1.9.5 - 30.9.5 : no government
Der Thurm schrib Schrifften.
»Ey, weißt Du, was macht man eigentlisch bei Denken?«
Wieso sich eigentlich die Mühe machen, ein Zitat eigenhändig abzutippen, wenn’s den Text doch online zu kopieren und einzufügen gibt?
Wichtigtuerei und Stress dienen zur Ablenkung, um die katastrophale Einsicht nicht aufkommen zu lassen:
Ich bin zeitlebens einer Illusion nachgejagt und habe nie wirklich gelebt.
Diese erschütternde Erkenntnis tritt dann ein, wenn die Illusion offensichtlich zusammenbricht.
Allein die Physiognomie der Kerle: aufgedunsen, breiig, ausdruckslos. Machen langweilige Jobs in langweiligen Firmen. Ihrem Wesen gemäß, muss man meistens leider sagen.
Morgens montags - abends freitags.
Und halb 10 ein Gefühl wie kurz vor 1.
Dylan & Byrds as selected by Byrne.
Stulli, die antizipierte Lo-Fi-Variante von Spongebob.
»If you steal anything, we will sic a pack of CUTE ANGRY GIRL LAWYERS on you. For real!«
Während verheiratete oder mit einem Partner zusammenlebende Frauen wesentlich öfter über Schwierigkeiten klagten als alleinstehende, verhält es sich bei Männern genau umgekehrt.
HEDONISTIC
EXHIBITIONISTIC
FAILURE
Relevanz: 0.0%
Desaster als Motor.
Das wiederholt vorübergehende, blonde Mädchen in schwarzen Schaftstiefeln, rotgeschecktem Rock und dunkelgelber Windjacke.
Prostitutionsstipendien.
»Ein interesssantes Problem…« (kontemplativ)
Extremgitarrist und Waffennarr.
Monatsdaten, die mir in Erinnerung bleiben, weil an ihnen einmal eine Bundestagswahl abgehalten wurde.
Akademie für Fußball-Kultur.
Der Depeche Mode-Bass und das Depeche Mode-Drumpattern in Metrics Hustle Rose.
Pipi papa popo.
»Mentalitäten in Richtung Optimismus verändern!« (Stoiberism)
Selbstbildnis als schwedischer Schlagersänger.
Stadt der 1.000 Schlampen.
Intelligent Design? - Design Dich lieber selbst mal intelligent…
Lebender Riesenkalmar entdeckt in der sogenannten »Hauptausgabe der Tagesschau«.
Ein Anhauch von Kältekopfschmerz.
Ich darf Fehler mechen, ohne mich unzulänglich zu fühlen, und kann daraus lernen.
Ich darf mich so zeigen wie ich bin und meinen eigenen Stil entwickeln.
Ich darf die Zusammenarbeit mit anderen genießen.
Heilende Selbstmildnis.
»Du bist Deutschland? - Du mich auch.«
Die Aufzeichnungen des Dr. Schmalzl
CSU will nicht schwampeln.
»Vielleicht gelingt es mir, das deutsche Kapitel des Buches besser auf den Punkt zu bringen, wenn ich zwischendrin ein wenig am englischsprachigen Vortrag über das gleiche Thema arbeite?«
Der motivierende und weltweitende Genuss des Handelns jenseits der Erschöpfung.
Fast täglich kam Dr. Schmalzl, seit einiger Zeit wohnhaft in Übbsl-Bumpfl, direkt am Autobahnkreuz von Schnuppl-Wuppl, vorbei am Friseusen-KZ mit Einzeltierhaltung.
Wo sind eigentlich all die Kulturkritiker, in einer Zeit, da ihre schlimmsten Horrorvisionen von Überwachungsstaat, Kommerzialisierung und Ausbeutung zunehmend schon gewohnter Alltag geworden sind?
Pasta & Paul McCartney.
Gespenster könnte auch ›Vampire‹ oder ›Zombies‹ heißen.
Hält Sperma bis in die Arktis?
*
Monotonie finde ich nicht üppig.
Leopold Figls Punschigel.
Hosen
Schwemme
Leoben.
»1) Kenne ich.
2) Teile ich.
3) Mache ich.
