und Wohnhäuser














Erwartungsfroh öffne ich die ausharrende Flasche des 2005er Viejo Templo aus Navarra und lese – während die Mates of State ihr »It’s all in your head!« skandieren – die letzten 15 Seiten meines gegenwärtig liebsten Erzählwerks.














Wählen Sie eine andere Sprache.














Realer Fall von Schauspieler nachgestellt.














White Aryan Lesbengospel.














Das Beglückend-Überkandidelte in der aktuellen The Killers.














Die weltbesten Prozessoren.














Die Unterhosenwichtel.














Montag, 30. Oktober 2006




































Alien Muslim Africans as The American Other.














»He is currently undergoing an intensive training for the Indian Government sponsored manned flight to Mars planned for 2012, and will not only be responsible for choosing all the listening material for the three year flight, but will be setting up the Martian Sonic Research Center (MARSON) a working replica of IRCAM in Paris.



MARSON will host summer schools for gifted students, and established composers may apply to live for one year (extendable to a maximum of five years) in this creative haven away from the demands and stress of their earthly careers.«














Die ergänzende Spiegelung im Anderen.



Die erschreckende Unverdaulichkeit das Fremden.














There’s nothing ambiguous about ambiguity.














Das schwule Kapital.



Das lesbische Prekariat.














Alles, was man selbst sein möchte und nie ganz sein kann, auf ein Individuum häufen, es zum Träger aller Werte zu machen, das heißt lieben.














Abteilung Germanistik.














Wie man im anderen nur liebt, was man gern ganz sein möchte und doch nie ganz ist, so hasst man im anderen nur, was man nimmer sein will und doch immer zum Teil noch ist.














Kakteenmüesli zum Frühstück.














Die ganz gemeine Sexualität sieht im Weibe einen Apparat zum Onanieren.














Weininger zitiert nach Meinecke.














Das ganz gewöhnliche Jahr 2006.














Cul de Paris.














Bent Hamer, Salmer fra kjøkkenet (2003)














Politiker ohne Partei. Memoiren. 1918-1934. Der Wahrheit eine Gasse. Persönliche Erinnerungen. Erinnerungen 1945-1953. Erinnerungen 1953-1955. Erinnerungen 1955-1959. Erinnerungen 1959-1963. Wohlstand für Alle. Dunkle und helle Jahre: Erinnerungen 1904-1958. Links und frei. Mein Weg 1930–1950. Begegnungen und Einsichten 1960–1975. Erinnerungen. Erinnerungen und Einsichten. Menschen und Mächte. Die Deutschen und ihre Nachbarn. Menschen und Mächte, Teil 2. Weggefährten – Erinnerungen und Reflexionen. Erinnerungen. 1930-1982. Erinnerungen. 1982-1990. Entscheidungen – Mein Leben in der Politik. Der Preis des Überlebens.














Sonntag, 29. Oktober 2006




































Klitoris.       Rhetorik.














Blütenstaub auf der Lautsprecherbox.














Der Hund mit dem schön gewaschenen Fell.














›Ausschlachten‹.



›Runterbrechen‹.














Der Erbsen=Neintopf.














Der Marktanker.














Es war eine schwere Zeit. Die Normen wurden erhöht und die Löhne gesenkt.














Das fliegende Lichtschwert.














Drei Annen Hohne.














Ich hasse Bannerwerbung mit Musik.














Semantische Doppelbelichtung. Osziliert so wohlig.














Heir.       Hier.














Palace résistance.














Anstalt.       Veranstaltung.














Geister und Untote.














Ihr Gefühl. Ihre Tränen.














»Sie sind ein Poet!



Sie müssen wieder konkreter werden!«














Halbtrunkene Sportswearschülerinnen und -schüler vor dem Ingeborg Bachmann Altar.














In die Klaviatur des Flügels schmiegte sie gleichsam sich hinein als wie eine Comic=Katze, ein Zeichentricktintenfisch.














Samstag, 28. Oktober 2006




































Vermissen. Bedauern.














Jeder Austausch lässt das Gute darin wirksam werden.














Wer nicht mitmachte, war ein Weichei.














I am a citizen.



I am a business.



I am a visitor.














»Die meisten Gabis heißen gar nicht Gabi.«














Daniel Maze, Avatar (2006)














Gefühlswärme und Anteilnahme.














Lange in der warmen Sonne sitzen.














Nihilist Spasm Band.














Afghanistankrieg Berlin George W. Bush DFB-Pokal Frankreich Friedenstruppen Großbritannien Großstädte Irakkrieg Jugendgewalt Kriegsverbrechen USA.














Baselitz und Remix? Ohgottohgott!














Sie bestätigt nichts. Sie bedankt sich nicht. Sie erzählt nichts Persönliches zwischendurch. Sie gewährt niemandem einen Zugang auf eine nur annähernd nicht-professionelle, nicht verhandlerisch angespannte Weise. Sie ist unfähig, einfach mal entspannt ein paar Sätze zu tauschen. Alles, was sie tut, ist aufgeputscht und besoffen von der Wichtigkeit und Präpotenz ihres eigenen Handelns.



Sie lässt keinen Raum, gibt keine Zeit für Äußerungen und Darstellungen anderer, sondern nutzt die Dichte ihrer Tätigkeiten aus, um stets nur wenig Zeit zu haben – und diese wenige Zeit ihrer Anwesenheit dafür aufzubrauchen, sich in ihrer Großartigkeit und Fehlerlosigkeit immer wieder in’s rechteste Licht rücken zu wollen.



