1.9.5 - 30.9.5 : no government














Der Thurm schrib Schrifften.














»Ey, weißt Du, was macht man eigentlisch bei Denken?«














Wieso sich eigentlich die Mühe machen, ein Zitat eigenhändig abzutippen, wenn’s den Text doch online zu kopieren und einzufügen gibt?














Wichtigtuerei und Stress dienen zur Ablenkung, um die katastrophale Einsicht nicht aufkommen zu lassen:



Ich bin zeitlebens einer Illusion nachgejagt und habe nie wirklich gelebt.



Diese erschütternde Erkenntnis tritt dann ein, wenn die Illusion offensichtlich zusammenbricht.














Allein die Physiognomie der Kerle: aufgedunsen, breiig, ausdruckslos. Machen langweilige Jobs in langweiligen Firmen. Ihrem Wesen gemäß, muss man meistens leider sagen.














Morgens montags - abends freitags.














Und halb 10 ein Gefühl wie kurz vor 1.














Dylan & Byrds as selected by Byrne.














Stulli, die antizipierte Lo-Fi-Variante von Spongebob.














»If you steal anything, we will sic a pack of CUTE ANGRY GIRL LAWYERS on you. For real!«














Während verheiratete oder mit einem Partner zusammenlebende Frauen wesentlich öfter über Schwierigkeiten klagten als alleinstehende, verhält es sich bei Männern genau umgekehrt.














HEDONISTIC

EXHIBITIONISTIC

FAILURE















Relevanz: 0.0%














www.pongpong.de














Zwei Voldos in SM-Anzügen tanzen mit, ähem, dezenten homoerotischen Untertönen inmitten eines Lavasees zu Nellys Hot in Here.














Und für Profis: Backside Nollie 180 to Alley Oop 50-50 Grind Heelflip 180 off - in einem LAM-BOR-GHI-NI!














30. September 2005




























Desaster als Motor.














Das wiederholt vorübergehende, blonde Mädchen in schwarzen Schaftstiefeln, rotgeschecktem Rock und dunkelgelber Windjacke.












The information procession nature of the brain dictates that when too much information is presented to it in too disorganized a fashion, there is a tendency to »skim« rather then analyze it carefully.



In other words: More may be experienced, but less is absorbed.














Prostitutionsstipendien.














29. September 2005




























»Ein interesssantes Problem…« (kontemplativ)















Extremgitarrist und Waffennarr.














Monatsdaten, die mir in Erinnerung bleiben, weil an ihnen einmal eine Bundestagswahl abgehalten wurde.














Akademie für Fußball-Kultur.














Graffiti Archaeology














Der Depeche Mode-Bass und das Depeche Mode-Drumpattern in Metrics Hustle Rose.














Pipi papa popo.














Irgendwo in Portugal bekommt gerade eine Belegschaft zu hören, dass es ja wohl nicht sein könne, dass man genauso teuer wäre wie die Kollegen in Deutschland.














»Mentalitäten in Richtung Optimismus verändern!« (Stoiberism)














Selbstbildnis als schwedischer Schlagersänger.














Stadt der 1.000 Schlampen.














Intelligent Design? - Design Dich lieber selbst mal intelligent…














Sich langsam einlesen ist ein Trick.



Worte einfach mal so stehenlassen ein anderer. Wenn mal wieder nur ein kurzer, kryptischer Satz als Eintrag auftaucht.



Nicht alles im Leben ist so, wie es zunächst scheint. Nicht alles muss man sofort verstehen. Das gilt auch für Blogs.



Und falls jemand verwirrt ist:

Gut so.



Macht nix. Weiterlesen.



Selber machen.














Lebender Riesenkalmar entdeckt in der sogenannten »Hauptausgabe der Tagesschau«.














Ein Anhauch von Kältekopfschmerz.














Ich darf Fehler mechen, ohne mich unzulänglich zu fühlen, und kann daraus lernen.



Ich darf mich so zeigen wie ich bin und meinen eigenen Stil entwickeln.



Ich darf die Zusammenarbeit mit anderen genießen.














Heilende Selbstmildnis.














28. September 2005




























»Du bist Deutschland? - Du mich auch.«







»Ihr, die ihr uns erklären wollt, was wir sind, um euer Image aufzupolieren. Ihr seid Deutschland! Also räumt den Saustall endlich auf. Und hört auf, mich dauernd zu duzen.«







Mehr Vorbilder für die Geiz-ist-Geil- & Du-bist-Deutschland-Agentur: Josef Ackermann, Joseph Ratzinger, Helmut Kohl…







Gaga Khan und Dschingis Kohl!















