4.5.8 - 31.5.8 : SOFT ORANGE LOVE PUDDING














Frühstück am See.














Slavoj Zizek,
What if China now is our past and future? (LMD 5/08)














New Age hedonist spirituality which is becoming the predominant form of ideology today.



Our fascination with Tibet makes it into a mythic place upon which we project our dreams. When people mourn the loss of the authentic Tibetan way of life, they don’t care about real Tibetans: they want Tibetans to be authentically spiritual on behalf of us so we can continue with our crazy consumerism.














Liebhaber hat mir USB-Stick mit CT seines Abdomens geschenkt.

Wie einst Mme Chauchat dem Castorp ihre Lungenaufnahme.














Gab es eigentlich je eine Privatisierung von Staatsunternehmen in der BRD, die dem Gemeinwesen tatsächlich insgesamt, durch alle Schichten hindurch (und nicht etwa nur den partikularen Profitinteressen Einzelner) genutzt hätte?














It’s peanut butter jelly time!














»Meiner ist zwar kurz —

dafür aber auch richtig schön dünn!«














Warum ich wohl die Herren K.v.E., K.E. und E.K. immer miteinander verwechsle?














Self-portrait as cocky party pooper.














Samstag, 31. Mai 2008


























Die Meditation.














I. Grundregel allen Selbstmanagements:



Wenn’s muss:
Dann geht’s!














Eines Abends, als wir uns bei einer Flasche Cyperwein und einer Schüssel gerösteten Maronen über mancherlei Dinge müde geschwätzt hatten, kam das Gespräch auf die Kabbala und die Kabbalisten.














Die Rückkehr des Bettköniogs.














Sprache














Mit dem Herzen denken.














Gern’ aber auch ein Trunk oder eine Eískrem in den Stunden zuvor…














Arbeiten ist nicht gleich Arbeiten.














Alle Erschwernisse zerfallen mit der Zeit.














Seele mit Peperoni.














Der deprimierende, da ungefragte Telefonbuch- und Gelbe Seiten-Verteiler im Eingang des Kaiser’s, der den ganzen Tag tatenlos herumstehen muss.














Integrativer Pluralismus.














I ain’t gonna wear
The clothes that you like:

I’m fine and dandy
With the me inside!



One look in the mirror
And I’m tickled pink:

I don’t give a hoot
About what you think.



No, I don’t care!
I don’t care!

I don’t care! I don’t care!
I don’t care!














*














Sensus communis














Das Allgemeine.

Der Verpflichtungscharakter.














Wirkung aus dem freien Spiel der Einbildungskräfte.














Die Mitteilung der Stimmung
der Erkenntniskräfte.














Es gibt kein Privatgefühl.














»idealische Norm« (Kant)














Das, was die Sinne zusammenhält.














Aristoteles, Augustinus.














Körpererfahrung.














Wie lässt sich Historisches und Partikulares verbinden mit dem Allgemeinen?














»bon sens« (Descartes)














Das Protobewußte.














Der politisch motiverte Universalismus des Rationalismus.














Späte Stoiker.














Galen & Gehlen.














Das Herz als rhythmischer Puls, der Strömungen und Ausschüttungen:

dort sitzt meine Seele.














Kritik der populären Vernunft

(Kants ungeschriebene vierte Kritik)














Sensualistischer Cartesianismus.

Elitaristischer Rationalismus.














Eine philosophiehistorische Trouvaille.














Die englische common sense-Tradition aus dem späten Cartesianismus (Buffier)














Lyotard (Gemeinschaften, Vogl)














Die Regierung des Gefühls.














Der Hiatus.














Das antiskeptische Prinzip.














Eine anthropologische Conditio.














Gefühlsgeschehen.














»Ich will nicht langweilen durch terminologische Unterscheidungen.«














Der kategorische Imperativ des ästhetischen Urteils.














Gemeinschaftssinn als Wirklichkeitssinn.














Gespür.