Sie spricht in einem anordnenden, herrischen Ton, der einen Austausch auf Augenhöhe schwer möglich werden lässt. Sie ist eine menschgewordene Störung, die alle, die mit ihr über eine längere Zeit zu tun haben zu müssen meinen zunehmend zu umgehen trachten.



Sie macht sich zum Hindernis, nicht zur Möglich=Macherin.














Kleine Absencen erhalten die Freundschaft.














Prostitution with a friendly face.














Ich möchte nicht mehr in geschlossenen Räumen unter künstlichem Licht auf grellfarbige und scharfkantige Bildschirme stieren müssen.



Ich möchte unter südlicher Sonne am Strand tagelang im Freien sein.














Es gehört verboten, in einem Bandnamen zugleich die beiden Worte ›My‹ und ›Valentine‹ zu verwenden.














Der Multimarkt, der ausschließlich Spirituosen im Angebot hat.














Ruhige Nervosität. Gemässigter Aufbruch.
…Und Mittelspiel.

Ansatz. Damen eleganza. Ehrenvoller Kampf.

Hoheit weicht. (nicht ohne Schwung)
…Und Souveränität.

Remis.














Ich wünsch’ Dir personales Desintegrieren.














Freitag, 27. Oktober 2006




































Logik als virile Niedertracht.














Polyäthylen Trolitul Lupolen Perlon Diolen Trevira Cupresa Hornitex Linoleum Hostalen Stratoplast Polystyrol.














Schwer zu unterdrückende Freude und Genugtuung über die Krawalle in den Pariser Vorstädten.














Otto Schenk, der wissbegierige Kubaner.














Nationalfeiertag.














Im Genuss der eigenen Aufgeräumtheit.














Meine Hochschule hat jetzt einen Exzellenzcluster! – Und? Isses gutartig?














Totenschändung? War das nicht schon immer ein zentraler Bestandteil soldatischen Berufsprofils?














Erwiderung. Widerhall.














Ekel – allein durch schiere Größe und selbstgefällige Wucht einer Werbemaßnahme. So entsteht Vandalismus.



Mit Recht: da begründet in einer Demütigung menschlicher Würde durch unerbetene Anrufung, Notwehr.

Schlechte Kommunikation, die ihre Ansprechpartner meint anherrschen zu müssen.














Menschen, auf denen ›Hauptstadtrocker‹ steht.














Essen auf dem Bahnsteig.














Bayern und Finnen.














Heiße, innere Bewegtheit. Wackeligkeit. Leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.














»Bitte tragen Sie dafür Sorge.«














Die Flucht in’s Glück.














Sich durch Essen wieder spüren.














Der wohltuende Blick auf den Boden.














Kontaktinseln.














Die Abgehetzten und die Abgehängten.














Das kaiserliche Deflorations=Rot.














Die weisse Birke.














18 Gramm Kodein.














Ein kaufszentren in die Zentren der Städte kotzen.














»Musikkenner, aber schlechter Körperzustand!«














Currywurst im Glas. Forellenquiche.














Museumsinsel: Das renovierte Gehäuse einer spätfeudalen Skulpturensammlung als Nationalfetisch für die Opfer des Neopauperismus in der Groschenpresse.














Donnerstag, 26. Oktober 2006




































Hermes, der Bote, der Sprachen erfindet und Wege öffnet.














Die stolze Stute.














Der Gesalbte und Berührte.














›Generieren.‹

›Erstellen.‹














Edith Hancke und Klaus Sonnenschein.














Rügen ruft…

Hotel
Zum Lobb’ster.














Ein Flirt mit den Lesern, Leserinnen – Was denn auch sonst?














Der Botanische Garten.














Spaziergangswissenschaft.














Theoriebildung ist kein Rezensionsfeuilleton.














Großes Dachgaubentheater.














Kommunikationssoziologie als Klanganthropologie.














»Hoffe, Du schlummerst noch schön und eroberst in Deinen Träumen die Welt.«














Die Unterschichten verdienen eine Exzellentinitiative – nicht die Eliten, die ohnehin qua Herkunft, Geld, Millieu und Bildung ihr auf ewiglich auch weiterhin angehören werden.














Es braucht einen neuen antikapitalistischen Terrorismus.














Wir sind Pflanzenkörper.














Griffworte. Griffbilder.














Weicher werden.














Ich mag die spätnächtliche Ruhe hier am Institut.














Mittwoch, 25. Oktober 2006




































Drei Pflaumen.














Im Genuss des kraftvollen Gegenwinds.














Bahnhöfe Bayern Biografien Explosionen Feiertage Großbritannien Irakkrieg Angela Merkel Gerhard Schröder Michael Schumacher USA Ungarn.














Er möchte unbedingt ›zeitgenössisch‹ schreiben, sagt er, über Menschen in China und Paris, die per Handy miteinander kommunizieren oder beim Sex durch ein ankommendes Fax gestört werden.














Das einzig wirklich Sehenswerte an ihm ist sein großer Schwanz.














Bei der ungarischen Flagge muss ich immer an Salami denken.














Das Bild ist der König.














Der Münzsalon ist toll!














Das theoretische Auge.














Das Sehen vom Hören her neu denken. Videoanthropologie.














Klerz/Klanthro. Theoerz. Vanthro.














Der Betrachter nicht meher in maskulinem Gender fixiert starrend auf’s Bild, sondern in wechselnder medialer Persona, die ihre Sehräume wandernd durchschweift, sie derart stets neu erschließt und so erzeugt (vgl. Serres’ visite).














Die Ausgabekonvention.














Schließung und Opazität.














Bildautonomie.














Verträumte Karrierefrauen.














Die ikonische Differenz zwischen Wiedererkennen und Sehen.














Ihre Marlene Jaschke-Mimik.














