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Monday, May 6th, 2013

Der Deltaherbst


(25. Juni 2021, von Michael Rebhahn, Dominique Silvestri, Yürgen Oster, @sauerlauwarm & meiner Wenigkeit – auf Twitter und Facebook)





Es droht & dringt der Deltaherbst
Ganz sicher auch im Städtchen Zerbst.

Ein jeder in dem Städtchen kannte
Recht bald die Deltavariante.

Wenn bald er kommt, der Deltaherbst,
Dann schau, dass’d keine Viren erbst.

Im Deltaherbst, vom Wind verweht,
Wird’s Zeit, ach! dass die Maske steht.

Wenn es im Herbste kälter wird
Ist man ganz rasch ein Delta Wirt

Delta macht mich gar nicht kirre –

Nur ein Variantchen, klar!

Indessen wird’s erst richtig irre

Bei Phi, Chi, Psi und Omega.









Die Liebe der Partikel.
Oder: Der Deltaherbst


(20. Juni 2021, ein Beitrag zu 20 Jahre Antville





Geschrieben habe ich schon lange. Lange vor dem Schreiben von Vorträgen oder Artikeln. Lange vor dem sogenannten Schreiben im Netz. Kleine Wort- und Halbsatzcollagen als Teenager, empfindsame Wortfolgen zu Kunstwerken und Lebensmomenten wies Usus ist in der Adoleszenz. Es folgten skurril kombinatorisch aufgebaute Sprech- und Theatertexte. Ab 1992 begann ich jährlich einen Text in der Abfolge der Monate, Wochen und Jahre entstehen zu lassen. Erst waren es wenige Seiten, dann dutzende, schließlich entstanden pro Tag seitenweise Collage- und Kombinatoriktexte. Sie griffen die Schlagworte und -marken und -neologismen, die Figurennamen und Spielorte des Tages auf und erzählten sie ganz anders. Ich mag immer noch “Squarepusher Walter Jens The Saint” von 1997. Die Laurent-Desiré-Kabila-Halle in Kinshasa, Kongo, im Hauptgebäude der nationalen Akademie der Künste spielt darin eine zentrale Rolle.


Nach meinem ersten Buch, meiner Promotion, “Das aleatorische Spiel”, hörte ich damit auf. Viele hunderte, vermutlich sogar ein paar tausend Seiten lagern seither in einer Umzugskiste im Keller. Das Schreiben fing danach aber erst an: ein Schreiben für und mit anderen, ausgerichtet an Plattformen und Leserschaften, die Suche nach Aussageabsichten und Bauformen, Bezügen zu bestehenden Positionen, Genres, Debatten, Fragestellungen. Weblogs entdeckte ich en passant, ich erinnere mich kaum mehr, wer mich darauf brachte. Vermutlich lud ich mir regelmäßig die Seiten von Jörg Kantel a.k.a. “Schockwellenreiter” oder Peter Praschl und Stefan Knecht unter “Le SOFA Blogger” und vor allem auch Stephan Herzcegs “Malorama” und las und las und begann zu kommentieren. Etwas davon findet sich in einem Artikel, den ich 2003 dann “‘Mein tägliches Textgebet.’ Heuristiken täglicher Texte im Netz” nannte und der in einer der üblichen Artikelrepositorien auch heuer noch zu finden ist.


Aus dem Kommentieren entstand dann Autorschaft: fast ein Schulbeispiel dafür, wie Schreibpraxis sich aus Lesegewohnheit erhebt. Die unterschiedlichen Plattformen waren mir erst einmal egal, ob sie nun editthispage, RadioUserland oder Antville hießen. Der eine fährt halt gern im Kombi, der andere macht seinen Kaffee lieber mit der Bialetti. Aufgrund einer Designlaune setzte ich mein erstes Blog dann bei editthispage auf und kommentierte aber natürlich weiterhin überall, probierte weiterhin alles aus und nutzte dort auch den Namen, den ich vermutlich auch auf Antville wiederholt genutzt hatte: mediumflow.