27. September 2005





























Die Aufzeichnungen des Dr. Schmalzl















CSU will nicht schwampeln.














»Vielleicht gelingt es mir, das deutsche Kapitel des Buches besser auf den Punkt zu bringen, wenn ich zwischendrin ein wenig am englischsprachigen Vortrag über das gleiche Thema arbeite?«














Der motivierende und weltweitende Genuss des Handelns jenseits der Erschöpfung.














Fast täglich kam Dr. Schmalzl, seit einiger Zeit wohnhaft in Übbsl-Bumpfl, direkt am Autobahnkreuz von Schnuppl-Wuppl, vorbei am Friseusen-KZ mit Einzeltierhaltung.














Wo sind eigentlich all die Kulturkritiker, in einer Zeit, da ihre schlimmsten Horrorvisionen von Überwachungsstaat, Kommerzialisierung und Ausbeutung zunehmend schon gewohnter Alltag geworden sind?














Pasta & Paul McCartney.














Gespenster könnte auch ›Vampire‹ oder ›Zombies‹ heißen.














Hält Sperma bis in die Arktis?














*














Monotonie finde ich nicht üppig.














Leopold Figls Punschigel.














Hosen

Schwemme

Leoben.














»1) Kenne ich.

2) Teile ich.

3) Mache ich.

4) Detto.

Und danke!«














Eine Dampframme aus Bisamwamme.














Neues Hobby:



Dumm kucken und Blöd schauen.



(›The Blank Stare‹™)














Bambivalent.














Entspanntes Umfallen einer müden Schnecke.














Dos Passos passt und Humboldt humpelt. Schiele schielt.














Pumpkin Soup.



(According to Miss Caro - and under addition of one clove of garlic, a bit of nutmeg and a discrete amount of french Crémant. Vorneweg eine Forellenrillette.)














*














Kaiserin Pimmel.














Schopf- und Kümmelbraten, Apfel- und Topfenstrudel, zwei Sturm, blaue Portugieser und Zweigelt.














Mr. Kägi-Fret.














*














Plötzlich gehört man dann auch zu den Menschen, die sich mittags von einem Latte Macchiato und einem kleinen Sommersalat ernähren.














Den Wespenstich - der einem wohl im Eingangsbereich zur Therme zugefügt worden war -, dann ganz offensichtlich durch den Aufenthalt in der Therme sofort wieder wegtherapiert zu haben.














Die sinnende Blindenstimme.














Ein Buch schreiben.



Über einige literarische Bauformen aus Anlass einer fortgesetzten Lesepassion für die Schriften von Paul Nizon, Peter Handke und Adalbert Stifter.














Ihr Leben schien sich zwischen Geschäft und Wohnung und mehr oder weniger kostspieligen Ferien abgespielt zu haben. Jung sah sie hübsch aus. Die Fotos gaben keinen Aufschluss über ihr Privatleben. Vielleicht hatte sie keines. Nichts, das auf besondere Neigungen schließen ließ.














Die Gräfin am Haschmarkt.














Die lange Macht der Forschung.














26. September 2005




























Die Rohölraffinerie.














Putschartige Züge.














Zinnober kann man nicht so beleuchten, dass er leuchtend grün aussieht.














Was an einer Stelle geschieht, ist abhängig davon, was im vorigen Zeitpunkt in der Umgebung geschehen ist. Dies ist eben die Abhängigkeit, die das Medium zur Weiterleitung von Impulsen befähigt.














Erdplaneten, Gasgiganten & Transneptunen.














Netzmenschen insofern sie Textmenschen sind.














Kunsthochschulidylle:

Das Freiluft-Mobile lackieren.














Der dystopische Charakter von Lautsprecherdurchsagen.














Zu Drückerstuben verkommene Raucherecken.

(›Smoker’s Corner‹)














22. September 2005




























Wenn man selbst mal richtig Mist gebaut hat, entwickelt man Verständnis für die Haufen anderer.














Das Feuer ist teuer.














Popcornfürze.














Kinder brauchen Stifter.














Großdinggeschehen, Kleingeschehen, Massenvorgänge.














Nur ein Profi könne garantieren, dass das jeden Abend ohne Panne ablaufe.