Dienstag, 24. Oktober 2006




































Metric. Beck. ¡Forward Russia! P. Diddy. Tocotronic. Hot Chip. Antjeverena. Robosonic. Robert Heel.














Homöovestismus.














Assomons les pauvres.














8. Internationale Käsiade.














›Nett‹ ist die lächelnde Schwester von ›Scheiße‹.














Kundgabe. Wir werden es schaffen. Ich bin. Die Zukunft. Halt’s hoch. Komm zu mir. Sag’ mir. Will bewegen. Ruck. Fordere meinen Platz. Alles was ich lieb’. Besonderes Gefühl. Irres Ding. Nach der Liebe. Durch den Schmerz. Dacht’ Du sagtest. Letzte Nacht. Macht es hart. Gefährten für’s Leben.














Realismus.














Montag, 23. Oktober 2006




































The Petticoat Baronesse.














. 1 Dat +














Es ist traurig, dass die linke Kulturkritik ausgerechnet jetzt, da der mediale Kokon der Übermittlung sich tatsächlich als dicht geschlossen zeigt – in on-oder offline Magazinen, Shows, Gadgets, Casts und Tools, in Prolefutter (Orwell):



in diesen Zeiten der Not und des notwendigen Widerstandes fehlt die scharfe, unerbittliche und fundamentale Kritik und Agitation, das direkt politisch-gesellschaftliche Handeln als Konsequenz:

Sie hat sich bedauerlicherweise in der Résistance und dem Institutionendurchmarsch der letzten vierzig Jahre ver-, ab- und bourgeois gekämpft.



Es braucht politischen Widerstand.

Es wird wieder Zeit für Klassenkampf.














Sensoren.       Senioren.














Schweiz Kanada Belgien Russland Mongolei Island China.














Samurai.       Samowar.














Spätkauf Internet Telefon Copyshop.














Sonntag, 22. Oktober 2006




































Das wird schon werden.














»Hilfe! Ich wurde steril gefurzt!«














»Ich muss mein Argument strukturieren.«














Gewalt und gute Laune.














Die Schwerkraft.














Physikalistischer Mystizismus. Formelobskurantismus.














Die Marienkäfer beim Frühstück heute am Balkon.














Sein Abszess am Kehlkopf. Sein unvermutetes Überleben. Das neue Leben.














Musik für verbundene Räume.















Wer ist der Penner?














»Wenn das nicht die Heraufkunft des Antichristen ist?«














Structure Borne Sound.














Akademie der Höflichkeit.














Einführung in die Hörsamkeit.














Die Sommer kriegt ‘ne Nachspielzeit.














Die Melancholie nüchtert sie aus und überzeugt sie selbst davon:

Sie ist abgegrenzt von anderen.














Chirurgische Praxis.














All die lieben, liebeswürdigen und liebensbedürftigen Menschenwesen.














Over and over and over and over:

Like a monkey with a miniature cymbal – the joy of repetition really is in you!



Under and under and under and under:

The smell of repetition really is on you – and when you look this way I really am with you!














Kissing.
Sexing.
Casio.
Poke.
You.
Me.
I














Hörsamkeit eines Raumes ist ganz allgemein die Eignung eines Raumes für bestimmte Schalldarbietungen.

Gute Hörsamkeit eines Raumes für Sprachdarbietungen besagt z.B., dass ohne Benutzung elektroakustischer Verstärkung eine gute Sprachverständlichkeit an allen Plätzen des Raumes gewährleistet ist.














Samstag, 21. Oktober 2006




































»Umwerfend Komisches und Amüsantes.«














Präorgasmisch.














Wolkenrorschach.














Chevalier des Arts et Lettres.














Nail Number One.














Herbstprojektion der Bundesregierung.














To be somebody.














Phoenix’ Pressenkonferenzen=Ambient.














Androcentric.














L’insonorisation.   La localisation douteuse.   L’incongruité.














Pastellpink das Abendrot.














Tofuboy und Mangagirl.














»Frohes Pinkeln!«














»Fand auch parasoziale Interaktion statt?«














Freitag, 20. Oktober 2006




































Der Reis ist soeben in Südkorea eingetroffen.














Ein schwerwiegender Nachteil von allerlei Nagetieren aus der Zoohandlung ist, dass man sich mit ihnen nicht anständig betrinken kann.














Quittengelee auf dem ewigen Schrotbrot.














Die Welt unter Drei.














Wenn pornographoid-populäre, überweiße Sängerinnen sich schwarzafrikanische Kleinkinder kaufen/klauen.














Sprengung einer Seemine.














Antisemitisch.       Antisemantisch.














Manfred Roth hat ständig Sodbrennen.














Dare to dream.














Atomwaffen Autotypen Champions League EU Gesellschaftsschichten Gesundheitsreform Großbritannien Hamburg Nordkorea SPD Soziale Lage USA.














Die Frau, die spätnachts eine Buchstabensuppe aß.














Sich das Gesicht mit der Brause waschen.














Codeine und Refused in ¡Forward Russia!














Erase Errata.














Kann das Wort dem Gegebenen folgen?














Die deutschsprachige Philosophie klingt seit dem Ende des achtzehnten Jahrhunderts wie eine reformatorische Patristik, eine Theologie der Gegen-Gegenreformation.














Traurige Instrumentalisten.














Die Rückkehr der wilden Haarscannerin.














Aktionsbündnis gegen Öd.














Dieses alabastergesichtig=nachdenkliche Mädchen vor Ihren calligraphischen Nothen, auf Papieren alabasterfarben.














Appetitlich knusprig gebräunte, kraftvoll-muskulöse Waden, Knie und Oberschenkel.