Ulrich Pothast, Philosophisches Buch (1988)














Gebauer, Gehen.














William H. McNeill, Keeping Together in Time: Dance and Drill in Human History (1995)














»soziale Motorik« (Gebauer)














Die Bewegung der Empfindung.














Gemeinsinn & Subjektivierung.














*














Die Kunst, zufällige Begegnungen gezielt zu vermeiden.














Napola, die leckere schwarz-braune Haselnussschnitte!

Jetzt mit Hitlerball-Sticker in jeder Packung.














Freitag, 30. Mai 2008


























Die Meditation.














Cynthia Witthoft.














Quest Researcher.














Die Leisigkeit.














Sie wartet auf Regen und freelancet so vor sich hin.














WÜRB 203.














Bon Jovi Lichtenberg.














ztetz.














Ich summe die Basslinie von Walking on the Moon, The Police 1979. Ganz unwillkürlich, ungeplant, ertappe ich mich dabei. Und ich erkenne daran: Ich bin offenbar gerade wirklich ziemlich tiefgehend entspannt und gelöst. Und schmunzle darüber.














STAMM KIMBERN.














De-Tour Deines Lebens.














Im Internet der Seeele.














In Wirklichkeit ist der Sex and the City-Film nur eine clevere Vorwegnahme der uns bevorstehenden 2000er-Revivals.














Wer braucht einen Staatssicherheitsdienst, wenn er ebenso gewalttätige Unternehmen hat?














Donnerstag, 29. Mai 2008


























Die Bild=Erhitzung.














Das Siebenjahr.














Die Zeitqualität ist mit Ihnen.














Angst schreibt schlechte Texte.














Die grauen, torkelnden, stieren Wesen auf den Straßen und in den Bahnen.














Meide das Licht der Monitore!

Fliehe das Dunkel der Lettern!














Die moralisch=ökonomische Verpflichtung zu größerer Stille ringt mit dem monströsen Begehren nach größtem Rauschen.














White Cube für Sätze.














I’mma do the things
That I wanna do.

I ain’t got a thing
To prove to you!



I’ll eat my candy
With the pork and beans.

Excuse my manners
If I make a scene!














These are the songs I keep singin’!














Botswana, mon amour!














Der alte Tiegel.














Ich liebe die Ochos meiner Frau im Tango!














Mittwoch, 28. Mai 2008


























Der frische Morgen.














Im Genuß neuer Reizdiätetik.














Zunderland.














Mädchen mit The Beatles-Handtäschchen.














Der Spatz nimmt ein Sandbad in der Kuhle des aufgerissenen Pflasters.














Jede ungeschriebene E-Mail ist eine gute E-Mail.














Sie war damals — noch bevor wir uns näher hätten kennen lernen können — ohne einen Abschied aus meinem Leben verschwunden, ohne Spuren zu hinterlassen. Das bedauerte ich sehr.














Mein kehliges Husten, noch bei der dünnsten Nikotinrauchschwade in meiner Nähe.














Der Aufenthalt im Freien gilt jetzt offiziell als gefährlich.














Alle akustischen Wahrnehmungen sind stets stark inhaltsbezogen.














Der Hörsteller.














Der Ordnungs=Hüter als Phallus.














Kerouacs On the Road und seine Leser.














Die Sanftheit.














Dienstag, 27. Mai 2008


























Gegen die Strömung sich zu bewegen, stromauf, stärkte, das war seine Erfahrung.














Meditation und Kontrakrastination.














Sind alle Ernsthaften Wichtigtuer?














Balzac lesen

Balzac weiterlesen














Yet Another Terabyte.














xkcd.














Die spärlichen Alphablogs, die es in Deutschland (und der Schweiz) inzwischen so gibt, scheinen sich zusehends in interne Zickenkriege zu verstricken.














Montag, 26. Mai 2008


























Die Persönlichkeitsveränderung im Koffeinentzug.