Wie spitzfingerig-angewidert Edmund Stoiber von den Grünen spricht.



Wie absurd es klingt, wenn Wolfgang Schäuble das Wort »Jamaika« in den Mund nimmt.














21. September 2005




























Wie ist es möglich, dass der Bereich unseres Wahrnehmens nicht mit unserer Haut aufhört? Dass wir nicht nur von einem ganz kleinen engen Gebiete der Welt Kenntnis erhalten, sondern dass wir in einer weiten großen Welt leben?














Eigenbedingtheit und Einheitlichkeit verhindert Medialität.














Fernwahrnehmung und Eigenschwingung.














»Alles Schwuchtelscheiße!«













Ein Zwischenmuffin.














Die CDU-Unterstützer - alles komische Spackos & Unsympathen mit mangelnder Außenperspektive auf sich selbst… tragisch.














Glauben Sie mir, es gibt die Wirklichkeit nicht in dem umfassenden Sinne. Sie ist eine Einbildungsform.














20. September 2005




























Die Lächerlichkeit einer Koalition an ihrem Namen erkennen:
Dschamaika-Schwampel.














Ich rieche den Braten.













Imaginary Friends.














Immer aufwändigere Methoden liefern immer schlechtere Prognosen.














240 Stunden unter Wasser.














Selten war es so schön und freudvoll sich selbst auf dem linken politischen Spektrum verortet zu sehen wie heute.














Physikerin. Ganz einfach. Das sind keine Frauen.














Comes A Time.














Für eine Minderheitsregierung aus Linkspartei.PDS und der CSU-Landesgruppe Bayern.














Immer wieder lecker: Euripides’ Bäckchen.














19. September 2005




























Berührungsgespräche.














Beinahe hätte ich den Abflug der Air Berlin-Maschine um 19 Uhr 15 verpasst - die in der Studentenstadt Freiburg vom Hauptbahnhof abhebt -, weil ich zu lange einer Diskussion beiwohnte, in der Peter Hein mit seinen Bandkollegen von den Fehlfarben, die auch seine Mitarbeiter sind, darüber stritten, ob sie mich als Kunde für ihren Bio-Menu-Lieferservice aufnehmen sollten.














Nicht alles, was man oft tut, ist einem auch wichtig.














Eine kleine, sanfte Fleischdiät. (Souflaki, Kalbsleber, Schweinemedaillons, Lammnüsschen, Schweinegulasch, Wachteln)














Überraschenderweise dann doch Punkt 18 Uhr auf der Dachterrasse des Reichstages herumzulungern und den ganzen Schleimscheißern und Wichtigtuern auf ihren medialen Bühnen dabei zuzusehen, wie sie sich bemühen, mit dem Exit Poll umzugehen: Merkel gefickt - und ca. 10% aller Deutschen sind hirnamputiert bzw. FDP-Wähler.














Gerd-Joachim von Fallois.














18. September 2005




























Stützdöner.














Lesezeichenverlust als wohltuende Diät.














Während früher durchaus 30 Öre für Musik ausgegeben wurden - was nunmehr schon seit Monaten nicht mehr geschehen ist -, werden für Bücher jetzt durchaus auch einmal 60e bezahlt: undenkbarer Vorgang in früheren Jahren.














Es ist mir schon fast vor mir selbst peinlich, wie unglaublich wählerisch, pingelig und snobistisch ich bin, was die Auswahl nicht weitgehend professionell begründeter Lektüre angeht.














»Pro-Bleme: Lö-Sen!!!«

(In Honor of Gunther Gabriel)














Dönerteller Versace.














17. September 2005




























Ich ist eine schwer zu behandelnde Krankheit, die Aquariumfische befällt.














Keine Städte übrig.














Großartige, spektakuläre und heroische Taten geschehen genau dann, wenn einer mit dem täglichen Leben nicht klar kommt.



Romane und Geschichtsbücher, Lebensläufe und Curricula Vitae erzählen Kompensationshandlungen von Menschen (Männern), die spannend und unterhaltsam sich lesen - und doch nicht mehr sind als Dokumente verfehlter Leben.














Mond Trigon Jupiter. Venus Sextil Venus.














Do You Want To ist ein idealer Putzsong.














I’m considerin’ to move to NY!














Stay. You’re near… (Ja, Du!)














Die Stimme des Schiffchens.