Unknown Parameter Value.














Das Jus Primae Noctis für Millionäre.

Ein möglicher Ansatz zur Lösung der Prekariatsfrage.














Die drei Gesichter:



Think.       Cool.       Devil.














Pornöse Kleidung muss ein häßliches Antlitz aufwerten.














Patrizier in einer reichsunmittelbaren Stadt, nicht Kronprinz am Hofe des Königs.














Menschen, die eine ganze, lange S-Bahnfahrt lang tatsächlich wirklich nur über ihre Ernährungsgewohnheiten herumschwadronieren können.














Die Ödnis und Vorhersehbarkeit der Rebellen, Punks und Widerständler, die sich nach einiger Zeit in ihrem neuen, scharfen Maßanzug unglaublich selbstgefällig vorausweisend und elitär fühlen.














Uriah Heep & The Nits.














www.noodlegoogle.org














Generation Digitalfurz.














»Sturzbesoffene Weiber sind natürlich auch dabei, interessant ist was Männer mit diesen Schnapsleichen alles anstellen wenn sie nichts mehr davon mit bekommen. Reife Frauen, junge Frauen und Teenies werden in weit über 500 Galerien präsentiert. Meistens sind es die Ehemänner / Freunde sowie Ex-Freunde, die uns die Bilder einsenden. Manchmal wollen sie Ihre Frauen einfach nur herzeigen, andere wollen sich einfach nur an Ihnen rächen! Immer wieder müssen wir Bilder / Videos entfernen, da uns die Veröffentlichung durch die betroffenen Frauen verboten wurde! Teenies. Tausende private (nur deutsche) Teenies Bilder / Videos. An die Väter unter euch, wenn Ihr Töchter habt schaut das lieber nicht an. Die Mädels sind nun alles andere als brav, manchmal kann man gar nicht glauben das die sowas schon wissen können! Also in diesem Bereich gehts richtig ab!«














Donnerstag, 19. Oktober 2006




































»Misstraue Deinem Nächsten wie Dir selbst!«














»Machen Sie was draus!«














Der Pflugstimulator.














»Inspiration der Gründerzeit nutzen!«














Voyage in India.














Der Jude ist die Elektronik.














Mein stets 0,7-Punkt gesperrtes Kerning.














Dyskalkulie.














Auf einer Sackkarre, 30 Kilo schwer und ein Meter zwanzig hoch, die eigene Qualifikationsleistung durch Wilmersdorf rollen.














Zum Einschlafen in einem guten Buch lesen.














Die Kinder vom Kotti.














Hazy shade of ovenheating.














Mittwoch, 18. Oktober 2006




































Das deutsche Prekariat.














Wir wollen Mofas mit Nuklearantrieb, wir wollen Platinzahnstocher, wir wollen drahtlose Mäuse, die bis 200 Kilometer Entfernung funktionieren.

Und wir werden sie bekommen.














Deutsche Post Worldnet.














Jetzt fahren auch wieder die Sommerradler mit der BVG.














Die logischen Hymnen.














Beck. Fergie. ¡Forward Russia! Robert Heel.














Ebaylaminathosenfotos.














Die bedeutsamste illustrierte Zeitschrift des deutschen Reiches bewirbt noch über 60 Jahre nach Ende des vaterländischen Krieges ihre aktuelle Auflage mit einer Abbildung der angeklagten Hauptkriegsverbrecher des Prozesses vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg vom 14. November 1945 zum 1. Oktober 1946.


Naziploitation.














»Volle Hütte jetze, wa?«














Guter Wein schützt vor Alkoholismus, die sapiditas der Speisen vor Fettleibigkeit.














Sei gegrüßt, Freude, Freischärler!














Wenn ich noch einen letzten Wunsch im Leben hätte: Er wäre relativ aprikot – vielleicht mit noch was. Es wird viel zu selten geföhnt.














Dienstag, 17. Oktober 2006




































En Londres.







Une journée nostalgique


















Die Fülle des Lebens ist das Abenteuer.














Die Reste des Rauches und der Drogen abduschen.













Die morgendliche Ananasmilch.




















1














Das Untergeschoss endet hier.














Die Dummheit der Raucher.














Die Flughafenpenner.       Die Bahnhofspenner.














Im Schwung.














Der Heidelbeermuffin.














Die flämische Gräfin.




















2














Use within three years of opening.














Don Jesus.














Ästhesiologie.














CCCP.       CCTV.














Carolee Schneemann, Meat Joy (1964)














Raum zu geben und Zeit zu lassen.

Größte und wichtigste Kunstfertigkeit.



Die Raumzeit sich ein- und ausschwingen lassen.














»That doesn’t inflate my boat!«




















3














Caliban.       Taliban.














Jews 4 Jesus.














The British Curry.














Gyosa & Samoza.














Der Wert der Gemütlichkeit.














Medienfirmen.       Mediumflow.














All those poor adrenalin-junkies!














Wer schläft, ist heilig.














Happy Diwali!














Cerith Wyn Evans, Take my eyes and through them see you (2006)




















4














Unto this last.














Carsten Höller, The Unilever Series (2006)














The Waffles of Wapping.














Our revels now are ended. These our actors,
As I foretold you, were all spirits and
Are melted into air, into thin air:

And, like the baseless fabric of this vision,
The cloud-capp’d towers, the gorgeous palaces,
The solemn temples, the great globe itself,
Yea, all which it inherit, shall dissolve

And, like this insubstantial pageant faded,
Leave not a rack behind. We are such stuff
As dreams are made on
, and our little life

Is rounded with a sleep.






5














Sein gewaltiger Irrtum, der ist groaßrtig.














