18.3.8 - 31.3.8 : Der mittlere Fluss














Houlahan Erholm: kassala (2008)














Zwischen den Jahren.














Selbstbildnis als junger Joe Jackson.














Montag, 31. März 2008


























To Berlin With Love.














In my town,

there is a raincoat
under a tree.



In the sky,

there is a cloud
containing the sea.



In the sea,

there is a whale
without any eyes.



In the whale,

there is a man
without his raincoat.














el desconocido














Communitytools ersetzen Gadgets, die Popmusikstile ersetzt haben, die Einrichtungssstile ersetzt hatten.














Oswald und Sarah Wiener.














Die schönen Spargelsonntage zwischen März und Juni.














Johnny Häusler hat sich MMMBop von Hanson gekauft.














Sonntag, 30. März 2008


























To Berlin With Love.














Rumoren im Darm

Statt Vibra=Alarm.














Mixtape von der höchstgeschätzten Frau Karla.














It can be helpful to keep on going no matter what.














Porter Ricks revisited.














Wenn sie den Namen Ingo Schulze höre, klinge dieser für sie so als wäre er ein Pseudonym des Autorenduos, das ich und mein bester Freund seit Jugendzeiten ja auch irgendwie wären.














Eine seit siebeneinhalb Jahren andauernde Entwicklung kam soeben an ihr Ende. Die nächste hatte schon längst begonnen.














Heute abend im nahen Osten.














Ich bemerkte, wie die Klosterschwester im vollen Ornat mir fremd und geisterhaft vorkam wie eine afghanische Frau, die einen Ganzkörperschleier trägt.














Just checked:

The author is completely right!














Nach ziemlich genau dreieinhalb Tagen unausgesetzter Darstellungsspannung und Verantwortungsarbeit: Nun Beine ausstrecken. Puls sinken lassen.














Ein beruhigendes Tässchen Milch.














Am Punkt der Eidechse.














Ein neues Leben gewonnen.














Audienz beim Imperator Warschauer Straße (hält Hof bis Mitternacht).














Die Meerjungfrau rechts neben mir.














Zuschauen beim Tippkick.














Ein historischer Tiefpunkt der eigenen Konzentrationsfähigkeit.














Samstag, 29. März 2008


























Lernen und Verstehen.














Nach einer Viertelstunde waren die pulsierenden Druckschmerzen unter meiner Schädeldecke und an beiden Schläfen verschwunden.














Sounds in the medieval context.














Nichts=Wissen um drei.














Ich hatte endlich, fiel mir auf, den Schmerz in meinen Sehnen, an dem ich seit über einer Woche an Oberarm und Schulterblatt litt, verloren gehabt.














Leichtigkeit, sommerliche Sinnlichkeit.














Kalorischer Kommunismus.














Biophonetik: Brust oder Keule?














Nukleussynchronität.














Ich betrachtete den lang gestreckten See des ausgegossenen Mineralwassers auf dem kühlend grauen Kunststoffboden.














Nichterfüllung einer Forderung.














Multiversität der Künste.














Vielleicht konnte am Ende dann doch noch alles gut werden.














Freitag, 28. März 2008


























Die geraume Zeit.














Im Ziwespalt:


Glück über das Ergebnis.



Entkräftung und Antriebslosigkeit
aufgrund des Weges dahin.














Kreaturen und Artefakte.














Schneefall -2° C.














Editing an essay on weblogs from 2004 leads to web-archeology.














Die zeitgenössischen Gesellschaften verhalten sich also wie träge Körper, die von gigantischen Prozessen der Desubjektivierung durchlaufen werden, denen jedoch keine wirkliche Subjektivierung mehr entspricht.



Das erklärt den Niedergang der Politik, die Subjekte und wirkliche Identitäten (die Arbeiterbewegung, die Bourgeoisie usw.) voraussetzte, und den Siegeszug der oikonomia, das heißt eines reinen Regierungshandelns, das nichts anderes im Blick hat als die eigene Reproduktion.














Als Dispositiv bezeichne ich alles, was irgendwie dazu imstande ist, die Gesten, das Betragen, die Meinungen und die Reden der Lebewesen zu ergreifen, zu lenken, zu bestimmen, zu hemmen, zu formen, zu kontrollieren und zu sichern.

Also nicht nur die Gefängnisse, die Irrenanstalten, das Panoptikum, die Schulen, die Beichte, die Fabriken, die Disziplinen, die juristischen Maßnahmen etc., deren Zusammenhang mit der Macht in gewissem Sinne offensichtlich ist,


sondern auch der Federhalter, die Schrift, die Literatur, die Philosophie, die Landwirtschaft, die Zigarette, die Schiffahrt, die Computer, die Mobiltelefone

und – warum nicht – die Sprache selbst, die das vielleicht älteste Dispositiv ist, von dem sich vor Abertausenden von Jahren ein Primat – wahrscheinlich ohne sich über die ihm daraus erwachsenden Konsequenzen im klaren gewesen zu sein – allzu leichtfertig hatte gefangennehmen lassen.