16. September 2005




























»Müssen wir wirklich schuldig werden, um ein wenig wir selber zu sein?«














»Er wollte nicht wissen, dass es einige Menschen gibt, die in die Welt müssen, während andere - wie er - in die Tiefe bohren.«














»Wir hatten vom tausendgesichtigen Gestern das unendlichgesichige Heute erreicht.«














Kommunikationsdiätetik.














Die schönen Momente, wenn die neue Franz Ferdinand klingt wie Radiohead. Let’s fade together…














BZÖ, israelische Siedler, die ukrainische Opposition und die CDU.














Es ist so eine milde Sommernacht.














15. September 2005




























Das Popkomm-Logo erinnert an ein Krebsgeschwür.














Kraftvoll. Mutig. Menschlich.














Unheilig. Uprising.














You’re not a jerk. You’re not.














Confessions On A Dancefloor.














14. September 2005




























Ein sanfter Goldstreif unter den Wolken.














Precious.














Welcome to Humanities!














Bären für Deutschland














»Willst Du auch so inspiriert behämmert daherlabern wie ich?«














Unformulierte Unterschiede - von jungen oder neuartigen Subjekten-in-the-making vorgebracht und gelebt, die noch nicht zur Identität gefunden haben und deren Artikulation vor jeder Füllung durch identitätspolitische oder repräsentierbare Ideen spielt.



Ein Unterschied, der nichts verkaufen will, mit niemandem diskutieren, aber auch niemanden überzeugen oder ausschließen.



Für diese Artikulation von Unterschied eignen sich die unbestimmte Deutlichkeit von Musik und gerade auch die Leere der Ware besonders gut.














Diese dem Handeln eigene Wollust.














Ein samtig eindringlich Gesang.














»Hu, alle sterben!«














No virus found in this incoming message.














»Wo fängt Ficken an?«














Sphinkter - Live!














13. September 2005




























Wenn das beige Sweatshirt noch den Duft vom Adriastrand trägt.














Schreibglück.














Judith and Holofernes.














SPD 38,8%

CDU/CSU 16,47%

GRÜNE 14,01%

Linke 11,49%

NPD 6,69%

FDP 5,83%

Tierschutz-Partei 1,12%

Sonstige 5,57%














Der Gast, der stets verneint.














12. September 2005




























Man wird einfach redundanter.














Eigentlich kann man über Fluten ja auch nicht mehr viel sagen: seit Klaus Theweleit, Joachim Witt, Gerhard Schröder und dem Phuket-Hit von Juli.














Bloggen auf der Bettkante.














Die Erotik der Intelligenz von Elisabeth Niejahr.














Die letzte Bastion des nichtfiktionalen Talks am Nachmittag.














Juan Pérez, Piet Pietersen, João da Silva, Morten Menigmand, Jean Dupont, Jón Jónsson, Mario Rossi, Petras Petraitis, Hans Meier, Jan Kowalski, Kalle Svensson, Janez Novak, John Doe und Erika Mustermann.














British Sea Power.














Nazis sterben früher.














Oper edei deixai.














TV On The Radio, Dry Drunk Emperor (2005)














Der defensive Regierungswahlkampf der Oppositionsparteien und der oppositionelle Offensivwahlkampf der Regierungsparteien.














Wien - Berlin, 9. Januar 2006.














Die Franz-Beckenbauer-Hölle.














arbeit am körper handelt davon, wie der körper mit dem text von kultur beschrieben wird. / arbeit am gefühl handelt davon, wie somatik mit sprache überzogen wird. / curriculum vitae handelt davon, wie leben verarbeitet wird. zu texten. / [..] / identity club handelt davon dass es schwer ist mit der identität. / und dass es gut ist dass es schwer ist mit der identität. / it’s about love, baby.





it’s about sprachspiele, baby. / it always was. almost always. definitely maybe.





es ist ein journal. / es könnte auch ein buch sein. / es ist aber keines. / ein buch hätte einen anfang, an dem Sie zu lesen begännen & ein ende. / hier beginnen Sie mitten im text. / die anfänge sind nicht wichtig. / das ende ist nicht abzusehen.





der text kann Ihnen nicht sagen, was Sie tun sollten. / der text weiss ja nicht einmal, was er selbst tun sollte. / er schreibt sich so hin. / schwenkfutter ist ein ausdruck aus der filmsprache. / manchmal braucht man jemanden, der im hintergrund durch das bild läuft. / damit das bild bewegter aussieht. / im vordergrund reden wir über alles mögliche. / der text ist auch ein journal des verschwindens.














