6.6.10 - 27.6.10 : SEMINAL YONDER














Bonkers!





Im Kino schlafen bedeutet,
dem Film zu vertrauen.

A heavy bassline
is my kind of silence.



In ihrer wöchentlichen
Videobotschaft

sprach die
Kanzlerin:



»Wenn das Glück
kommt, muss man

ihm einen
Stuhl hinstellen.«



Es ist das Leben,
das Lachen und Freude

restlos herausprügelt
aus den Menschen.



Some people
think I’m bonkers

but I just
think I’m free!








Sechster Gesang, erstes Stück – 6. Juni 2010


























Penser d’un dehors





Die Nicht-Anhaftung.
Der Austeritätskurs.

Penser d’un dehors.
Die Elektorate.



»Die Chicago-Schule
ökonomischer Phantasterei.«

Wahlkreis
Brighton Pavillion.



Die Gesuchstellenden.
CAVEAT EMPTOR.

I’ll be gone,
you’ll be gone.




UBRIGHT CITIZEN BRIGADE THEATER.
Ein Farbfilm

voller Farmville.
THE WHY NOT INSTUTUTE.



Humor als
autobiographischer Exzess:

Hier wurde seit 1921
nicht mehr gesaugt.



Die Seidenmalerei hat mich
zum Alkoholiker gemacht.


Die Vorspiegelungssprache.
Parole vraie.



Die Aufteilung und
Beherrschung des Raumes

als Voraussetzung von
Schönheit und Erfolg.



Die Information von Kritik heißt im Kern:
totale Zurückweisung.

Das ist vernichtend,
aber damit kann man arbeiten.




Je veux ton amour
Et je veux ta revanche


Im Herzen
der Zentrallausitz.



Mond ist
feuchter als gedacht.

Der Presslufthammer.
Die Vuvuzela-Verschwörung.







Sechster Gesang, zweites Stück – 13. Juni 2010


























Annales d’histoire sensuelle et expériencielle




I



Hundert Schalljahre,
Astroculture:

Begriffsarbeit on a
subphilologial level.



The ontologization
of physics.

The period ear.
Necessary noise.



Reproduction is
not reconsumption.

Historical Acoustemology.
The re-emergence



of intersensoriality.
»Clothes come free!

Drugs come free!»
Leaving the lab.




II



Brotkastengesellschaft,
the central scrutinizer.

(nach hochauflösend
kommt räumlich)



Literature as the
white noise of culture.


The new silent listening
behaviour of continental Europe.



Mutual coercion.
The middle claws.

Wissenschaft
als Zeitvertreib.




Druckerpatronen,
Stefan Raab,

Cholesterin senken,
Sonnensegel, Zitate



Die Strohgeige.
Die lebenden Leichen

des Wissenschaftsbetriebs.
Die Telephonhaube.



Die Verplattung.
Der Musikmissbrauch.

The fear of musically
untrained masses.





III



Selfhood and sound:
a bourgeois retreat,

secure from the
dirt of the masses.



The re-enchantment of the world:
a task for

marketing industries and the
commodification of technology.



Les Annales soniques
et éxperiencielles.


I want to reconcile,
the violence in your heart.



»I’m the least working girl
in show biz.«

I want to exorcise,
the demons from your past







Sechster Gesang, drittes Stück – 20. Juni 2010


























Gadamer, Abramović & Mountain





Verschulung, Verdatung,
Verpunktung, Evaluation,

Entwissenschaftlichung.
Philosophie der Indolenz.



Ein Klangbrief
aus Manhattan.

Säugling. Duschkopf.
Damenschritte.



Funktioniert die Methode
der Psychoanalyse

nach den Prinzipien
der Interpassivität?




Wer nur eine Heimat hat,
muss blöd zu bleiben.


Die Fettfingerabdruckssignatur
auf jedem iPad-Screen.



Alle tragen sie die Farben
der Lützower Jäger.

Nun gegen Gauchos.
Die ontologische Datenbank.



Über-, Ab-
und Aufriß.

Wer sonst nichts hat,
hat seine Nation.



Das Leben ist
ein Zeitvertreib.

Regeln sind
Prolefutter.







Sechster Gesang, viertes Stück – 27. Juni 2010