4) Detto.
Und danke!«
Eine Dampframme aus Bisamwamme.
Neues Hobby:
Dumm kucken und Blöd schauen.
(›The Blank Stare‹™)
Bambivalent.
Entspanntes Umfallen einer müden Schnecke.
Dos Passos passt und Humboldt humpelt. Schiele schielt.
*
Schopf- und Kümmelbraten, Apfel- und Topfenstrudel, zwei Sturm, blaue Portugieser und Zweigelt.
Mr. Kägi-Fret.
*
Plötzlich gehört man dann auch zu den Menschen, die sich mittags von einem Latte Macchiato und einem kleinen Sommersalat ernähren.
Den Wespenstich - der einem wohl im Eingangsbereich zur Therme zugefügt worden war -, dann ganz offensichtlich durch den Aufenthalt in der Therme sofort wieder wegtherapiert zu haben.
Ein Buch schreiben.
Über einige literarische Bauformen aus Anlass einer fortgesetzten Lesepassion für die Schriften von Paul Nizon, Peter Handke und Adalbert Stifter.
Die Gräfin am Haschmarkt.
Die lange Macht der Forschung.
Die Rohölraffinerie.
Putschartige Züge.
Zinnober kann man nicht so beleuchten, dass er leuchtend grün aussieht.
Erdplaneten, Gasgiganten & Transneptunen.
Netzmenschen insofern sie Textmenschen sind.
Kunsthochschulidylle:
Das Freiluft-Mobile lackieren.
Der dystopische Charakter von Lautsprecherdurchsagen.
Zu Drückerstuben verkommene Raucherecken.
(›Smoker’s Corner‹)
Wenn man selbst mal richtig Mist gebaut hat, entwickelt man Verständnis für die Haufen anderer.
Das Feuer ist teuer.
Popcornfürze.
Kinder brauchen Stifter.
Großdinggeschehen, Kleingeschehen, Massenvorgänge.
Nur ein Profi könne garantieren, dass das jeden Abend ohne Panne ablaufe.
Wie spitzfingerig-angewidert Edmund Stoiber von den Grünen spricht.
Wie absurd es klingt, wenn Wolfgang Schäuble das Wort »Jamaika« in den Mund nimmt.
Eigenbedingtheit und Einheitlichkeit verhindert Medialität.
Fernwahrnehmung und Eigenschwingung.
»Alles Schwuchtelscheiße!«
Ein Zwischenmuffin.
Die Lächerlichkeit einer Koalition an ihrem Namen erkennen:
Dschamaika-Schwampel.
Ich rieche den Braten.
Imaginary Friends.
Immer aufwändigere Methoden liefern immer schlechtere Prognosen.
240 Stunden unter Wasser.
Selten war es so schön und freudvoll sich selbst auf dem linken politischen Spektrum verortet zu sehen wie heute.
Physikerin. Ganz einfach. Das sind keine Frauen.
Comes A Time.
Für eine Minderheitsregierung aus Linkspartei.PDS und der CSU-Landesgruppe Bayern.
Immer wieder lecker: Euripides’ Bäckchen.
Berührungsgespräche.
Beinahe hätte ich den Abflug der Air Berlin-Maschine um 19 Uhr 15 verpasst - die in der Studentenstadt Freiburg vom Hauptbahnhof abhebt -, weil ich zu lange einer Diskussion beiwohnte, in der Peter Hein mit seinen Bandkollegen von den Fehlfarben, die auch seine Mitarbeiter sind, darüber stritten, ob sie mich als Kunde für ihren Bio-Menu-Lieferservice aufnehmen sollten.
Nicht alles, was man oft tut, ist einem auch wichtig.
Eine kleine, sanfte Fleischdiät. (Souflaki, Kalbsleber, Schweinemedaillons, Lammnüsschen, Schweinegulasch, Wachteln)
Überraschenderweise dann doch Punkt 18 Uhr auf der Dachterrasse des Reichstages herumzulungern und den ganzen Schleimscheißern und Wichtigtuern auf ihren medialen Bühnen dabei zuzusehen, wie sie sich bemühen, mit dem Exit Poll umzugehen: Merkel gefickt - und ca. 10% aller Deutschen sind hirnamputiert bzw. FDP-Wähler.