Zu bemerken, wie ein Rückfluss der Kraft wieder einsetzt.














»Sterbenwollen und Ewigleben gehören zusammen.«














»Zieleschmieden ist Spielerei, die Feindschaft der Ziele spüren wir erst bei der Ankunft.«














11. September 2005




























I’m sick,

you’re tired,



let’s dance





break to

love make

lust I know



it isn’t









I’m sick,

you’re tired,

let’s dance



dance dance





cold as numbers

but



let’s dance








as though

it were easy



for you

to lead me





I could be

passive



gracefully








half the

horizon’s gone



skyline of numbers





half the

horizon’s gone



working the numbers




’till I’m sick














Schong.














Claus P. Lieckfeld & Frank Wittchow, 427 - Im Land der grünen Inseln. Roman über die absehbare Zukunft (1986/2009)














»Weiter zu leben, um die Zeit rumzukriegen.«














September 2005: Der Marsianer.














*














Der Genuss des Hörens von nicht-direkten, verwaschenen, räumlich vielfach gebrochenen, teils absorbierten, radikal nicht-idealen und also auch nicht in höchster Klangtreue zu einem gelangenden Klänge.














»Ich lebte so abgestumpft, dass mir der Gedanke an ein Kartoffelfeld als Rettung erschien.«














»Meine Haltung ist nicht stolz, sie beweist Einsicht in meine Unbedeutendheit.



Ich habe ja auch nicht Euren Kreis gesucht, zu dem Ihr mich heute zählt, sondern Ihr habt mich gefunden. Nur bin ich nicht zu Hause bei Euch, sondern bloß vertraut mit Euren Gepflogenheiten.



Ja, das gewiss, vertraut bin ich schon.«














»Hard work never killed anybody,

but it is illegal in some places.«














Mark Osborne, More (1998)














Transformationsschmerz.














Ein Fonds an Erfahrungen, ein Reichtum an Assoziationsmöglichkeiten und Gespür für Empfindungsgenauigkeit.














Zynismus leidet an und wehrt sich noch gegen eine desillusionierende Erkenntnis.



Der Sarkasmus dagegen bemüht sich darum und lernt, eine Enttäuschung zu verstehen, zu akzeptieren und in das eigene Denken und Handeln zu integrieren.



Eine sardonische Haltung schließlich ist dabei, daraus neuerlich gekräftigte und alltagstauglich abgehärtete Ideale zu entwickeln.














Wandle Schwung in Wucht und Druck.














Dolphy Davis Stiftung Warentest Kondome Shorter Dolphy Evans Badputzen Coleman Dolphy.















Im Jahr 2005, nach dem Untergang von New Orleans in einem verheerenden Wirbelsturm, sendet Deutschland Hilfslieferungen mit Nahrungsmitteln und Rettungshelfern in die USA.















»Kan Di Dat?« - »Der Kanz!«














Re kur sion.

(ix by Gerriet, Ronsens, Berliner Zeitung & Spreeblick-Tanja)














10. September 2005




























Entscheiden die Sachsen über den Kanzler?














Sphinkter.














Verteidigungsminister Mofas.














Auch super:



Vier Minuten und 22 Sekunden lang wählen (die richtigen natürlich!), auf dem eigenen Balkon, in der Sonne sitzend, bei den letzten Schlucken green tea - genau so lange, wie IOU von Metric dauert.



(by the way: Wer ist eigentlich dieser Mr.Wahlgeheimnis anyway?;-)














»Und Sin City?« - »Ja, saubere Sache…«














Emanzipatorische Freude.














SILICONE FREE.














Riesentiertag im Berliner Ostbahnhof.














Septembersongs.














Will Google Reuters kaufen?














Neue Designerwörter aus Italien.














Aggressiver und fokussierter.












Die Aussicht auf Langeweile als ein Laster der Natur erregte uns.














Ermüdung und generelles Desinteresse.



Tägliches Leben ohne ein besonders erstrebtes oder begehrtes Ziel.



Verweigern der Objektwahl und libidinösen Besetzung.



Gebrochener Blick. Entfremdet Handeln, innerlich gekündigt - längst.



Abgeebbtes Vergnügen, ruhende Begeisterungsfähigkeit.














Friedrich Ida Cäsar Konrad.














9. September 2005




























Umstellung von stoßweiser Wasser- auf zirkuläre Luftkühlung.














Institut für Asozialforschung.