Wir wissen was Frauen wollern.














Telemann Enterprises.














Gestaltungsgüte des Haffel=Daffel.














Die Klang-krumme Lanke.














Übersomativität im Jahr des Riffs.














Donnerstag, 27. März 2008


























Die Erzähler.














Somatic turn?












brauchen – diese auch weglassen ! ! !














Run easy.














Giorgio Agamben, Che cos’è un dispositivo? edizioni nottetempo Roma 2006 (dt.: Was ist ein Dispositiv? diaphanes verlag Zürich und Berlin 2008).














Katholische Lesbenführung.














Orgasmic Wonderland.














»Twitter doch deinen Kommentar, ich faxe ihn dann an irgendwen, der jemanden anruft, der ihn in Dein Blog schreibt.«














We should blog not jam.














Eisbruch in der Antarktis. (so beginnen Weltuntergänge)














Mittwoch, 26. März 2008


























The toten Crackhuren im Kofferraum.














(Oder warte 1 Minuten”)














So let’s down an-
other dose:

Understanding
is the last thing
I want!



So let’s down an-
other dose:

Understanding
is the last thing
I want!



So let’s down an-
other dose:

Understanding
is the last thing
I want!














Abends lag ich auf der Recamière und las weiterhin im achten Roman der Comédie humaine.












Dienstag, 25. März 2008


























Neuer Patch für Realität.














Viele Männer tragen Anzüge oder gestreifte Hemden, die Frauen schicke Designerkleider.














Die Popmusik der 2000er war dann doch ganz beachtlich so insgesamt.














Ostermontag, 24. März 2008


























Ostereiersuchen, texanische Muffins, Brunch auf der Hoppetosse, Liebe am Nachmittag, Schreiben und Lesen, weißer Spargel, neue Kartoffeln und Parmesanschnitzel an einer Kräutersauce, Kebab Connection von Anno Saul und ein Vin de Pays de Coteaux de Cabrerisse 2005 der Domaine de l’Olivette.














Die Geldgier hat die Menschen in die Irre geführt.














Nachmittägliche Schlechtwetterruhe.














Cute.














You are 56% likely to eat your buddies.














Take the bunny and run!














The Sea and Cake.












Ich lag auf der Recamière und las im achten Roman der Comédie humaine des Honoré de Balzac.












Dunkle Ahnung:

Wenn 2009 das chinesische 1989 wird?

Und alle 22 Provinzen (ohne Taiwan), fünf autonome Gebiete, vier regierungsunmittelbare Städte und zwei Sonderverwaltungszonen des Landes ihre Unabhängigkeit fordern wie ehedem die sowjetischen Staaten.














Ostersonntag, 23. März 2008


























Nach Monaten bis (gefühlten) Jahren, mal wieder die hamburger Wochenzeit in ihrer Papierausgabe gekauft. Hm, außer dem Gottschalkportrait darin wenig bis nichts Anregendes oder Gedankenvolles gefunden.














Brian Eno, Apollo: Atmospheres and Soundtracks (1983)












Gut zwanzig Jahre ist es nun her, dass ich mich dazu entschieden hatte, Sprache und Zeichengebrauch zur verbindenden Aufgabe aller meiner Tätigkeiten werden zu lassen;



vor gut zehn Jahren rückte dann das Erleben, die individuelle Empfindung, die intime Selbst- und Fremdwahrnehmung eines Menschen in meine Aufmerksamkeit;



und nun spüre ich, wie die Bauformen und Ordnungen des gesellschaftlichen Lebens mir die kommenden zehn Jahre mehr und mehr zum Auftrag meiner Arbeit werden könnten.





Als sei meine letzte theoeretische Arbeit nichts anderes gewesen als eine umfangreiche und in vielen Einzelheiten bedachte Selbstbeauftragung bis in’s Jahr 2017/18.

Dann werde ich 47 Jahre alt sein.

Und ich werde dann wohl noch wenigstens zwei weitere Jahrzehnte lang schreiben und denken, arbeiten und reden können.














Entfremdungsgefühle bei zuvielen rapide sich wandelnden twittericons.














Eric Dolphy, Anders Ilar.














daß der grund der welt ein geistiger ist.














Ostersamstag, 22. März 2008


























Die Karfreitagsmorgenstille.














Computer runterfahren.














Kurz nach dem Aufwachen hatte sie mir den linken Oberarm und das linke Schulterblatt eingerieben. Vor dem Aufwachen hatte sie überraschend schnell geatmet.














»Gevatter Inri am Hochreck ist ja soweit ganz ok.
Wir sehen uns Sonntag um 12!«














Tektonik der Eliten,
Kloster Wessorbunn, 7./8. März 2008.














Hercules and Love Affair, Au Revoir Simone, Gnarls Barkeley, Vampire Weekend, MIT, Sascha Funke.














Den ganzen Tag über war ich nicht aus meiner Müdigkeit herausgekommen. Der Schmerz in den Sehnen meines linken Oberarmes, auch des Schulterblattes, er erschöpfte mich weiter.