Gerd-Joachim von Fallois.
Lesezeichenverlust als wohltuende Diät.
Während früher durchaus 30 Öre für Musik ausgegeben wurden - was nunmehr schon seit Monaten nicht mehr geschehen ist -, werden für Bücher jetzt durchaus auch einmal 60e bezahlt: undenkbarer Vorgang in früheren Jahren.
Es ist mir schon fast vor mir selbst peinlich, wie unglaublich wählerisch, pingelig und snobistisch ich bin, was die Auswahl nicht weitgehend professionell begründeter Lektüre angeht.
»Pro-Bleme: Lö-Sen!!!«
(In Honor of Gunther Gabriel)
Dönerteller Versace.
Ich ist eine schwer zu behandelnde Krankheit, die Aquariumfische befällt.
Keine Städte übrig.
Großartige, spektakuläre und heroische Taten geschehen genau dann, wenn einer mit dem täglichen Leben nicht klar kommt.
Romane und Geschichtsbücher, Lebensläufe und Curricula Vitae erzählen Kompensationshandlungen von Menschen (Männern), die spannend und unterhaltsam sich lesen - und doch nicht mehr sind als Dokumente verfehlter Leben.
Mond Trigon Jupiter. Venus Sextil Venus.
Do You Want To ist ein idealer Putzsong.
I’m considerin’ to move to NY!
Stay. You’re near… (Ja, Du!)
»Müssen wir wirklich schuldig werden, um ein wenig wir selber zu sein?«
»Wir hatten vom tausendgesichtigen Gestern das unendlichgesichige Heute erreicht.«
Kommunikationsdiätetik.
Die schönen Momente, wenn die neue Franz Ferdinand klingt wie Radiohead. Let’s fade together…
BZÖ, israelische Siedler, die ukrainische Opposition und die CDU.
Es ist so eine milde Sommernacht.
Das Popkomm-Logo erinnert an ein Krebsgeschwür.
Kraftvoll. Mutig. Menschlich.
Unheilig. Uprising.
You’re not a jerk. You’re not.
Ein sanfter Goldstreif unter den Wolken.
Precious.
Welcome to Humanities!
»Willst Du auch so inspiriert behämmert daherlabern wie ich?«
Diese dem Handeln eigene Wollust.
Ein samtig eindringlich Gesang.
No virus found in this incoming message.
»Wo fängt Ficken an?«
Wenn das beige Sweatshirt noch den Duft vom Adriastrand trägt.
Schreibglück.
Der Gast, der stets verneint.
Bloggen auf der Bettkante.
Die Erotik der Intelligenz von Elisabeth Niejahr.
Die letzte Bastion des nichtfiktionalen Talks am Nachmittag.
Juan Pérez, Piet Pietersen, João da Silva, Morten Menigmand, Jean Dupont, Jón Jónsson, Mario Rossi, Petras Petraitis, Hans Meier, Jan Kowalski, Kalle Svensson, Janez Novak, John Doe und Erika Mustermann.
British Sea Power.
Nazis sterben früher.
Oper edei deixai.
TV On The Radio, Dry Drunk Emperor (2005)
Der defensive Regierungswahlkampf der Oppositionsparteien und der oppositionelle Offensivwahlkampf der Regierungsparteien.
Wien - Berlin, 9. Januar 2006.
Die Franz-Beckenbauer-Hölle.
Zu bemerken, wie ein Rückfluss der Kraft wieder einsetzt.
»Sterbenwollen und Ewigleben gehören zusammen.«
»Zieleschmieden ist Spielerei, die Feindschaft der Ziele spüren wir erst bei der Ankunft.«
I’m sick,
you’re tired,
let’s dance
break to
love make
lust I know
it isn’t
I’m sick,
you’re tired,
let’s dance
dance dance
cold as numbers
but
let’s dance
as though
it were easy
for you
to lead me
I could be
passive
gracefully
half the
horizon’s gone
skyline of numbers
half the
horizon’s gone
working the numbers
’till I’m sick
Schong.