Ich erinnere mich heute kaum noch mehr, warum ich diesen Namen gewählt hatte. Die Nutzernamenwahl ist gleichermaßen lästig wie lustvoll, eine Routineaufgabe. Doch erinnere ich mich nun, dass ich in den 1990ern eine Reihe von Jahrestextkollektionen für mich schrieb, die ich damals in medium flow genannt hatte. Ich glitt darin dann durch die Medien, ihre Texte – wollte dafür Sorge tragen, dass dieser Flow sich beim Lesen ebenfalls einstellte, in einer schwebenden Mediation. Drei oder vier Deutungswege waren mir wohl wichtig. Die mussten aber alle nicht zusammenpassen, nichts daran musste konsistent sein, dennoch war es eins: nämlich meins. Solch gelassene Spielfreude mit Inkonsistenz erkennte ich wieder und liebte ich in den Blogs, die ich las, in den dutzenden aleatorischen Texten, die ich für mein Buch untersucht hatte, in den hunderten Seiten von Schreibtexten, die ich etwa zehn Jahre lang zuvor produziert hatte.


Es ging um Kohäsion, um Swing und Flow, eine Responsivität und Geschmeidigkeit des Textspiels in den Blogs und Kommentarkaskaden. Das ist auch heute, was mir in gelungenen Momenten auf Twitter oder Facebook, Instagram, TikTok oder sonstwo sehr gefällt: wenn der Dialog oder Polylog perlt. Wenn nicht Kombattanten aufeinander prügeln, sondern Kommersanten einander umtänzeln und verwirren, beflirten oder erkiesen, in unerwartete Spielsituationen ziehen und überraschend anders reagieren, aufgreifend, weiterschweifend, abseifend und wegpfeifend. Es ist Textimprovisation (auch Bildimprovisation, Videoimprovisation). Sie ist immer Vollkontaktimprovisation: ein exzessiv verspieltes, hochdynamisches, vor allem transformatives Adventure (für mich: in Text).


Die Spiellust in Text führte mich eh zu Autoren wie Ferdinand Kriwet oder Jürg Laederach oder Elfriede Jelinek oder eben Kodwo Eshun. Sie führte mich auch zum Begriff der “Ubiquitären Literatur”: zu den herumwirbelnden und vorbeizischenden Partikeln, die zeitweise einen Text ergeben können und dann wieder auseinanderstieben. Das ist die Literatur, die ich nach wie vor am liebsten lese. Gleichviel, ob sie mir nun leinengebunden, auf Zeitungspapier, als Serie von Blogposts oder Updates, Samisdatveröffentlichungen oder Wandmalereien präsentiert wird. Es ist die Liebe der Partikel, die flirren und stieben, sich ballen und wegstreuseln voneinander; die hier und da mal einen Text ergeben – oder eben auch nicht. Warum auch nicht? Bin ich? Schon am Limit?


*


Der Deltaherbst




Kranenburg, London, Stanford, Klagenfurt.
Flamingos, Hunde, Familienprobleme:


„Der Summer-Breeze-Look fühlt sich nicht nur nach Sommer an – er sieht auch so aus!“


Ich schaue entsetzt über das Buffet. Zwischen halb sieben und halb acht heute morgen grölte drei Häuser weiter ein Nachbar in einer hellen Stimmlage und exaltierten Überdrehtheit zwischen Supergrobi & Roberto Benigni.


Sie haben Roland Barthes erwähnt.
Ich habe Aby Warburg erwähnt.



(dann kam der Lockdown; dann kam der Lockdown; dann kam der Lockdown…)


Wer will beginnen?