Ich liebe es, ein Buch langsam zu lesen.

Ähnlich wie ich eine Speise, die mir geschmacksvielfältig schmeckt, ein Wein, der mir sinnenentfaltend mundet, so muss ich auch eine Sprache, eine Erzählung, deren Entfaltung ich in all ihren Einzelheiten und feinsten Verästelungen nachschmecken und mitverfolgen will, eine solche Literatur muss ich sich ausbreiten lassen. Ich will sie nicht hastig an den (Sprach-Imaginations-)Geschmacksnerven vorbei hinabschlingen.



Ich kenne das kaum, was andere so oft erzählen: dass ihnen ein Buch derart mundet, dass sie es nur so wegverschlingen wollen. Das kommt mir barbarisch und auch ein wenig dumm vor.

Je besser mir ein Roman oder auch eine wissenschaftliche Schrift gefällt, mich anregt, belebt und anders wieder in’s eigene Wahrnehmen und Denken führt, umso länger möchte ich mein Leben hievon bereichern und erfüllen lassen.

(und wie oft ich einzelne Seiten oder Abschnitte dann wieder- und wiederlese! mir schien dann, ich hätte sie unzureichend gewürdigt im Fluss der Lektüre, wäre allzu halbherzig über sie hinweggegangen – Sie dürften darum mit Recht eine weitaus sorgsamere Relektüre erwarten!)



Etwa zwanzig Seiten lautet darum das stete Maß, das ich selten überschreiten möchte an jedem Tag: ausreichendes Lesemahl.

Bei noch gehaltvolleren Stücken kann dieses Lesemaß sich dann auch auf nur wenige Seiten täglich vermindern: wenn die Sprache eine nahrhaft-hochverdichtete, fast konditorische Kunst ist.

(so ist »süffig« für mich auch eher ein Schimpfwort: »so vordergründig, mit künstlichen Geschmacksverstärkern anreizend, dass ich es schnell und geil verschlingen muss – aber wenig mich daran wirklich nährt und erfüllt«. ich erwarte dann nichts als Leere)














die Frucht der Ruhe im Verein mit der Geduld,














Befremdet bemerke ich, wie ich manche Musik tatsächlich in datenreduzierter Komprimierung viel lieber höre.



Empfinde ich hier also schon eine ähnlich nostalgische Verklärung wie bei der Bevorzugung ärmlicher Autokassetten- oder Küchenradios für manche Songs, verknackst=staubige Platten?














Lieg’ auf der Straße!

Oder tanze!














Der Sehnenschmerz.














Abends schlief ich ein bei Lost Highway.














Karfreitag, 21. März 2008


























Das häusliche Leben.














Thomas Brinkmanns Soul Center in Hercules and Love Affairs Hercules and Love Affair.














Bartos, Heel & Robotti.














In Erwartung des flächendeckenden Schnees und der Graupelschauer der kommenden vier Tage.














Zum Beginn des Irakkrieges am 21. März 2003 kam ich bei einer frankfurter Tagung an, bei der ich zum ersten Mal die zentralen Begriffe und Konzepte meines Habilitationsprojektes vorstellte – und auf dieser Tagung zugleich die Frau kennenlernte, mit der ich die nächsten drei Jahre in engstem Austausch, körperlich und gedanklich, verbringen sollte.














Gründonnerstag & Frühlingsanfang, 20. März 2008


























Stiller Winkel 5.














Hercules and Love Affair.














Der große Protokollstreit.














Ich verstehe und möchte fortfahren.














Mittwoch, 19. März 2008


























Stephan Herczeg bereichert die frankfurter Sonntagszeitung (T.Hettche, hm, naja).














Die Langeweile der hochgespannt=geschichtserzählerischen Entwürfe:

– Ich war dabei. So war’s bestimmt!
– Ja, echt? Du warst doch damals noch gar nicht geboren…














28 Arbeiten in Klang.














China ist eine Diktatur.














Rein in Öl und Gold.














desired artifacts














Sehr geehrter Mailversender!














Das frühfrühlingshafte Glück der Kaltmorgensonne.














Fremd schaute ich am folgenden Morgen auf die Anlage, die sowohl elektrisch wie auch mechanisch die Gleisweichen zu schalten hatte.














Auinger, Diederichsen, Oldörp, Groves, Purfürst, Weinzierl, Schulze, Westermann, Föllmer, Sanio, Henrich, Kister.














Metropolyphonie.














Tinnitus der Landschaft.














Raum als sensorielles Feld.














Sonic Capital:

Aktivieren des Klangvorrates.














Menschen, die dreißig Zeilen absatzlosen Fließtext langer Hypotaxen in eine Email schreiben – und sich dann wundern, dass keiner sie versteht:

die haben, glaube ich, so einiges in Sachen wohlverständlicher Äußerung und Darstellung nicht im mindesten verstanden.














Dienstag, 18. März 2008


























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