Kein Genie, aber ein geniales Symptom.














Die Bewegung der Empfindung.
Eine wahre Geschichte der Liebe














Das System wird geschlossen, indem sich die Philosophie sich selbst zuwendet und ihre sprachlichen Mittel und Methoden reflektiert.














The Garden Eden.














In synonymisch mäandernder Übertragung.














Das Milligramm umschloß die Frucht eines geistigen Vorgangs.














Canetti & Bloch.




















6














Nach ihrer Vergewaltigung muss die Besudelte ein Holzkreuz über den Truppenübungsplatz schleppen, dann wird sie ans Kreuz geschlagem.














Die Spannung begehrender Erregung, die eine Annäherung zur Begegnung hemmt.



Eine zu leichte Annäherung, die nachfolgend eine Spannung begehrender Erzählung und Erregung vermissen lässt.














Colonial Drag.














Wiederkehrende Indolenz.














Anosmie, Ageusie.














Wir beginnen den Statuen zu gleichen, die wir fabrizieren.




















*














Es ist die Musik, die eine Geschichte macht.














I’ll bear this broken down cross with you!
Piece it together like you wanted me to!



I’ll protect your sense of right.
I’ll dissect your senses till you find me.














Sein Siggraph’93=T-Shirt.














Montag, 16. Oktober 2006




































The joy of irresponsability.














Lebensmitte.














Strauchbeerenhügel.














Ansonsten weiterhin mäßig desinteressiert an der Welt.

An sogenannten Internetblasen, Baseballspielerflugzeugen, Millionären und Fußballfilmen.



Komisch, jetzt wieder Pullover zu tragen. Ein Sportlerbrot gekauft. Die Überwachungskamera im fünf Quadratmeter großen Kiosk.














Trödeln mit Dödeln.














Looking forward to an über-weekend!














Hochparterre.














»Lieber Gero, hat die Abholung der Polster von Henning Maier geklappt? Liebe Grüße«














P.S.
P.P.S.
P.P.P.S.














Der koreanische Atomkrieg am Anfang des 21. Jahrhunderts.














Alle vier Jahre ein Buch.














Die Streichhölzer mit dem blauen Kopf.














Ataktisch.














Eine mähliche Entdeckung der Fragezeichen?














Endlich wieder gemütsvoll auf dem kobaltblauen Ledersofa sitzen und ein gutes Buch lesen. Den schlanken Boxen entspringen milde die liquid-elegischen Lieder, die meine Wohnlandschaft erfüllen. Cribs. Mir schmeckt diese Schokoladen- und Aprikosen-Torte zu meiner nicht zu heißen Koffeinschaummilch. Herculine Barbin.














Ficken Geld Drogen Nutten.














Ein irreguläres Montagabendgefühl.














Mongolik.














Die Thesenpfleger.















Self-portrait as a womanizer.















Donnerstag, 12. Oktober 2006




































Mein allmorgendliches Video=Feuilleton.














Dabei schlägt er rhythmisch mit einer Art Bleistift auf die Saiten des Didgeridoos.














Der große Meister.














Sardonic.














»Hallo!Lars u ich dachten dem Guido zum Geburtstag Langlaufskier zu schenken.Falls du Lust hast mitzumachen schreib doch einfach mit wie viel du dich beteiligen magst.Halte dich dann auf dem Laufenden.Viele Grüße und bis bald! C&L«














Showorchester Ungelenk.














Sei reizend zu Deinen Feinden.
Nichts ärgert sie mehr.














Menschen, die Preise gewinnen.

Menschen, die niemals Preise gewinnein.














508 Seiten.














Vielfalt und Bindung.














Der Mann, der kopierte.














We’re goin’ that way.














Kate-Busher-Tor.














Das größte Radioteleskop der Welt.














Ten teraflops per second.














Vita Nuova.














Die gigantische, stählerne Technik.














Das Dildophon.














The openness of closure.














Heiliger Römischer Steve.














Fünfzehn Liter im Kondom.














Mittwoch, 11. Oktober 2006




































Die Weiterführung dieser Energieallianz.














Gogols Tubus.














Birgt oder bringt?














Auch wenn eine FN mit einer Url endet, gehört dennoch am Schluss ein Punkt – Huch, was is’n hier mit dem Format der Url passiert?














Imaginarien, S. 13

Empfindungslagen, S. 16
Mediale Räume, S. 76
Die mediale Erzählung, S. 125





Das mediale Artefakt, S. 167

Die mediale Persona, S. 170
Tektonik der Medien, S. 223
Der mediale Kokon, S. 293





Intime Medien, S. 348

Empfindungsgenauigkeit, S. 351
Imaginarien und Genese, S. 402
Tektonische Verschiebungen, S. 444





Quellen, S. 492














Die Klassensprecherin Europas.














Reactions of night
The heavens are foreboding
A chain link wind
Is breaking me open

Lessons of the day
On a blackboard night
Seem to be erased
And the beacon has no light














Marianne Rosenberg singt für Air Berlin.














Bek David Campbell heiratet Stacy Ann Ferguson.














Lookin’ like a lady – dancin’ like a hoe!














Frau bestellt, Mann liest Gala.














Dienstag, 10. Oktober 2006




































Die Kathode.














Sexsünden, die sie jetzt begehen sollten.














Absenz.














Naikie!














»Warten Sie doch erst ein wenig – so lang’ zumindest bis in Ihrem Glas der Zucker sich hat aufgelöst!«














The blissful arrogance of indolence.