Musik, Mit Der Das Geschehen Untermalt Wird


(26. Februar 2021, gesammelt von Elinor Richter auf Facebook)





[wummernder Techno]
[leise bedrückende Klassik]

[schwelende Musik]
[dynamischer Elektrosound]

[verheißungsvolle Musik]
[düsteres Wabern]

[schneidende Musik]
[leises Dröhnen]

[gefühlvolle Popmusik]
[schwermütiger Alternative Rock]

[Musik dröhnt bedrohlich]
[perlende Popmusik]

[pumpende Clubmusik]
[schwermütiger Elektrosong]

[elegischer Männergesang setzt ein]
[schicksalhafte Musik verklingt]









(aufgew.)


(seit 30. Dezember 2020, work in progress)





Letzte Nacht feierten wir eine Rooftop-Party: Verena, Barbara, Sascha und viele aus der Ex-WMF- & de:bug-Crew. Zum Abschied erhielt ich den neuesten Release von Uwe Schmidt alias Lassigue Bendthaus auf acht Vinyls, in einer eng rotweissgestreiften Hülle. (aufgew.)


Bei der Moderation einer Veranstaltung im Haus der Kulturen der Welt zur Musikgeschichte der Hintergrundmusik & der raumbezogenen Komposition war mir letzte Nacht leider mein Exemplar der Music for Airports verlorengegangen. (aufgew.)


Mit einigen Freunden saß ich in einem Gasthaus, das offenbar zugleich ein großes Geschäft für Outdoorprodukte auf vier Etagen beherbergte. Wenig später entdeckte ich, dass mir drei dicke Pullis gestohlen worden waren (warum hatte ich die alle dabei?) sowie eine schwere Winterjacke mit vielen Taschen und auch mein Rucksack (letztere beide besitze ich doch gar nicht).

Gegen Ende saß schließlich Debbie Harry an unserem Tisch, mir gegenüber. Sie und ich, wir verstanden uns gut. Wir entdeckten, dass wir so ungefähr die gleiche, etwas abgeklärte Einstellung zum Leben teilten, geprägt vor allem von liebevoller Zuneigung noch zu den kleinsten und abseitigsten, den kaputtesten und verstörendsten Charakteren, Geschehnissen, Zusammenstößen in all ihrer endlosen Vielfalt und Ziellosigkeit.

Bei geistigen Getränken genossen wir unseren gemeinsamen, sardonischen Humor (aufgew.).


Nachts machte ich mit meiner gesamten, gar nicht so kleinen Familie kurz Zwischenstation in der Wohnung von Bert Rebhandl, die offenbar im Südkiez Friedrichshains liegt. Es entstanden einige amüsante Schnappschüsse mit den Zwillingen, die ich umgehend auf Instagram teilte. Ekkehard Knörer machte mich daraufhin aufmerksam, dass das womöglich keine so gute Idee sein könnte. Tatsächlich zeigte der Wohneigentümer sich kurz darauf durchaus verstimmt. Wir hätten uns doch wenigstens anmelden können. (aufgew.)


Der Kochlöffel als divinatorisches Medium. (aufgew.)


Am Morgen nahm ich Platz im liebevoll hergerichteten Frühstücksraum des kleinen, sogenannten Boutiquehotels im Voralpenland. Ich bestellte das Frühstück à la carte. Nach einigen Nächten glaubte ich nun endlich die Bedeutung der möglichen Lichtschalterkombinationen in meinem erstaunlich geräumigen Zimmer wenigstens ansatzweise verstanden zu haben. (aufgew.)


Und eine metallisch schillernde Fratze biss vernichtungsfroh von außen in das Fenster und die Jalousie unseres Schlafzimmers im ersten Stock. (aufgew.)


Mit drei Freunden saß ich vor meinem kleinen, bescheidenen Chalet an einem Alpensee. Wir plauderten und snackten Gambas und frisch gegrillte Sardinen. Die Aioli war mir heute ausnehmend gut gelungen. (aufgew.)


Letzte Nacht war ich bei einem Deichkind-Konzert. Zwischendrin half ich in einer nahegelegenen Buchhandlung aus. Das Radio im Hintergrund berichtete vom Mißbrauchsskandal rund um Rammstein. (aufgew.)