Claus P. Lieckfeld & Frank Wittchow, 427 - Im Land der grünen Inseln. Roman über die absehbare Zukunft (1986/2009)
»Weiter zu leben, um die Zeit rumzukriegen.«
September 2005: Der Marsianer.
*
Der Genuss des Hörens von nicht-direkten, verwaschenen, räumlich vielfach gebrochenen, teils absorbierten, radikal nicht-idealen und also auch nicht in höchster Klangtreue zu einem gelangenden Klänge.
»Ich lebte so abgestumpft, dass mir der Gedanke an ein Kartoffelfeld als Rettung erschien.«
»Hard work never killed anybody,
but it is illegal in some places.«
Transformationsschmerz.
Ein Fonds an Erfahrungen, ein Reichtum an Assoziationsmöglichkeiten und Gespür für Empfindungsgenauigkeit.
Zynismus leidet an und wehrt sich noch gegen eine desillusionierende Erkenntnis.
Der Sarkasmus dagegen bemüht sich darum und lernt, eine Enttäuschung zu verstehen, zu akzeptieren und in das eigene Denken und Handeln zu integrieren.
Eine sardonische Haltung schließlich ist dabei, daraus neuerlich gekräftigte und alltagstauglich abgehärtete Ideale zu entwickeln.
Wandle Schwung in Wucht und Druck.
Dolphy Davis Stiftung Warentest Kondome Shorter Dolphy Evans Badputzen Coleman Dolphy.
Im Jahr 2005, nach dem Untergang von New Orleans in einem verheerenden Wirbelsturm, sendet Deutschland Hilfslieferungen mit Nahrungsmitteln und Rettungshelfern in die USA.
Re kur sion.
(ix by Gerriet, Ronsens, Berliner Zeitung & Spreeblick-Tanja)
Entscheiden die Sachsen über den Kanzler?
Sphinkter.
Verteidigungsminister Mofas.
Auch super:
Vier Minuten und 22 Sekunden lang wählen (die richtigen natürlich!), auf dem eigenen Balkon, in der Sonne sitzend, bei den letzten Schlucken green tea - genau so lange, wie IOU von Metric dauert.
(by the way: Wer ist eigentlich dieser Mr.Wahlgeheimnis anyway?;-)
»Und Sin City?« - »Ja, saubere Sache…«
Emanzipatorische Freude.
SILICONE FREE.
Riesentiertag im Berliner Ostbahnhof.
Neue Designerwörter aus Italien.
Aggressiver und fokussierter.
Die Aussicht auf Langeweile als ein Laster der Natur erregte uns.
Ermüdung und generelles Desinteresse.
Tägliches Leben ohne ein besonders erstrebtes oder begehrtes Ziel.
Verweigern der Objektwahl und libidinösen Besetzung.
Gebrochener Blick. Entfremdet Handeln, innerlich gekündigt - längst.
Abgeebbtes Vergnügen, ruhende Begeisterungsfähigkeit.
Umstellung von stoßweiser Wasser- auf zirkuläre Luftkühlung.
Institut für Asozialforschung.
The LSD-Bounce System
Ein Duft von Kohl streicht durch das Haus.
Die Sicherheit, auf die es ankommt, lag doch in der Freude, in der Lust einer Liebe.
Bakteriostatisch.
Combat Baby.
Wie es ist, die letzten Reste der Glut in sich verglimmen zu spüren.
Hanson-Green-Day-Hyper-Mutant-Ninja-Turtle-Band.
Pussy Cat Dolls.
Das Marktgeschehen.
Das Auffinden des richtigen Ortes ist der eigentliche Zauber.
Drei Männer, die alles erklären können:
Seeßlen - Theweleit - Diederichsen.
Deutschland auf Wachstumskurs halten, die soziale Erneuerung unseres Landes fortsetzen, standhaft für den Frieden.
Ehrliche Abschlussbilanz als Grundlage einer neuen Politik für Wachstum, Arbeit und Sicherheit.
Ultimative und totale Rückverdummung der Menschheit! Balkanisierung Deutschlands! Recht auf Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich! Einführung der Jugendrente, Abschaffung der Altersrente! Errichtung der Mitfickzentralen! Verbot aller angemeldeten Demonstrationen! Versaufen der staatlichen Wahlkampfkostenrückerstattung beim Knacken der 0,5%-Hürde!