Selbst mit geschlossenen Augen, verstopften Ohren, an Händen und Füßen gefesselt, die Lippen aufeinander gepresst, erkennen wir noch nach Jahren mit sicherem Gespür diesen ganz besonderen Ort zu dieser Jahreszeit am Abend kurz vor dem Regen wieder – oder diesen Raum, in dem man Futtermais lagerte; oder Trockenpflaumen, vom September bis in den Frühling hinein.














Der Phoniator.














Ein Raum der Freiheit.














Die Welt ist mir ein weiches Bett,



Bereitet stets aus Schlangen, Drachen, Spinnen,

Piranjias, Skorpionen, Wespen,

Vampiren, Zombies und Dämonen.



Ich schmiege mich darein hinein,

Genieße und erschöpfe sie.














Beck. Philip Glass. Yo La Tengo. Andrea Parker. Athlete. Fergie. Arab Strap. Nine Horses. TV on the Radio. Bill Wells.














Unser erstes geteiltes Vierteljahr, vierzigstel Jahrzehnt, vierhundertstel Jahrhundert.














Montag, 9. Oktober 2006




































Erdbeeren in Milch; die Sonne. Ein Vollbad.














Faktenreiche, unverkrampfte Begleitlektüre für den Weg zur Selbstfindung.














Auf der Zielgerade.














Vortizismus und Rave.














Drei weisse Rosen.














Es ist zwölf Uhr, Sonntag, der achte Oktober im Jahr Zweitausendsechs. Das Buch ist fertig.














The Rock Drill.














Guerilla-Marketing (wie auch die gesamte Werbung) ist inzwischen eine Kulturform wie Street Art, Käse machen oder Zöpfe flechten.














Kalifornien: Die neue Armut.














Sonntag, 8. Oktober 2006




































Privatleben und Seelenfrieden,
weich und fließend:

Weissblechdosengipfel im Gebirg’.














Einen Charakterzug an sich zu erkennen meinen.














Die Brücke der königlichen Stadt.














Im Laufe der drei Teile dieser Untersuchung unternahm ich den Versuch, mit Ihnen die Erscheinungsformen, Erfahrungsweisen und Möglichkeiten zu erkunden, die sich in der Spannung zwischen intimem Selbstverhalten und medialer Selbstdarstellung eröffnen.

Unsere begrifflich-gedankliche Reise begann – vermutlich vor etlichen Stunden, Tagen, gar Wochen Ihrer Lesezeit – mit einem Eintauchen in die je gegebenen Imaginarien im I. Teil dieses Buches. Die individuellen Empfindungslagen entfalteten sich in ersten Selbstbegegnungen im 1. Kapitel vor dem Hintergrund einer näheren Bestimmung der Fragestellungen und Gegenstände dieses Buches. Berührungsnähe ist ein Weg empfindungsbezogener Selbst- und Fremdbegegnung; ein anderer aber sind Artefakte, die zu uns gelangen und uns unweigerlich dazu nötigen, sie uns anzueignen oder sie abzulehnen: eine tägliche, stündliche, millisekündliche Empfindungsdrift. Die Orte solch nichtnaher Begegnung sind nun Mediale Räume, die im 2. Kapitel untersucht wurden. Sie und ich werden darin in eine Spannung der Darstellung wie auch der Aufmerksamkeit versetzt, die uns das vorherrschende Imaginarium spürbar macht. Diese Erfahrungsweise im inneren eines medialen Raumes zu vermitteln, wurde als Aufgabe dieser Studie benannt. Die Empfindungen unseres Handelns in medialen Situationen sollten also zu einem notwendigen Teil in erzählerischer Darstellung Eingang in diese Studie finden. Die mediale Erzählung dieses Buches sollte sich selbst erzählen. Denn Imaginarien einer medialen Erzählung entfalten sich – wie im 3. Kapitel deutlich wurde – durch Bewegungen ihrer Handlungsträgerinnen und -träger sowie ihrer Erzähler und Erzählerinnen in einer Gesellschaft, einem Kontinuum, in dem Sie und ich unser Leben teilen. Ein Schwarm der Gerüchte bildet sich, dessen angespielte Imaginarien wir teilen und denen individuelle Selbsterzählungen widersprechen oder dienen können. Sprachliches und nichtsprachliches Handeln in Gesellschaft bringt mediale Erzählungen von Ihnen und mir hervor.

Diese Reise durch Begriffe und Denkweisen bewegte sich im II. Teil dieses Buches weiter, in die Einzelheiten des Erlebens und Hervorbringens des Lebens mit Medialen Artefakten hinein. Mediale Personae waren der Gegenstand des 4. Kapitels. Sie ermöglichen als artifizialisierte mediale Darstellungen und Wahrnehmungen von Menschen uns überhaupt eine allererste Begegnung im Abstand zu anderen. Die Grenze zwischen einem gedanklich empfundenen Innen oder Außen sowie der Unterschied von körperlicher Nähe zur Ferne bringen ineinandergedrängt vielfältige Weisen des Selbstverhaltens in uns hervor. Wir bilden diese vielfältigen Personae je nach Imaginarium aus: Sie ermöglichen uns erst eine lebensnotwendige Imaginariendrift. Unser Leben in der Öffentlichkeit trägt damit aber eine Gefahr des Selbstverlustes in sich.