So let’s down
Another dose:

Understanding
Is the last thing
I want, so:



Let’s down
Another dose:

Understanding
Is the last thing
I want, so:



Let’s down
Another dose:

Understanding
Is the last thing
I want!














Der neue Biomarkt auf unserer Straße lenkt die Menschen in frische Bahnen.














Überraschung, wie ich neuerdings den Augentakt mit meinen Gesprächspartnern verliere.



Aus Langeweile einer vollkommen vorhersehbaren Situation;

aus mangelnder Neigung, klischeehafte Wortwechsel zu wiederholen;

aus innerem Abschweifen in anregendere Denkgebiete?














Die Glücksunterhose.














Autoportrait comme Professeur Marre Me-La-D’Eaux.














Und immer wieder:

Das Genre des bewusst gesichtslosen iPod-Promosongs in konsumistischer Kreativitätsattitüde, höchstens signalhaft deviant.














Die Tragik asymmetrischer, familiärer Abhängigkeitsbeziehungen:

Der einen größte Sehnsucht und lebenserfüllende Hoffnung ist dem anderen kaum mehr als eine lästige Pflicht.














Weshalb sollten Unternehmensangestellte weniger korrupt sein als Staatsbedienstete?














Sonntag, 25. Mai 2008


























Die Meditation.














Jetzt denke ich, dass der Augenblick am Flaschencontainer vielleicht entscheidend ist:

rechts gehen Junkies hinüber auf den Kinderspielplatz, links zieht jemand einen Rolladen runter, neben einer früher geöffneten, jetzt zugemauerten Tür — Autolärm, Müll, besonnte Leute.














Ein absurder Film. Bedrückend.














I’mma do the things
That I wanna do.

I ain’t got a thing
To prove to you!



I’ll eat my candy
With the pork and beans.

Excuse my manners
If I make a scene!














The Understudies.














Samstag, 24. Mai 2008


























Bildnis einiger Menschen als Charakterpfützen.














Der Unwichtigtuer.














Einige Stundenlang saß ich ruhig an einem Ort.














In drei Monaten ist übrigens schon August.














Lob des Champagners.














Der Winter kehrte zurück.














Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Biersalat.














Im Reich genußvoller Indolenz.














Besser ein in sich ruhender Kloß als ein desperates armes Würstchen.














Feiern Sie den Super-QUELLE-Samba-Sommer!














Die Meditation.














65daysofstatic.














Rape.














We shouldn’t think
About last night.

Nobody’s proud
Of what they’ve done.



Oh, let’s not argue
‘Bout what’s right,

Let’s just agree
That it was fun, fun!














Tage des Minztees.














FUCK YUPPIES!














Im Genuß des frühen Nachhausegehens.














Ich lauschte dem Menschenradio.














Momente, in denen ein Leben endet – ein anderes beginnt.














Mein persönlicher Ramadan.














Freitag, 23. Mai 2008


























Frühmorgendliche Knallwachheit.














Christlich=frömmlerischer Säuselquatsch in Wimmer=Stimme *yak*.














In der Gestalt des Brotes.














Internationaler Tag der Biodiversität.














Reticence and secrecy are excellent pasttimes.














Adolf Hitler is the new LOLrus.














Orgasmus an der Gedächtniskirche:

Heute 10.30 Fleshmob!














Der Mittelfinger Gottes.














Der Traktand.














Weniger Morde, mehr Körperverletzungen.














*














Die altbekannte, langandauernde Bilderfolge einer Selbsttötung.














Fuck disciplin!














Wie großartig ich eine wirklich Musik finde, merke ich daran, wie oft ich sie immer wieder höre – auch nach längeren Pausen.

The joy of autosurprise.














We all recognise

That I’m

The pro-
blem here!



We all recognise

That I’m

The pro-
blem here!














Warum ausgerechnet Kommunikation zur Vereinsamung führen soll, hat bis heute niemand verstanden.














Selbstbildnis als leichenschändendes Monster.














Perodische Rückkehr der anomischen Lust an mutwilliger Zerstörung.