Ich schrieb mit Jochen Reinecke einen extrem eingängigen Discofoxschlager über Pizza. Wir hatten ausgesorgt & hielten es wie Lennon/McCartney. Wir mochten sogar die Fernsehauftritte und ein Zerwürfnis blieb aus. Schließlich erfanden wir noch ein neues Käsefondue: mit weichen Möhrchen anstatt mit Brot. Unsere Memoiren setzten dem allen dann die Krone auf. (aufgew.)


Letzte Nacht ekundete ich längst vergessene Ruinenstädte aus rotem Backsteinin zwei verschiedenen Ostseeanrainerstaaten. Erst mit Gabriel Yoran und ein wenig später mit Asal Dardan. (aufgew.)


Während der Busführung durch eine deutsche Unistadt erläuterte uns ein Juniorprof., BIPoC, die historischen Zusammenhänge mithilfe der Lyrics zu Camarillo Brillo von Frank Zappa. Snoop Dogg, Sara Ahmed und ich waren allesamt recht angetan. (aufgew.)









A Pedagogical Exercise for Response/ability/iveness


(February 25th, 2021)





1. All participants come into the room, not taking a seat.

2. Choose a place in the room and a position you feel comfortable with.

3. Wait.

4. As soon you feel at rest ask a question. Any question, but not directed toward a particular person.

5. Wait.

6. As soon you feel at rest answer a question. Any question you feel comfortable with responding to.

7. Wait.

8. This question and response cycle ends, when all participants feel comfortable with ending.









Wer Wird Reingelassen, Wer Muss Draussen Bleiben?


(18. Februar 2021; Video: Biodeutsch, part 2: This is Germany)





Wer wird reingelassen, wer muss draussen bleiben?



Klar, die Biodeutschen, die Kartoffeln, die Almans, die gehören hier rein. Was soll das aber sein: die Biodeutschen?

Warum gehören Menschen die ihr gesamtes Leben hier gelebt haben nun plötzlich nicht mehr hierher? Und Menschen, die einem Glauben angehören, der hier nicht nur seit Jahrhunderten, sondern über anderthalb Jahrtausende praktiziert wird, die müsssen wieder Angst haben, dass sie plötzlich nicht mehr dazugehören? Nicht Biodeutsche?

Was soll der Quatsch eigentlich?



Grenzen haben nur noch einen Nutzen: sie sind Folterwerkzeuge des Menschenhasses. Nichts sonst.

Geld überwindet Grenzen. Kriminelle Hehlerware wandert über Grenzen unaufhörlich, geraubte Kulturgüter ehemaliger Kolonialländerreien, illegale Waffenverkäufe, schlecht gepanschte Rauschmittel, nazis, Menschenschinder und alle möglichen Waren, die mit Kinderarbeit hergestellt wurden:

Alles das überwindet unaufhörlich die Grenzen. Alles das darf bei uns sein. Als wärs schön biodeutsch.



Aber Menschen die hier geboren wurden , die lange alles hier mit uns teilen, die sind plötzlich nicht mehr „biodeutsch”? Die dürfen nicht hier sein?

Und Menschen, die Hilfe suchen, die krank sind, infiziert, Kriegsopfer, Geflüchtete, Gejagte, Leidende, Hilfesuchende? Die wollt Ihr deportieren? Zurück in den Krieg. Zurück in den Hunger, Hass, Folter, Tod. Krankheit Jede geraubte Plastik aus deutschen Kolonien behandelt Ihr besser.

Sagt mal: wo bleibt eigentlich Eure Kinderstube? Am Ende zerbröselts Euch doch genauso wie jeden anderen hier. Die Würmer fressen Euch. Die Würmer fressen Eure nationale Identität, Eure Leitkultur, Eure reine deutsche Sprache, Eure Kolonialraubstücke. Ob ihr Biokompost seid oder auch nicht. Ashes to ashes. Eure schöne deutsche Nation. Scheisse.