Mit dem 5. Kapitel war der Kern dieser Untersuchung erreicht: die Erkundung von insgesamt sieben Bauformen oder Entfaltungsweisen einer Tektonik der Medien. Wie werden Keime und Grundsteine gelegt in der öffentlichen Erwähnung einer Person oder begrifflichen Entität? Wie ändert die Benennung bestimmter autorschaftlicher Verantwortung die Wahrnehmung des Kontinuums? Was trägt die Abbildung einer Entität oder Person zu ihrer öffentlichen Wahrnehmung bei? Wie ändern wir die um uns herum erzeugte Tektonik durch die Reihe unserer Auftritte auf medialen Bühnen? Welche Folgen hat die Aufzeichnung unseres medialen Handelns in technisch mitschreibender oder absichtsvoll gestaltender Weise? Wie wandelt unsere öffentliche Verfügbarkeit sich durch das Bereitstellen unserer Aufzeichnungen und Artefakte in einem Archiv? Wie werden wir und unser Handeln auf einen Begriff gebracht und damit endgültig in gedanklichen Unterteilungen und Kategorien platziert?

Ausgehend von diesen generativen Prinzipien wurde Der mediale Kokon, in dem Sie und ich, wir uns gerade auch jetzt aufhalten, dieser Kokon wurde im 6. Kapitel als eine hochmedialisierte und -artifizialisierte, eine dichte Welt erkennbar. Eine Welt, die Neigungsschwankungen unterworfen ist und Personen – die diese Schwankungen mitbewirken – darum allzugerne als Gegenstände verfügbar in ihren Kokon sicher und auswegslos einschließt. Die üblicherweise schützend umschließenden Rituale der Gewohnheiten, die Sie und ich dringend brauchen als Grundlage unseres Handelns, werden aufgrund solch einer übermäßigen Abgeschlossenheit erst zum Gegenstand unseres Widerstandes, unserer Rebellion und Revolte. Sie und ich, wir wollen diesen viel zu engen Kokon sprengen, immer wieder – um unsere eigene, neue, weitere und uns gemäße Lebensweise weniger beengt entfalten und einen eigenen Kokon womöglich erzeugen zu können. Der dritte und abschließende Teil dieser Untersuchung wandte sich schließlich den Intimen Medien zu, die solch ein Leben im Kokon, im Austausch von Intimität und Medialität täglich lebbar machen. Das 7. Kapitel untersuchte die Empfindungsgenauigkeit, die wir dringend auszubilden haben, um durch technische wie auch nicht-technische Medien der Intimität einen Austausch und Bezug zu anderen aufrechtzuerhalten oder diesen erst einmal herzustellen. Empfindungsgenauigkeit äußert sich vor allem in den Momenten des Agon, der Krisis und der Kollaboration, die unsere Auftritte auf medialen Bühnen prägen, wenn Sie und ich Raum und Zeit medialer Wirkung miteinander teilen. Anziehungskräfte werden hier wirksam, die uns aneinander binden und zu uns ziehen – über Schluchten von Zeit und Raum hinweg. Imaginarien und Genese von Artefakten wie auch unseren medialen Darstellungen hängen also eng zusammen. Im 8. und vorletzten Kapitel wurde dies anhand von Begehrensgemeinschaften erkundet, die zueinander gravitieren und sich als Subimaginarien erzeugen, Gewohnheiten des Austauschs ausbilden und über ein Abgleichen und Abstimmen der je genutzten Codes zu einer nachwirkenden Begegnung miteinander erst gelangen können. Kraftfelder des Widerhalls verleihen solch neue hervorgebrachten, geteilten Imaginarien dann eine Festigkeit, die dadurch neue Artifizien der Imagination hervorbringen können.



In diesem, dem abschließenden und 9. Kapitel unserer Reise durch ein begriffliches Imaginarium, die wir nun schon geraume Zeit miteinander teilen, in diesem Kapitel wende ich mich schließlich dem Verlauf und den Bedingtheiten von Tektonischen Verschiebungen eines Kontinuums zu. Sind sie möglich – und wie? Ich legte Ihnen eingangs nahe, dass es einen Moment der geteilten Überschreitung brauche, damit sich Menschen um ein geteiltes Begehren herum zusammenfinden. Dieses herausgehobene, begehrende Beisammensein erst bringt die Anspannung der Außerordentlichkeit, der ritual- und kontinuumssprengenden Wirkung hervor, die die Sprengkraft solch neuer Gedanken und Verhaltensweisen, ihrer Handlungs-und Äußerungsgewohnheiten spürbar werden lässt. Es braucht einen zeitlichen Verlauf und eine Reihe von ansteigenden Auftritten auf medialen Bühnen, ehe sich eine Überspannung auf hinreichend viele Teilhabende eines bestehenden Kontinuums übertragen kann: erst diese Überspannung bringt den Riß, den ersten Anstoß, einen Bruch oder einen Schnitt hervor, der einen Sprung in eine andere Bewegungsform, Äußerungs- und Handlungsweise als geteilte möglich und lebbar werden lässt. Tektonische Verschiebungen sind somit möglich, jedoch höchst allmählich und nach dem begrifflichen Vorbild geologischer Bewegungen, in langen Zeiträumen zwar – doch ebenso von langer Dauer.














Sinnliche Freuden zum Bergfest.














Respekt vor Privatleben und Seelenfrieden der Menschen.














Den Fluss des Begehrens nie abreißen lassen.














Unempfänglich jeder Verherrlichung des Fremden.














Erzählungseinsprenksel aus dem täglichen Schreibleben.














Weich und fließend.














»Mir scheint, ich liebe – doch macht’s mich unruhig, dies zu sagen…«














Das erstarrte Artefakt erzwingt fast neues Begehren zur Genese.














»Oh Brechreiz oh, is Brechreiz oh – wir geh’n!
Is Brechreiz, oh Brechreiz – und wir sind raus!«














Dancing with you through chocolate cakes.














»All’ wir drängeln auf den Weissblechdosengipfel im Gebirg’.«














Schreibrausch.














Deutsche Journalisten wurden nachts in ihrem Zelt erschossen.