Balkanisierung heißt Neuteilung Deutschlands gemäß der Doktrin des Pogo-Rassismus:
Für Asoziale, Punker und Arbeitsscheue die Asoziale-Parasiten-Zonen (APZ), in der praktizierter Müßiggang das Lebensziel aller ist.
Für Leistungswillige, Ordnungsfanatiker sowie linke und rechte Spießer die Sichere Beschäftigungs-Zonen (SBZ), deren Arbeitsleistung das gute Leben der Nichtstuer in den APZ finanziert.
Für Gewaltverbrecher, Nazis u.a. gemeingefährliche Psychopathen die Gewalt-Erlebnis-Parks (GEP), wo diese Pogo-Rasse sich selbst überlassen wird und sich so eine eigenständige, abenteuerliche und ultra-brutale Gesellschaft aufbauen kann.
Hyperspezifität.
Das metrische System.
Single Segment Speedrun.
Take a trip and multiply.
Umsicht und Bedenkzeit.
Die Rolle der sauertöpfischen Bißgurke.
Politik ist Hollywood für Häßliche.
Olfaktorisch hypersensibilisiert.
Always Love.
Eindringlich,
tief und leise,
in den Moment hineinsprechen.
Sich selbst darin ausbreiten lassen.
Pokerface.
Performative Brillianz und generative Virtuosität.
20.15 Die Bären sind los. Sportkomödie, USA 1976; R: Michael Ritchie; D: Walter Matthau, Chris Barnes, Tatum O’Neal u.a. (SUPER RTL)
21.30 Die Bären sind los. Rettungsaktion im Reich der Mitte · Tierreport von Stefan Niemann (3SAT)
Geduld und Kraftreserven.
Schwierig: Giraffen schächten.
Statt sonntagsmorgendlichem Vintage Modern Jazz aus NYC via www.sky.fm (gemeinsam mit 171 anderen Hörern weltweit), diesmal angenehmes Liveradio unter meinem Balkon von einem Modern Jazz Duo aus Kontrabass und Klarinette.
(gemeinsam mit denjenigen, die gerade auf dem Platz ihre Flohmarktstände aufbauen, die in den Cafés unten auf der Straße schon frühstücken, die touristisch hier gerade durchlaufen oder wie ich gleich hier um die Ecke beim legendären Türkenbäcker sagen: »Une baguette et deux croissants!«)
Schwarzgeld / Schwarz-Gelb.
Kritisch-Solidarisch, ja.
Pfeiffersches Drüsenfieber.
*
old world
underground
where are
you now?
subtract my age
from the mileage
on my speeding heart,
credit cards
accelerate,
accumulate
*
Wie die Sängerin von Metric die guten Anteile der Stimme Suzanne Vegas und die Musik ihrer Band insgesamt so vieles von Bands wie den Sneaker Pimps geerbt hat, die einstmals unter dem Lemma Trip Hop rubriziert worden wären.
*
old world
underground
I never
knew you
but I’ve seen
your face
everywhere
there was
a farm
before we tore
the small town
down
multiply
divide
*
»Auf dem Klo habe ich heute mal den IKEA-Katalog durchgeblättert.«
Das Wunderschön-Prefab Sproutige in Hard-Fi’s Hard To Beat.
I’m considerin’ to move to L.A.!
Seit 2003 beträgt die Netzspannung 230V.
Eine extrem trockene tightness, eine Existenzumwirbelungsgier, die sich aus sich selbst herauspogen will, bringen Art Brut in die Nähe der großen Ikara Colt oder gar der Yeah Yeah Yeahs.
Das Pflaumentier.
Relikte eigener Lebenszeit und Erfahrungsweise.
Chaos und Anarchie in New Orleans.
Beschäftigung mit dem eigenen Körper (Kosmetik, Surgery, Fitness, Diätetik) als Symptom eigener Existenzlangeweile?
Frau Merkel sitzt schon zu lange im Kanzleramt und Herr Kirchhof soll zurücktreten.
Gouverneurin gibt Befehl zum Töten.
- Ich kauf’ ja total gern’ Büromaterialien!
- Ich ja auch!!! Aber ich will sie nicht benutzen.