Alles was man nicht bedacht hat, schreit im Text um Hilfe.














Donnerstag, 22. Mai 2008


























Der Brand in der Berliner Philharmonie ist gelöscht.














Deutschlandradio als Begleitung der Frühmails und -Buchungen am morgen ist auch mal ganz angenehm.














Schnelldampfer und Schalldämpfer.














Körperschaftliche Verantwortung für die Gesellschaft.














Lob des morgendlichen Springmopses.














Berlin Kreuzberg Institut.














Save a tree. Don’t print this e-mail unless it’s really necessary.














Sag mir quando,
Sag mir wann?



Sag mir quando
Quando Quan-
Do!



Ich Dich wieder
Sehen
Kann?



Sag mir quando:
Sag mir wann?














Manon de Boer, Two Times 4′33” (2007)














Wie ich neuerdings immer bevorzugt fast überwiegend am Hinterkopf schwitze.














Esen ist super!














Mittwoch, 21. Mai 2008


























Im Königreich des Kristallschädels.














Das Nichtssagende des Wortes anspruchsvoll.














Großbritannien erlaubt Embryonen aus Mensch und Tier.














Geht mir weg mit Göttern jeder Art.














Fesch am Tisch?

Schick im Regal!














Verstrahlt=zittrige und großäugige Glotzer.














Heiner Göbbels,
Justus Giebig University Gießen.














Das Rauschen

des Lichttons














Die visuelle Stille.














Dienstag, 20. Mai 2008


























Erdbeertorte zum Frühstück.














Selbstbildnis als Rolf Eden.














Selbstbildnis als Rocko Schamoni.














Die Lamabildchen in jedem Fair Trade=Schaufenster nerven langsam aber sicher…














»Da fliegt mir doch das Blech weg!«














Und all die selbstgefällig=weise grinsenden, glatzköpfigen Meditationsleherer=Gurus sind irgendwie auch nur das zeitgenössische Antlitz kontrollgesellschaftlichen Totalitarismus (think The Island).














Die Freude an einem unaufgeregt vor sich hin laufenden Betrieb.

Der nicht ohne kleine Reibungen und Unwuchten läuft, diese aber leicht abfangen und wieder in bedachte Betriebsamkeit umwandeln kann.

Professionalität.














Manche Wissenschaftler leben ganz und ausschließlich von einer einzigen, wahnhaft propapgierten, welt= und lebensfremd=fixen Idee, über die sie nicht mit sich reden lassen und die tief in den Axiomen ihrer Arbeit versteckt liegt, unwidersprochen und unhinterfragt. Weil kein Kollege sich traut, sie zu hinterfragen.



Mensch, schaut doch mal links und rechts, Jungs und Mädels! Just take a look around, where do you live?

Merke: Die nichtwissenschaftliche Welt ist der beste Kritiker.














Montag, 19. Mai 2008


























Biedere und beschränkte Geister zeigen sich in ihrem Angewidertsein, ihrer verwirrten, unwirschen Genervtheit gegenüber allen Denkweisen, jedem Handeln und Sprechen, das ihre angestammte Gewohnheit überschreitet.





Erst in diesem Jahrzehnt gelang es mir wirklich, solche Menschen nicht immer nur für bemitleidenswerte Geschöpfe zu halten.














Invasion der Weberknechte.














Der Wohlfühlgeistliche.














Dieser Ordner ist leer.














Und nur das ist mein ewiger Einwand gegen ausgedachte, erfundene Literatur,

dass ihre Details banal sind, notorisch schlecht ausgedacht, unpräzise in dem Sinn, dass sie nur Muster wiederholen, die der wirklich erlebten Erfahrung eines echten NERVÖSOR, wie er, in textentsprechender Weise auf Texte reagierend, sich unweigerlich bildet, jedoch widersprechen.

Aber natürlich wird gerade auch der, der Realität besonders triftig abgelauschte Erfahrungsgestus, zu schriftlicher Sprache festgefroren, blitzschnell das Klischee seiner selbst, also unbrauchbar für Literatur.