The LSD-Bounce System














Gemeinsam durchhurten wir unsere Sehnsucht nach Reinheit, die unsere Nacht war, unsere schwarze Wolke.














Ein Duft von Kohl streicht durch das Haus.














Die Sicherheit, auf die es ankommt, lag doch in der Freude, in der Lust einer Liebe.














Bakteriostatisch.














Combat Baby.














Wie es ist, die letzten Reste der Glut in sich verglimmen zu spüren.














Hanson-Green-Day-Hyper-Mutant-Ninja-Turtle-Band.














8. September 2005




























Pussy Cat Dolls.














Das Marktgeschehen.














Das Auffinden des richtigen Ortes ist der eigentliche Zauber.














Drei Männer, die alles erklären können:

Seeßlen - Theweleit - Diederichsen.














Deutschland auf Wachstumskurs halten, die soziale Erneuerung unseres Landes fortsetzen, standhaft für den Frieden.



Ehrliche Abschlussbilanz als Grundlage einer neuen Politik für Wachstum, Arbeit und Sicherheit.














Das Universum ist schon irgendwie ein extrem wohldurchdachtes High-Tech-Gadget; man kann Millionen Jahre damit herumspielen, und es wird nie langweilig.














Meine Aufgabe nach Übernahme der Regierungsgewalt sehe ich vor allem darin, die Balkanisierung der Republik durch eine äußerst pragmatische Führung durchzusetzen und Arbeit als Voksdroge zu ächten.



Die heute von herkömmlichen Parteien - allen voran den Berlinern Disfunktionalisten unter Schröder - vorgenommene Propagierung von Arbeitslosigkeit als zu bekämpfendes Problem stellt eine Umkehrung dessen da, was vernünftig ist.



Die Gesellschaft (das Wort kommt übrigens von dem Begriff Geselligkeit im Sinne von Party) darf sich nicht länger durch die Droge Arbeit definieren, sondern muß ihre Wurzel im asozialen Parasitentum finden.














Ultimative und totale Rückverdummung der Menschheit! Balkanisierung Deutschlands! Recht auf Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich! Einführung der Jugendrente, Abschaffung der Altersrente! Errichtung der Mitfickzentralen! Verbot aller angemeldeten Demonstrationen! Versaufen der staatlichen Wahlkampfkostenrückerstattung beim Knacken der 0,5%-Hürde!














Balkanisierung heißt Neuteilung Deutschlands gemäß der Doktrin des Pogo-Rassismus:



Für Asoziale, Punker und Arbeitsscheue die Asoziale-Parasiten-Zonen (APZ), in der praktizierter Müßiggang das Lebensziel aller ist.



Für Leistungswillige, Ordnungsfanatiker sowie linke und rechte Spießer die Sichere Beschäftigungs-Zonen (SBZ), deren Arbeitsleistung das gute Leben der Nichtstuer in den APZ finanziert.



Für Gewaltverbrecher, Nazis u.a. gemeingefährliche Psychopathen die Gewalt-Erlebnis-Parks (GEP), wo diese Pogo-Rasse sich selbst überlassen wird und sich so eine eigenständige, abenteuerliche und ultra-brutale Gesellschaft aufbauen kann.














7. September 2005




























Hyperspezifität.














Das metrische System.














Single Segment Speedrun.














»Buch?«














Take a trip and multiply.














6. September 2005




























Umsicht und Bedenkzeit.














Fornaia



(Les Délirantes)














Die Rolle der sauertöpfischen Bißgurke.














Politik ist Hollywood für Häßliche.














Olfaktorisch hypersensibilisiert.












Vote Schwenzel!














Always Love.














Eindringlich,



tief und leise,



in den Moment hineinsprechen.














Sich selbst darin ausbreiten lassen.














Pokerface.














Performative Brillianz und generative Virtuosität.














Cult of Oregano, Reformed Church of Alfredo, Orthodox Monsterist Church of West Virginia, Mystical Order of the Flying Spaghetti Monster, Moomin Church of His Spaghettiness of Jersey (Channel Islands), SPAM (The Spaghetti & Pulsar Activating Meatballs).














20.15 Die Bären sind los. Sportkomödie, USA 1976; R: Michael Ritchie; D: Walter Matthau, Chris Barnes, Tatum O’Neal u.a. (SUPER RTL)



21.30 Die Bären sind los. Rettungsaktion im Reich der Mitte · Tierreport von Stefan Niemann (3SAT)














Vielleicht sollten wir die Grundlage für menschliche Eigenschaften und Vorzüge nicht armselig-wissenschaftlich in Genkombinationen und im Milieu der Kindheit suchen, sondern im Ausmaß der Liebe, die zwei Menschen zur Elternschaft verurteilt.