Kranke sterben auf den Straßen, Zehntausende hungern, Bewaffnete belagern Krankenhäuser.
Verlangend streckte sie ihre Hände aus - bewusst oder unbewusst? - und forderte mehr von der Welt, als diese bislang bereit war ihr zu geben.
Und geben wollte sie selbst auch mehr als ihr bislang möglich oder vertraut war.
*
if I could
open my arms
and span the length of the
isle of Manhattan
I’d bring it
to where you are
making a lake of the
East River and Hudson
and if I could
open my mouth
wide enough for a
marching band to march out of
they would
make your name sing
and bend through alleys and
bounce off other buildings
*
Das Transformiertier.
Und wenn es mir einmal ganz schlecht geht, dann setz’ ich mich einfach ein Bisschen an das Manuskript eines demnächst anstehenden Vortrages oder gleich an das eines nächsten Buches;
und sofort entstehen Glück und Genuß und luftiger Raum und freie Sicht und Perspektive.
Der sanft ergreifende Einsatz des digital-granularen Stotter-Schredderns als synkopierter Break-Effekt bei 2:22 von Benjamin Diamonds There Is A Girl sowie in der letzten Minute seines I Wish.
Es geht nicht mehr in die Jugend zurück, there’s definitely, absolutely no way back;
doch tun sich plötzlich Rhythmen auf, wird ein filigraneres Gespür erahnbar. Höhere Abtastrate, Dynamik und Druck. Größere Zugriffssicherheit und Übung.
Eine qualitativ weiter ausgreifende und tiefer durchdringende Erlebnisdichte. Nicht-Trägheit, zugleich Nicht-Nervosität.
Ruhig-stetiges Dauerabtasten.
Densify not intensify.
The Summer-Sexyness of Knöchelzeigen.
Cogito Incognito.
Wie schön: Nachts die eigene Stadt als ein fremdes Land zu durchstreifen.
*
oh, come
come be my
waitress
and serve me
tonight
serve me
the sky
with a
big slice
of lemon
Die Qualität der FTD.
Nicolette Ego Express Stars Metric Hard-Fi Magic Numbers.
Vom Niedergang der IFA, ehedem Biennals-Ereignis.
Panzah Zandahz,
Me & This Army: Radiohead Remixed And Mashed Up (2005)
*
if everybody knew
what they wanted
there’d be nothing,
nothing left.
people would do
what they wanted,
and there’d be no
government.
*
Ein sanft-brachiales, zart-rohes Gefühl.
Reduktion des Mailaufkommens durch Mailinglisten im Digest-Mode.
Plans Pretty in Black Out of Myself No Wow Oh Inverted World!
*
wir können nichts,
wir sind nichts,
wir wollen nichts,
und wir werden nichts:
in diesem
Sinn.
wir haben nichts im Sinn
mit diesen Dingen
wir haben nichts im Sinn
mit diesen Dingen
wir haben nichts im Sinn
mit diesen Dingen
*
Der Unterschied zwischen Erschöpft- und Entspanntsein ist manchmal von außen kaum zu erkennen.
Kaputte Mutter. Komische Menschen. (Aha: Mein Berlin - Eternal Home of Spastis & Kaputtniks!)
Gelegentlich schallten megaphoniert ein oder zwei Eigennamen über den Platz.
Merkwürdige Welt, in der einem der durchschnittliche Milchkaffee in Berlin deutlich besser schmeckt als der in Wien.
(Bin ich doof? Kaffeegeschmacksverbildet? Oder kenn’ ich nur noch nicht die richtigen Cafés in Wien? Wird langsam Zeit… *Schande_über_mich*)
WJT revisited:
»Sowas passiert, wenn jungen Menschen die LoveParade weggenommen wird…«
Wer am 18. September nicht Rot-Grün wählt,
ist haftbar für die Entscheidungen der nachfolgenden Regierung.
(nicht wie bei Kohl, wo’s am Ende dann doch immer wieder keiner gewesen sein wollte, gell? ;-))
Stockhausen, Bill Gates und ich.
Entwarnung: Der Mann muss nicht aussterben - Genvergleich: Schimpanse und Mensch fast identisch.