Trauer um die leider zunehmende, geistige Puddinghaftigkeit des Bernd Begemann.














Freude an kulturell legitimierten Übersprungshandlungen.














Samstag, 17. Mai 2008


























Die Meditation.














Bezugnehmen auf den gegebenen Raumkörper.



Das gegebene Zeitempfinden als Grund anerkennen.














Der Morgenapfel.














Der wissens-schamanische Sprechakt.














Die Wahrnehmmungsstilistik.














Your draft has been saved.



You craft has been shaved.














Die orale Stadt.














Das wirklich Scheußliche an Springer ist nicht die Ordinärheit der Bild-Zeitung, mit der sie ihr Schmutzgeld verdienen, sondern POTSDAM,



die Flucht aus dem geistigen Elend Proletariens, das Bild täglich befördert und ausbeutet, hinaus ans Ufer des, ja klar: HEILIGEN Sees, wo Springerchef Döpfner und seine Chefin in ihren lächerlichen VILLEN ihre Kultiviertheit, ihr Neobürgertum zu kultivieren versuchen, und sich für diesen Widerspruch natürlich keineswegs schämen, sondern auch noch gesellschaftliche, ja sogar intellektuelle Anerkennung dafür beanspruchen wollen, dass der Bilddreck so erfolgreich ist, dass er Potsdam finanziert, das ist der Irrsinn Springer.

Unter jeder Gemeinheit, die Bild druckt, steht ja ganz groß der Name: Dr. M.O.C. Döpfner, Potsdam, und jeder Sexschund in Bild ist letztlich gewollt von Frau Friede Springer, Potsdam. Wenn sie eine weniger grunzende und schmatzende Zeitung wollen würden, müssten sie ja nur ihren Lakai Diekmann informieren und anordnen: mach mal eine bessere Zeitung. Das tun sie aber nicht. Sie wollen Bild genau so, wie es ist.



In der aktuellen Ausgabe der Branchenzeitschrift JOURNALIST, deren Titelgeschichte dem Siegeszug des Boulevard gilt, trommelt sich Bildchef Diekmann im Interview ausgiebig auf die eigene Brust: Bild ist das Volk, Bild macht Gewinn, Reichweite steigt, Bild bestimmt die Debatten, nicht der Spiegel, Spiegel, Faz und SZ haben sich auch boulevardisiert, der Boulevard ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und verrückterweise: das stimmt.



Das ist ja das Schlimme. Das ist das, was ich der Figur Schirrmacher vorhalte. Aus den spießigsten und vernageltsten Hochkulturallüren, noch 94 grölte Schirrmacher das Deppenprinzip Handwerk seitenweise in seine Tiefdruckbeilage, ist eine genauso abgeschaute, unverstandene, uneigenständige Affirmation der Affirmationen von Populärkultur, Verkaufe, Charts, Quote, Bestsellertum geworden.

Dass er sich heute bei einem Volltrottel wie Tom Cruise genauso anbiedert, wie früher bei Fest und Reich-Ranicki, ist Ausdruck von Verfall und zugleich der Konstante dieser Vita: ANGST, da nicht dabei zu sein, wo Macht zu spüren ist.



Die Intelligenz, das wäre VERTEIDIGUNG DER SCHRIFT, müsste all dem jedoch, zumindest manchmal, auch entgegentreten.














Freitag, 16. Mai 2008


























Jüngste Supernova der Milchstraße entdeckt.














Der Morgenapfel.














Das Unglück des Tätigseins.














Individuation durch Unbestimmtheit














Actus confusionis.














Dieses unwahrnehmbare Zittern des Vollendeten, das seine Grenzen unbestimmbar werden lässt und ihm aus der Fassung zu geraten, beliebig zu werden erlaubt,



ist die geringfügige Verrückung, die jede Sache in der messianischen Welt vollziehen muss. Ihre Glückseligkeit ist die einer Potenz, die sich erst nach dem Akt einstellt,



die einer Materie, die nicht in der Form eingeschlossen ist, sondern sie umgibt und erstrahlen lässt.