5. September 2005




























Schröder wäre dann bisher der einzige deutsche Bundeskanzler gewesen, der nicht in einem totalitären Regime sozialisiert worden ist.














Geduld und Kraftreserven.














Das derzeit beste Betriebssystem UNIX und eines seiner Derivate FreeBSD, das ich natürlich selbst benutze, ist hervorragend - und somit auch seine Benutzer.



Gehen wir eine Stufe tiefer landen wir bei Linux - und das ist schon eher was für Gehirn-Opportunisten, allerdings mit einem wahrnehmbaren Maß an Restintelligenz.



Gehen wir noch mal Lichtjahre runter, landen wir bei Windows. Der Katastrophenalarm. Freiwillige Windows-User sind Deppen - und Leute, die mit diesem System versuchen, Musik zu machen, haben gegenüber den anderen von vornherein verkackt.



Aber selbst das kann man noch nach unten toppen. Das ultimativ Allerschlechteste, was menschliche Dummheit jemals hervor gebracht hat, ist der Apple MacIntosh. Und damit ist klar, dass seine Benutzer auf dem Gebiet der Musik absolute Loser sind. Mac-User sind sozialer und intellektueller Abschaum.














Schwierig: Giraffen schächten.














Statt sonntagsmorgendlichem Vintage Modern Jazz aus NYC via www.sky.fm (gemeinsam mit 171 anderen Hörern weltweit), diesmal angenehmes Liveradio unter meinem Balkon von einem Modern Jazz Duo aus Kontrabass und Klarinette.



(gemeinsam mit denjenigen, die gerade auf dem Platz ihre Flohmarktstände aufbauen, die in den Cafés unten auf der Straße schon frühstücken, die touristisch hier gerade durchlaufen oder wie ich gleich hier um die Ecke beim legendären Türkenbäcker sagen: »Une baguette et deux croissants!«)














Schwarzgeld / Schwarz-Gelb.














Kritisch-Solidarisch, ja.














Pfeiffersches Drüsenfieber.














*













old world

underground



where are

you now?





subtract my age

from the mileage



on my speeding heart,

credit cards





accelerate,

accumulate














*














Wie die Sängerin von Metric die guten Anteile der Stimme Suzanne Vegas und die Musik ihrer Band insgesamt so vieles von Bands wie den Sneaker Pimps geerbt hat, die einstmals unter dem Lemma Trip Hop rubriziert worden wären.














*














old world

underground



I never

knew you





but I’ve seen

your face



everywhere




there was

a farm



before we tore

the small town



down





multiply

divide














*














»Auf dem Klo habe ich heute mal den IKEA-Katalog durchgeblättert.«















4. September 2005




























Das Wunderschön-Prefab Sproutige in Hard-Fi’s Hard To Beat.














»I am pissed. I am absolutely pissed off! Get their asses moving! This is crazy. God is looking down on all this and if they are not doing everything in their power to save the people, they are going to pay the price. I can´t take it anymore.«













I’m considerin’ to move to L.A.!














Seit 2003 beträgt die Netzspannung 230V.














Eine extrem trockene tightness, eine Existenzumwirbelungsgier, die sich aus sich selbst herauspogen will, bringen Art Brut in die Nähe der großen Ikara Colt oder gar der Yeah Yeah Yeahs.














Das Pflaumentier.














Relikte eigener Lebenszeit und Erfahrungsweise.














3. September 2005




























Chaos und Anarchie in New Orleans.














Beschäftigung mit dem eigenen Körper (Kosmetik, Surgery, Fitness, Diätetik) als Symptom eigener Existenzlangeweile?














Frau Merkel sitzt schon zu lange im Kanzleramt und Herr Kirchhof soll zurücktreten.














Gouverneurin gibt Befehl zum Töten.














- Ich kauf’ ja total gern’ Büromaterialien!

- Ich ja auch!!! Aber ich will sie nicht benutzen.














In early 2001, the Federal Emergency Management Agency issued a report stating that a hurricane striking New Orleans was one of the three most likely disasters in U.S. - including a terrorist attack on New York City.