Alle Verbesserungen der Liebe in einem Torbogen.
















Samstag, 7. Oktober 2006




































Tektonik der Medien, Bliss.
Oder: Tod des Zellophans.














Erst die Dame; dann der Professor. Dann der Journalist.














Auch das alles ist seit Chandrasekhar jedem bekannt.














Nicht über das Wetter und seine Folgen schreiben.

Nicht über Veröffentlichungen dieser Tage schreiben.

Nicht über öffentliche Ereignisse dieser Tage schreiben.

Nicht über Ereignisse des täglichen Lebens schreiben.

Nicht über tägliche Schwankungen der Liebe schreiben.



Die Sprache in ihrem Wandeln begleiten.














Die in Formation.














Die Härte der Sanftheit:



Empfänglich-zuhörende Folge

im Körpergefühl.














Eine Anähnelung an sich selbst
im späterhin rückblickenden Widerhall
auf eigene frühere Äußerungen.



Sich mit sich selbst zur Deckung bringen. Bliss.














Cambridge University Library.
Harvard University College Library.
Library of Congress.
National Gallery of Art Landover Library.
University College Cork Library.
University of Arizona Tucson Library.
University of British Columbia Library.
University of Iowa Library.














Intuitives Schreiben.














Eine Tektonik der Medien umfasst ein hinreichend dauerhaftes Gebilde des Beisammenseins, das Menschen hervorbringen durch ihre Gewohnheiten zu handeln und sich zu äußern in einem gegebenen Kontinuum: in körperlich empfundenen Vorstellungen und Bewegungsformen erfahren Sie dieses als ein Imaginarium des je geteilten Lebens.














Des ewigen Herrn Johannsons
Lieder aus dem sechsten Jahrtausend.














Furchtbar das An- und Abblasen, ein Erdrutsch. Mein Hautpanzer – Euer hundertjähriger Krieg, die letzten fünf Minuten. Tod des Zellophans, ein Gesteinsbohrer.














Abschließende Hausbesuche.














Freitag, 6. Oktober 2006




































American Streber.














Am Ende kommt eine Kolumne im Stern heraus, die der Blogger wiederum im Internet versucht zu imitieren.














Das schnelle Umschalten.














»Alles okay, aber alles’n bißchen viel!«














Jürgen Habemus Papam.














Chamois.














Ma constrainte personelle:



Externe Erzählanlässe (nach Möglichkeit) vermeiden!














Leibesinseln.














Tomboy’s Night.














Fopenhagen und Fockholm.














Donnerstag, 5. Oktober 2006




































Airbus Industries Atomwaffen BenQ Brasilien China Europäische Union Nobelpreise Regierungschefs Siemens USA Wahlergebnisse Österreich.














Venus Konjunktion Uranus.














Johann Sebastian Bach. Feist. The Beatles. Emil Klotzsch. ¡Forward Russia! Daniel Lanois. Plaid.














Muße.         Arebeyt.














Widerständige Antwort trägt also einen in ferner Zukunft liegenden Zeitpunkt der Zustimmung schon in sich.



Nur Nicht-Auseinandersetzung, gleichgültiges Vorüberziehenlassen ohne Berührtsein ist ein Anzeichen von tatsächlicher Folgenlosigkeit, weitgehender Unwirksamkeit.














Die Wellenbüglerin.














Detroit Escalator Co. Arovane. Cyber Chump. Mandrake. Carbon Boy. Thomas Fehlmann. Ezekiel Honig And Morgan Packard. Novo. Microesfera. Granufunk. Vessel. Boards of Canada. Infinite Scale. Weave. Verbose. Yasushi Miura. Cliqhop Id. Curd Duca. John Tejada. Tachikoma-Kun. Soul Circuit. Bola. Cex. Sys-X. Ethan E Eves. Remus. Cliqhop Id. Fax. Four Tet. Flashbulb. Bovine Life. Amp. Pilote.














Die Heimatlichkeit des Fremden.














Mittwoch, 4. Oktober 2006




































Schlappgefickt im Alex sitzen.














Ich mach’ mal kurz Miles Davis lauter.














You can’t be a fucker if you haven’t got a soul!














Ich vögelte sie mit aller Kraft. Und sie, lebhaft und unverdrossen, umfing mich und bewegte sich im Rhythmus meiner Stöße. Meine Hände lagen unter ihrem Hintern, ihre auf meinem; ich presste sie verzückt an mich, sie tat das gleiche, unsere Münder klebten aufeinander, sie waren wir zwei Fotzen, unsere Zungen fickten sich, unsere miteinander verschmelzenden Seufzer verhalfen uns zu einer süßen Mattigkeit, die bald von Ekstase gekrönt wurde, die uns entrückte und niederstreckte.














*














Auch ärgerlich:

Grad mal eben einen Weltkrieg angefangen, paar Millionen Juden und andere Völker vernichtet und schon wird einem das eigene Land geteilt!

Sowas aber auch…














Jump They Say.














Institute for Advanced Study.














The Chemical Brothers vs. Sir Jacob Epstein.














Lieben beginnt mit dem gemeinsamen Spüren, dem gemeinsamen Riechen. Glückliche Liebe gibt es nur dort, wo zwei konspirierende Bouqets sich miteinander vermischen, Liebesdüfte, so stark zuweilen, dass einem die Sinne schwinden.



Der Spürsinnige erkennt im Sinne der Bibel. Was ist im Verstand oder in der Erkennntis, das zuerst durch die Sinen geht?














Um sich gemeinsam an mit Verve dargebotenen Intershopzoten zu erfreuen.












Dienstag, 3. Oktober 2006




































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