-











Unter den Merkmalen der neuen planetarischen Menschheit jene auszuwählen, die ihr das Überleben erlauben,



die feine Scheidewand zu entfernen, die die schlechte mediale Öffentlichkeit von der vollkommenen Äußerlichkeit, die nur sich selbst mitteilt, trennt –

das ist der politische Auftrag unserer Generation.














Zustand äußerster Singularität





eine identitätslose Singularität,

eine gemeine, völlig ausgestellte Singularität





eine bedingungslsoe gemeinschaft ohne Subjekte

eine Mitteilung, die nichts kennt, was nicht mitteilbar wäre.














Die würdelose Gehetztheit.














Au champs des fraises.














Wird es einmal Städte geben, die nicht wie Fabriken organisiert sein werden?














Physiologie ist Kunst.














Und es huhb wiedar an
Die Tsait

Durch gengixx
Geh öphnettah

Oba=Lixxdtta!



Und: Ix saa
Daßeß

Guhdt Wahr!














Wie? Die Profikokser aus dem Agenturkomplex schassen Gelegenheitskifferin aus dem Model=KZ?

Eine stimmige Entscheidung.














Der Wunschberg.














Donnerstag, 15. Mai 2008


























alles wird so sein wie es jetzt ist, durch nichts zu ersetzen – aber eben das macht seine Neuheit aus.














Die Tatsache, dass der Mensch weder ein Wesen, noch eine historische oder sprituelle Berufung, noch auch eine biologische Bestimmung hat oder verwirklichen sollte,

muss der Ausgangspunkt eines jeden ethischen Diskurses sein. Nur so kann es so etwas wie eine Ethik geben:



Denn wenn der Mensch diese oder jene Wesenheit wäre oder zu sein hätte, diese oder jene Bestimmung hätte oder erfüllen sollte,

wäre jede ethische Erfahrung unmöglich – es gäbe nur Pflichten, die zu erfüllen wären.














in jeder Gestalt die eigene Gestaltlosigkeit und in jedem Akt die eigene Untätigkeit auszustellen.














Die Theorie im Moment ihres Absprungs schaut schön und kraftvoll aus.














in einem Stadium absoluter Herrschaft der Warenform über alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens.














Let’s just imitate the real

Until we find a better one.














Mittwoch, 14. Mai 2008


























Dialektik des Glaubens






Sol Rex Fabula






















eine entsprechend kritische Anthropologie der Verbrennungsmotoren schreiben:



Dem vier(t)aktigem Drama der Brennstoffverbrennung aus
Ansaugen – Verdichten – Arbeiten – Ausstoßen

würde darin eine postdramatische, nicht-verbrennende, eine nachhaltige Art des Umgangs

mit Dingen, Wesen und Entitäten unserer Umgebung entgegengesetzt.














»Heut’ ist Karneval
In Knieritz an der Knatter!«














Das erste Zitat eines Tweets in einem ordentlichen akademischen Vortrag in der uns bekannten Geschichte der Menschheit!














Die sonische Heterotopie.






















~






















The unexpected twittering of birds on the beach of Sellin, on the southeastern coast of Rügen, close to the pier: the forest nearby provides an adequate ecology for them.














Travelling in regional trains from Berlin to the island of Rügen in the Baltic Sea, I was re-reading three essays on sound by Gernot Böhme, Thomas Macho and Henning Scheich; which led me to work on three texts soon to be finished in May, June and July: Die kulturelle Übertragung (»The cultural Transmission«), Politik der Klänge (»The Policy of Sounds«) and Resonanzkünste (»Arts of Resonance«).