Dann habt doch wenigstens ein bisschen Anstand in der Zwischenzeit – und Menschenliebe. Was anderes bleibt Euch eh nicht.









25 Years Later


(February 12, 2021)





Die Fünfundzwanzigjährige fragte mich: Wird eigentlich alles mit zunehmendem Alter besser?

Ich antwortete: Absolut. Das Essen, die Matratze, der Schreibstil, das Verständnis, die Weine, die Musikauswahl, das Monatsgehalt, die Erziehungsprinzipien, die Berufserfahrung, die gezeugten Kinder, die Urlaubsreisen, die Tanzkünste, die Präsentationsfertigkeiten, die Freund:innen, die Gespräche, die Streamingdienste, die Dinnereinladungen, die Orgasmen, die Kaffeepausen, die Wintermäntel, die Winterschuhe, die Parfums, die erworbenen Kunstwerke, der Rechtsbeistand, der Steuerberater, die Zahnimplantate, die Geburtstagsfeiern, die Einladungskarten, die Badezusätze, die Einrichtungsgegenstände, die Küchengeräte und -maschinen, die Käserauswahl, die Spaziergänge, die Ausbildung der Muskulatur, die Krebsvorsorge, die Pyjamas, die Qualität der publizierten Texte, die Auswahl der Sozialmedienfreund:innen, die Englischkenntnisse, die Dänischkenntnisse, die Französischkenntnisse, die Literaturauswahl, die Zeitschriftenabonnements, das Interesse an anderen Lebenswelten, die mood regulation, die Monotoniedepression, die Atemtechnik, die Dentalhygiene, die Sauberkeit der Wohnung, die Wochenendfrühstücke, die Weihnachtsfeiern, die intellektuelle Anregung, mein Verständnis von Wissenschaftstheorie, meine Kenntnis der politischen Verhältnisse in deutlich mehr Ländern auf diesem Planeten, meine Kompositionskenntnise, meine Softwarekenntnisse, meine Kenntnis des australischen Kontinents, meine antifaschistische Grundüberzeugung, mein Respekt vor radikalen und mir bislang vollständig unvertrauten Lebensweisen, mein Gespür für Microtiming, Körperbedürfnisse und Gruppendynamiken, mein Verständnis der Kapitaltheorie von Karl Marx: alles das ist definitiv und eindeutig und viel, viel besser geworden seit ich 25 war!









In The Year of 2020


(as always: in alphabetical order;
January 6, 2021)





Words Of The Year

Maya Angelou
I Know Why the Caged Bird Sings / Gather Together in My Name / Singin’ and Swingin’ and Gettin’ Merry Like Christmas / The Heart of a Woman

Jericho Brown
The Tradition

Stuart Hall
Familiar Stranger

Paul B. Preciado
An Apartment on Uranus

Christopher Soto (ed.)
Nepantla: An Anthology Dedicated to Queer Poets of Color




Sounds Of The Year

Haiyti
SUI SUI

Thomas Köner
Motus

The Streets
None of Us Are Getting Out Of This Life Alive

Swans
Leaving Meaning

Zugezogen Maskulin
10 Jahre Abfuck





Performances Of The Year

Sam Auinger & Hannes Strobl
eleven songs

Justin Barton & Mark Fisher
On Vanishing Land

Igor Levit & Erik Satie
Vexations

Yumi Sakugawa
This Is How You Meditate: An Introduction to Mindfulness and Basic Meditation Techniques for Optimal Health and Creative Health

Phoebe Unter
Race Traitor: Who Taught You To Be White?




Thoughts Of The Year

Sara Ahmed
Declarations of Whiteness:
The Non-Performativity of Anti-Racism


Dylan Robinson
Hungry Listening

Felwine Sarr
Afrotopia

Achim Szepanski
Ultrablack of Music

Hadas Thier
A People’s Guide to Capitalism










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