Kranke sterben auf den Straßen, Zehntausende hungern, Bewaffnete belagern Krankenhäuser.














Verlangend streckte sie ihre Hände aus - bewusst oder unbewusst? - und forderte mehr von der Welt, als diese bislang bereit war ihr zu geben.



Und geben wollte sie selbst auch mehr als ihr bislang möglich oder vertraut war.














*














if I could

open my arms



and span the length of the

isle of Manhattan








I’d bring it

to where you are



making a lake of the

East River and Hudson














and if I could

open my mouth



wide enough for a

marching band to march out of








they would

make your name sing



and bend through alleys and

bounce off other buildings












*














Das Transformiertier.














Und wenn es mir einmal ganz schlecht geht, dann setz’ ich mich einfach ein Bisschen an das Manuskript eines demnächst anstehenden Vortrages oder gleich an das eines nächsten Buches;



und sofort entstehen Glück und Genuß und luftiger Raum und freie Sicht und Perspektive.














Der sanft ergreifende Einsatz des digital-granularen Stotter-Schredderns als synkopierter Break-Effekt bei 2:22 von Benjamin Diamonds There Is A Girl sowie in der letzten Minute seines I Wish.














Entfremdung durch Statistik.














Es geht nicht mehr in die Jugend zurück, there’s definitely, absolutely no way back;



doch tun sich plötzlich Rhythmen auf, wird ein filigraneres Gespür erahnbar. Höhere Abtastrate, Dynamik und Druck. Größere Zugriffssicherheit und Übung.



Eine qualitativ weiter ausgreifende und tiefer durchdringende Erlebnisdichte. Nicht-Trägheit, zugleich Nicht-Nervosität.



Ruhig-stetiges Dauerabtasten.














Densify not intensify.














The Summer-Sexyness of Knöchelzeigen.














Cogito Incognito.














Wie schön: Nachts die eigene Stadt als ein fremdes Land zu durchstreifen.














*














oh, come





come be my

waitress



and serve me

tonight









serve me

the sky





with a

big slice



of lemon














2. September 2005




























Die Qualität der FTD.














Nicolette Ego Express Stars Metric Hard-Fi Magic Numbers.














Vom Niedergang der IFA, ehedem Biennals-Ereignis.














Panzah Zandahz,

Me & This Army: Radiohead Remixed And Mashed Up (2005)















*














if everybody knew

what they wanted




there’d be nothing,

nothing left.








people would do

what they wanted,




and there’d be no


government.














*














Ein sanft-brachiales, zart-rohes Gefühl.














Judas oder Oralsex.














Reduktion des Mailaufkommens durch Mailinglisten im Digest-Mode.














Plans Pretty in Black Out of Myself No Wow Oh Inverted World!














*














wir können nichts,



wir sind nichts,



wir wollen nichts,



und wir werden nichts:














in diesem

Sinn.














wir haben nichts im Sinn

mit diesen Dingen



wir haben nichts im Sinn

mit diesen Dingen




wir haben nichts im Sinn

mit diesen Dingen














*
















Der Unterschied zwischen Erschöpft- und Entspanntsein ist manchmal von außen kaum zu erkennen.














Kaputte Mutter. Komische Menschen. (Aha: Mein Berlin - Eternal Home of Spastis & Kaputtniks!)














Gelegentlich schallten megaphoniert ein oder zwei Eigennamen über den Platz.














Merkwürdige Welt, in der einem der durchschnittliche Milchkaffee in Berlin deutlich besser schmeckt als der in Wien.



(Bin ich doof? Kaffeegeschmacksverbildet? Oder kenn’ ich nur noch nicht die richtigen Cafés in Wien? Wird langsam Zeit… *Schande_über_mich*)














WJT revisited:



»Sowas passiert, wenn jungen Menschen die LoveParade weggenommen wird…«














Wer am 18. September nicht Rot-Grün wählt,

ist haftbar für die Entscheidungen der nachfolgenden Regierung.



(nicht wie bei Kohl, wo’s am Ende dann doch immer wieder keiner gewesen sein wollte, gell? ;-))














Stockhausen, Bill Gates und ich.














Entwarnung: Der Mann muss nicht aussterben - Genvergleich: Schimpanse und Mensch fast identisch.















Wir fordern Handys mit einer einzigen Multifunktionstaste, auf die sämtliche 500 Funktionen gelegt werden!



Sonst begreift man ja irgendwann keine Fernsehserie mehr.














1. September 2005






























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