Finally working again on part III of my book on Klang Erzählungen: eine Anthropologie des Klangs (»Sonic Fictions: an Anthropology of Sound«):



How to describe a transformed bodily concept of perceptual tensions in a sonic environment? How to lay the ground for new materialist and experiential Physics of Sound: Hypercorporeality and Intercorporeity (the latter a complimentary concept to the notorious and in its core a deeply idealist and dead metaphor of »intersubjectivity«).














The owner of the tiny pub called »Inselfrieden« (»Peace of the Island«, at the end of a long row of Schrebergärten from old GDR- or even older times) in Sellin, playing lots of older and more recent kitschy=cheesy german Schlager on his accordion. All the guests knew them since way back, humming along really moved; my lovely wife even pretty close to tears. Heart moving.






















~






















Wie das Blut durch meine Armbeuge pulst.














In der Mittagssonne: die Früchte; unsere Wechselreden in Girlanden; das Buch.














WASTE TIME



WASTE MONEY














Eine Ästhetik, die Gewöhnungen an akustisch-räumliche Minderwertigkeit umkehren könnte,

unser Weghören und Wegempfinden, professionell und staatstragend – etwa in den Transportsystemen kontrollierter und eingekapselter Brände, die unsere Terminfolgen vorantreiben an jedem Tag.



Sie betreiben diese Nationalstaaten, Freihandelszonen und ideologischen Pakte bis hin zu Bündnissen der Terrorabwehr

im ewigen, orwellschen Krieg, den Oceania doch schon immer gegen Eastasia und noch stets im Bündnis mit Eurasia geführt hat.



Unsere To-do-Listen, sie haben einen Knall.






















~






















Selbstbildnis als Klanganthropologe und Blogger.














Die beiden Künstlerehepaare Susanne & Sascha.














eine absolut unrepräsentierbare Gemeinschaft.














Sol Rex!














die Liebe als Erfahrung des Statt-Findens einer beliebigen Singularität.














Von seiner eigenen Seinsweise hervorgebracht zu werden, ist das einzige Glück, dessen sich die Menschen versichern können.









die Manier, die wir gebrauchen, bringt uns hervor; sie ist unsere zweite, glücklichere Natur














Dienstag, 13. Mai 2008


























Soben brachte meine Gattin mir eine wundervolle Schale mit Früchten & ein bezauberndes Orangenfruchtsaftgetränk an’s Arbeitsbett.














Ein Tag, um Weltkriege zu beenden.














Die Ruhe der Ruhe an einem viel Sonne verspechenden Donnerstagmorgen kurz vor Pfingsten!














Mammals worry about what happens to each and every one of their offspring,

but dandelions only care that every crack in every sidewalk has dandelions growing out of it.



The former is a good strategy for situations in which reproduction is expensive,

but the latter works best when reproduction is practically free – as on the Internet.














Die Großprojekte des Spannerstaats.














Support for Clinton Wanes as Obama Sees Finish Line.














Vielleicht werde ich doch Werbetexter? In 20 Minuten verquaste Hochschul-Werbebroschüre zurechtgezurrt & dynamisiert. Jetzt lesbar! (Grundwortschatz, Hauptsätze, Subjektbeginn, 5-7 Worte, einfache Fragen, einfache Aussagen; dazwischen flirtatious geskyped… *kicher*)














Le queer est né de l’idée que les pratiques sexuelles créaient elles aussi du genre, donc une organisation du corps à travers l’étreinte érotique. Nous avons dit que la révolution existentielle verra le jour par la mise en place de «nouvelles possibilités d’être» (Friedrich Nietzsche), mais il faut aussi penser la création de nouvelles formes de sexualités tout aussi «hybridées», «animalisées» et «robotisées» que le corps: «36000 formes d’amours à la Fourier» et «n-sexes (ni un ni deux sexes)» (Deleuze, préface de L’après-mai des faunes de Guy Hocquenghem) que Félix Guattari nomme très judicieusement «trans-sexualité» (Félix Guattari, La Révolution moléculaire, p.331), c’est-à-dire une sexualité qui se pratique différemment, une sexualité sans organes, parfois même sans sexe, qui empêchent la cristallisation des rôles et des positions sexuelles au sein du couple (par exemple : actif = homme, passif = femme).



Artaud lui-même avait décrit un nouvel érotisme où une «liqueur» corporelle s’écoulerait, non plus du sexe et de l’anus, mais du «haut des cuisses, des hanches, des lombes, du ventre total et sans sexe et du nombril» (Le Théâtre de la Cruauté, 1947, in Pour en finir avec le jugement de dieu, p.70). Ce post-érotisme permettrait d’engendrer de nouveaux corps sans organes qui ne répondent plus à l’appel d’une sexualité normée produisant du genre et une cartographie universelle du plaisir charnel. La pratique du sexe n’a pas à être borné, il faut explosé les frontières des compositions conjugales classiques, car la liberté ne se construit qu’à travers l’inventivité.



La «sexualité est une création» disait Michel Foucault (Dits et écrits, T2), Deleuze & Guattari faisaient eux aussi cette observation lorsqu’il analysait les sexualités hors normes qui admettaient et libéraient le désir. Le sadomasochisme par exemple n’est jamais répétitif, les rituels de l’étreinte sont multiples et, contrairement à la sexualité génitale traditionnelle, c’est avec tout le corps que les partenaires se mettent à jouir. De plus, cette pratique post-érotique crée du «trouble dans le genre» (Judith Butler), ce qui permet à l’individu de demeurer dans un «devenir imperceptible» révolutionnaire.














Donnerstag, 8. Mai 2008


























Santogold.














Decisively.














Anonymity is so 2nd millenium!














Anonyme Blogger. Analoge Romantiker. Amorphe Frustration.














Das grauenvolle, möchtegern=großstädtische sogenannte














Das Leben ist wunderbar.














Holger and Andrew Warhol are now friends.














Mittwoch, 7. Mai 2008


























Scarlett Johanson singt wie eine rostige Blechkanne.














Reisen nach Westberlin.














Untersuchungen am Menschen oder an vom Menschen entnommenem Material.



Tierversuche.



Gentechnologische Experimente.














Smileyablehnung ist zunehmend anal retentiv.














Die fröhlichen Schnellverteilungs-Stunden!














Der Mai ist auch gleich wieder rum.














Die außerordentliche Geruchsüberempfindlichkeit.














Michael Nyman, Drowning by Numbers (1987)














Das Scheinarbeitshafte von Terminen, Meetings und Gremien.














In Praise of Debranding.














Dienstag, 6. Mai 2008


























Acht Stunden sind ein kurzer Tag.














Lob der Kontrakrastination.














Der Sommer ist eine gute Jahreszeit.














Autoportrait comme corps-sans-organes.














In Ten Cities.














Magyar energia!
Magyar energia!
Magyar energia!














I will possess your heart.














Montag, 5. Mai 2008


























Opulenta et multiplicabilis vita.






Maius Fabula























Handyhalter.





















Bir














Twitkrit:

Fachorgan für
Rezension und Kritik
zeitgenössischer Tweets.














Durch die Welt gehen wie durch ein Freilichtmuseum.














Elfriede Jelinek, Im Verlassenen (1. Mai 2008)














Aus den Worten des Vaters besteht die Öffentlichkeit




















Iki














Selbstbildnis als Diddlmausbot.




















Üç














Manchmal genügen dann schon zwei Stunden Schlaf (oder so ähnlich).














Johanna Thompson, Koreanische Universitäten (2005)














Opulenta et multiplicabilis vita.














Das Faustdicke hinter den Ohren.














Self-portrait as Mr. Unweary.




















Dört














Sol ex anus.














Die Freuden einer Ganzkörper=Erektion.














»Ich geh’ jetz’ mal mit der Gesellschaft kacken!«














Du weißt, Du weißt, Du weißt:

Es ist nicht immer einfach.



Du weißt, Du weißt, Du weißt:

Man will manchmal gehen!














Sonntag, 4. Mai 2008


























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